Medienmagazin

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Medienmagazin episodes

  • Tülin Sezgin aka Connyfromtheblock
    Treffen sich zwei Freunde. Sagt der eine: Du kannst dir nicht vorstellen, was mir gestern passiert ist. Ich brauchte einen neuen Reisepass, bin dann zum Bezirksamt und ... hörst Du mir eigentlich noch zu? Nein. Niemand hört jemandem zu, der sich wütend und erschöpft über Behörden-und-Beamten-Wahnsinn ereifert. Langweilig. Wissen wir, selbst schon 1000 mal erlebt. Aus dem Leben und Wirken auf dem Amt, aus Klischees, Vorurteilen und Erfahrungen und hat unser heutiger Gast, Tülin Sezgin die höchst erfolgreiche Figur "Conny from the Block“ erschaffen, wie ein lustiger Dr. Frankenstein, jetzt ist Conny da und hat ein Eigenleben entwickelt, über das sich Hunderttausende in den Sozialen Medien täglich freuen. Ein Buch und ausverkaufte Lesungen gibt es, ein Bühnenprogramm und eben jene kluge und lustige Tülin Sezgin, die als Beamtin im gehobenen Dienst tausende von Situationen erlebte, die sie nun - sehr liebenswert im übrigen - als Conny und zwölf weitere Charaktere persifliert. Ihr geht es dabei nicht darum, ausgereizte Pointen aufzuwärmen. Eher möchte die gebürtige Neuköllnerin die Welt ein bisschen retten, und hat da durchaus ein paar Ideen.
    Playlist:
    Heaven 17 - Let me go
    David Guetta feat. SIA - Titanium
    Sabrina Setlur - Du liebst mich nicht
    Tarkan - Simarik
    Mine - Ich weiß es nicht
    Bruce Springsteen - Hungry Heart
    Toni Braxton - He wasn’t Man enough
    Billy Joel - Vienna
    Shirin David - Ich darf das
    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
    1 hr 23 min
  • Toni Kater
    Einer Welt, die zunehmend Lautstärke, Aggressivität und Oberflächlichkeit zu belohnen scheint, setzt Toni Kater auf ihrem neuen Album "Jemals" unter anderem das vielleicht zärtlichste gesungene "Fuck You" der Pop-Geschichte entgegen – und erzeugt auch sonst gerade durch bewusste Reduktion und Intimität eine beeindruckende, fesselnde Dringlichkeit. Auch bei ihrem mittlerweile achten Soloalbum findet Toni Kater neue Herangehensweisen an die Musik. So hat sie beispielsweise dessen Songs erstmalig komplett im Alleingang geschrieben, eingespielt und produziert, und setzt dabei fast ausschließlich auf den Klang akustischer und sparsam eingesetzter E-Gitarren – und natürlich auf ihre Stimme. Diese zieht rasch in ihren Bann, wenn die 47-Jährige Geschichten von Dingen und Menschen erzählt, die stets Gefahr laufen, im turbulenten Alltag unterzugehen, wenn sie Fragen über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Daseins stellt, oder "einfach" Gedankenspiele verfolgt, die interessante, inspirierende Wendungen nehmen und neue Perspektiven eröffnen. Am 24.11. findet das offizielle Release-Konzert für "Jemals" im Berliner Dock 11 statt; bereits heute erscheint das Album und deshalb besucht uns Toni Kater im studioeins, um im Interview darüber zu sprechen und natürlich den ein oder anderen Song live vorzustellen.
    27 min
  • The Dharma Chain
    Das ursprünglich aus Byron Bay, Australien, stammende Quintett verließ seine sonnige Heimat zugunsten der pulsierenden Musikszene Berlins. Dort fanden die fünf ganz offenbar einen äußerst fruchtbaren Boden für ihren psychedelisch groovenden Rock vor, wie das Debütalbum "Nowhere" beweist. Als Mischung aus Sixties-Garage-Rock und Neunziger-Shoegaze bezeichnen The Dharma Chain ihren Sound, und haben nichts weniger als die Weltherrschaft zum Ziel erkoren. Dass der Weg dorthin steinig ist, mussten sie unlängst erfahren: Nach monatelangen Verzögerungen und Vertröstungen ging das Presswerk schließlich pleite, das für die Herstellung der Vinylfassung von "Nowhere" zuständig war, und die Band stand zum Veröffentlichungstermin im Sommer ohne physisches Produkt da. Ganz im Geiste des Gruppennamens überwanden die Musiker:innen den materiellen Mangel selbstbewusst, indem sie sich auf die ohnehin wichtigere spirituelle Erfahrung konzentrierten, die nur Live-Konzerte bieten können, und gewannen so zahlreiche neue Fans. Just von einer erfolgreichen kleinen Tour durch Deutschland und Polen zurückgekehrt, sind The Dharma Chain heute Abend für Interview und Live-Kostprobe zu Gast im studioeins.
