kurz informiert by heise online

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  • Kurz informiert vom 08.05.2018: Strafverfahren, Brexit-Streit, Windows 10 Update, Nintendo Switch Online
    Strafverfahren wegen Downloads frei verfügbarer Dokumente eingestellt
    Ein 19-jähriger Teenager im kanadischen Nova Scotia kann aufatmen: Die Polizei in Halifax lässt den Vorwurf des Computer-Missbrauchs fallen. Der junge Mann hatte Dokumente vom Informationsfreiheitsportal der Provinzregierung heruntergeladen. Darunter waren auch zirka 250 Dokumente, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Die Aufregung in der IT-Szene war groß, denn der Beschuldigte hatte lediglich zu der URL jeweils 1 hinzugezählt, um das nächste Dokument zu erhalten. Passwortschutz gab es keinen, und die 250 Dokumente mit persönlichen Daten waren nicht gesondert gekennzeichnet. Nachdem die Provinzregierung nun noch elf weitere Bürger belangen wollte, hat die Polizei die Ermittlungen eingestellt.
    Brexit-Streit über britische Beteiligung an Galileo
    Nach dem Brexit könnte Großbritannien den exklusiven Zugang zum Satellitennavigationssystem Galileo verlieren, auf den unter anderem das Militär angewiesen ist. Die empörte Drohung aus dem Königreich, notfalls eine eigene Alternative aufbauen zu wollen, wird in Brüssel nicht wirklich ernst genommen, berichtet nun Politico. Dafür sei ein solches System einfach zu teuer.
    Microsoft pusht Update 1803 auf Privatrechner
    Windows-Anwender sollten sich darauf einstellen, dass das fünfte große Windows-10-Update fällig wird. Nutzer, die automatische Updates für ihre Windows-10-Installation aktiviert haben, erhalten eine Benachrichtigung, sobald die neue Version für sie verfügbar ist. Sie können dann den Zeitpunkt wählen, an dem die Installation gestartet werden soll.
    Abo-Dienst Nintendo Switch Online enthüllt
    Der Abo-Dienst für Nintendos Switch-Konsole heißt Switch Online und soll ab September 2018 angeboten werden. Das spannendste Feature ist die Möglichkeit, Speicherstände von Spielen in der Cloud abzulegen. Außerdem können Abonnenten 20 Nintendo-Klassiker spielen, darunter Super Mario Bros und The Legend of Zelda. Im Vergleich zu PS Plus und Xbox Live Gold ist Nintendo Switch Online eher schwach aufgestellt. Dafür kostet der Dienst nur 20 Euro im Jahr.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 07.05.2018: Facebook, Gesichtserkennung, NSA, Kunststoffmüll
    Facebook soll Terroristen vernetzt haben
    Über die Funktion, mit der Facebook den Nutzern neue Freunde vorschlägt, sollen sich unzählige Extremisten in aller Welt miteinander vernetzt haben. Das haben Forscher des Counter Extremism Projects beobachtet. Darüber hinaus greife Facebook höchstens halbherzig durch, denn die Mehrzahl der Accounts, die extremistische Inhalte verbreiteten, seien innerhalb eines halben Jahres nicht gesperrt worden. Selbst wenn ein bestimmter Eintrag von Facebook gelöscht werde, dürfe der dahinter stehende Account oft weiter aktiv bleiben, so die Forscher.
    Gesichtserkennung bei Champions-League-Finale: Tausende fälschlich als Kriminelle identifiziert
    Seit 2017 testet die Polizei in Wales ein System zur automatischen Gesichtserkennung in Echtzeit. Beim Finale der Champions League in Cardiff lag es in 92 Prozent der Fälle falsch. Das geht aus nun veröffentlichten Daten zu dem Pilotversuch des Systems hervor. Die Polizei erklärt sich die hohe Fehlerrate beim Finale der Champions League mit der "schlechten Qualität" der Fotos, die von der UEFA, Interpol und anderen Partnern geliefert worden seien.
    NSA sammelt über 500 Millionen Metadaten bei US-Providern
    Nach den Snowden-Enthüllungen und neuen gesetzlichen Schranken hatte die NSA ihre Vorratsdatensammlung deutlich zurückgefahren, im vorigen Jahr nun aber wieder ausgebaut. Auch die Zahl der überwachten Auslandsziele ist gestiegen. Demnach bezog der technische Geheimdienst im vergangenen Jahr über 534 Millionen Verkehrs- und Standortdaten von Telekommunikationsfirmen. Das sind gut dreimal so viel wie noch 2016.
