LiteraturPur

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By Esther SchneiderArtsBooks
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LiteraturPur episodes

  • LiteraturPur über Jeremias Gotthelf mit Pedro Lenz und Philipp Theisohn
    LiteraturPur #34: Für den Schriftsteller Pedro Lenz ist Jeremias Gotthelf ein «Stürmisiech», einer der überall aneckte. Für Philipp Theisohn, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschafen an der Universität Zürich, ist er ein Urgestein der Schweizer Literatur, ein Phänomen und einer der ersten Kapitalismuskritiker. Beide erzählen mir, was sie an Gotthelf mögen und was für sie an Gotthelf heute noch modern und aktuell ist. Ich habe Philipp und Pedro in meinen Salon LiteraturPur in Baden eingeladen. Dieser Podcast ist ein Zusammenschnitt aus unserem Salongespräch über Gotthelf vom 9. Dezember 2023.

    Jeremias Gotthelf, der Schriftstseller und Pfarrer aus dem 19. Jahrhundert, hat viele Klassiker der Schweizer Literatur geschrieben. Die meisten kennen die Erzählung «Die schwarze Spinne» oder die Romane «Ueli der Knecht» und «Ueli der Pächter», die beide auch verfilmt worden sind. Vor kurzem sind im Diogenes Verlag die ersten drei einer fünfzehn-bändigen Neuausgabe erschienen. Herausgeber ist Philipp Theisohn.

    Für Philipp hat die Sprache von Gotthelf Ähnlichkeiten mit der Sprache in Pedros Texten. Und Pedro findet, man könne auch heute noch viel von Gotthelf lernen. Was, das erzählt er im Podcast LiteraturPur. Hört rein.

    Jeremias Gotthelf, Ueli der Knecht, Diogenes Verlag
    Jeremias Gotthelf, Ueli der Pächter, Diogenes Verlag
    Jeremias Gotthelf, Erzählungen, Diogenes Verlag

    1 hr 1 min
  • LiteraturPur mit Sarah Jollien Fardel Französisch
    LiteraturPur #33: «Lieblingstochter»heisst der Roman von Sarah Jollien Fardel. Der Titel klingt schön. Aber das täuscht. Es ist eine Geschichte von extremer häuslicher Gewalt und von sexuellem Missbrauch. Ein harter Stoff, gnadenlos erzählt. Sarah Jollien Fardel ist eine Schweizer Autorin aus Wallis und «Lieblingstochter» ist ihr erster Roman. Und sie hat es damit gleich auf die Liste für den «Prix Goncourt», den wichtigsten Buchpreis in der französischsprachigen Welt geschafft und sie wurde mit dem «Choix Goncourt de la Suisse» ausgezeichnet. Das Buch erzählt die Geschichte von Jeanne. Sie wächst mit ihrer älteren Schwester, der Mutter und dem Vater in einem kleinen Walliser Bergdorf auf. Der Vater ist unberechenbar und gewalttätig und je nach Lust und Laune schlägt er zu. Einfach so. Gnadenlos und brutal. Das Dorf schaut zu und schweigt. Es ist ein Roman, der auf eindrückliche Weise zeigt, was häusliche Gewalt ist und was sie mit Menschen macht.
    Und es ist ein Roman, in dem auch viel Wut spürbar ist. Was es mit dieser Wut auf sich hat, davon erzäht Sarah Jollien Fardel im Podcast LiteraturPur.

