LiteraturPur

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By Esther SchneiderArtsBooks
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LiteraturPur episodes

  • LiteraturPur mit Thomas Strässle
    LiteraturPur #54: Zwei Menschen verlieben sich unsterblich ineinander. Sie wollen zusammenbleiben, aber eine Mauer trennt sie. Sie lebt in der DDR, er in der Schweiz. Gemeinsam planen sie die Flucht. Sie ist gefährlich, aber sie gelingt. Was für ein wunderbarer Stoff für eine Geschichte. Sie spielt Mitte der 60er Jahre, also während des Kalten Krieges. Thomas Strässle erzählt von der Macht der Liebe gegen die Übermacht des Systems. Es ist die Geschichte seiner Eltern. Entstanden ist daraus das Buch mit dem Titel «Fluchtnovelle». Doch es ist nicht nur die Erzählung einer waghalsigen Flucht aus der DDR; es ist auch eine zauberhafte Liebesgeschichte. Und sie ist filmreif. Im Gespräch mit Thomas Strässle erfahre ich, was er bei der Recherche in den Archiven alles gefunden hat und warum er schon mit 17 Jahren wusste, dass er diese Geschichte irgendwann aufschreiben würde. 
    Das Gespräch wurde bei einer Lesung in der Buchhandlung Librium Baden aufgezeichnet.

    Thomas Strässle «Fluchtnovelle» Suhrkamp Verlag
    1 hr 7 min
  • LiteraturPur mit Gion Mathias Cavelty
    LiteraturPur #53: Gion Mathias Cavelty liegt am liebsten in seinem Bett. Es ist der einzige Ort, an dem er sich in der Welt aufgehoben fühlt. Es ist sozusagen sein Paradies. Und da, im Bett liegend, hört er an seinem 50sten Geburtstag eine Stimme. Und diese Stimme befiehlt: «Schreib!» Und so schreibt Gion Mathias Cavelty das Buch der Bücher neu, die Bibel. Es ist eine Offenbarungsschrift, in 24 Stunden wie im Wahn niedergeschrieben. Das Werk ist umwerfend komisch und es ist gespickt mit theologischen und mythologischen Anspielungen. Im Gespräch, anlässlich des Podcastfestivals in Zürich, erzählt mir Gion Mathias Cavelty wie er in seinem Bett in Schwammendingen zum Sprachrohr Gottes wurde. Ich erfahre wie Gott tönt und was er von ihm will. Und wir begeben uns auf eine Reise durch seine Bibel. Dabei spazieren wird durch das gar nicht so friedliche Paradies, besuchen Babylon und begegnen dabei biblischen und allerlei sonstigen Figuren. Natürlich auch Gott. 

    Angaben zum Buch: Gion Mathias Cavelty «Die Bibel» lectorbooks
    56 min
  • LiteraturPur mit Mariann Bühler
    LiteraturPur #52: Drei Leben, drei Geschichten – die Autorin Mariann Bühler erzählt in ihrem Romandebut mit dem Titel «Verschiebung im Gestein» von drei Menschen, die alle aus dem gleichen Dorf stammen. Alle drei tragen eine Bürde mit sich und stehen an einem Punkt, an dem sich eine Veränderung aufdrängt. Stillstand geht nicht mehr. Im Gespräch erzählt Mariann Bühler warum diese drei Figuren ihr schlaflose Nächte bereitet haben. Weshalb die Geologie eine wichtige Rolle spielt und was sie vom Begriff Heimatroman hält.


    Mariann Bühler «Verschiebung im Gestein» Atlantis Literatur
    38 min
  • LiteraturPur mit Vincenzo Todisco
    LiteraturPur #51: Ein abgelegenes Dorf in Italien. Ein uraltes Ritual, das es nur da gibt und das mit dem Sterben zu tun hat. Und eine Dorfgemeinschaft, die an diesem Ritual festhält. Das ist der Stoff von Vincenzo Todiscos Roman «Der Geschichtenabnehmer». In diesem Dorf geht kein Mensch von dieser Welt, bevor er nicht eine Nacht lang erzählen und letz­te Dinge loswerden kann. Ein Knabe, der im Dorf zum Geschichtenabnehmer bestimmt ist, sitzt am Sterbebett, hört zu und nimmt alle Geschichten auf. Vincenzo Todiscos neuer Roman fängt die magische Atmosphäre einer Kindheit in einem italienischen Bergdorf ein, wo die Tradition des Erzählens in besonderer Weise lebendig ist. Jede Geschichte bringt ein neues Stück Vergangenheit des Sterbenden und seiner Beziehung zur  Dorfgemeinschaft zutage. Im Gespräch erzählt mir Vincenzo Todisco von dem Dorf aus seiner Kindheit, das ihn zu dieser Geschichte inspiriert hat. Auch vom Gefühl, wie die Zeit sich anders verhielt in den langen Sommern im Heimatdorf seiner Eltern in Italien. Da schritt die Zeit nicht voran, sondern dehnte sich aus. Und dann gibt es natürlich auch einen Strang, der in die Schweiz führt, wohin seine Eltern in den 60er Jahren als Gastarbeiter ausgewandert sind.