    Plastikfreie Kreuzfahrtschifffahrt
    Die Gäste, die die weltberühmte norwegische Reederei Hurtigruten jedes Jahr von Bergen nach Kirkenes und zurück transportiert, generieren viel Plastikmüll. Dem will die Gesellschaft noch in diesem Jahr ein Ende bereiten, zumindest weitgehend, berichtet Technology Review online. Die Strohhalme werden künftig aus Metall sein, Kunststoffgläser werden durch Glas ersetzt, Plastikbesteck, oder Wegwerf-Verpackungen aus dem Programm genommen.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 04.05.2018: Google & Co., Twitter, Roboterauto, Facebook
    Google & Co. sollen die Kriterien ihrer Algorithmen offenlegen
    In Deutschland soll es bald erstmals spezifische Regeln für den Umgang
    mit Inhalten bei Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und anderen
    "Intermediären" geben, die Internetnutzern ihre Vermittlungsdienste
    anbieten. Dies kündigte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin für
    Medien und Digitales, Heike Raab, am Mittwoch auf der Media Convention
    Berlin im Rahmen der re:publica an. Die Länder wollten Google, Facebook,
    Apple & Co. in einem neuen "Modernisierungsstaatsvertrags" angehen,
    erläuterte die SPD-Politikerin.
    Twitter ruft nach Sicherheitspanne zum Passwortwechsel auf
    Durch eine Panne wurden bei Twitter intern Passwörter unverschlüsselt abgespeichert. Das Unternehmen empfiehlt eine sofortige Passwortänderung. Mittlerweile hat Twitter seine Nutzer per E-Mail informiert. Ob sämtliche oder nur einige Twitter-Accounts betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.
    Wenn das Roboterauto mit der Versicherung spricht
    Das britische Start-up Oxbotica will autonome Fahrzeuge schneller auf die Straße bringen, indem deren Daten direkt mit Versicherern oder Behörden geteilt werden. Ein erstes Pilotprojekt beginnt derzeit, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. In Rahmen des Versuchs setzt Oxbotica drei autonome Ford-Fusion-Modelle ein, in denen Stereokameras, Lidarsensoren und die Fahrsoftware der Firma, Silenium, stecken.
    Zugriff auf Nutzerdaten: Facebook entlässt Mitarbeiter
    Facebook hat einen Mitarbeiter entlassen, der auf der Dating-Plattform Tinder mit seinem Zugang zu persönlichen Daten von Facebook-Nutzern geprahlt hat. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf eine eingeweihte Person. Für das Netzwerk kommt der Vorfall zur Unzeit.
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    2 min
  • Kurz informiert vom 03.05.2018: Spectre-NG, Microsoft Outlook, E-Privacy, GPS
    Intel: Neue hochriskante Sicherheitslücken
    Die bisherigen Prozessor-Angriffsszenarien Spectre und Meltdown sind nur die Spitze des Eisbergs: Intel-Prozessoren enthalten acht weitere, bisher unbekannte Sicherheitslücken. Eine der neuen Spectre-Lücken hat nach Ansicht von c't ein wesentlich höheres Bedrohungspotenzial als die bekannten Spectre-Lücken – sie lässt sich über die Grenzen virtueller Maschinen hinweg für Angriffe ausnutzen. Es besteht eine massive Gefahr für Cloud-Anbieter.
    Microsoft Outlook mit vielen neuen Funktionen
    Microsoft hat für Outlook viele neue Funktionen vorgestellt, die besonders für Unternehmen interessant sind. Bei der Eingabe von Meetings, Besprechungen und Events macht Outlook schneller schlaue Vorschläge für Konferenzräume: Bereits vor dem Eintippen listet Outlook zuvor benutzte und übliche Räume auf, etwa "mein Büro". Praktisch für alle ist zudem eine Erinnerungsfunktion für offene Rechnungen.
    E-Privacy-Verordnung: Online-Werber erwarten massive Einbußen
    Onlinevermarkter befürchten, dass die geplante E-Privacy-Verordnung der EU zu massiven Einbußen bei Werbeumsätzen führt: Im Schnitt 35 Prozent weniger Erlöse erwarten die für eine Studie befragten Mitgliedsunternehmen des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband Digitale Wirtschaft . Vor allem betroffen wäre der automatisiert ablaufende Verkauf von Werbeflächen, die individuell auf Nutzer zugeschnitten werden.
    Ortungssystem GPS unter Beschuss
    150.000 Angriffe auf korrekten GPS-Empfang haben zwei Firmen in den vergangenen drei Jahren beobachtet. Schuld sind Militärs, Verbrecher und betrügerische Pokemon-Go-Spieler. Dabei lassen sich die Angriffe in drei Kategorien einordnen: Jamming, bei dem das Funksignal der Satelliten gestört wird, womit keine Ortung mehr möglich ist; einfaches Spoofing, bei dem ein zuvor aufgezeichnetes, echtes Satellitensignal von einem Dritten erneut ausgesendet wird und fortgeschrittenes Spoofing, bei dem ein falsches GPS-Signal ausgesendet wird.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 02.05.2018: re:publica 2018, Windows 10, E-Bikes, ExoMars
    re:publica 2018: Keine Bühne für "vergiftende Ideologien"
    Die re:publica will dieses Jahr in der Mitte der Gesellschaft ankommen, "mainstreamiger" und internationaler, aber auch politischer werden. Dies kündigten die Macher zum Auftakt der "größten Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft in Europa" am Mittwoch in Berlin an. "Wir werden nicht vergiftenden Ideologien eine Bühne bieten", stellte Johnny Häusler vom Spreeblick-Verlag klar. Die rote Linie verlaufe da, wo "Menschenrechte in Frage gestellt oder historische Fakten umgedeutet" würden.