    Der Roman «Lieblingstochter» von Sarah Jollien Fardel ist im Aufbau Verlag erschienen, in der Übersetzung von Theresa Benkert
    58 min
  • LiteraturPur mit Sarah Jollien Fardel auf Deutsch
    LiteraturPur #33: «Lieblingstochter»heisst der Roman von Sarah Jollien Fardel. Der Titel klingt schön. Aber das täuscht. Es ist eine Geschichte von extremer häuslicher Gewalt und von sexuellem Missbrauch. Ein harter Stoff, gnadenlos erzählt. Sarah Jollien Fardel ist eine Schweizer Autorin aus Wallis und «Lieblingstochter» ist ihr erster Roman. Und sie hat es damit gleich auf die Liste für den «Prix Goncourt», den wichtigsten Buchpreis in der französischsprachigen Welt geschafft und sie wurde mit dem «Choix Goncourt de la Suisse» ausgezeichnet. Das Buch erzählt die Geschichte von Jeanne. Sie wächst mit ihrer älteren Schwester, der Mutter und dem Vater in einem kleinen Walliser Bergdorf auf. Der Vater ist unberechenbar und gewalttätig und je nach Lust und Laune schlägt er zu. Einfach so. Gnadenlos und brutal. Das Dorf schaut zu und schweigt. Es ist ein Roman, der auf eindrückliche Weise zeigt, was häusliche Gewalt ist und was sie mit Menschen macht.
    Und es ist ein Roman, in dem auch viel Wut spürbar ist. Was es mit dieser Wut auf sich hat, davon erzäht Sarah Jollien Fardel im Podcast LiteraturPur.

    Der Roman «Lieblingstochter» von Sarah Jollien Fardel ist im Aufbau Verlag erschienen, in der Übersetzung von Theresa Benkert
    52 min
  • LiteraturPur mit Theres Roth-Hunkeler
    LiteraturPur #32: Der Roman «Damenprogramm» von Theres Roth-Hunkeler ist ein humorvolles Plädoyer für das Frechsein im Alter. Und ein Appell, vor allem an Frauen, sich nicht zu verstecken. Denn von ihnen wird erwartet, dass sie ab einem gewissen Alter einfach lieb sind. Lieb sind Omas. Es ist ja manchmal auch schön, eine liebe Oma zu sein. Aber nicht immer. Die Frauen im Roman «Damenprogramm»haben es satt lieb zu sein. Sie sind lieber freundlich und frech. Und sie sind überzeugt, dass man vor allem das Frechsein lernen muss. Überhaupt: Wie geht das Altwerden? Was macht es mit Freundschaften, mit der Liebe, dem Sex? Der Roman «Damenprogramm» gibt keine Antworten aber Anregungen und er macht Mut, sich mit anderen darüber auszutauschen.

    «Damenprogramm» von Theres Roth-Hunkeler ist in der Edition Bücherlese erschienen
    43 min
  • LiteraturPur mit Lika Nüssli
    LiteraturPur #31: «Mein Vater war ein Verdingkind» sagt die Autorin und Zeichnerin Lika Nüssli. In ihrer Grapic Novel «Starkes Ding» erzählt sie die Geschichte ihres Vaters, der im Alter von gut elf Jahren auf einen Bauernhof im Toggenburg geschickt wurde, um zu arbeiten. Das Verdingen von Kindern aus armen Familien wurde in der Schweiz noch bis in die 1970er Jahre praktiziert. Es ist ein dunkles Kapitel in der Schweizer Geschichte, das lange Zeit verdrängt worden ist. Hunderttausende Kinder aus armen Verhältnissen wurden im 19. und 20. Jahrhundert ausgebeutet und misshandelt. Erst 2013 hat sich der Schweizer Staat dafür entschuldigt. Lika Nüssli greift das Thema auf und schildert am Beispiel ihres Vaters wie der Alltag der Kinderknechte und Kindermägde ausgesehen hat. In Zeichnungen und Text schildert sie das Leid, die Angst, den Hunger und die Einsamkeit ihres Vaters als Kinderknecht. Für die Graphic Novel über die Geschichte ihres Vaters wurde Lika Nüssli mit dem Schweizer Literaturpreis des Bundeamts für Kultur ausgezeichnet. Lika Nüssli ist Gast im Podcast LiteraturPur, dem Podcast, der Autor*innen eine Stimme gibt.

