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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • L.I.S.A. - Sustainable Development Goals: Good Health for All
    The Sustainable Development Goals (SDGs) and the Agenda 2030 of the United Nations (UN) provide the framework for an international program to “save our planet and our future”. Next to the UN and the World Health Organization, leading nations, NGOs, private foundations and other key organizations play an increasingly supportive role in achieving the 17 SDGs. Witnessing this common effort is extremely encouraging, as global problems can only be solved by transdisciplinary, cross-sectoral, and science-based concerted actions. Hence, science has to take responsibility! Research and innovative technologies already shape our future, and this process is gathering speed. We have to make sure that today’s amazing achievements are being used for the collective good.
    This symposium sheds light on the progress realized so far concerning the implementation of the SDGs in politics. Furthermore, it will raise awareness about the importance of the intertwined biology-environment-lifestyle-complex for our health – especially regarding disease prevention and health preservation. Prof. Dr. Martin Grötschel, President of BBAW, gives a welcoming speech, followed by an introduction into the symposiums topic by Detlev Ganten, Charité - Universitätsmedizin Berlin and member of BBAW.
    32 min
  • L.I.S.A. - Karin Reich | Der Humboldt'sche Magnetische Verein im historischen Kontext
    Beschaffenheit und Wirken des Erdmagnetismus waren zu Zeiten Alexander von Humboldts noch nicht wissenschaftlich geklärt. Für die damaligen Naturforscher also eine weitere große Herausforderung. Um den Erdmagnetismus zu erforschen, gründeten die Göttinger Professoren Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber mit Unterstützung von Alexander von Humboldt den Magnetischen Verein, der von 1836 bis 1841 bestand. Seine Tätigkeit galt lange als die erste wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Naturphänomen Erdmagnetismus. Die Mathematikhistorikerin Prof. Dr. Karin Reich von der Universität Hamburg meldet Zweifel an dieser Geschichte an. In ihrem Vortrag stellt sie die These auf, dass es bereits vor der Gründung des Magnetischen Verein ernsthafte wissenschaftliche Forschungsansätze rund um den Erdmagnetismus gab.
    33 min
  • L.I.S.A. - Jaime Labastida | Der Humboldt'sche Kosmos
    Der mexikanische Schriftsteller, Publizist, Verleger und Philosoph Dr. Jaime Labastida (Mexiko-Stadt) zählt zu den renommiertesten Humboldt-Kennern Lateinamerikas. Er leitet den traditionsreichen Verlag Siglo XXI Editores und beschäftigt sich bereits seit den 1960er Jahren mit dem Werk und Wirken Alexander v. Humboldts. Seine Auseinandersetzung mit dem Universalgelehrten mündete in bisher drei Monographien: „Humboldt, ese desconocido“, 1975, „Humboldt: ciudadano universal“, 1999, und im Herbst 2019 das Buch zum Humboldt’schen Kosmos, wovon sein hier in spanischer Sprache vorliegender Vortrag handelt.
    35 min
  • L.I.S.A. - Geschichte in nervösen Zeiten
    Wir leben in nervösen Zeiten. Historisch betrachtet, nahmen wahrscheinlich die meisten Zeitgenossen irgendwann einmal diesen Satz in den Mund - in der neueren Geschichte etwa am Vorabend des Ersten Weltkriegs, später beispielsweise anlässlich der Kuba-Krise und zurzeit mit Blick auf die zahlreichen Umbrüche und Konflikte in der Welt, die vielleicht einmal als historisch bedeutend gewertet werden. Ein Bewusstsein bzw. einen Sinn für Krisen und Katastrophen zu haben, scheint dem Menschen demnach eingeschrieben zu sein. Das gilt gerade mit Blick auf unsere aktuelle Zeit, in der Begrifflichkeiten wie Hypersensibilisierung, Empörung, Emotionalisierung, Gereiztheit, Moralisierung zum Standardrepertoire von Gegenwartsanalysen gehören. Der renommierte Geschichtstheoretiker Prof. Dr. Jörn Rüsen schaltet sich immer wieder in aufgeregte Debatten ein - zuletzt auch bei L.I.S.A. zum Thema "Deutsche Kultur und Identität". Wir haben ihn in Bochum besucht und mit ihm über unsere Zeit und ihr Verhältnis zu Geschichte und Geschichtswissenschaft gesprochen - darunter über Debattenkultur, den Nutzen der Geschichte, Renationalisierungstendenzen in Europa, eine europäische Geschichtsschreibung oder auch über die Stellung des Menschen in der Moderne und in der Natur.
    1 hr 39 min
  • L.I.S.A. - Mobile Preußen: Ansichten jenseits des Nationalen
    Preußen als Nationalstaat, als Kulturstaat, als Militärmacht: Jenseits dieser eindimensionalen Vorstellungen entfaltet das neue Buch von Ottmar Ette das Bild eines vielperspektivischen Preußen. Von Anton Wilhelm Amo, der sich als erster schwarzer Philosoph an einer preußischen Universität immatrikuliert, über die Projektion des preußischen Gemeinwesens durch Friedrich den Großen auf Neuspanien und die Herrschaft Moctezumas bis hin zu dem holländischen Philosophen Cornelius de Pauw, der seine Werke in Berlin in französischer Sprache verlegt und die weltweit geführte Berliner Debatte um die Neue Welt befeuert, vom jüdischen Salon der Rahel Varnhagen über Heinrich von Kleists Imagination der Haitianischen Revolution bis hin zu Adelbert von Chamisso und Alexander von Humboldt, der nicht als »wahrer« Preuße galt: Es werden verschüttete Traditionen einer Geschichte lebendig, die aus dem gängigen Bild Preußens ausgebürgert wurden. Ette erzählt von mobilen Preußen, deren Beziehungen sich zu einem Mobile Preußens anordnen.