    Neue Windows-Version 1803 ist fertig
    Zuletzt gab es noch Verzögerungen für das jüngste Update von Windows 10, nun ist Version 1803 fertig - und kann heruntergeladen und installiert werden. Die neue Version repariert vor allem Kleinigkeiten an der Oberfläche. Anwender werden außerdem kleine optische Anpassungen bemerken und bekommen mit der Timeline die Möglichkeit, Fenster-Anordnungen wiederherzustellen. Für Administratoren und Entwickler gibt es Neuigkeiten am Windows Subsystem for Linux und frische Gruppenrichtlinien.
    Getunte E-Bikes machen zunehmend Radwege unsicher
    Die Bauteile sind klein und fallen oft kaum auf, die Wirkung aber ist beachtlich: Mit Bausätzen zum Tuning von E-Bikes kann das Tempolimit von 25 Stundenkilometern überwunden werden und die Räder gewinnen tüchtig an Schwung. Unversichert und ohne Helm ist das flotte Fahren auf Radwegen so aber nicht mehr erlaubt. Dennoch muss die wachsende Tuning-Community unter den 3,5 Millionen E-Bikefahrern in Deutschland muss wenig befürchten. Die Polizei ist für das Erkennen getunter Bikes bisher kaum gerüstet - es sei denn, die rasanten Radler düsen direkt vor dem Streifenwagen her.
    Marssonde schickt Bilder von Eis des Roten Planeten zur Erde
    Eine Raumsonde des Forschungsprojekts ExoMars hat Fotos von Eisflächen an einem Kraterrand des Roten Planeten zur Erde geschickt. Auf einem der Bilder ist ein 40 Kilometer langer Abschnitt eines Einschlagkraters auf der Nordhalbkugel zu sehen, wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) mitteilte. Die Fotos seien die ersten Bilder überhaupt aus der neuen Umlaufbahn der Sonde in 400 Kilometer Höhe über dem Mars.
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    3 min
  • Kurz informiert vom 30.04.2018: Huawei, DGB, Mikroplastik, RoboCup
    Huawei entwickelt Android-Alternative
    Die USA gehen immer massiver gegen die chinesischen Unternehmen Huawei und ZTE vor. Für den Fall, dass US-Sanktionen so scharf werden, dass dem chinesischen Smartphone-Hersteller Android nicht mehr zugänglich ist, hat Huawei ein eigenes Smartphone-Betriebssystem in der Hinterhand. Das berichtet die South China Morning Post aus Hongkong unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen.
    DGB in Sorge vor Digitalisierung – Millionen Jobs mit Geringverdienst
    Vor dem "Tag der Arbeit" am 1. Mai haben die Gewerkschaften eindringlich auf die Gefahren der Digitalisierung der Arbeitswelt hingewiesen und Regeln verlangt. DGB-Chef Reiner Hoffmann warnte am Wochenende vor "moderner Sklaverei" und einem "digitalen Proletariat". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) räumte Handlungsbedarf ein, warb aber dafür, auch die Chancen der Digitalisierung wahrzunehmen.
    Mikroplastik im Biodünger: Forscher fordern mehr Aufmerksamkeit
    Forscher der Uni Bayreuth haben vor einigen Wochen in einer Studie gezeigt, dass selbst in Biodünger mittlerweile Mikroplastik enthalten ist. Dafür sei allein der Mensch verantwortlich, sagte Ruth Freitag, Professorin für Bioprozesstechnik im Interview mit Technology Review. Mikroplastik sei inzwischen in den entlegensten Gebieten der Welt angekommen und werde uns noch viele Jahre begleiten.
    Roboterfußball, Softwareprobleme und durchgebrannte Motoren
    Auch Roboter können Konditionsprobleme bekommen. Das zeigte sich am Sonntag in Magdeburg beim Roboterfußball der RoboCup German Open. Neben der Ermüdung der Hardware gab es Schwierigkeiten mit der Software, die die Roboter an Aufgaben scheitern ließen. Zudem klappte manchmal die Kommunikation nicht: Anstatt Informationen auszutauschen, fuhren beispielsweise die beiden Roboter des niederländischen Teams aneinander vorbei. Aber es gab auch positive Überraschungen: So konnten die Dortmunder Nao Devils, den Bug im Laufverhalten ihrer Spieler finden und beheben.
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