    Vincenzo Todisco, «Der Geschichtenabnehmer», Atlantis Literatur
    49 min
  • LiteraturPur aus dem Salon mit Klaus Merz und Christoph Baumann
    LiteraturPur #50: Wenn ein Jazzmusiker und ein Schriftsteller zusammentreffen, geschehen magische Momente. So war es im Salon LiteraturPur mit dem Lyriker Klaus Merz und dem Jazzpianisten Christoph Baumann. Wie tönt ein Text über eine Minigolfanlage oder über Trumps blonde Haartolle? Und wie ein Gedicht über ein Sommergewitter? Wir reden über die beiden letzten Bücher von Klaus Merz «firma» und «Noch Licht im Haus». Christoph Baumann gibt den Texten einen musikalischen Hallraum. Christoph Baumann ist einer der versiertesten Jazz- und Improvisationsmusiker der Schweiz. Und Klaus Merz hat diesen Frühling vom Bundesamt für Kultur den Grand Prix Literatur für sein Lebenswerk bekommen. Das ist die höchste literarische Auszeichnung der Schweiz. Im Salon LiteraturPur trafen die beiden aufeinander. Und das ist der Podcast dazu. Hört rein.  

    Die Bücher: 
    Klaus Merz «firma»,  Haymon Verlag
    Klaus Merz «Noch Licht im Haus», Haymon Verlag
    51 min
  • LiteraturPur mit Zora del Buono
    LiteraturPur #49: Es geschah als Zora del Buono 8 Monate alt war. Da wurde ihr Vater bei einem Autounfall getötet. Ein Raser hatte an unübersichtlicher Stelle überholt und ist frontal in den korrekt fahrenden Wagen ihres Vaters geprallt. Der Unfall brachte grosses Leid über die junge Familie. Ihr ganzes Leben lang konnte Zora del Buono mit ihrer Mutter nicht über den Unfalltod des Vaters reden. Heute nun, 60 Jahre später, beginnt sie zu recherchieren. Wo genau geschah der Unfall und vor allem, wer war der Täter - oder wie sie ihn nennt - der Töter? Davon erzählt sie in ihrem neuen Bucht mit dem Titel «Seinetwegen». Im Gespräch mit Zora del Buono erfahre ich, was sie bei ihrer Spurensuche gefunden hat, was es mit ihr gemacht hat und vor allem, weshalb sie immer mehr Empathie für den «Töter» entwickelt hat.    

    Angaben zum Buch Zora del Buono «Seinetwegen» C.H. Beck Verlag
    48 min
  • LiteraturPur mit Sunil Mann und Andrea Kager
    LiteraturPur #48: Liebesehe oder Vernunftheirat - ein spannendes Thema, über das ich mit dem Schriftsteller Sunil Mann und der Psychoanalytikerin und Paartherapeutin Andrea Kager im letzten Salon LiteraturPurdiskutiert habe. Das ist der Podcast dazu.
    Bei uns, in der westlichen Welt, ist die Liebesehe die Norm. Die grosse Liebe finden und heiraten, das ist der Traum der meisten Menschen. Das Verlangen nach romantischer Liebe inspiriert auch die Literatur seit Jahrhunderten, ebenso den Film. Doch die Liebesehe hat ihre Tücken. Oftmals scheitert sie, wenn der Alltag einkehrt und die Glückshormone sich verzogen haben. Dann kommen die ehemals Verliebten in die Praxis von Andrea Kager. 
    In anderen Kulturen setzt man daher auf die arrangierte Heirat. Die Eltern suchen passende Partner für ihre Kinder. Mit der Hochzeit werden zwei Familien miteinander verbunden. Das wird stärker gewichtet als Liebe. So auch in Sunil Manns Roman «In bester Absicht», da verkuppeln die Eltern eine Schweizer Ärztin mit indischen Wurzeln und einen IT Experten aus Indien miteinander. Was dabei rauskommt, ob arrangierte Ehen besser funktionieren als Liebesehen und was es mit der romantischen Liebe auf sich hat und ob nicht auch Beziehungen über Plattformen wie Tinder oder Paarship eine Art arrangiert sind, einfach durch eine Maschine, darüber reden wir.

