Kultur-Talk

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kultur-Talk episodes

  • Talk mit Franziska Schutzbach - Erschöpfte Frauen? Uff!
    Ständig zuständig - Soziologin Franziska Schutzbach sagt, das Gefühl der Erschöpfung sei politisch, da es auch mit Gender und gesellschaftlichen Machtverhältnissen zu tun habe. Wirklich?
    Ständig ausgelaugt. Ständig darauf bedacht, sich um alles und alle zu kümmern: Haushalt, Home-Office und Harmonie. Das Gefühl der Erschöpfung habe auch mit historisch gewachsenen Rollenbildern zu tun, so die These in Franziska. Schutzbachs neuem Buch "Die Erschöpfung der Frauen - Wider der weiblichen Verfügbarkeit". Haben wir diese Rollenbilder nicht längst überwunden? Erschöpfung als Kategorie der Gesellschafts-und Geschlechteranalyse? Wir sprechen darüber im Kontext-Talk.
    29 min
  • Ist der 9. November Deutschlands Schicksalstag?
    Die Novemberrevolution 1918, der Hitlerputsch 1923, die antijüdischen Pogrome 1938, der Mauerfall 1989 – all diese historischen Ereignisse ereigneten sich an einem 9. November. Reiner Zufall oder gibt es einen inneren Zusammenhang? Felix Münger trifft den Historiker und Sachbuchautor Wolfgang Niess.
    An keinem anderen Datum wurde Deutschland während des 20. Jahrhunderts so häufig bis in die Grundfesten erschüttert wie am 9. November. Er war je nachdem ein Tag der Hoffnung oder der Gewalt und hemmungslosen Barbarei.
    Der deutsche Historiker und Journalist Wolfgang Niess stellt in seinem aktuellen Sachbuch die unterschiedlichen Ereignisse an diesem Tag in einen grösseren Kontext. Und er schildert, wie die Erinnerung an das gegensätzliche Geschehen am 9. November ihrerseits den Lauf der Geschichte geprägt hat.
    Buchhinweis: Wolfgang Niess: Der 9. November. Die Deutschen und ihr Schicksalstag, C.H. Beck 2021.
    28 min
  • Brian-Kunstprojekt: Ziel und Wirkung von aktivistischer Kunst
    Künstlerinnen und Aktivisten vereint im Kollektiv #BigDreams geben dem jungen Straftäter Brian seit Ende Juni eine Stimme. Ziel des Medientheaters in fünf Akten: Eine weitreichende Auseinandersetzung mit den - für das Kollektiv - "menschenverachtenden Strukturen des Schweizer Rechtssystems".
    Haben die bisherigen Brian-Kunst-Aktionen die erhoffte gesellschaftliche Diskussion ausgelöst? Ist Kultur-Aktivismus ein Ausdruck unserer Zeit? Und was macht der Aktivismus mit der Kunst?
    Kontext im Gespräch mit Julia Reichert, Co-Leiterin Theater Neumarkt, das mit dem Kollektiv #BigDreams zusammenarbeitet und Barbara Preisig, Kunsthistorikerin und Kunstkritikerin Universität Zürich und ZHdK
    26 min
  • Isabelle Chassot als BAK-Chefin: Nicht zögern, sondern zupacken
    Als Chefin des Bundesamtes für Kultur hat Isabelle Chassot einige kulturpolitischen Pflöcke eingeschlagen. Bevor Chassot wieder in die Politik wechselt und im Ständerat Platz nimmt, blickt sie zurück auf die Kulturpolitik des Bundes.
    Kultur und Kunst helfen, einander besser zu verstehen. Kultur und Kunst bilden den Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte. Das sagte BAK-Chefin Isabelle Chassot nach 100 Tagen im Amt. Heute scheint die Gesellschaft gespaltener denn je. Hat die Kulturpolitik des Bundes also versagt, obwohl die BAK-Chefin in den vergangenen acht Jahren einiges erreicht hat? Stichworte sind u.a.: die kulturelle Teilhabe, die soziale Vorsorge für die Kulturschaffenden und die Baukultur.
    27 min
  • Literaturnobelpreis 2021 für Abdulrazak Gurnah
    Der Literaturnobelpreis 2021 geht an den tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Damit zeichnet die Schwedische Akademie erstmals einen Schriftsteller aus, dessen Thema das Leben unter den Bedingungen des Postkolonialismus ist.
    Abdulrazak Gurnah lebt in England. In den Wirren rund um die Unabhängigkeit seiner Heimat Sansibar und dem Zusammenschluss Sansibars mit Tansania verlässt der junge Mann das Land und zieht nach Grossbritannien. Als Angehöriger einer entmachteten arabischstämmigen Oberschicht und Exilant in England erfährt er also sein späteres Lebensthema am eigenen Leib: die Flüchtlingsproblematik, ausgelöst durch ungelöste und im Kolonialismus verankerte Konflikte zwischen Kulturen und Kontinenten. Abdulrazak Gurnah wird Literaturprofessor an der University of Kent und beginnt zu schreiben. Er verschreibt sich dabei ganz und gar den Themen seiner afrikanischen Herkunft und wird trotzdem ein europäischer Schriftsteller. Keine Rückbesinnung auf orale Erzähltraditionen, wie man sie beispielsweise bei Ben Okri findet oder auch beim ebenfalls aus dem ehemaligen Empire stammenden Salman Rushdie, sondern literarische Texte, in denen das Stille überwiegt, die leisen Töne, das Feine, der Humor.
    Über den frischgebackenen Nobelpreisträger unterhält sich Brigitte Häring mit Literaturredaktor Michael Luisier. Auskunft gibt der Abdulrazak Gurnah-Übersetzer Thomas Brückner.
