Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Hier staunt nicht nur der Materialwissenschaftler

    Spinnen können hochfeine Fäden mit einer so erstaunlichen Kombination mechanischer Eigenschaften herstellen, dass Materialwissenschaftler ins Schwärmen geraten. Bei hoher Zugfestigkeit (vergleichbar mit Stahl) ist die Spinnenseide gleichzeitig sehr elastisch. Der Rahmenfaden eines Spinnennetzes mit einer Zugfestigkeit im Bereich von einer Milliarde Pascal (= 1 GPa) reißt bei einem Durchmesser von einem Millionstel Meter (1 μm) unter einer Last von bis zu 80 Milligramm. Umgerechnet auf ein Seil von 1 cm Durchmesser geschieht dies erst bei einer Last von 8 Tonnen. Es ist überaus erstaunlich, dass ein so leichtes organisches Material wie Spinnenseide solche Werte aufweist. Die gleichzeitige Festigkeit und starke Dehnbarkeit macht das Material so außergewöhnlich.

    Eine einzelne Radnetzspinne wie z. B. die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) kann bis zu sieben verschiedene Fadensorten zugleich herstellen. Jeder Faden ist dabei für eine spezielle Aufgabe optimiert: Festigkeit der Rahmenfäden, Klebrigkeit und Dehnbarkeit der Fangfäden. Wissenschaftler versuchen, die Geheimnisse dieses Materials zu entschlüsseln. Obwohl Spinnenseide im Wesentlichen nur aus zwei Proteinen aufgebaut ist, ist der Bauplan bisher trotz intensiver Forschung nicht bekannt. Unklar ist auch, wie die Struktur zu derart besonderen mechanischen Eigenschaften führt. Genau diese Kenntnisse wären aber erforderlich, um das Erfolgsrezept der Spinnenseide auch für den Menschen in künstlichen Materialien nutzbar zu machen. Diese wunderbaren Eigenschaften ihrer Seide haben sich die Spinnen sicher nicht selbst ausgedacht. Was jeden Materialwissenschaftler zum Staunen bringt, zeigt, dass dahinter eine wahrhaft göttliche Schöpferintelligenz stehen muss.


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    4 min
  • Lebenswert

    Im Blick auf die Ewigkeit ist das Leben nur ein winziger Moment. Mit unserer Geburt ist der Tag des Sterbens schon beschlossene Sache. Dazwischen liegen 70, 80 oder 90 Jahre. Tatsächlich ist diese Zeit nur wie ein Hauch. Je älter man wird und auf sein Leben zurückblickt, desto surrealer kommt es einem manchmal vor, wie schnell all die Jahre vergangen sind. Alles, was für uns während dieses Lebens vielleicht eine Zeit lang wichtig gewesen ist, verliert scheinbar irgendwann seine Bedeutung.

    Diese Einsicht führt leicht in Desillusionierung und Resignation. Warum soll man sich abmühen auf dieser Erde? Warum Reichtümer anhäufen oder berühmt werden? All dies ist doch sehr vergänglich. Und selbst wenn man sein Leben nur dafür nutzte, seine eigenen Interessen voranzutreiben, so führt dies letztlich ins Nichts, weil der sichere Tod alles zerstört.

    Oder kommt doch noch etwas danach, was dem Leben einen Sinn geben könnte? Immerhin glauben noch fast zwei Drittel der Deutschen an eine Existenz nach dem Tod. Allerdings gibt es sehr unterschiedliche Ansichten dazu, wie dies wohl aussehen mag. Obwohl sich über die Hälfte aller Deutschen als Christen bezeichnen, glauben nur etwa 30 Prozent an einen Himmel und nur etwa halb so viel an die Hölle.

    Tatsächlich enthält die Bibel klare Aussagen darüber, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und wie dieses aussieht. Dort erleben wir die Konsequenz unseres diesseitigen Lebens. Haben wir hier gelernt, auf den Sohn Gottes zu vertrauen, erhalten wir ewiges Leben. Haben wir das nicht, ernten wir ewige Trennung von Gott. Erst dieser klare Blick erlaubt uns, unser Leben hier mit einem klaren Ziel und damit lebenswert zu leben. Denn hier bestimmen wir unsere Ewigkeit.


