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Klimawandel, Corona-Pandemie und zuletzt noch Russlands Krieg gegen die Ukraine – all diese Krisen haben uns über die vergangenen Jahre unsere Endlichkeit deutlich vor Augen geführt. Für uns als Gesellschaft stellt sich dabei die Frage, wie wir mit Themen wie Krankheit, Tod oder Scheitern vor diesem Hintergrund umgehen. Mit dem Dresdner Theologen Christian Kern haben wir darüber gesprochen, welche Rolle öffentliche Rituale bei der Bewältigung der aktuellen Krisen spielen können. Wir wollten dabei von ihm auch wissen, welchen Beitrag hier die Theologie als Wissenschaft leisten kann.
Dr. Christian Kern ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie der TU Dresden. Er hat katholische Theologie and der Unversität Würzburg und der Gregoriana in Rom studiert. Nach seiner Promotion im Bereich der Systematischen Theologie war Kern von 2018 bis 2020 PostDoc an der KU Leuven (Belgien). Ein Arbeitsschwerpunkt von ihm ist das Verhältnis von Theologie und performativen Theorien.
Interview: Dr. Falk Hamann
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Im Februar 2020 kippte das Bundesverfassungsgericht die bisherige gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe in Deutschland. Das Urteil sorgte vor allem deshalb für Aufsehen, weil das Gericht in seiner Begründung erstmals von einem „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ sprach und den Weg für eine weitgehende Liberalisierung vorgibt. Zur Zeit befasst sich der Deutsche Bundestag mit verschiedenen Vorschlägen zu einer neuen gesetzlichen Regelung. Wir haben aus diesem Anlass mit dem Philosophen und Theologen Jean-Pierre Wils von der Universität Nijmegen über die Neuregelung der Sterbehilfe und die damit verbundenen ethischen und kulturellen Herausforderungen gesprochen.
Jean-Pierre Wils’ Buch Sich den Tod geben. Suizid als letzte Emanzipation? ist 2021 im S. Hirzel Verlag erschienen.
Am 4. und 5. September 2022 greift die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern das Thema „Sterbehilfe“ in Veranstaltungen in Altenburg und Zwickau auf: Ferdinand von Schirach: „GOTT“ Popup-Theater mit anschließendem Gespräch.
Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, dann sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222. Die Telefonberatung für Kinder und Jugendliche erreichen Sie unter: 116-111.
Prof. Dr. Jean-Pierre Wils lehrt Philosophische Ethik und Kulturphilosophie an der Radboud Universität in Nijmegen (NL). Er hat Philosophie und katholische Theologie in Leuven und Tübingen studiert und war Mitherausgeber der Zeitschrift „Ethik und Unterricht“. Seit 2021 gibt er die Zeitschrift „Scheidewege. Schriften für Skepsis und Kritik“ heraus.
Interview: Dr. Falk Hamann
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Die Gasumlage ist eine Konsequenz aus dem Ukrainekrieg und der Reaktion Deutschlands darauf. Damit entstehen aber neue Solidaritäts- und Gerechtigkeitsfragen. Im Special fragen wir Sozialethiker*innen, welche Lösungsoptionen sie aus christlicher Perspektive sehen. Den Auftakt macht Prof. Dr. Gerhard Kruip mit einem sozialethischen Blick auf die Gasumlage.
Vorausgegangen war der Standpunkt bei katholisch.de.
Und am 1. September haben wir die passende Debatte im Dresdner Kathedralforum: Inflation rauf, Wohlstand runter?
