LiteraturPur

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By Esther SchneiderArtsBooks
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LiteraturPur episodes

  • LiteraturPur mit Julian Schütt
    LiteraturPur #64: Der Schweizer Schriftsteller und Weltautor Max Frisch ist eine Instanz. Er fasziniert bis heute sowohl als Schriftsteller wie als politisch engagierter Intellektueller. Doch wer war Max Frsich und was macht ihn und sein Werk so einzigartig? Der Kulturjournalist Julian Schütt hat sich intensiv mit Max Frischs Leben und Werk auseinandergesetzt. Jetzt ist der zweite Teile seiner umfassenden und hervorragend geschriebenen Biographie mit dem Titel «Max Frisch Biographie eines Aufstiegs» erschienen. 14 Jahre hat Julian Schütt dafür recherchiert, hat mit Menschen aus Frischs Umfeld gesprochen und unveröffentlichtes Material gesichtet. Er entdeckte neben dem berühmten Autor auch den Max Frisch, der innerlich oft zerrrissen war zwischen den Ansprüchen, die die Öffentlichkeit an ihn hatte und seiner eigenen Unsicherheit und ein Stück weit auch seiner Bedürftigkeit in privaten Angelegenheiten. Etwa in seinen Liebesbeziehungen mit Frauen. Im Podcast LiteraturPur reden wir über diese unbekannten Seiten des Autors. Aber auch über sein ambivalentes Verhältnis zur Schweiz und über seine Beziehung zu mächtigen Politikern seiner Zeit. Und dann erzählt Julian Schütt, wie nahe er dem Menschen Max Frisch beim Schreiben der Biographie gekommen ist und was er von ihm für sein Leben gelernt hat.

    Julian Schütt «Max Frisch Biographie eines Aufstiegs», Suhrkamp Verlag
    1 hr 8 min
  • LiteraturPur mit Reda el Arbi
    LiteraturPur #63: Es ist das Jahr 2082 und Zürich ist eine Hochburg für Künstliche Intelligenz. Hochentwickelte KI hat die Welt kurz vor dem Klimakollaps gerettet. Diese KI regiert nun grosse Teile der Welt, ist aber den Menschen grundsätzlich wohlgesinnt. Die Lebensbedingungen haben sich zwar massiv verschlechter, aber KI sorgt dafür, dass die Menschheit überlebt. Doch dann verselbständigt sich eine KI und läuft Amok. 
    Das ist die Ausgangslage im Sci-Fi Roman «Asimovs Kindergarten» von Reda el Arbi. Es ist der zweite Teil einer aktiongeladenen Romanserie mit KI, Cyborgs und Menschen.
    Ich habe den Schweizer Sci-Fi Autor zum Gespräch getroffen und er hat mir im Podcast LiteraturPur erzählt, was ihn an Science Fiction fasziniert und warum er so grossen Spass daran hat, dicke Wälzer über Zukunftsszenarien zu schreiben. Und er hat mir auch verraten, weshalb er keine Angst vor Robotern und Künstlicher Intelligenz hat, ja sich sogar auf eine Zukunft mit  immer fähigerer KI freut.

    Reda el Arbi «Asimovs Kindergarten» und «empfindungsfähig» sind bei lectorboks erschienen
    48 min
  • LiteraturPur mit Joachim B. Schmidt
    LiteraturPur #62: «Nackt steht Osmann vor seiner Hütte, die Arme in die Hüften gestemmt, bärtig, kräftig, ja ein schöner Mann.» Das ist der Held im Roman «Òsman» von Joachmi B. Schmidt. Ein Fährmann, der den Stürmen und der Kälte trotz und Menschen sicher über den Fluss transportiert. Ein gottesfürchtiger Trinker, Menschenfreund und Poet. Es ist ein hartes Leben Ende des 19. Jahrhund. Die Menschen im Norden Islands leiden an Hunger, Krankheiten und Unterdrückung. Viele verunglücken in den Fluten oder im Eis. 
    Der Schweizer Autor Joachim B. Schmidt lebt seit über 20 Jahren in Island und greift gern Geschichten aus Sagen und Mythen des Landes auf und verwebt sie in seine Romane. Geister, Robbenfrauen und Elfen gehören ganz selbstverstädnlich dazu. In diesem Buch zeichnet er das Leben des Fährmannes und Robbenjägers Òsman» nach, den es tatsächlich gegeben hat und er spinnt aus dessen Tagebuchaufzeichnungen und Gedichten sowie Erzählungen von Nachfahren eine unglaubliche Geschichte. 