    «Starkes Ding» ist im Verlag Edition Moderne erschienen.
    45 min
  • LiteraturPur mit Klaus Merz
    LiteraturPur #30: Eigentlich wollte der Lyriker und Schriftsteller Klaus Merz mit 70 Jahren aufhören zu schreiben. Aber dann hat es ihn doch wieder gejuckt. Was ihn nach einer längeren Pause weider den Bleistift zur Hand nehmen liess, das erzählt er mir im Gespräch über sein neustes Buch mit dem Titel «Noch Licht im Haus». Darin hält Klaus Merz in Gedichten und kurzen Texten Rückschau auf sein Leben. Er verbindet darin Erinnerungen mit Beobachtungen und Geschehnissen aus dem Heute. In vielen seiner Gedichte spielt neben einem leisen Schalk die Aktualität rein. Sie blitzt auf zusammen mit alltäglichen Betrachtungen. Etwa der Krieg in Ukraine. Es sind aber stets nur feine Andeutungen. Dazu sagt Klaus Merz, er wolle die Dinge schon beim Namen nennen, sie aber nicht hinausposaunen. Wie immer sind seine Texte dicht und konzentriert. Kein Wort ist zu viel. Er habe eben schon immer das Bedürfnis gehabt, nur das Notwendigste zu sagen. Bei der Sprache muss für ihn wenig genug sein. Also nie zu viel. Reduktion als Prinzip.

    «Noch Licht im Haus» von Klaus Merz ist im Haymon Verlag erschienen.
    56 min
  • LiteraturPur mit Nell Zink
    LiteraturPur #29: Die US-Amerikanische Autorin Nell Zink hat eine Vorliebe für Aussenseiter. Deshalb wimmelt es in ihren Romanen von Nerds, Freaks und Ausgestossenen. Auch im neusten Buch mit dem Titel «Avalon» Das habe mit ihrer Herkuft zu tun, sagt sie mir im Gespräch. Ihre Eltern hätten sie dazu erzogen, eigenständig zu denken, sich nicht zu sehr anzupassen. Das schärfte bei ihr den Blick für das Absurde und Unperfekte im Alltag. Aber es war in Virginia, wo sie aufgewachsen ist, auch ein Handicap. Denn sie erfuhr, dass Menschen, die auf die Idee kamen, eigene Gedanken zu haben, zu Aussenseitern wurden. Sie kennt also das Gefühl, nicht dazuzugehören. So wie die Figuren in ihrem neusten Roman «Avalon». Dazu geehören: Ein schwuler, unbegabter Flamencotänzer, ein superkluger Nerd und eine papierlose Waise, die in der kriminellen Pflegefamilie wie eine Sklavin gehalten wird. Die Geschichte spielt diesmal in Kalifornien. Eine Gegend, die Nell als eine Kombination aus Bikergangs und Landwirtschaft beschreibt. Darüber reden wir und weiter verrät sie mir im Podcast, dass ihre Romane eigentlich Briefe an bestimmte Menschen sind und verschlüsselte Botschaften enthalten.

    «Avalon» von Nell Zink ist im Rowehlt Verlag erschienen
    52 min
  • LiteraturPur mit Georg Ringsgwandl
    LiteraturPur #28: Ich habe den bayrischen Musiker, Kabarettisten und Bühnen-Zampano Georg Ringsgwandl in München zum Gespräch getroffen. Der vielseitige Künstler und ehemalige Kardiologe hat nun seinen ersten Roman geschrieben mit dem Titel «Die unvollständigen Aufzeichnungen der Tourschlampe Doris». Was Georg Ringsgwandl als Roman bezeichnet, ist eigentlich eine verkappte Autobiografie. Die fiktive Doris erzählt von den Hochs und Tiefs, dem Glanz und Graus des Lebens mit der Band auf Tour und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ich rede mit Georg Ringsgwandl über diese schlaue Doris, über lange Autofahrten durch die deutsche Provinz, die er nur dank der Tourbibliothek seines Gitarristen überlebt. Er verrät, warum er als Jugendlicher die original Oberkrainer so gemocht hat und welche Bücher er gerade liest. Und er erklärt mir, warum Musiker und Mediziner so einiges gemeinsam haben und er lässt sich entlocken, dass er Schwarzgeld eigentlich ganz nützlich findet. Wie immer weiss man bei ihm auch im Gespräch nie so genau, was Spontan-Kabarett und was ernst gemeint ist. Es war eine höchst vergnügliche Begegnung in den ehrwürdigen Hallen der Bayrischen Akademie der Künste, in die Georg Ringsgwandl kürzlich aufgenommen worden ist.