    24 min
  • L.I.S.A. - Caroline Schaumann | Alexander von Humboldt and the Anthropocene Challenge
    Der gegenwärtigen Klimawandel gilt unter der großen Mehrheit der Experten als menschengemacht. In diesem Zusammenhang ist längst vom Anthropozän zur Bezeichnung unseres Zeitalters die Rede, einer Erdepoche also, in der der Mensch zu einem wichtigen Einflussfaktor auf ökologische, klimatische und atmosphärische Prozesse geworden ist. Die Vorstellung vom Menschen als Bestandteil des Stoffwechsels von Ökosystemen, Klima und Atmosphäre ist dabei nicht wirklich neu. Denn bereits Alexander von Humboldt ging davon aus, dass die Natur nichts Statisches ist, sondern einem permanenten Wandel unterliegt und dabei auch mit dem Menschen interagiert. Die Germanistin Prof. Dr. Caroline Schaumann von der Emory University in Atlanta geht in ihrem Vortrag der Frage nach, was Alexander von Humboldt uns mit Blick auf den Klimawandel heute noch zu sagen hat.
    34 min
  • L.I.S.A. - Aufklärung in postumen Zeiten
    Die Philosophin Marina Garcés von der Universität Saragossa plädiert in ihrem Essay von 2017, der nun auch in deutscher Sprache erschienen ist, für eine neue radikale Aufklärung. Die Postmoderne sei vorbei, das postume Zeitalter angebrochen, die Zukunft eine Dystopie und endlich. Umso dringender sei es, an die Aufklärung nicht nur anzuknüpfen, sondern sie radikal neu zu denken, um der Tendenz zu Anti-Aufklärung, Leichtgläubigkeit und einem blindem Technizismus die Stirn zu bieten. Den Geisteswissenschaften misst Prof. Dr. Marina Garcés dabei eine besondere Bedeutung zu. Wie genau das zu verstehen ist, darüber haben sich Prof. Dr. Ulrike Guérot von der Universität Krems und Georgios Chatzoudis von der Gerda Henkel Stiftung im L.I.S.A.Bücherkeller unterhalten.
    53 min
  • L.I.S.A. - "Bürokratie" als negative Markierung - zur Geschichte der Bürokratiekritik
    Seit 250 Jahren wird kritisch von und über "Bürokratie" gesprochen. "Bürokratiemonster" waren in der Geschichte immer wieder Gegenstand von lebhaften und polemischen Debatten. In jüngerer Zeit sollten "Entbürokratisierung" und "Bürokratieabbau" Abhilfe verschaffen. Fast scheint es, als wäre die im Wort "Bürokratie" ausgedrückte Bürokratiekritik weitgehend stabil, obwohl sich Staat und Verwaltungen historisch erheblich gewandelt haben. Der Vortrag geht von Kontinuitäten und dem Wandel von kritischen "Bürokratiediagnosen" nach und fragt nach ihrer Bedeutung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Parlamentarismus.
    43 min
  • L.I.S.A. - Alex Natan, "der schnellste Jude Deutschlands". Eine biografische Studie zur deutschen Sportgeschichte im 20. Jahrhundert
    Der jüdisch-deutsche Weltklassesprinter und Sportautor Alex Natan (Heinz Alexander Nathan) ist trotz seines relativ hohen Bekanntheitsgrades von den 1920er bis zu den 1960er Jahren heute weitgehend vergessen. Kay Schillers Projekt einer wissenschaftlichen Biographie, die in diesem Vortrag vorgestellt wird, hat eine doppelte Zielsetzung und versucht zum einen, Natan ins Bewusstsein einer an Zusammenhängen von Sport und deutscher und britischer Zeitgeschichte interessierten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zurückzuholen. Zum anderen werden jedoch auch die kulturhistorischen Kontexte, in denen sich Natan bewegte, entfaltet. Im Fokus stehen unter anderem der Durchbruch des Sports in die moderne Massenkultur und der parallel dazu verlaufende Aufstieg der Sportberichterstattung in der Zeitungspresse.
    39 min
  • L.I.S.A. - "Verschwörungstheorien" - jetzt und einst
    Verschwörungstheorien werden heute als Gefahr wahrgenommen. So warnte beispielsweise Bundespräsident Steinmeier in einer Rede, Verschwörungstheorien würden die liberale Demokratie untergraben. Doch was genau ist eine Verschwörungstheorie? Ist der Begriff der Theorie überhaupt sinnvoll? Oder haben wir es eher mit Erzählungen, Thesen oder alternativen Deutungsangeboten zu tun? Diese und daran anschließende Fragen machte der Geschichtstalk im Tübinger Kupferbau anlässlich der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart zum Thema und diskutierte darüber mit seinen Gästen: von der Universität Tübingen die Globalhistorikerin Jun.-Prof. Dr. Christina Brauner und der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche, der Philosoph PD Dr. Karl Hepfer von der Universität Erfurt sowie der Neuzeit-Historiker und Geschichtsdidaktiker Prof. Dr. Marko Demantowsky von der Pädagogischen Hochschule FHNW und der Universität Basel. Georgios Chatzoudis von der Gerda Henkel Stiftung hatte die Gesprächsleitung.
    1 hr 1 min

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