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    6 min
  • Leihgaben

    Wir hatten Ferien und waren unterwegs, um Verwandte zu besuchen. Kurz vor einer Kurve kam uns in rasender Fahrt ein Auto entgegen, das einfach geradeaus fuhr, über die Leitplanke flog und im Abgrund verschwand. Der Wagen wurde durch einige Bäume abgebremst und stand unten scheinbar ziemlich heil auf seinen vier Rädern. Dann kam der Fahrer über die Leitplanke geklettert. Er blutete ein wenig und weinte. Als ich sagte, er könne eigentlich froh sein, dass er noch lebe, sagte er: »Ja, aber das Auto habe ich mir nur ausgeliehen. Was mache ich jetzt?«

    Man hätte lieblos antworten können, dass er sich das ein paar Minuten vorher hätte klarmachen sollen. Dann wäre ihm das Unglück nicht passiert. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, einen Menschen, der ins Unglück gestürzt ist, noch tiefer in die Tonne zu treten. Stattdessen sollten wir uns selbst klarmachen, dass nicht nur ein Auto des Onkels eine Leihgabe ist, sondern ebenso alles, was wir sind und haben. Alles sind göttliche Leihgaben, mit denen wir im Sinne des Verleihers arbeiten sollen, weil wir alle einmal darüber Rechenschaft geben müssen, was wir aus und mit diesen Leihgaben gemacht haben.

    In den beiden Geschichten von den geliehenen Talenten und den Pfunden (siehe die Bibellese) wird uns das sehr deutlich gesagt. Da spielt es auch keine Rolle, ob wir an die Bibel glauben oder nicht, genauso wenig, wie es darauf ankommt, was der arme Autofahrer dazu sagt. Es wird gelten, was der Onkel entscheidet. Und so wird auch gelten, was Gott gesagt hat. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass auch ein reicher Onkel nur über begrenzte Mittel verfügt, während Gott unendlich reich ist und alles Versäumnis herzlich gern vergibt, wenn wir ihn ehrlich darum bitten.


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    6 min
  • Bleibt die Ampel ewig rot?

    Vor der Tür zur Facharztpraxis bildete sich eine Warteschlange. Das Praxisteam hatte eine Ampelanlage installiert, um die Anzahl der Patienten in den Räumen zu begrenzen. Die rote Anzeige mit der Aussage »Nicht eintreten« war eindeutig: Der Zugang war gesperrt. So stand ich mit vielen weiteren Patienten vor der Tür, obwohl die Zeit für meinen vereinbarten Termin längst erreicht war. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kam eine Sprechstundenhilfe von der anderen Seite an die Tür und stellte erstaunt fest, dass die Ampel nicht auf Grün umgesprungen war. Wie sich herausstellte, war die Wand zwischen Arztpraxis und den wartenden Patienten so dick, dass die Funkimpulse nicht bei der neuen Anlage ankamen.

    Mich erinnert dieses Erlebnis an das, was Jesaja beschreibt: Zwischen Gott und uns Menschen steht eine Mauer, die uns den direkten Zugang zu ihm versperrt. Mit unseren Gedanken, Worten und Taten haben wir Gottes gute Gebote übertreten. Diese Sünden trennen uns wie eine Mauer von Gott. Die Zugangs-Ampel steht auf Rot. Wir selbst sind nicht in der Lage, sie auf Grün umzustellen. Weder gute Werke noch Spenden oder sonstige Anstrengungen können unsere Sünden ungeschehen machen. Doch die gute Nachricht ist: Gott möchte nicht, dass wir draußen bleiben müssen. Er liebt uns und möchte der Arzt sein, der uns ewiges Leben schenkt. Darum ist er nicht tatenlos auf der anderen Seite der Wand geblieben, sondern zu uns gekommen. In seinem Sohn hat er uns den Zugang geöffnet. Jesus Christus hat mit seinem stellvertretenden Tod am Kreuz den Preis für unsere Schuld auf sich genommen. Weil er für unsere Sünde bezahlt hat, steht die Tür zu Gott denen offen, die durch den Glauben zu ihm kommen wollen.


