Kultur-Talk

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kultur-Talk episodes

  • Ursachen und Hintergründe des Ukraine-Krieges
    80 Tage dauert der Krieg in der Ukraine schon. Ein Ende ist nicht in Sicht. Im «Kultur-Talk» spricht Frithjof Benjamin Schenk, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Basel, über Ursachen und Hintergründe des Krieges und über die schwindenden Chancen auf ein baldiges Ende.
    Frithjof Benjamin Schenk ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Basel und initiiert seit Jahren Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen rund um die Geschichte Russlands und der Ukraine. Im «Kultur-Talk» mit Michael Luisier beschreibt er die Hintergründe und historischen Ursache des Krieges, das Verhältnis zwischen den russischen und ukrainischen «Brudervölkern», die Gründe für den Angriff zu diesem Zeitpunkt, die Mitverantwortung des Westens, die russische Propaganda und ihre historischen Bezüge und über die schwindenden Chancen auf ein baldiges Ende des Krieges.
    29 min
  • Leonardo Padura und die Sehnsucht nach einem «ganz normalen Land»
    Mit dem Roman «Wie Staub im Wind» schreibt der kubanische Schriftsteller Leonardo Padura (Havanna-Quartett) einen Generationenroman. Er erzählt darin knapp dreissig Jahre kubanische Geschichte vom Mauerfall 1989 und dem Untergang der Sowjetunion bis zu Obamas Besuch 2016.
    Im Zentrum des Romans steht Paduras eigene Generation. Jene Generation, die als erste unter Fidel Castro aufwächst und das neue Kuba auch mitträgt, bis sie aufgrund der Wirtschafts- und Sozialkrise nach dem plötzlichen Untergang der Sowjetunion vor dem Nichts steht. Reihenweise verlassen die Menschen das Land. Der Glaube an ein sozialistisches Kuba ist verloren. Doch ein anderes ist nicht in Sicht. Ein Gespräch mit Leonardo Padura über Kuba zwischen Veränderung und Stagnation, über seine Generation zwischen Anpassung und Exil und über seine eigene Rolle als kubanischer Schriftsteller.
    Angaben zum Buch:
    Leonardo Padura. Wie Staub im Wind. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. 528 Seiten. Unionsverlag, 2022.
    27 min
  • Carine Bachmann, 100 Tage BAK-Direktorin
    Pandemie, prekäre Lage von Künstlerinnen und Künstlern und Diskussionen um Raubkunst im Zusammenhang mit der Bührle-Sammlung. In diesem Umfeld startete Carine Bachmann in ihr neues Amt als Direktorin des Bundesamtes für Kultur.
    «Wir wissen nicht, ob es in der Kultur zu mehr strukturellem Wandel kommt.» Das sagte Carine Bachmann im November, als sie der Bundesrat zur neuen BAK-Direktorin ernannte. Offen ist auch, ob und wie das BAK Künstlerinnen und Künstlern aus ihrer prekären Lage helfen kann. Wie steht es um die soziale Vorsorge? Und wie will die neue BAK-Direktorin der Kultur zu mehr Kraft verhelfen? Im Kultur-Talk schauen wir auf die ersten 100 Tage von Carine Bachmann als BAK-Direktorin zurück und sprechen darüber, wie sie die vielen offenen Fragen angehen will.
    28 min
  • 59. Biennale di Venezia
    Die Biennale di Venezia ist eines der prominentesten Grossereignis der Kunstwelt. Im Kulturtalk mit zwei Biennale-Kennerinnen der Schweizer Kunstszene geht es um Highlights und Schwachpunkte und um die Frage, wie die internationale Gross-Schau internationales Zeitgeschehen reflektiert.
    Drei Jahre mussten Kunstfans auf die 59. Biennale di Venezia warten. Jetzt öffnet sie ihre Pforten mit einem Programm, das enge Verbundenheit mit dem Zeitgeschehen verspricht: Die Internationale Ausstellung im Arsenale bietet so viele Künstlerinnen wie nie und so viel Klimaneutralität wie nie. Der russische Pavillon bleibt leer, der ukrainische wird zum wichtigen Hotspot. Wie gelingt der traditionsreichen Biennale der Link zu aktuellen Diskursen, darüber diskutieren Claudia Jolles – Chefredaktorin Kunstbulletin und Sabine Schaschl – Direktorin Haus Konstruktiv.
    28 min
  • Empathie – Reise in die inneren Erlebnisse von anderen
    Empathie gilt als eine der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen. Der Erfolg unseres sozialen Zusammenlebens hängt davon ab, ob wir Andere gut verstehen können.
    Viele Menschen zeigen in diesem Krieg in Europa aktuell viel Hilfsbereitschaft. Sie stehen für Frauen und Kinder ein, die die Ukraine haben verlassen müssen, und nehmen sie bei sich auf. Gerade in solchen Situationen ist es besonders wichtig, dass wir uns in die Lage der flüchtenden Menschen hineinversetzen können und empathisch reagieren. Was macht Empathie genau aus und wo kommt sie an ihre Grenzen – diesen Fragen geht die Philosophien Susanne Schmetkamp im Kultur-Talk nach, gestützt auf ihr Buch "Theorien der Empathie zur Einführung" (Junius-Verlag).