    32 min
  • Lina Maly und Moritz Krämer über "Wolf Biermann Re:imagined"
    Morgen wird Wolf Biermann 88 Jahre alt. Am selben Tag erscheint eine Hommage in Albumform, die beweist, wie genre- und generationenübergreifend der Einfluss des in Hamburg geborenen Liedermachers auch heute noch ist und welche Aktualität viele seiner Texte nach wie vor besitzen. Zu der illustren Künstler:innenschar, die Biermann hier mit Neuinterpretationen seiner Stücke die Ehre erweisen, zählen dementsprechend unter anderem Wolfang Niedecken (Bap), Betterof, Haiyti, Meret Becker, Bonaparte und der Rapper Torch. Ebenfalls mit von der Partie sind Moritz Krämer (u.a. Die Höchste Eisenbahn) und Lina Maly, die uns im Studio von ihrer Verbindung zu Wolf Biermann sowie der Geschichte hinter "Biermann re:imagined - Lieder für jetzt!" erzählt haben – und natürlich auch den ein oder anderen Song des Albums vorgestellt haben.
    16 min
  • The Doctorella
    Die zahlreichen Beiträge der umtriebigen Grether-Zwillinge Kersty und Sandra zur hiesigen Popkultur könnten Bücher füllen – was die beiden "natürlich" auch schon erfolgreich getan haben. Doch damit nicht genug: Neben diversen journalistischen und literarischen Tätigkeiten betreiben die Wahlberlinerinnen zudem unter anderem eine eigene Plattenfirma, eine eigene Konzertreihe – und eine eigene Band: The Doctorella. Auch diese zeichnet sich durch den verspielten, zitatreichen Umgang der gebürtigen Heidelbergerinnen mit einer gleichzeitig unverblümten Sprache aus, womit sie im Dienste des Feminismus Missstände anprangern und oft fantasievolle Verbesserungsvorschläge bieten. Kürzlich erschien das neueste The Doctorella-Album "Mondscheinpsychose, Bordsteinrose", dessen Titel genau wie die von Songs wie "Saint White Male (Letter To A Rockstar)" oder "Aber schick mir lieber einen Albtraum, als eine weitere schlaflose Nacht!" schon verraten, dass wir es hier nicht mit glattgebügelt-perfektionierter Stangenware ohne Tiefgang zu tun haben. Stattdessen zelebrieren The Doctorella in – im positivsten Sinne – schrammeligen Gitarrenpopsongs die Freude am Unperfekten, kratzen an Wunden wie verkrusteten Strukturen, verstören mitunter und machen überhaupt ihr eigenes Ding. Über dieses Album und sicher manches mehr sprechen wir heute mit ihnen, denn The Doctorella sind unsere dieswöchigen Lokalmatadorinnen!
    14 min
  • betina quest
    Die burundische Künstlerin betina quest mag bei ihrem Namen die Kleinschreibung bevorzugen – musikalisch jedoch tritt sie in große Fußstapfen: Nichts weniger als die Neuinterpretation eines Nina Simone-Songs bietet sie mit ihrer aktuellen Single "Four African Women" an. Für das "Update" des ursprünglich 1966 als "Four Women" erschienenen Liedes ging sie dabei gewissermaßen einen Umweg, und griff auf eine textlich überarbeitete Fassung zurück, welche die afroamerikanische Jazz- und Pop-Sängerin Somi 2014 veröffentlichte. Als eine "Hommage an Nina Simone und Somi und auch eine Hommage an jede schwarze Frau, deren Identität und Geschichte die Welt, in der wir heute leben, prägt" versteht betina quest nun ihre ganz eigene Version des Stücks. Diese fügt dem ausdrucksstarken Text über "die vielschichtigen Erfahrungen afrikanischer Frauen, ihre Geschichten und ihre Widerstandskraft gegenüber Unterdrückung" ein neues, kongeniales musikalisches Fundament aus Afro-Soul und elektronischen Elementen hinzu. Ihrem (Künstlerinnen?-)Nachnamen entsprechend, sieht sie sich dabei als Fragende, Suchende, mit einer klaren Aufgabe: "Ich finde, dass Black Womanhood mit einer Verantwortung verbunden ist. Und zwar mit der Verantwortung unsere Geschichten zu erzählen, generationsübergreifendes Trauma zu heilen und uns gegenseitig zu feiern."
