
Sign up to save your podcasts
Or


Am Ende seines Lebens blickt Theodor Fontane auf ein bewegtes Jahrhundert zurück: nach zahlreichen Kriegen hat sich das deutsche Kaiserreich gegründet, die Industrialisierung hat Wohlstand gebracht, aber nicht für alle. Adel und Kirche haben das Sagen, doch ihre Zeit scheint abzulaufen. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Fontane in seinem letzten Roman "Der Stechlin" beschreibt. Und es scheint, dass er sich selbst porträtiert hat im alten Gutsherrn von Stechlin, einem märkischen Junker, der auf sein Leben zurückblickt und den Staffelstab an die jüngere Generation übergibt. Ohne Wehmut, selbstironisch und optimistisch – wie er es seine Schwiegertochter Melusine sagen lässt: "Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben."
Am Ende seines Lebens blickt Theodor Fontane auf ein bewegtes Jahrhundert zurück: nach zahlreichen Kriegen hat sich das deutsche Kaiserreich gegründet, die Industrialisierung hat Wohlstand gebracht, aber nicht für alle. Adel und Kirche haben das Sagen, doch ihre Zeit scheint abzulaufen. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Fontane in seinem letzten Roman "Der Stechlin" beschreibt. Und es scheint, dass er sich selbst porträtiert hat im alten Gutsherrn von Stechlin, einem märkischen Junker, der auf sein Leben zurückblickt und den Staffelstab an die jüngere Generation übergibt. Ohne Wehmut, selbstironisch und optimistisch – wie er es seine Schwiegertochter Melusine sagen lässt: "Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben."
Noch einmal kommt Malte Laurids Brigge auf Abelone zu sprechen, die jüngste Schwester seiner Mutter, mit der er sich lange eng verbunden fühlte. Warum hat Abelone ihre Liebe nicht Gott zugewendet, fragt er sich - von dem sie keine Gegenliebe zu befürchten habe. Und damit kommt er zu seiner eigenen Deutung der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Für ihn ist sie "die Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Und sie ist Malte Laurids' eigene Geschichte: Als Junge zog er aus, um sich die Welt zu erobern. Als er nach Hause zurückkehrt, ist er ein anderer geworden…
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Noch einmal kommt Malte Laurids Brigge auf Abelone zu sprechen, die jüngste Schwester seiner Mutter, mit der er sich lange eng verbunden fühlte. Warum hat Abelone ihre Liebe nicht Gott zugewendet, fragt er sich - von dem sie keine Gegenliebe zu befürchten habe. Und damit kommt er zu seiner eigenen Deutung der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Für ihn ist sie "die Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Und sie ist Malte Laurids' eigene Geschichte: Als Junge zog er aus, um sich die Welt zu erobern. Als er nach Hause zurückkehrt, ist er ein anderer geworden…
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Noch einmal kommt Malte Laurids Brigge auf Abelone zu sprechen, die jüngste Schwester seiner Mutter, mit der er sich lange eng verbunden fühlte. Warum hat Abelone ihre Liebe nicht Gott zugewendet, fragt er sich - von dem sie keine Gegenliebe zu befürchten habe. Und damit kommt er zu seiner eigenen Deutung der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Für ihn ist sie "die Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Und sie ist Malte Laurids' eigene Geschichte: Als Junge zog er aus, um sich die Welt zu erobern. Als er nach Hause zurückkehrt, ist er ein anderer geworden…
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Gegen Ende seiner "Aufzeichnungen" kommt Malte auf die Liebe zu sprechen. Und er zieht eine bemerkenswerte Trennlinie: er unterscheidet zwischen "Geliebten" und "Liebenden". Geliebte leben in Gefahr, sagt er. Liebende dagegen leben im Ganzen, in Sicherheit, im Heil. Und er liefert eine Menge Beispiele an mythologischen wie historischen Liebenden und Geliebten. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber ernüchternd: weder Wünsche noch Ansprüche kann die wahre Liebe dauerhaft erfüllen – im Gegenteil: sie steigert die Einsamkeit und die Sehnsucht.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Gegen Ende seiner "Aufzeichnungen" kommt Malte auf die Liebe zu sprechen. Und er zieht eine bemerkenswerte Trennlinie: er unterscheidet zwischen "Geliebten" und "Liebenden". Geliebte leben in Gefahr, sagt er. Liebende dagegen leben im Ganzen, in Sicherheit, im Heil. Und er liefert eine Menge Beispiele an mythologischen wie historischen Liebenden und Geliebten. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber ernüchternd: weder Wünsche noch Ansprüche kann die wahre Liebe dauerhaft erfüllen – im Gegenteil: sie steigert die Einsamkeit und die Sehnsucht.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Gegen Ende seiner "Aufzeichnungen" kommt Malte auf die Liebe zu sprechen. Und er zieht eine bemerkenswerte Trennlinie: er unterscheidet zwischen "Geliebten" und "Liebenden". Geliebte leben in Gefahr, sagt er. Liebende dagegen leben im Ganzen, in Sicherheit, im Heil. Und er liefert eine Menge Beispiele an mythologischen wie historischen Liebenden und Geliebten. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber ernüchternd: weder Wünsche noch Ansprüche kann die wahre Liebe dauerhaft erfüllen – im Gegenteil: sie steigert die Einsamkeit und die Sehnsucht.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Malte Laurids Brigge, ein junger Adeliger, lebt und schreibt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihn bewegt die Frage, wie man Gewalt vermeiden beziehungsweise sich ihr entziehen kann. Dabei blickt er auf Ereignisse in der Geschichte – und vergleicht sie mit der seiner Gegenwart. Als historisches Beispiel führt er das Schicksal des Grafen Phöbus an, der seinen Vetter getötet hat. Malte Laurids kommt zum Schluss, dass die Welt schon immer schlecht war – und dass die Zeiten schwer bleiben. Auf der Suche nach seiner eigenen Rolle fragt er sich, ob er nun Zuschauer oder Handelnder ist, "Seiender" oder Schauspieler? Im antiken Theater von Orange findet er zumindest eine Antwort.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Malte Laurids Brigge, ein junger Adeliger, lebt und schreibt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihn bewegt die Frage, wie man Gewalt vermeiden beziehungsweise sich ihr entziehen kann. Dabei blickt er auf Ereignisse in der Geschichte – und vergleicht sie mit der seiner Gegenwart. Als historisches Beispiel führt er das Schicksal des Grafen Phöbus an, der seinen Vetter getötet hat. Malte Laurids kommt zum Schluss, dass die Welt schon immer schlecht war – und dass die Zeiten schwer bleiben. Auf der Suche nach seiner eigenen Rolle fragt er sich, ob er nun Zuschauer oder Handelnder ist, "Seiender" oder Schauspieler? Im antiken Theater von Orange findet er zumindest eine Antwort.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
From the publisher's feed

110 Listeners

21 Listeners

0 Listeners

3 Listeners

23 Listeners

66 Listeners

104 Listeners

105 Listeners

25 Listeners

30 Listeners

20 Listeners

179 Listeners

0 Listeners

14 Listeners

1 Listeners

7 Listeners

41 Listeners

37 Listeners

34 Listeners

25 Listeners

316 Listeners

19 Listeners

4 Listeners

143 Listeners