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  • Armin Mueller-Stahl
    In Kuba aß er mit Che Guevara und den Castro-Brüdern zu Abend, in Südafrika traf er Nelson Mandela, in Indien Indira Gandhi. Jack Lemmon zeichnete ihn, dafür zeichnete er Jack Lemmon. Billy Wilder war ein Weggefährte, Kirk Douglas versuchte erfolglos, ihm eine Rolle abzuluchsen, Tom Hanks findet ihn super, Robin Williams schwärmte von ihm als Kollegen und Mensch. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen, denn der 1930 im damals ostpreußischen Tilsit geborene Armin Mueller-Stahl traf in mehr als neun Lebensjahrzehnten zahllose interessante Menschen. Bei der Zuordnung seiner Berufsbezeichnung stoßen wir schon auf die nächste Aufzählung: Weltbekannt wurde er als Schauspieler, erst in der DDR, später auch in der Bundesrepublik und noch ein bisschen später dann in den USA, was, wir wissen es, alles andere als selbstverständlich ist. Mueller-Stahl spielte, er schrieb und schon immer liebte er die Musik, neben seiner Frau Gabi die mutmaßlich zweite große Liebe seines Lebens. Auch wenn die Malerei jetzt ein wenig neidisch um die Ecke schaut, denn auch der frönt Armin Mueller-Stahl, lange schon, regelmäßig und mit anhaltendem Erfolg. So scheint es, als würden alle Begegnungen, Situationen und Talente um die Zeit im Leben dieses Menschen konkurrieren und umso schöner, dass wir uns nun auch ein bisschen davon nehmen dürfen.
    Playlist:
    Dresdner Kreuzchor - Der Mond ist aufgegangen
    Louis Armstrong - Wonderful World
    Buena Vista Social Club - Chan Chan
    Rundfunk Jugendchor Wernigerode - Es waren zwei Königskinder
    Yves Montand - A Paris
    Wolf Biermann - Warte nicht auf bessere Zeiten
    Barbra Streisand - Somewhere
    Dmitrij Schostakovitsch - Tea for Two
    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
    1 hr 23 min
  • Morea
    Die Berlinerin Morea trauert im Titelsong ihrer neuen EP "Year By Year" dem vergangenen Sommer nach – und lässt ihn doch in den luftig-melancholischen Melodien ihrer verspielten Pop-Songs weiterleben. Dabei behandeln diese trotz aller klanglichen Leichtigkeit durchaus auch Themen mit einer gewissen emotionalen Schwere. So singt die in Friedrichshain-Kreuzberg aufgewachsene Musikerin in "Lonely Men" von den Schwierigkeiten männlicher Mitmenschen, ihre Gefühle zu zeigen, und den mitunter katastrophalen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. In Losing It Again" wiederum geht sie den eigenen Lebensbewältigungsproblemen auf den Grund, und die kleine Meerjungfrau aus dem Märchen von H. C. Andersen inspirierte sie schließlich zu "Cautious Violence", einem Stück über Missverständnisse und das gegenseitige Ignorieren. All das verpackt in unaufdringliche, aber dennoch fesselnde Songs zwischen Pop, Folk und Soul, in die sich mitunter sogar ein wenig Jazz schleicht. Kein Wunder, dass solch unterschiedliche Künstler:innen wie Olli Schulz, Nena und Ayo Morea baten, sie auf Tour zu begleiten – womit sie quasi den gesamten Herbst verbracht und sicher neue Fans gewonnen hat. Das wird ihr gewiss auch heute Abend gelingen, wenn sie im studioeins für ein Interview zu Gast ist und natürlich auch den ein oder anderen Song live vortragen wird.