    26 min
  • Alle wollen Bäume, doch keiner will sie
    In der Klimadebatte spielen Bäume eine immer wichtigere Rolle, vor allem in der Stadt. Doch gerade hier haben sie einen schweren Stand. Mark Krieger, Landschaftsarchitekt und Professor an der Fachhochschule OST wundert sich über dieses Paradox.
    Man ist sich einig, dass Bäume potente Klimaanlagen sind, dass sie den Menschen, dem Stadtbild, der Biodiversität guttun. Darum bemühen sich viele Schweizer Städte, mehr Bäume zu pflanzen. Lausanne verlangt in den Baugesuchen ein Baumquote, in der Stadt Winterthur sollen in den nächsten drei Jahren 1000 zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Das erweist sich als Kraftakt: Im Boden haben oft die vielen Werkleitungen Vorrang, für die städtischen Putzequipen und den Verkehr sind Bäume Störfaktoren. Ein radikales Umdenken ist gefragt.
    28 min
  • Der Ethiker Frank Mathwig zur Pandemie
    Sollen Spitäler ungeimpfte Patienten zugunsten von geimpften abweisen, wenn ein Engpass an Behandlungskapazitäten besteht? Auf keinen Fall, sagt Frank Mathwig. Der Theologe gehört der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK) an.
    Kinder haben in der Öffentlichkeit kaum eine Stimme, und so haben Mathwig und die NEK immer wieder für sie die Stimme erhoben. Die Kinder und Jugendlichen haben durch die Schule zwangsläufig viele Sozialkontakte. Empfiehlt sich daher auch deren Impfung? Und kommen die Behörden der Einsicht der Präambel der Bundesverfassung nach, nach der "die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen"? Raphael Zehnder befragt Frank Mathwig zu ethischen Fragen rund um die Pandemie.
    29 min
  • Kultur-Talk mit Erich Keller über das Kunsthaus Zürich und Bührle
    Wenn Anfang Oktober das erweiterte Kunsthaus eröffnet wird, sind dort auch die Bilder der Sammlung Bührle zu sehen. Was daran problematisch ist, erläutert der Historiker Erich Keller im Gespräch.
    Der Waffenfabrikant Emil Bührle erwirtschaftete seine Gewinne u.a. aus Geschäften mit Nazi-Deutschland, profitierte von Zwangsarbeit und sammelte in grossem Stil Kunst, darunter Bilder, die er nach dem Krieg als NS-Raubkunst zurückgeben musste. Den historische Kontext der Sammlung sollte eine historische Studie aufarbeiten, bevor die Bührle-Bilder als Leihgaben ans Kunsthaus gelangten. Von Aufarbeitung aber könne nicht die Rede sein, schreibt der Historiker Erich Keller in seinem neuen Buch «Das kontaminierte Museum» und erläutert die Gründe im Kultur-Talk mit Ellinor Landmann.
    27 min
  • Gesprächsrunde vom 78. Internationalen Filmfestival Venedig
    Es ist die zweite Pandemie-Ausgabe des wichtigen Festivals. Und dennoch ist 2021 sehr vieles anders als noch im letzten Jahr.
    Am Filmfestival von Venedig ist zwar der rote Teppich zum zweiten Jahr in Serie nicht für Publikum zugänglich. Aber: nach Abwesenheit im letzten Jahr sind viele grosse Namen vor und hinter der Kamera zurück auf dem Lido. Auch das amerikanische Kino ist wieder stark vertreten. Dafür sind (nach einem kleinen Aufwind im letzten Jahr) wieder fast keine RegisseurINNEN in den beiden offiziellen Wettbewerben zu finden.
    Und überraschend ist Alberto Barbera – nachdem er im letzten Jahr grossartig und mit viel Lob verabschiedet wurde – nun doch noch mindestens für diese 78. Ausgabe des Filmfestivals von Venedig künstlerischer Leiter.
    Im Kultur-Talk unterhält sich Brigitte Häring mit der Filmjournalistin Anke Leweke und dem Filmkritiker Peter Claus über die Festivalausgabe 2021 und über Filme, die aufgefallen sind.
    28 min
  • Lerndefizite bei Schulkindern wegen der Pandemie?
    Geschlossene Schulen, Online-Fernunterricht, selbstständiges Lernen zu Hause – diese Corona-Schutzmassnahmen hätten dazu geführt, dass viele Schulkinder in der Schweiz nun ein deutliches Lerndefizit haben. Das zumindest sagt die Psychologin und Lernforscherin Elsbeth Stern von der ETH Zürich.
    Die Sommerferien sind vorbei und das neue Schuljahr beginnt. Nach eineinhalb Jahren erschwertem Unterricht ist es Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Welche Auswirkungen hatte die Pandemie bisher auf das Lernverhalten von Schulkindern? Die Psychologin und Lernforscherin Elsbeth Stern von der ETH Zürich prophezeit Leseschwächen bei Primarschülern und Nachholbedarf in Mathematik. Gar Tests sollen die Kinder zum Schulstart absolvieren. Damit soll man herausfinden, wie stark das Defizit ist. Wir sprechen mit ihr und wollen wissen, ob es tatsächlich so schlimm steht um die Schulkinder.
    23 min

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«Kultur-Talk» nimmt kulturelle und gesellschaftliche Themen auf, die bewegen und einer Vertiefung oder Klärung bedürfen.

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