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Es ist große Gesellschaft im Haus der Familie Buddenbrook. Während des Essens wird über Politik gesprochen: In Frankreich hat die Juli-Monarchie den Bürgern mehr Rechte eingeräumt. Konsul Jean Buddenbrook sympathisiert mit diesen neuen Entwicklungen – Weinhändler Köppen, Makler Grätjens und Senator Langhals stimmen ihm zu. Mit am Tisch sitzen Pastor Wunderlich und der Dichter Hoffstede. Nur der alte Buddenbrook steht dem Fortschritt skeptisch gegenüber. Es liest Thomas Sarbacher. Dies ist eine Produktion der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg und dem Norddeutschen Rundfunk. Das Audio ist online bis zum 28. April 2027.
Wir schreiben das Jahr 1835. Alle vierzehn Tage laden Konsul Johann Buddenbrook und seine Gattin Antoinette in ihr Haus in der Mengstraße ein. Heute sind der Dichter Hoffstede und Pastor Wunderlich zu Gast. Selbstverständlich mit dabei sind der Sohn des Hauses, Jean Buddenbrook, mit Gattin Elisabeth und ihren drei Kindern Thomas, Antonie und Christian. Nicht anwesend ist Gotthold Buddenbrook, ein Sohn des Familienoberhaupts aus erster Ehe. Von ihm wird gleich die Rede sein, während sich die Gesellschaft zum Essen in den Speisesaal begibt… Es liest Thomas Sarbacher. Dies ist eine Produktion der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg und dem Norddeutschen Rundfunk. Das Audio ist online bis zum 28. April 2027.
Auf radio3 feiern wir ein Jubiläum: vor 125 Jahren ist ein literarisches Meisterwerk erschienen, der erste Roman von Thomas Mann: „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“. Am 26. Februar 1901 kam das Werk in zwei Bänden in der bescheidenen Auflage von 1.000 Exemplaren bei Samuel Fischer in Berlin heraus. Allerdings brachten erst einbändige und billigere Auflagen den Erfolg – und schließlich den Literaturnobelpreis, den Thomas Mann 1929 für „Buddenbrooks“ bekam. Bis heute gilt er als einer der wichtigsten Romane des letzten Jahrhunderts. Thomas Mann erzählt die Geschichte einer Kaufmannsfamilie über vier Generationen. Er ist in Lübeck aufgewachsen, sein Vater war dort Senator. Die Stadt und seine Familie nahm er sich als Vorlage für seinen Roman. Geschrieben hat er ihn der erst 25-Jährige dann in München, wohin seine Familie nach dem Tod des Vaters übersiedelt war. Auf radio3 senden wir die „Buddenbrooks“ in einer neuen Aufnahme mit Thomas Sarbacher. Der Hamburger Schauspieler lebt in der Schweiz – und dort hat er den Roman für die SBS, die Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte aufgenommen - in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg und dem Norddeutschen Rundfunk. Das Audio ist online bis zum 28. April 2027.