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    4 min
  • Der Ruhrpott: Eine Region im Wandel

    »Du wohnst im Ruhrgebiet? Du Armer!« So mancher Gesprächspartner hat schon mitleidige Worte gefunden, als er von meinem Wohnort hörte. Anscheinend haben viele Menschen noch das Bild von rauchenden Hochöfen, verdreckter Luft und grauen Wohnsiedlungen im Kopf. Doch wohl kaum eine Region in Deutschland hat mehr Veränderungen durchgemacht als der »Pott«. Ende der 1950er-Jahre sinkt die Nachfrage nach Ruhrkohle und stürzt die Region in eine Krise. Man beginnt umzudenken. Bisher gibt es keine Universität, wenige Ausbildungsangebote, keine Naherholungsgebiete. Doch der Strukturwandel wird angegangen. Das Straßen- und S-Bahn-Netz wird ausgebaut, Stauseen und Grünflächen werden geschaffen, es folgen Investitionen in Energie, Bildung und Kultur, neue Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor entstehen. Bis heute sind die Menschen durch stetigen Wandel herausgefordert und erleben Veränderungen hautnah.

    Mich begeistert die Art und Weise, wie das Ruhrgebiet und seine Bewohner mit all den Tiefschlägen der letzten Jahrzehnte umgegangen sind. Was mich ebenfalls begeistert, ist der Wandel in Menschen mit einer Beziehung zu Gott. Sie erleben nicht nur einen »Strukturwandel«, sondern eine völlige, innere Erneuerung. Gott selbst, der durch den Heiligen Geist in jedem Gläubigen wohnt, bewirkt diese »Verwandlung«, von der auch der heutige Tagesvers spricht. Leitlinie dafür ist der Wille Gottes, den er uns in seinem Wort, der Bibel, mitteilt. Echte Vergebung, selbstlose Hilfsbereitschaft, das Ende von Süchten oder innerliche Ruhe in Schwierigkeiten werden dann zur Wirklichkeit. Die Chance dazu will Gott jedem geben, und nötig haben wir diese Veränderung alle, denn ohne sie würden wir bleiben, was wir von Natur aus sind: hoffnungslos verloren.


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    5 min
  • Watergate

    Charles Wendell (genannt Chuck) Colson war Berater des US-Präsidenten Richard Nixon und seinem Chef völlig ergeben. Für diesen ging er kompromisslos vor und kannte alle Tricks. So war er auch an den Vorgängen beteiligt, die als die sogenannte Watergate-Affäre in die Geschichtsbücher eingingen. Wegen seiner eigenen Verstrickung wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Was wie eine Sackgasse klingt, war für Colson tatsächlich der Beginn eines völlig neuen Lebens. Durch ein Buch, das er vor seiner Verhaftung erhielt, erlebte er, was das Evangelium von Jesus Christus bedeutet: Vergebung der Schuld und ein neues Leben. Nach Verbüßung seiner Haft gründete er die »Prison Fellowship«, eine Gefangenenhilfsorganisation, und engagierte sich für diese bis zu seinem Tod 2012. Erstaunlich finde ich, dass Colson durch die Watergate-Affäre nicht nur den lebendigen Glauben an Jesus Christus kennengelernt hat, sondern gerade dadurch von dessen Auferstehung völlig überzeugt wurde. Er schrieb hierzu (übersetzt):

    »Ich weiß, dass die Auferstehung eine Tatsache ist, und Watergate hat mir das bewiesen. Wie? Weil zwölf Männer bezeugt haben, dass sie Jesus nach seiner Auferstehung von den Toten gesehen haben, und dann diese Wahrheit rund 40 Jahre proklamierten, ohne diese einmal zu leugnen. Jeder von ihnen wurde geschlagen, gefoltert, gesteinigt oder ins Gefängnis geworfen. Das hätten sie nicht ertragen, wenn das nicht die Wahrheit gewesen wäre. In Watergate waren zwölf der mächtigsten Männer der Welt verstrickt – und sie konnten ihre Lügen nicht einmal für drei Wochen für sich behalten. Sie sagen mir, die zwölf Apostel hätten eine Lüge über 40 Jahre aufrechterhalten können? Absolut unmöglich.«


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    5 min
  • Fünf Fakten für die Auferstehung

    Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem Freund über die Auferstehung von Jesus. Während des Gesprächs bot er einen Erklärungsversuch, der die »Auferstehung« vielleicht ganz natürlich erklären könnte, ganz ohne »Wunder«. Er merkte dann aber schnell selbst, dass seine Theorie einige Schwachstellen hatte.

