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„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn.
„Études d'exécution transcendante“ sind eine Tour d’horizon des Klavierspiels, die Liszt jahrzehntelang nicht loslässt. Denn diese zwölf Stücke sind alles andere als ein Schnellschuss – er schreibt sie dreimal: als Teenager, als Virtuose, und 1851 in Weimar noch einmal neu. Mit einem Ohr hört Liszt der Klaviertradition zu, mit dem anderen sprengt er sie: majestätische Klanglandschaften zum Hineinfallen, musiksportliche Höchstleistungen am Rand des Möglichen – und harmonische Grenzgänge, die man bei einem Romantiker so nicht erwartet. Und er hat das Talent, ganze Literaturbrocken auf Etüden-Größe einzudampfen. Das macht er in „Mazeppa“: Wir hören, wie der ans Pferd gefesselte Held durch die Steppe rast, stürzt, überlebt – und sich als Aufsteiger mausert. Pures Klavierkino.
Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt auch sein 1. Klavierkonzert oder die Sonate h-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Liszt,
„Études d'exécution transcendante“
Daniil Trifonov
(Deutsche Grammophon)
Höre dir hier das Album an.
Mehr Meisterstücke?
Entdecke unser Archiv:
ARD Audiothek
Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected]
Team hinter dieser Folge:
Autor & Host: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR
By Westdeutscher Rundfunk5
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„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn.
„Études d'exécution transcendante“ sind eine Tour d’horizon des Klavierspiels, die Liszt jahrzehntelang nicht loslässt. Denn diese zwölf Stücke sind alles andere als ein Schnellschuss – er schreibt sie dreimal: als Teenager, als Virtuose, und 1851 in Weimar noch einmal neu. Mit einem Ohr hört Liszt der Klaviertradition zu, mit dem anderen sprengt er sie: majestätische Klanglandschaften zum Hineinfallen, musiksportliche Höchstleistungen am Rand des Möglichen – und harmonische Grenzgänge, die man bei einem Romantiker so nicht erwartet. Und er hat das Talent, ganze Literaturbrocken auf Etüden-Größe einzudampfen. Das macht er in „Mazeppa“: Wir hören, wie der ans Pferd gefesselte Held durch die Steppe rast, stürzt, überlebt – und sich als Aufsteiger mausert. Pures Klavierkino.
Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt auch sein 1. Klavierkonzert oder die Sonate h-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.
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Franz Liszt,
„Études d'exécution transcendante“
Daniil Trifonov
(Deutsche Grammophon)
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