    Die Angaben zum Buch: Joachim B. Schmidt, «Òsman», Diogenes Verlag
    49 min
  • LiteraturPur mit Ursula Krechel
    LiteraturPur #61: Eine engagierte Justizministerin und ein junger Mann, der sich an sie heranmacht und zum Stalker wird. Agrippina, die Mutter des römischen Kaiser Nero, die zu mächtig wird und deshalb sterben muss. Gewalt an Frauen heute und damals. Gewalt ist ein zentrales Thema im Roman «Sehr geehrte Frau Ministerin». Geschrieben hat ihn Ursula Krechel, eine der wichtigsten Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In einer Zeit, da die Welt instabil geworden ist durch Kriege und Konflikte zeigt sie in den Geschichten von vier Frauen, was heutzutage den Rechtsstaat bedroht und Demokratien schwächt. Ursula Krechel war kürzlich für eine Lesung im Literaturhaus Basel. Da habe ich mit ihr ein Gespräch geführt und es für den Podcast LiteraturPur in gekürzter Form aufgezeichnet. 

    Der Roman «Sehr geehrte Frau Ministerin» von Ursula Krechel ist im Klett Cotta Verlag erschienen
    45 min
  • LiteraturPur mit Elisabeth Joris
    LiteraturPur #60: "Alles was mit Sexualität zu tun hatte, wollte man uns austreiben. Das war Sünde.  Vor allem im Umgang mit weiblicher Lust. Was sich die katholische Kirche, damals in meiner Kindheit im Wallis angerichtet hat, das macht mich heute noch wütend", sagt Elisabeth Joris. Sie ist Gast im Podcast LiteraturPur. Elisabeth Joris ist eine der bekanntesten Historikerinnen der Schweiz. Und auch ein Vorbild für viele Frauen durch ihr Engagement als Feministin, Politaktivistin und Lehrerin. Jetzt ist ein sehr persönliches Buch über sie erschienen mit dem Titel «Ein Leben in Geschichte(n)». Darin erzählt sie aus ihrem Leben. Wie sie im stockkatholischen Oberwallis aufgewachsen ist, später nach Zürich kam und auf Umwegen Geschichte studiert. Wie sie sich politisch in der Frauenbewegung und in der Gruppe kritisches Oberwallis engagierte. Wie sie die historische Forschung mit der Geschichte von unten revolutionierte, mit speziellem Blick auf Frauengeschichte. Zugehört hat ihr die Autorin und Verlegerin Denise Schmid. Aus den Gesprächen ist ein reichhaltiges, stellenweise auch sehr intimes Buch entstanden. Ein Buch, das auch die Atmosphäre und Stimmung in der Schweiz der 70/80er Jahre einfängt. 

    Elisabeth Joris - Ein Leben in Geschichte(n), Verlag Hier+Jetzt, von Denise Schmid
    1 hr 3 min
  • LiteraturPur mit Jonas Lüscher
    LiteraturPur #59. «Ich war ein Cyborg, mehr Cyborg war kaum möglich.» Wie es sich anfühlt, wenn das eigene Leben komplett von einer Maschine abhängig ist, unter anderem davon erzählt der Schriftsteller Jonas Lüscher in seinem neuen Roman «Verzauberte Vorbestimmung». Dabei steht die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine im Zentrum. Im sehr persönlichen Teil des Romans schildert Jonas Lüscher seine Erfahrungen mit einer schweren Corona-Erkrankung. Hauptsächlich aber begibt er sich auf eine Reise durch Raum und Zeit, immer auf den Spuren des Künstlers Peter Weiss, dem er sich verbunden fühlt. Es ist ein raffiniert gebauter und vielschichtiger Roman, der mich berührt, gepackt und herausgefordert hat. Wie und weshalb, darüber rede ich mit Jonas Lüscher. Im Gespräch erfahre ich, weshalb er der Technologie einerseits skeptisch gegenüber steht, andererseits aber auch von ihr begeistert ist. Vor allem bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz schwankt er zwischen Faszination und Sorge. Er ist überzeugt, dass menschliche Emotionen wie Liebe, Nächstenliebe und Lachen in den kommenden Zeiten, in denen KI immer immer stärker unser Leben bestimmt, entscheidend sein werden.

    «Verzauberte Vorbestimmung» von Jonas Lüscher ist im Hanser Verlag erschienen.
    1 hr 7 min
  • LiteraturPur mit Benjamin von Wyl
    LteraturPur #58: Romane brauchen Chaos, sagt Benjamin von Wyl. Und natürlich auch Fantstik. Letztere kommt in allen seinen Romanen in irgendeiner Form vor. Weshalb das so ist, erzählt er mir bei unserem Treffen in Baden. Da reden wir über seinen neusten Roman «Grosswerden und Einknicken». Darin geht es unter anderem um Klimaängste, Weltuntergang und die Natur.Und dies aus der Perspektive eines Kindes. Durch seine Augen blicken wir auf die Welt, die einerseits bedrohlich, andererseits auch faszinierend ist. Wenn das Kind vor Feindseligkeiten der Schulkollegen, den Ansprüchen der Familie oder auch vor Klimaängsten fliehen will, reist es in seiner Phantasie in den Untergrund, ins Erdinnere. Da gibt es noch vieles zu entdecken. Und alle Gefahren sind weit weg.