    Tatsächlich wurden im Laufe der Zeit schon viele alternative Erklärungen zur Auferstehung angeboten. Woran liegt das? Historiker, die ein übernatürliches Wunder ablehnen, zerbrechen sich den Kopf an den geschichtlichen Tatsachen. Es gibt nämlich fünf Fakten, die derart gut belegt sind, dass nahezu alle Forscher, die sich mit der Person Jesus von Nazareth beschäftigen, sie als historisch gesichert akzeptieren. Dies trifft sowohl auf Christen als auch auf Skeptiker zu.

    Die Fakten sind: 1. Jesus starb durch eine Kreuzigung, eine Art der Hinrichtung, in der die Römer perfekt waren. 2. Seine Jünger waren völlig überzeugt davon, dass ihnen der auferstandene Jesus nach seinem Tod begegnet ist. Ja, sie waren derart überzeugt, dass sie bereit waren, für diese Wahrheit zu sterben. 3. Der Christenverfolger Paulus war sich so sicher, dem Auferstandenen begegnet zu sein, dass er daraufhin selbst ein Nachfolger von Jesus wurde. 4. Gleiches gilt für Jakobus, den Halbbruder von Jesus, der vor dessen Kreuzigung noch ein großer Skeptiker gewesen war. 5. Das Grab war leer (dies akzeptieren im Unterschied zu den vorigen Fakten »nur« 75 % der Forscher).

    Welche naturalistische Theorie kann diese Fakten zufriedenstellend erklären? Keine. Doch warum glauben viele Historiker trotzdem nicht an die leibliche Auferstehung von Jesus? Sie müssten zugeben, dass Jesus wirklich auferstanden ist. Sie müssten zugeben: Jesus lebt!


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    5 min
  • Der auferstandene Christus

    Der auferstandene Jesus war rein äußerlich derselbe, wie ihn die Menschen vor der Auferstehung kannten. Und doch ist einiges anders. Zweierlei wollen wir hier betrachten:

    1. Bleibende Nägelmale: Die Nägelmale von der Kreuzigung und die Wunde vom Speerstich in seine Seite waren auch nach seiner Auferstehung sichtbar. Sie sind das bleibende Siegeszeichen über Sünde, Tod und Teufel. Johannes der Täufer hatte Jesus als das Lamm Gottes angekündigt, das der Welt Sünde trägt (vgl. Johannes 1,29). Mit dem Ausruf Jesu am Kreuz »Es ist vollbracht!« war der Sieg errungen. Im Himmel wird dieser Sieg Jesu gelobt: »… denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen« (Offenbarung 5,9). In Jesaja 49,16 wird uns etwas sehr tief Greifendes offenbart: »Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet …« Es sind dies die Hände unseres Erretters Jesus, wo unsere Namen auf ewig eingraviert sind.

    2. Ungebunden an Raum und Zeit: Wir alle auf der Erde leben unter den einschränkenden Bedingungen von Raum und Zeit. Wir sitzen auf dem »Fließband der Zeit« und fahren alle mit derselben Geschwindigkeit dahin. Ebenso einengend wirkt der Raum auf uns. Wir können immer nur an einer definierten Stelle sein. Für den auferstandenen Jesus gab es derlei Begrenzungen nicht mehr. Wände und verschlossene Türen waren für ihn keine Einschränkungen mehr (vgl. Johannes 20,19). Er hatte uneingeschränkte Macht – »Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden« (Matthäus 28,18) – und konnte gleichzeitig an verschiedenen Orten erscheinen und auch wieder verschwinden. Darum sicherte er den Jüngern zu: »Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende« (Matthäus 28,20).