    20 min
  • Sepp Schellhorn
    Die Zubereitung von Speisen, Rezepte, Tipps und Tricks, überhaupt alles rund ums Essen interessiert uns Menschen extrem, ob in Zeitschriften, im analogen Fernsehen mit seinen Kochshows oder in den Sozialen Medien. Rinder, Rührei, Reis - kurze oder kleine Clips gehen viral, plötzlich wird die gemeine Salatgurke wiederentdeckt oder der Apfelessig, ganz so, als wären sie je weg gewesen. Sepp Schellhorn, unser heutiger Gast, mischt in diesem riesigen Medienkochtopf höchst erfolgreich mit, mit klugem Humor und einer interessanten Persönlichkeit.
    Fast eine halbe Million Menschen folgen ihm alleine auf Instagram und auch sein Kochformat auf YouTube ist extrem beliebt. Dabei ist Sepp alles andere als blutjung oder stromlinienförmig. Der Politiker, Gastronom und Unternehmer wurde 1967 im österreichischen Schwarzach, im Salzburger Land, geboren, ging nach dem Militärdienst ins Ausland - Italien, USA, Frankreich - und stieg schließllich mit 24 in den elterlichen Betrieb ein. Seitdem kocht er mit großem Erfolg und sehr viel Leidenschaft, die er, wie schon erwähnt, gerne teilt, vom Krebse zerlegen über Wildwochen und Buchtipps bis hin zu Forelle Carola. Guten Appetit!
    Playlist:
    Sneaker Pimps - 6 Underground
    The Verve - Bittersweet Symphony
    Alice - Per Elisa
    The Rolling Stones - You can't always get what you want
    Billy Joel - Piano Man
    Nina Simone - Mister Bojangles
    Paolo Conte - Hemingway (Live)
    Paolo Nutini - Better Man
    Fabricio de Andre - Hotel Supramonte
    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
    1 hr 24 min
  • Die Öffnung der Mauer - Chancen und Risiken für Medien
    Fünf Tage nach der Großdemonstration auf dem Berliner Alexanderplatz für Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit war durch die Öffnung der Grenzen “ab sofort, unverzüglich" und “ohne Vorliegen von Voraussetzungen” plötzlich eine komplett neue Situation für Medien in Ost und West gegeben. Die spürbaren Veränderungen in den DDR-Staatsmedien bereits nach dem Honecker-Rücktritt am 18.10.1989 erhielten durch die Maueröffnung eine unvorhersehbare Entwicklungsmöglichkeit. Zudem drängten bundesdeutsche Medien auf den DDR-Markt. Es gab Raum für ostdeutsche Neugründungen, Ost-West-Kooperationen. Alles schien möglich. Auch im dann vereinigten Deutschland. Wie sieht die Bilanz nach 35 Jahren aus?
    46 min
  • So Soon
    Hinter So Soon verbergen sich David Stöbener und Marco Braun. Die beiden Multiinstrumentalisten, Songwriter und Produzenten spielen gekonnt mit Versatzstücken unterschiedlichster Genres wie Pop, Folk, Electronica und Post-Rock und erschaffen so fesselnde Songs, die sie nun am 22. November 2024 gesammelt auf ihrem Debütalbum "Whether You Like It Or Not" veröffentlichen.
    Darauf vertonen die beiden Jugendfreunde nach eigener Aussage "autobiografische Snapshots", thematisieren Dinge wie "das Aufwachsen in einer Welt, die viel bietet, aber auch viel verlangt, neblige Hoffnung, schwebende Melancholie." Dass die beiden Protagonisten sich bereits lange kennen, Vertrautheit und gemeinsame Erfahrungen teilen, und auch schon lange gemeinsam musizieren, ist "Whether You Like It Or Not" anzuhören. So können groß angelegte, frei atmende Songs entstehen wie die im Oktober erschienene, dritte Vorabsingle "Tie My Shoes": Mit sphärischem Gesang, verspielten Gitarren, verschleppten Beats und eingestreuten Samples wird den unwiederbringlich vergangenen unbeschwerten Kindheitssommertagen ein melancholisches klangliches Denkmal gesetzt. Heute sind So Soon zu Gast im studioeins, um sich im Interview vorzustellen und mit ein paar live gespielten Stücken Appetit auf mehr zu machen – zum Beispiel bei ihrem Konzert in der Kantine am Berghain am 12. Dezember 2024.
    24 min

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