    Benjamin von Wyl, «Grosswerden und Einknicken» Verlag Die Brotsuppe
    50 min
  • Livepodcast KI und Fiktion
    LiteraturPur #57: Eine Diskussion zu KI und Fiktion 
    Künstliche Intelligenz greift immer mehr in das Leben der Menschen ein. Mensch und Maschine, wie geht das zusammen? Ist es eine Gefahr oder eine Chance? Das popkulturelle Genre der Science Fiction verhandelt diese Fragen seit geraumer Zeit. Woher kommt die Faszination dafür, welche Phantasien haben die Künste dazu, wie düster sind die Geschichten in Literatur und Film? Welche Ängste werden dabei angesprochen? Um diese Fragen geht es in der neusten Folge von LiteraturPur. Es ist eine Co-Produktion mit dem Podcast Kulturstammtisch von Eric Facon. Live aus dem Kulturhaus Royal haben Eric und ich mit folgenden Gästen diskutiert:  Sita Mazumder, Wissenschaftlerin und Co-Autorin des Buches "KI sagt, Menschen meinen"; Reda el Arbi, Autor des Sci-Fi Romans "empfindungsfähig"; Enno Reins, Filmkritiker bei SRF und Sci-Fi Spezialist.

    Ein paar Filme und Buchtipps dazu:
    1818 beschrieb Mary Shelley in «Frankenstein» einen künstlichen Menschen, der sich gegen seinen Schöpfer wendet. 1865 erträumte Jules Verne einen Flug zum Mond, der fast ein Jahrhundert später von Tim & Struppi gemacht wurde. Die Science Fiction, ein Genre, das Visionen über die Zukunft generiert. In Filmen wie «Star Trek» oder «2001 Space Odissey», in der Literatur. Bis heute: in einem seiner neueren Romane denkt der Brite Ian McEwan über ein Liebesdreieck zwischen einem Paar und einem Roboter nach («Machines Like Me»). 

    Zwei Podcasts in einem: LiteraturPur und Kulturstammtisch. Eine Premiere.


    1 hr 1 min
  • LiteraturPur mit Katharina Lanfranconi
    LiteraturPur #56: Schönheit, wie damit umzugehen ist, was schön sein für eine Frau bedeutet, wie sich Schönheit im Alter wandelt; unter anderem darüber schreibt Katharina Lanfranconi in ihren Gedichten. Und sie sagt: "Ich war eine Sklavin meiner Schönheit. Sie war für mich neben allem positiven auch ein Drama." Mit viel Humor und Ironie dichtet Katharina Lanfranconi über das Leben als schöne Frau, über die Sinnlichkeit von Samt und Lippenstift, aber auch über die Natur, den Tod und die Liebe. Ich habe die Lyrikerin in Luzern zum Gespräch getoffen, hoch über der Stadt im Hotel Gütsch. Da haben wir uns am Kaminfeuer über ihren neusten Lyrikband «Wie hungrig» und über ihre neue Aufgabe als Verlegerin unterhalten. 

    Die Angaben zum Buch: Katharina Lanfranconi, Wie hungrig, edition ars pro toto.
    43 min
  • LiteraturPur mit Martin Dean
    LiteraturPur #55: Im neusten Roman mit dem Titel «Tabak und Schokolade» geht Martin Dean auf Spurensuche nach seinen Vorfahren, sowohl in Trinidad als auch im aargauischen "Stumpenland". Bei seinen Recherchen entdeckt er, dass er eine zutiefst koloniale Biografie hat. Im Gespärch erzählt er mir, was das mit seiner Vorliebe für Schokolade und britische Marschmusik zu tun hat. Und wie es für ihn war, als er bei seinen Besuchen in Trinidad auf einen Schlag dreissig neue Verwandte bekam, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen. Er entdeckte dabei auch, dass seine Vorfahren in Trinidad wie im aargauischen Freiamt ausgebeutet wurden, sei es auf den Zuckerrohrfeldern oder in den Tabakfabriken. Ich erfahre auch, dass Martin Dean dieses Buch erst nach dem Tod seiner Mutter schreiben konnte und dass ein Fotoalbum der Auslöser dazu war. Auf dieser Suche nach den familiären Wurzeln wirft er einen sehr reflektierten postkolonialen Blick auf seine Familie und auf unser Land. Und ihm wird klar, dass sowohl Tabak wie Schokolade, zwei Genussmittel, die ihm lieb sind, seine beiden Familienstränge stark geprägt haben.
    Martin Dean ist Schriftsteller und Essayist. In seinen Romanen und Texten hat er sich immer wieder mit seiner Herkunft auseinandergesetzt. Ihn interessieren dabei unser exotisierende Blick auf Menschen anderer Hautfarbe und der Alltagsrassismus. 

    Martin R. Dean «Tabak und Schokolade» Atlantis Literatur Verlag
    Der Roman stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2024

    55 min

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Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche…

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