    27 min
  • Luis Schwamm
    Die Songs des Kölners Luis Schwamm mögen sanft daherkommen und dank seiner sonoren Baritonstimme geradezu ohrenschmeichelnd klingen – doch wie bei seinem Vorbild Elliott Smith geht es in den Texten des Öfteren dahin, wo es wehtut. Nicht zu Unrecht werden deshalb die zehn Lieder seines just auf Kassette (!) und digital erschienenen Solo-Debütalbums "Alte Möbel und junge Nervositäten" als "bittersüße Biopsien der eigenen Irrungen und Wirrungen" beschrieben, "bei denen man nicht weiß, ob man lachen, weinen oder mitsummen will."
    23 min
  • Nieve Ella
    Der britische Rolling Stone sieht sie "auf dem Weg, eine der definierenden Stimmen der Generation Z zu werden", während der NME Nieve Ella den baldigen "Sprung von der Kult-Heldin zum echten Star" prophezeit. Auch hierzulande konnte die 21-jährige Engländerin im Vorprogramm von Girl In Red oder Inhaler mit ihren eingängigen Gitarren-Rock-Songs bereits überzeugen – ebenso wie mit ihrer unlängst veröffentlichten neuen EP "Watch It Ache And Bleed".
    28 min
  • Liv Andersson
    "Folk Noir" – so nennt Liv Andersson ihre Musik, die sich mit dem auseinandersetzt, "was unter der Oberfläche verborgen liegt." Kürzlich hat die in Hamburg lebende Singer-Songwriterin ihre Debüt-EP "Paper Boat" veröffentlicht, die sich durch filigrane Klanglandschaften zwischen Hoffnung und Schwermut auszeichnet; heute stellt sie diese (und sich selbst) im studioeins vor. ielleicht erfahren wir dabei auch, was es mit Anderssons Faszination für das Thema Wasser auf sich hat. So fallen nämlich multiple maritime Metaphern beim Erstkontakt mit den fünf Songs von "Paper Boat" direkt ins Auge – angefangen beim Titel der EP beziehungsweise dem gleichnamigen Stück, in dem sie singt; "Lost in the ocean / The current pushes and pulls / But I’m still here, I’m still rowing / Here in my paper boat / All I know is there’s water and above me the sky." Auch ein "Sailor", also ein Seemann, bekommt ein eigenes Lied, ebenso wie "Snow" ja im Grunde ebenfalls Wasser ist, wenn auch in einem anderen Aggregatzustand. Neben dem lebensspendenden Nass sind für Andersson, die bereits als Teenagerin literarische Texte mit ihrer Gitarre und Stimme vertonte, Künstler:innen wie Laura Marling, Fiona Apple und Portishead wichtige Inspirationsquellen. Am Donnerstag spielt Liv Andersson ein Konzert im Art Stalker in Charlottenburg, einen kleinen Eindruck von ihren Live-Qualitäten gibt sie heute schon auf der kleinen Bühne im studioeins. Zuvor erzählt sie im Interview von sich.
    27 min
  • Petra Schmidt-Schaller
    Es wäre durchaus möglich, zahllose Artikel zu zitieren, die hymnisch und begeistert klingen. Es wäre auch möglich, den Schriftsteller Martin Walser zu zitieren, der nach Worten rang, als er diese Schauspielerin in einer seiner Buchverfilmungen sah: "Was für eine großartige Frau mit welch einer wunderbaren Ausstrahlung. Nichts muss sie mehr machen, weil sie alles hat." Dann könnte man sagen: die muss ja richtig gut sein, wenn sie sich rauswagt in einem Genre, in dem ihr Vater ne ganz große Nummer war. All das könnte man sagen und all das würde stimmen, und doch würde es nur einen kleinen Part von Petra Schmidt-Schaller beschreiben, einer Schauspielerin, deren Arbeit heraussticht. In dem Punkt ist man sich einig. 1980 kam sie in Magdeburg zur Welt, in einer Schauspielerfamilie, Eltern, Brüder, alle zogs auf die Bühne. Sie studiert in Leipzig, spielt große Rollen im Theater, qualifiziert sich per Casting für den erstklassig besetzten Film "Ein fliehendes Pferd", erhält, niemanden wundert es, den Bayerischen Filmpreis und galoppiert seitdem durch die spannendsten Kino- und Fernseh-Produktionen. Schon lange steht sie auf unserer Gäste-Wunschliste, jetzt endlich hat es mal geklappt.