    Georg Ringsgwandl «Die unvollständigen Aufzeichnungen der Tourschlampe Doris» ist erschienen im dtv Verlag.
    1 hr 3 min
  • LiteraturPur mit Michael Köhlmeier
    LiteraturPur #27: Schreiben ist wie ein permanenter Karneval, da darf ich die dunkle Seite nach aussen kehren, sagt der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier. Da kann ich als «Jack the Ripper» unterwegs sein. Es ist nicht der Mörder «Jack the Ripper», aber ein anderer böser Mann, der in Michael Köhlmeiers neustem Roman «Frankie» sein Unwesen treibt. Dieser Mann ist der Grossvater von «Frankie», einem 14jährigen, aufgeweckten aber braven Jungen. Die Geschichte beginnt, als dieser Grossvater nach 18 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird und sich in das Leben seines Enkels drängt. Zuerst fürchtet sich Frankie vor diesem Grossvater, er ist ihm unheimlich. Aber er ist auch fasziniert und lässt sich verführen von seinem machohaften Getue. Auch seine «Scheiss drauf» Haltung imponiert ihm. Michael Köhlmeier erzählt nun, wie sich dieser 14jährige Frankie durch die Beziehung mit diesem Grossvater verändert. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, das Männerbild und die Faszination des Bösen. Und es ist ein unheimlicher und zugleich witziger Roman. Ein Buch, das mich von der ersten Seite an gepackt hat. Im Podcast erzählt mir Michael Köhlmeier, was ihn an Frankie interessiert, wie es sich anfühlt, wenn sich eine Person verselbständig und warum Schreiben für ihn etwas Erotisches hat.

    «Frankie» von Michael Köhlmeier ist im Hanser Verlag erschienen.
    1 hr 4 min
  • LiteraturPur mit Leta Semadeni
    LiteraturPur #26:
    Sie möchte keine Heimatdichterin sein und Gedichte müssen nicht der Alltagslogik entsprechen, sagt Leta Semaden. Ich habe die Schriftstellerin und Lyrikerin Leta Semadeni in Lavin, im Unterengadin, zum Gespräch getroffen. Sie gilt als eine der renommiertesten Vertreterinnen der rätoromanischen Lyrik und Erzählkunst der Gegenwart. Sie schreibt zweisprachig, im rätoromanischen Vallader und auf Deutsch. Die Zweisprachigkeit ist insofern eine Besonderheit ihrem Werk, weil sie beide Sprachen gleichberechtigt behandelt. Sie fängt in einer Sprache an und schreibt in der anderen weiter. Leta Semadeni hat mehrere Gedichtbände und zwei Romane publiziert. Kürzlich sind der Roman «Amur grosser Fluss» und der 2-sprachige Gedichtband «Ich bin auch ein Tier» erschienen. Für ihr Gesamtwerk «von schroffer Schönheit» wurde Leta Semadeni im Februar 2023 vom Bundesamt für Kultur mit dem Grandprix Literatur geehrt.

    «Amur grosser Fluss» und der 2-sprachige Gedichtband «Ich bin auch ein Tier» sind im Atlantis Verlag erschienen.
    44 min

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Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche…

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