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Malte Laurids Brigge, ein junger Adeliger, lebt und schreibt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihn bewegt die Frage, wie man Gewalt vermeiden beziehungsweise sich ihr entziehen kann. Dabei blickt er auf Ereignisse in der Geschichte – und vergleicht sie mit der seiner Gegenwart. Als historisches Beispiel führt er das Schicksal des Grafen Phöbus an, der seinen Vetter getötet hat. Malte Laurids kommt zum Schluss, dass die Welt schon immer schlecht war – und dass die Zeiten schwer bleiben. Auf der Suche nach seiner eigenen Rolle fragt er sich, ob er nun Zuschauer oder Handelnder ist, "Seiender" oder Schauspieler? Im antiken Theater von Orange findet er zumindest eine Antwort.
Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.
Das Leben der ganz armen Menschen, der "Fortgeworfenen", wie Malte Laurids sagt, steht nur scheinbar im Widerspruch zum Leben großer Herrscher und Heiliger. Sie alle sind für ihn "Ewige". Als Beispiel führt uns Malte das Leben des französischen Königs Karls des Sechsten vor Augen: Er war krank und galt als wahnsinnig, wurde aber trotzdem von seinem Volk geliebt. – Auch Papst Johannes der Zweiundzwanzigste war eine solche Figur, die "Himmel und Hölle irdisch gemacht" hat, wie Malte schildert: eigentlich war er ein großer Wohltäter für die Armen. Doch er fürchtete nichts so sehr wie die Vernichtung seines christliches Reiches…
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Das Leben der ganz armen Menschen, der "Fortgeworfenen", wie Malte Laurids sagt, steht nur scheinbar im Widerspruch zum Leben großer Herrscher und Heiliger. Sie alle sind für ihn "Ewige". Als Beispiel führt uns Malte das Leben des französischen Königs Karls des Sechsten vor Augen: Er war krank und galt als wahnsinnig, wurde aber trotzdem von seinem Volk geliebt. – Auch Papst Johannes der Zweiundzwanzigste war eine solche Figur, die "Himmel und Hölle irdisch gemacht" hat, wie Malte schildert: eigentlich war er ein großer Wohltäter für die Armen. Doch er fürchtete nichts so sehr wie die Vernichtung seines christliches Reiches…
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Das Leben der ganz armen Menschen, der "Fortgeworfenen", wie Malte Laurids sagt, steht nur scheinbar im Widerspruch zum Leben großer Herrscher und Heiliger. Sie alle sind für ihn "Ewige". Als Beispiel führt uns Malte das Leben des französischen Königs Karls des Sechsten vor Augen: Er war krank und galt als wahnsinnig, wurde aber trotzdem von seinem Volk geliebt. – Auch Papst Johannes der Zweiundzwanzigste war eine solche Figur, die "Himmel und Hölle irdisch gemacht" hat, wie Malte schildert: eigentlich war er ein großer Wohltäter für die Armen. Doch er fürchtete nichts so sehr wie die Vernichtung seines christliches Reiches…
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Immer wieder ist es das Elend seiner Mitmenschen, das Malte bewegt und zum Reflektieren anregt. In Paris beobachtet er einen Zeitungsverkäufer: seine Art sich zu bewegen, seine Kleidung. Ein einfacher, armer Mann, an dem alle vorübergehen. Malte schämt sich und entwickelt Hochachtung, fast Zärtlichkeit für ihn. "Dass wir doch lernten, vor allem aushalten und nicht urteilen", wünscht er sich.
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Immer wieder ist es das Elend seiner Mitmenschen, das Malte bewegt und zum Reflektieren anregt. In Paris beobachtet er einen Zeitungsverkäufer: seine Art sich zu bewegen, seine Kleidung. Ein einfacher, armer Mann, an dem alle vorübergehen. Malte schämt sich und entwickelt Hochachtung, fast Zärtlichkeit für ihn. "Dass wir doch lernten, vor allem aushalten und nicht urteilen", wünscht er sich.
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Immer wieder ist es das Elend seiner Mitmenschen, das Malte bewegt und zum Reflektieren anregt. In Paris beobachtet er einen Zeitungsverkäufer: seine Art sich zu bewegen, seine Kleidung. Ein einfacher, armer Mann, an dem alle vorübergehen. Malte schämt sich und entwickelt Hochachtung, fast Zärtlichkeit für ihn. "Dass wir doch lernten, vor allem aushalten und nicht urteilen", wünscht er sich.
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Ausführlich beschreibt Malte Laurids Brigge in seinen "Aufzeichnungen" den Untergang Karls des Kühnen. Diesen burgundischen Herzog brachte sein übersteigerter Ehrgeiz zu Fall. Eine faszinierende Figur für Malte Laurids, weil er sein Leben lang "der Gleiche" geblieben war, "hart und nicht zu ändern". Im darauffolgenden Abschnitt seiner Aufzeichnungen beklagt Malte, dass ihm das Lesen schwerfällt. Erfahrungen, die er schon in Sorö machen musste, der königlichen Akademie für Adelige, die er besucht hat. Immer wieder stößt er auf Bücher, die er längst hätte lesen müssen, und auf solche, für die er noch nicht reif ist.
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Ausführlich beschreibt Malte Laurids Brigge in seinen "Aufzeichnungen" den Untergang Karls des Kühnen. Diesen burgundischen Herzog brachte sein übersteigerter Ehrgeiz zu Fall. Eine faszinierende Figur für Malte Laurids, weil er sein Leben lang "der Gleiche" geblieben war, "hart und nicht zu ändern". Im darauffolgenden Abschnitt seiner Aufzeichnungen beklagt Malte, dass ihm das Lesen schwerfällt. Erfahrungen, die er schon in Sorö machen musste, der königlichen Akademie für Adelige, die er besucht hat. Immer wieder stößt er auf Bücher, die er längst hätte lesen müssen, und auf solche, für die er noch nicht reif ist.
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Ausführlich beschreibt Malte Laurids Brigge in seinen "Aufzeichnungen" den Untergang Karls des Kühnen. Diesen burgundischen Herzog brachte sein übersteigerter Ehrgeiz zu Fall. Eine faszinierende Figur für Malte Laurids, weil er sein Leben lang "der Gleiche" geblieben war, "hart und nicht zu ändern". Im darauffolgenden Abschnitt seiner Aufzeichnungen beklagt Malte, dass ihm das Lesen schwerfällt. Erfahrungen, die er schon in Sorö machen musste, der königlichen Akademie für Adelige, die er besucht hat. Immer wieder stößt er auf Bücher, die er längst hätte lesen müssen, und auf solche, für die er noch nicht reif ist.
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