Sie hören heute die 17. und letzte Folge unserer Lesung “Wenn ich eine Wolke wäre - Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens” von Volker Weidermann, gesprochen von Maria Schrader und Ulrich Matthes. Die große, hoffnungsvolle und so wunderreiche Reise ist zu Ende. Mascha Kaléko kämpft mit schweren Schicksalsschlägen. Ihr Vater ist gestorben, ihr Mann will nicht nach Europa übersiedeln, ihr Schreiben stockt, die Literaturwelt wird ihr fremder. Mascha reist umher, tritt überall immer wieder kurz ins, ja, helle Rampenlicht, findet aber keinen festen Boden unter den Füßen. Schließlich zieht sie mit ihrem Mann, auf dessen Wunsch, nach Jerusalem. Sie vereinsamt immer mehr - und dann stirbt auch noch der Sohn. Im Jahr 1968 hat sie nur ein Gedicht geschrieben, eine Elegie für ihr totes Kind.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Herbst 1956, Mascha ist in Rom. Auf die Nachricht vom Tod des Vaters hin treffen sich Mascha und ihre zwei Schwestern und beraten, ob sie nach Israel zur Mutter reisen. Mascha kann das nicht, sie flieht zu ihrem Mann nach New York. Damit endet ihre große Reise nach Deutschland 1956. War sie ein Traum? Ist nichts von ihren Triumphen festzuhalten? Mascha arbeitet weiter, ein neues Buch erscheint, auch in Deutschland, sie reist wieder nach Berlin - aber sie kann nicht wieder Fuß fassen. Immer fremder fühlt sie sich. Selbst bei einem aktuellen Lyrik-Kongress in ihrem Berlin erlebt sie deutlich: sie hat hier keinen Platz mehr.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Viel hat Mascha in Deutschland, besonders in Berlin erlebt - und erreicht. Und doch werden nicht alle Blütenträume wahr. Es herbstet und Mascha ist in den Süden gefahren. Um Abstand zu finden, um zu schreiben, um zu überlegen, wie es weitergehen könnte. Allein - sie kommt nicht zum Schreiben, es dichtet nicht. Ascona herbstet auch. Die Begegnung mit Remarque ist ein schönes Intermezzo - doch dann kommen die Einschläge: im Nahen Osten bricht Krieg aus, israelische Truppen marschieren in Ägypten ein - und in Israel stirbt der geliebte Vater. Mascha ist wieder unsicherer, unbehauster.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Mascha ist so glücklich in Frühling und Sommer 1956 in Berlin! Sie wünscht sich sehr, dass es so bliebe und es wieder ein dauerhaftes Leben hier gäbe. New York war nie richtig Heimat geworden, Berlin nie vergessen. Und in der letzten Folge hörten wir, wie Chemjo, ihr geliebter Mann, endlich wirklich auch nach Berlin kam - um zu sehen, was seine Mascha da so mache - und ob sie beide wieder nach Berlin ziehen könnten. Aber der Besuch verläuft nicht glücklich, Chemjo reist wieder ab - und Maschas Euphorie hat einen Knick bekommen. Außerdem wird es langsam unübersehbar Herbst, in Berlin…
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
In der letzten Folge haben wir wieder eine euphorische Mascha erlebt, die feiert und gefeiert wird, die sich umschaut in Deutschland - und - auch Ausschau hält, ob es für sie und ihren Mann ein Auskommen gäbe in diesem Nachkriegsdeutschland, in diesem Aufbauwunderland. Ganz praktisch haben wir sie erlebt bei der Suche nach einem möglichen Nest - und bei der Suche nach Verbündeten. So Gottfried Benn, den sie verehrt - der aber, kaum daß sie seit Mai korrespondiert haben, im Juli 1956 stirbt.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Frühling 1956 - und Mascha Kaléko ist in Deutschland! Voller Energie und Enthusiasmus durchquert sie das Nachkriegs-Berlin, sie gibt Interviews, geht zu Seminaren, sie liest öffentlich und ihre Texte sind in den Zeitungen. Sie trifft unglaubliche viele Menschen, ist tief berührt und berührt ihrerseits. Gibt es irgendetwas, das Mascha in diesen Tagen unmöglich ist? Hören Sie weiter, wie sie zuhört, durchaus ihre Position klarmacht - und dabei Herzen öffnet.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Mascha Kaléko ist auf Deutschlandreise. 17 Jahre nach ihrer Flucht vor den Nazis sondiert sie, ob man zurückkehren könnte und ob sie als Dichterin wieder Fuß fassen kann. Und endlich ist sie auch in Berlin! Die arg geschundene Stadt geht ihr zu Herzen. Gleichzeitig genießt sie, überall nicht nur neugierig eingeladen, sondern meist geradezu auf Händen getragen zu werden. Und dann ist in Ostberlin auch noch ihre verschollen geglaubte Schwester Lea aufgetaucht! Mascha lebt intensiv und ist glücklich. Trotz der auch zwielichtigen Personen, denen sie begegnet. Und dem traurigen Zustand des jüdischen Lebens in der Stadt. Der Sederabend war “grauenvoll”. Und auch Valeska Gert, die die “Hexenküche”, eine ihr empfohlene Cabaret-Bar betreibt, fehlt - zunächst. Hören Sie jetzt Folge 11 von “Wenn ich eine Wolke wäre”.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
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