    Playlist:
    Frank Schöbel - He du - Weihnachtsmann
    Sinead O’Connor - Nothing compares to you
    Marusha - Somewhere over the Rainbow
    Guano Apes - Open your Eyes
    Silly - Paradiesvögel
    Camille - Ta Douleur
    Betti Kruse - Wie der Wind
    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
    1 hr 32 min
  • Rechnungshof kritisiert rbb | ARD Reformagenda | Verlage und KI
    rbb-Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin Prof. Dr. Nicole Küchler-Stahn zur Kritik des Rechnungshofes am rbb | ARD: Reformagenda wird intensiv fortgesetzt – Popwellen und Landeswellen arbeiten ab Januar 2025 noch enger zusammen | KI: Wie Verlage mit Apps wie ChatGPT umgehen | November-Tipps zum Thema Wahlkampf und Soziale Medien
    34 min
  • Kasi
    Kasi ist bekannt für emotionale Momentaufnahmen, die er in mal tanzbar-treibende, mal verträumt-nachdenklich dahingleitende Deutsch-Pop-Songs verpackt. Jetzt hat der gebürtige Frankfurter seine Festplatte aufgeräumt: Unter dem Titel "harddrive2024" präsentiert er das, was sich in den letzten zwei Jahren musikalisch so bei ihm angesammelt hat. Erstmals auch in Vinylform tummeln sich hier bekannte Streaming-Hits und Live-Favoriten in trauter Eintracht mit bisher unveröffentlichten Demos und Skizzen, bieten Kasi und sein treuer Sidekick Antonius feierbare Momente genauso an wie intime Einblicke. Gerade zurück von einer erfolgreichen Club-Tour und schon in freudiger Erwartung der nächsten Konzertreise, die unter dem Motto "Kleine Tour, großer Abriss" am 7. Februar auch im Berliner Astra gastieren wird, besucht uns Kasi heute Abend im studioeins – und bringt natürlich auch seine "bessere Hälfte" Antonius sowie dessen Gitarre mit, um ein paar Songs live zu performen.
    21 min
  • Riah Knight
    Riah Knight ist eine echte "Renaissance-Frau": Sie spielt Theater, veröffentlicht Gedichte, moderiert Radiosendungen – und macht Musik. In letzterer Angelegenheit ist die Romani-Britin heute Abend zu Gast im studioeins, denn sie hat vor Kurzem eine neue EP herausgebracht. "Wicked Laughter" heißt diese, und wartet mit fünf spannenden Songs zwischen Trip-Hop, R'n'B und Performance-Poetry auf. Produktionstechnisch unterstützt von Shaban (Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi) wirft die 28-Jährige mit ihrem neuen musikalischen Werk "ein spekulatives Licht auf die dunkleren Seiten der Weiblichkeit, indem es das Zusammenspiel von Liebe und Lust, Wut und Verletzlichkeit beleuchtet und sich vom Leben berüchtigter ungehorsamer und 'böser' Frauen* inspirieren lässt." Dabei ist es fast ein bisschen überraschend, dass die in Berlin lebende Knight überhaupt die Zeit dafür gefunden hat – schließlich steckt sie gerade mitten in den Proben für eine kritische "Carmen"-Adaption, die Ende Januar im Maxim Gorki Theater Premiere feiern soll, und war früher im Jahr als Teil des feministischen Kollektivs Glossy Pain mit der Produktion "Lie With Me" beim Einburgh Fringe Festival zu Gast. Vermuten wir also mal, dass die Musik für sie einfach auch eine (weitere) unverzichtbare Herzensangelegenheit ist, die ihren Platz im Leben fordert … und freuen uns, dass Riah Knight heute Abend für ein Interview zu uns kommt, und natürlich anschließend ein paar Songs live performt.
    30 min

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