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Mascha ist endlich, im März 1956, in Berlin gelandet. Die Armut der Menschen in der zerbombten Stadt geht ihr nahe. Und doch gibt es Leben, Menschen, die am Aufbau arbeiten, Menschen, die auch feiern. Zum Beispiel sie, Mascha Kaléko, wird gefeiert. Und dann geschieht - ein wirkliches Wunder. Es kommt durchs Telefon. Eine unbekannte Frau will sie zu ihrer Schwester bringen! Die seit Jahren verschollene, ja tot geglaubte Lea - lebt in Ostberlin! Nichts wie hin! Und gleich nach den Umarmungen schreibt sie an ihren Mann, schreibt ihm von der Verlorengeglaubten.
Eine Produktion von radio3 und DAV - Der Audio Verlag. Das Audio ist online bis zum 30.01.2026.
Nach wilden Tagen - und auch wilden Barbesuchen des Nachts, nach intensiven menschlichen Begegnungen und politischen Auf- und Entladungen in Hamburg - endlich! - hat Mascha das Flugzeug nach Berlin genommen und ist in eine tief verschneite Stadt geraten. Sie hat mit Mühe doch noch ein Zimmer bekommen - und erkundet umgehend zu Fuß die Gegend um ihre alte Heimat, “ihre” Bleibtreustraße.
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Mascha Kaléko reist durch Deutschland, 17 Jahre nach ihrer Flucht vor den Nazis. Sie trifft alte Verbündete, die ebenfalls überlebt haben - und viele, die irgendwo in der Grauzone einer persönlichen Schuld stecken. Mascha sucht optimistisch, dabei vorsichtig und doch sehr engagiert - nach einem Platz für sich. In diesem Land. Und im literarischen Leben der Menschen ihrer Muttersprache. Von Hamburg über Stuttgart und München ging es nach Frankfurt am Main, da lief es gar nicht gut, kein roter Teppich, bloß gut, dass sie sehr schnell zurück nach Hamburg und wieder aufblühen kann. Übermütig ist sie überall präsent. Sogar an einem Fernsehseminar nimmt sie Teil - und wir setzen ein, als der offizielle Teil dieses “Blitzseminars” beendet ist.
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In Folge 6 war Mascha wieder unterwegs, von Hamburg ging es zunächst nach Stuttgart, auch hier wurde sie begeistert empfangen, dann nach München, und auch das ward ihr ein Fest. Wesentlich durch das Treffen mit zwei weiteren “Überlebenden”: Hermann Kesten und Erich Kästner. Da saßen sie also, die drei literarisch engen Verwandten Heinrich Heines und sprachen über Deutschland, in der Nacht… Und alle hofften sie. Auf eine Zukunft - und - auf Wunder.
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In der letzten Folge war Mascha ausgiebig beim alten Rowohlt zu Gast und wurde in Hamburg gefeiert herumgereicht. Und dabei wurde eines der seltsamen Wunder dieser Deutschlandreise benannt: “Mascha geht in diesen Tagen durch ihr Leben wie durch einen Traum. Sie ist in dem Land, das sie vertrieben hat, das sie ermorden wollte. Aber wie kann das sein, dass beinahe jeder Mensch, dem sie begegnet, sie zu lieben scheint, sie und ihre Verse?” Ein Theaterwunder hat sie dann auch noch erlebt, mit dem “Nathan” - und überhaupt - wäre sie gern gewiss, dass die Wunder nicht ausgehen. Aber jetzt heißt es erst einmal: ihre Reise durch Deutschland fortzusetzen.
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In der letzten Folge hat Mascha Kaléko nach 17 Jahren Exil wieder deutschen Boden betreten, von Bremerhaven ging es nach Hamburg. Und nach einem kurz etwas holperigen Beginn gibt Mascha Interviews und wird gefeiert. Auch der alte Rowohlt heißt “seine” Dichterin willkommen. Ist Mascha eigentlich über seine teilweise durchaus fragwürdigen Manöver während der Nazizeit im Bilde?
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In dieser Folge runden sich Auftakt und Vorgeschichte. Mascha macht sich vorsichtig Hoffnungen, als Dichterin wieder in Deutschland Fuß fassen zu können. Sie hat eine große Portion Optimismus und viel Energie dabei - und einen mutigen, strategischen Plan. Aber noch ist sie auf dem Schiff - vor Bremerhaven.
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Wir haben Mascha Kaléko in den ersten beiden Folgen etwas kennengelernt. Auch von ihrer Familiengeschichte, der Flucht vor den Nazis und von ihren ersten, schwierigen Schritten in Amerika haben wir erfahren. Ein kleines Buch ist endlich dort von ihr erschienen - die Resonanz: nahe null. Doch Mascha gibt nicht auf, sie schickt es, ganz unbescheiden, persönlich in die Welt. Der Nobelpreisträger Thomas Mann antwortet höflich-reserviert, jedoch…
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Mascha hat sich auf den Weg nach Deutschland gemacht. Wir haben sie und ihre Geschichte in Folge 1 ein wenig kennengelernt, jetzt hat sie sich für eine Weile von Mann und Kind in New York verabschiedet und fährt mit dem Schiff nach Bremerhaven, nach Deutschland, 17 Jahre nach ihrer Flucht vor den Nazis; einer Flucht, so spät, dass deren Gelingen fast unglaublich war. Mascha ist unsicher, was sie erwartet. Aber voller Neugier ist sie auch. Wird es wieder einen Platz für den Menschen Mascha Kaléko in diesem Land geben? Und vielleicht auch einen - für die Dichterin?
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Wir beginnen heute unsere neue Lesung “Wenn ich eine Wolke wäre - Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“ von Volker Weidermann. Ausgangspunkt ist der 31. Dezember 1955, der Tag, an dem Mascha Kaléko sich 17 Jahre nach Ihrer Flucht vor den Nazis zu einem ersten Wiedersehen nach Deutschland einschifft. Volker Weidermanns Buch erzählt uns also von Mascha Kaléko und dieser Reise - und entwirft gleichzeitig ein größeres Bild der Dichterin. Es springt in der Zeit hin und her, vernetzt Menschen und Geschichte, Anekdoten und Fakten, läßt uns teilhaben an dieser eigentlich unwahrscheinlichen und doch so signifikanten Reise unserer Heldin - und läßt quasi in ihrem Schatten eine ganze Epoche sichtbar werden. Ulrich Matthes wird dabei dem Autor seine Stimme leihen, Maria Schrader wird die eingefügten Gedichte, Briefzitate und Texte von Mascha Kaléko sprechen. Also begeben wir uns mit ihnen nach New York, zur Abreise nach Bremerhaven am Silvesterabend 1955, zum Bekanntwerden mit Mascha Kaléko und ihrer Welt.
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