    Die Angaben zum Buch: Sunil Mann «In bester Absicht» Geparden Verlag
    48 min
  • LiteraturPur mit Nell Zink und Ernst Paul Dörfler
    LiteraturPur #47: Für die US-amerikanische Schriftstellerin Nell Zink sind die Vögel inspirierend, weil sie fliegen können. Denn – sagt sie - wenn es brenzlig werde, können sie einfach abhauen und werden dadurch nicht so schnell zu Gefangenen. Der Sachbuchautor Ernst Paul Dörfler dagegen ist fasziniert vom Liebesspiel und Liebestanz der Kraniche. Da schleicht er sich schon mal im Morgengrauen in ihre Nähe, um ihnen dabei zuzuschauen.Vögel faszinieren uns Menschen, durch ihren Gesang, durch das Fliegen durch ihr Balzverhalten. Deshalb sind sie auch Inspiration für die Kunst, die Literatur und den Film. Nell Zink und Ernst Paul Dörfler sind zu Gast im Podcast LiteraturPur mit ihren Büchern «Der Mauerläufer» und «Das Liebesleben der Vögel». Sie erzählen mir wie sie sich über die Vögel kennengelernt haben, was sie zu Birdwatchern macht und welche Rolle die Vögel in ihren Büchern spielen.

    Nell Zink «Der Mauerläufer» Rowohlt Verlag
    Ernst Paul Dörfler «Das Liebesleben der Vögel» Hanser Verlag
    53 min
  • LiteraturPur mit Michelle Steinbeck
    LiteraturPur #46: «Deine Mutter wurde ermordet!» Diese Nachricht per Telefon steht am Anfang des Romans «Favorita» von Michelle Steinbeck. Und sie bringt die junge Romanheldin dazu, nach Italien zu reisen, um den Mörder ihrer Mutter zu suchen. Daraus wird ein wilder Tripp, eine Art
    feministischer Action-Thriller. Die junge Frau begegnet auf ihrer Reise Huren, Faschisten, Kommunistinnen. Taucht ab in die Unterwelt, macht Abstecher in Traum- und Geisterwelten. Und sie stösst dabei auf einen weiteren Mord an einer jungen Frau im Italien der 40er Jahre. Ein Femizid, der nie wirklich aufgeklärt worden ist und die Menschen in einem abgelegenen Dorf in der Toscana noch heute nicht loslässt. 
    Ich habe Michelle Steinbeck 2016, als ihr erster Roman mit dem eigenwilligen Titel «Mein Vater war an Land ein Mann und im Wasser ein Walfisch» erschienen ist, kennengelernt. Für ihr Debut war sie für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis nominiert. Ich war damals begeistert von der Radikalität ihres Textes, der Selbstironie und der überschäumenden Phantasie in der Geschichte. Vieles davon habe ich auch im neuen Roman «Favorita» wiedergefunden. Michelle Steineck ist 34 Jahre alt, lebt und schreibt zurzeit in Basel. Und wir treffen uns in Zürich zum Gespräch. Und wir reden über ihre Beziehung zu Geistern, ihre Affinität zu Italien und eine abgelegene Villa, die sie das Fürchten lehrte. 

    Angabe zum Buch: Michelle Steinbeck, «Favorita» erschienen im Ullstein Verlag
    56 min
  • LiteraturPur mit Judith Keller
    LiterturPur #45: Wir haben schon so lange unserer Mieten bezahlt, jetzt ist einfach mal genug, finden zwei junge Frauen. Sie kündigen Job und Wohnung und ziehen einfach los. Dabei orientieren sie sich an den Baukränen, die in Zürich überall herumstehen. Den ausgestreckten Armen der Kräne folgend, landen sie im Glattzentrum und klauen ein Auto. Der Roman «Wilde Manöver» von Judith Keller ist eine turbulente Geschichte mit witzigen Einfällen. Der Roman wurde dieses Jahr mit einem der Literaturpreise vom Bundedsamt für Kultur ausgezeichnet. Angesiedelt ist die Geschichte in Zürich in einer nahen Zukunft und sie ist – wie der Titel schon andeutet – wild und subversiv. Sie erinnert stimmungsmässig an den Film «Thelma and Louise» von Ridley Scott aus dem Jahr 1991. Wie im Film sind auch im Roman zwei Frauen unterwegs, stellen allerhand Unfug an und werden von der Polizei verfolgt. Sie stehlen Statuen und Stühle aus Gärten und werfen sie in die Limmat. Warum sie das tun?  Die Autorin sagt mir im Gespräch, es sei eine Art romantische Kapitalismuskritik. Was es damit auf sich hat und warum es für die Autorin dann spannend wird, wenn Menschen die Fassung verlieren, könnt ihr nachhören im Podcast LiteraturPur.

    Angabe zum Buch: Judith Keller «Wilde Manöver» Luchterhand Verlag
    45 min

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Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche…

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