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By Westdeutscher Rundfunk
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Schubert macht Urlaub – und bekommt einen Auftrag mit Sonderwünschen: Kontrabass statt zweiter Geige und bitte Variationen über seinen Hit „Die Forelle“. Daraus wird eines seiner beliebtesten Kammermusikwerke. Sommer 1819: Franz Schubert reist mit seinem Freund Johann Michael Vogl nach Steyr. Dort trifft er den wohlhabenden Mäzen und Hobby-Cellisten Sylvester Paumgartner. Der wünscht sich ein Quintett in ungewöhnlicher Besetzung – und Variationen über Schuberts Lied „Die Forelle“. Schubert liefert fünf Sätze voller Esprit. Der Kontrabass verschafft dem Cello mehr Freiheit, und im vierten Satz wandert die bekannte Forellenmelodie durch die Instrumente. Selbst die ziemlich mörderische Geschichte des Lieds kann die gute Laune dieses Quintetts kaum trüben: Die muntere Forelle landet darin am Ende am Haken. Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Wandererfantasie“ oder das Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ anhören. Wie im Forellenquintett greift Schubert in beiden Werken auf ein eigenes Lied zurück und macht daraus große Instrumentalmusik. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667 („Forellenquintett“) Alfred Brendel, Klavier Thomas Zehetmair, Violine Tabea Zimmermann, Viola Richard Duven, Violoncello Peter Riegelbauer, Kontrabass (Philips) Höre dir hier das Album an. Außerdem in dieser Folge zu hören: Franz Schubert: Die Forelle D 550 Fritz Wunderlich, Tenor Hubert Giesen, Klavier (Deutsche Grammophon) Die Aufnahme kannst du hier anhören. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected] Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Musikkritiker Hugo Wolf kann ziemlich gnadenlos austeilen. Dann wechselt er die Seiten – und schreibt im Schaffensrausch 53 Mörike-Lieder. Kleine Form, ganz groß. Hugo Wolf ist als Musikkritiker für seine bissigen Urteile berüchtigt. Mit 27 kündigt er den Job und konzentriert sich aufs Komponieren. Kurz darauf gerät er mit den Gedichten Eduard Mörikes in eine regelrechte „Componier-Wuth“: An manchen Tagen entstehen gleich zwei oder drei Lieder. Wolf macht aus den Texten musikalische Miniaturdramen – psychologisch genau, harmonisch kühn und immer wieder überraschend witzig. Auch das Klavier erzählt dabei kräftig mit. Im letzten Lied „Abschied“ dreht Wolf den Spieß schließlich um: Ein Musikkritiker bekommt einen Tritt und purzelt die Treppe hinunter. So kann man die Seiten auch wechseln. Wenn dir die Musik von Hugo Wolf gefällt, solltest du unbedingt auch Schuberts „Winterreise“ hören, einen der großen Gipfel des Kunstlieds, oder Schumanns Liederkreis op. 24. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Hugo Wolf: Mörike-Lieder Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton Daniel Barenboim, Klavier (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected] Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Göttervater Wotan will alles kontrollieren. Doch in Wagners „Walküre“ widersetzt sich ausgerechnet seine Lieblingstochter Brünnhilde – und aus dem Machtspiel des „Ring“ wird eine Familienkatastrophe mit Welthit. Die „Ring“-Tetralogie geht weiter: Ein Unwetter treibt Siegmund in Hundings Haus. Dort verliebt er sich in Sieglinde – ohne zu wissen, dass sie seine Zwillingsschwester ist. Damit gerät auch Wotans Plan aus den Fugen: Seine Tochter Brünnhilde soll Siegmund fallen lassen, stellt sich aber gegen den Göttervater. Wagner verbindet in seinem 2. „Ring“-Teil Tabubruch, Macht- und Familienkonflikt mit einem dichten Netz aus Leitmotiven. Dazu kommen „Winterstürme“, Wälse-Rufe und der Walkürenritt: ein Opernthriller mit hoher Ohrwurmquote. Wenn dir die Musik von Richard Wagner gefällt, solltest du unbedingt auch „Das Rheingold“ hören – den ersten Teil des „Ring des Nibelungen“, in dem Wagners große Familiensaga um Macht, Besitz und Verrat beginnt. Oder „Tristan und Isolde“, wenn du erleben willst, wie Wagner Liebe und Begehren musikalisch bis an die Grenzen treibt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen, Teil 2: Die Walküre Solistinnen und Solisten u. a. Birgit Nilsson, Régine Crespin, James King, Christa Ludwig, Hans Hotter und Gottlob Frick Wiener Staatsopernchor; Wiener Philharmoniker Georg Solti (Ltg.) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected] Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Beethoven als Hitverwerter: Für sein „Gassenhauer-Trio“ nimmt er einen Opern-Ohrwurm, den damals in Wien alle kennen. Heraus kommt Kammermusik mit Publikumsfaktor – leicht, witzig und trotzdem typisch Beethoven. Junger Komponist sucht Aufmerksamkeit: 1797 ist Beethoven in Wien vor allem als Pianist berühmt. Für sein „Gassenhauer-Trio“ greift er zu einem Hit aus Joseph Weigls Oper „Der Korsar aus Liebe“ und baut daraus neun Variationen für Klarinette, Cello und Klavier. Klingt nach gefälliger Unterhaltung? Nicht nur. Beethoven mischt Salon-Charme mit scharfen Kontrasten, virtuosem Klavierpart und spontaner Improvisationslust. Entertainer statt Titan – aber mit Ecken und Kanten. Wenn dir die dieses Trio gefällt, solltest du unbedingt auch Louise Farrencs Klarinettentrio oder Franz Schuberts Oktett hören. Beide zeigen, wie viel sinfonischer Ehrgeiz in Kammermusik stecken kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur, Op. 11 (“Gassenhauer”) Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Cello), Christoph Traxler (Klavier) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected] Team hinter dieser Folge: Host & Autor: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ... Zweimal reist Heinrich Schütz nach Italien und entdeckt dort die Oper als Schule der Emotion. Die emotionalen Sologesänge zeigen ihm, wie Musik den Text Wort für Wort ausdeuten kann. In der Weihnachtshistorie perfektioniert Schütz dieses Prinzip: Mit scheinbar einfachen Wendungen von Dur nach Moll erzeugt er verblüffende dramatische Effekte und echte musikalische Plot-Twists. Auch wenn die Kirche der weltlichen Oper misstraut – ihr Handwerkskoffer erweist sich hier als erstaunlich nützlich. Wenn dir die Musik von Heinrich Schütz gefällt, solltest du unbedingt sein Vokalwerk „Kleine geistliche Konzerte” hören. Wenn du mehr Musik für die Feiertage suchst, empfehlen wir Bachs Weihnachtsoratorium. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Heinrich Schütz Historia der Geburt Christi (Weihnachtshistorie) Kammerchor Stuttgart, Musica Fiata Köln, Barockorchester Stuttgart, Frieder Bernius (Ltg.) Sony Classical Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: [email protected] Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR
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