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    6 min
  • Alternativlos

    Zwei Männer auf der staubigen Straße nach Emmaus vor rund 2000 Jahren, voller Trauer und Verwirrung. Nun war es schon der dritte Tag, seitdem ihr Meister Jesus zum Tode verurteilt und an einem Kreuz hingerichtet worden war. Dieser Mann, auf den sie ihre Hoffnung gesetzt hatten, war nicht mehr da. Während sie noch diskutieren, tritt ein Dritter dazu. Scheinbar weiß er gar nichts von dem, was sich kurz zuvor in Jerusalem abgespielt hatte. Also klären sie ihn auf: über den Prozess gegen Jesus, das Urteil, die Hinrichtung, aber auch über die neuesten Gerüchte: Jesu Körper sei nicht mehr in seinem Grab. Engel seien erschienen. Einige Frauen behaupteten sogar, er lebe.

    Und nun beginnt dieser scheinbar Fremde, der niemand anderes als der auferstandene Christus ist, diese beiden Männer über die zwingende Notwendigkeit des Geschehens rund um seine Person aufzuklären: »Musste nicht ...?« Tod und Auferstehung des Messias – »Musste« es nicht genau so sein? Mit den Worten »Musste nicht ...« macht der Sohn Gottes deutlich, dass sein Weg ans Kreuz in jeder Hinsicht alternativlos war. Kein menschliches Verdienst, nicht der frömmste Gottesdienst der Menschen hätte die Schuld der Menschheit vor einem völlig gerechten Gott auszugleichen vermocht. Das ging nur, indem der völlig gerechte Mensch und Gottessohn Jesus selbst für die Ungerechten stirbt – und von den Toten aufersteht. Gerade mit der Auferstehung dokumentiert Gott, dass dieses Opfer seines Sohnes wirklich Frieden schafft zwischen Gott und den Menschen.

    Aber dieses »Musste nicht ...« bedeutet auch, dass es zu dem Glauben an diesen gekreuzigten und auferstandenen Jesus keine Alternative gibt, wenn ich wirklich Frieden mit Gott haben will.


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    6 min
  • Jesus Christus lebt!

    Ostersonntag gilt als der ranghöchste Feiertag im Kirchenjahr. Als Christ freue ich mich über die herrliche Tatsache, dass mein Herr und Heiland, Jesus Christus, der Sohn Gottes, auferstanden ist.

    Schade, dass dieses historische Ereignis bis heute infrage gestellt wird. Und nicht zuletzt auch deshalb, weil man sich fragt: Wie kann Jesus drei Tage und drei Nächte im Grab geblieben sein, wenn er am Freitag gekreuzigt wurde und am Sonntag auferstand? Jesus prophezeit ja in Matthäus 12,40: »Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein.« Da kann doch etwas nicht stimmen?

    Viele Kritiker meinen, dass Jesus dreimal eine 24-Stunden-Periode im Grab gewesen sein müsse, und datieren die Kreuzigung auf Donnerstag oder noch früher. Dabei legen sie unsere Zeitrechnung zugrunde und nicht die jüdische.

    Tatsache ist: Jesus Christus starb an einem Freitag. Nach jüdischer Denkweise zählt ein Teil des Tages für den ganzen Tag. Er war im Grab einen Teil des Freitags, zählend für den ganzen Freitag, den ganzen Samstag und einen Teil des Sonntags, was für den ganzen Sonntag zählt. So stand er nach drei Tagen vom Tod auf. Jesus Christus ist auferstanden! Das ist eine unerschütterliche Tatsache.

    Gleichzeitig ist es auch die Grundlage für Ihre und meine Auferstehung. Und da gibt es zwei Möglichkeiten: die Auferstehung zum Gericht und die zum Leben. Jeder, der an Jesus Christus, den gestorbenen und auferstandenen Sohn Gottes, glaubt und sein Erlösungswerk für sich angenommen hat, wird zum Leben auferstehen und für alle Zeit bei ihm in der Herrlichkeit sein. Das ist die gute Botschaft zu Ostern.


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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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