    27 min
  • «Rassismus spielt eine Rolle. Und die Logik des Kalten Krieges»
    Der Krieg in der Ukraine erschüttert uns. Unsere private und politische Solidarität mit den Geflüchteten ist gross. Grösser als mit Geflüchteten aus anderen Kriegs-und Konfliktgebieten: Syrien, Afghanistan, Eritrea. Woher kommt dieser Doppelstandard?
    Der Kultur-Talk mit Inés Mateos, Expertin für Diversität und Bildung.
    29 min
  • Was bewirkt ein Boykott russischer Kultur?
    Seit Russland Krieg gegen die Ukraine führt, haben viele westliche Kultur-Institutionen die Zusammenarbeit mit russischen Kulturschaffenden abgebrochen.Braucht es Sanktionen auch im Kulturbereich? Oder reisst ein solcher Boykott wichtige Brücken für die Verständigung ein?
    In den letzten Wochen wurde kontrovers diskutiert, ob sich russische Kulturschaffende gegen Putins imperiale Politik positionieren müssen, um weiterhin im Westen arbeiten zu können. Ist Schweigen mit Zustimmung gleichzusetzen?
    Darf man eine Stellungnahme verlangen, obwohl kritische Stimmen in Russland verfolgt werden?
    Darüber sprechen die Autorin und Übersetzerin Ilma Rakusa, Kennerin der russischen Literaturszene wie des osteuropäischen Kulturraums, und der russische Schriftsteller Michail Schischkin, der in der Schweiz lebt.
    30 min
  • Ukraine und Russland – der Krieg der ungleichen Brüder
    Die Ukraine und Russland gelten als Bruderstaaten. Das Verhältnis ist allerdings seit Langem asymmetrisch und hat nun in einen grässlichen Krieg gemündet. Felix Münger spricht mit dem Schweizer Osteuropa-Historiker Andreas Kappeler über die historischen Wurzeln des Konflikts und möglich Auswege.
    Auch wenn Putin etwas Anderes behauptet: Die Ukrainer wollen kein Teil der «russischen Welt» sein. Schon seit Jahrhunderten nicht, sagt Andreas Kappeler, emeritierter Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien und Verfasser mehrerer Sachbücher zur ukrainischen und russischen Geschichte.
    Russland habe sich im wechselhaften Verhältnis der beiden Staaten stets als «grosser Bruder» verstanden. Die Eigenständigkeit des «Kleinen» sei ihm schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Gibt es vor diesem historischen Hintergrund Perspektiven für einen Ausweg aus der aktuellen Katastrophe?
    29 min
  • Antisemitismus in der Schweiz – mangelt es an Sensibilität?
    Im Gespräch mit Dina Wyler von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus GRA analysieren wir aktuellen Judenhass in der Schweiz. Wir fragen, warum Antisemitismus als solcher oft nicht erkannt und gebannt wird.
    Der Schweizer Antisemitismusbericht 2021 zählt ein Drittel mehr antisemitischer Vorfälle als im Vorjahr. Im Netz grassieren Hassattacken. Während der Pandemie poppten überwunden geglaubte antisemitische Motive wieder auf, etwa von «den» Juden als «Brunnenvergiftern». Aber auch rund um die Sammlung Bührle oder die Zürcher Wahlen ist man nicht nur auf jüdischer Seite irritiert: Es fehle an Sensibilität und Wissen dafür, was antisemitisch ist und was das mit Menschen macht. Könnte ein Verbot von Nazisymbolen helfen? Im Kultur-Talk diskutieren wir das.
    27 min
  • Der Illustrator Hannes Binder und sein unverwechselbarer Strich
    Er hat mehrere Kriminalromane von Friedrich Glauser als Graphic Novel umgesetzt, Kinder- und Jugendbücher illustriert, eigene Comics und Bilderbücher verfasst und viele Jahre für Printmedien gearbeitet. Nun wird Hannes Binder für sein Gesamtwerk mit dem Kulturpreis des Kantons Zürich geehrt.
    Sein Markenzeichen ist die Schabkarton-Technik, mit der er unverwechselbare Schwarzweiss-Bilder erschafft. SRF 2 Kultur hat den 74-jährigen Illustrator Hannes Binder in seinem Atelier in Zürich besucht. Im Kultur-Talk verrät er, welche Texte sich fürs Illustrieren eignen und wie er Literatur in seine prägnante Bildsprache übersetzt. Er sagt, welche Sujets ihn zu eigenen Graphic Novels anspornen und warum er das tagesaktuelle Arbeiten für Printmedien aufgegeben hat. Ein Blick hinter die Kulissen und auf das Gesamtwerk von Hannes Binder.
    29 min

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«Kultur-Talk» nimmt kulturelle und gesellschaftliche Themen auf, die bewegen und einer Vertiefung oder Klärung bedürfen.

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