Prof. Dr. Gerhard Kruip ist seit 2006 Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik, an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2012 wurde er mit dem Lehrpreis für herausragende Lehrleistungen ausgezeichnet. Zuletzt erschien das u.a. von ihm mitherausgegebene Lehrbuch Christliche Sozialethik. Grundlagen – Kontexte – Themen. Ein Lehr-und Studienbuch (Hg. Heimbach-Steins, Marianne; Becka, Michelle; Frühbauer, Johannes J.; Kruip, Gerhard) 2022 bei Pustet.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Dr. Falk Hamann, Emily Siegel, Jonatan Burger
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Am 27. August 2022 erhebt Papst Franziskus in Rom 20 Kirchenmänner zu Kardinälen. Einer von ihnen ist Leonardo Ulrich Steiner, seit 2019 Erzbischof des Amazonas-Bistums Manaus in Brasilien. Vor seiner Reise nach Rom ist Erzbischof Steiner in Deutschland zu Gast, u.a. beim Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers. Bei mit „Mit Herz und Haltung” gibt er uns Einblicke in seine Arbeit im Amazonas-Bistum und seine Pläne als neu ernannter Kardinal. Er spricht offen über soziale und ökologische Probleme in Brasilien und blickt auf die Bedeutung von Synodalität für die Zukunft der katholischen Kirche. Dabei macht Steiner in der Geduld eine wichtige Tugend aus – eine Gesprächshaltung, bei der Katholik*innen in Europa von Indigen und armen Menschen in Brasilien einiges lernen könnten.
Kardinal Leonardo Ulrich Steiner (71) ist Franziskaner und wurde 2019 von Papst Franziskus zum Erzbischof für das Amazonas-Bistum Manaus ernannt. Er stammt aus Südbrasilien und studierte in der Nähe von Rio de Janeiro und in Rom. Danach wirkte Steiner in der Pfarrseelsorge, war in der Ausbildung von Seelsorgern und Ordensleuten tätig und lehrte einige Zeit Philosophie in Rom. 2005 wurde er zum Prälaten Territorialprälatur Sao Felix ernannt und zum Bischof geweiht. Ab 2011 war Steiner als Weihbischof im Hauptstadtbistum Brasilia tätig und wirkte außerdem bis 2019 als Generalsekretär der brasilianischen Bischofskonferenz. Am 27. August 2022 nimmt Papst Franziskus ihn gemeinsam mit 19 anderen Kirchenmännern in Rom feierlich ins Kardinalkollegium auf.
Interview: Daniel Heinze
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Die Religiösen Kinderwochen (RKW) gehören seit vielen Jahrzehnten zum Leben katholischer Gemeinden im Osten Deutschlands. Entstanden zur Zeit der DDR als Format der religiösen Erziehung, Katechese und Gemeinschaftserfahrung sind sie bis heute ein Beispiel für typisch ostdeutsche Diaspora-Kirche. Sie wurden aber auch in den alten Bundesländern mit Interesse beobachtet und mancherorts sogar adaptiert. Wie zeitgemäß ist das Format RKW und wie hat es sich in den letzten Jahrzehnten verändert? Darüber haben wir mit der Pastoraltheologin Katharina Karl gesprochen.
Gemeinsam mit Arndt Büssing, Professor für Lebensqualität, Spiritualität und Coping an der Universität Witten/Herdecke, hat Katharina Karl ein Buch zu einer Studie über die RKW vorgelegt, die vom Bonifatiuswerk in Auftrag gegeben wurde. Das Buch Quo vadis Religiöse Kinderwochen? Tradition im Wandel ist 2022 im echter Verlag erschienen.
Prof. Dr. Katharina Karl ist seit Oktober 2020 Professorin für Pastoraltheologie an der KU Eichstätt-Ingolstadt. Von 2004 bis 2014 war sie Professorin für Pastoraltheologie und Religionspädagogik an der PTH Münster und Leiterin des dortigen Pastoralseminars.
Interview: Daniel Heinze
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Am 9. August 2022 jährt sich der Todestag von Edith Stein zum achtzigsten Mal. Die Jüdin aus Breslau, die später zum Christentum konvertierte und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau umgebracht wurde, ist vielen heute vor allem als Heilige und Märtyrerin bekannt. Edith Stein war zugleich aber eine der wichtigsten Philosophinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai hat vor Kurzem eine Biographie vorgelegt, die besonders die Denkerin Edith Stein in den Blick nimmt. Mit ihm haben wir über ihren intellektuellen Lebensweg gesprochen und wollten auch wissen, wie sich bei ihr Philosophie und Glaube zueinander verhalten haben.
Die Biographie „Edith Stein – Geschichte einer Ankunft. Leben und Denken der Philosophin, Märtyrerin und Heiligen“ von Klaus-Rüdiger Mai ist im Juni 2022 im Kösel Verlag erschienen.
Dr. Klaus-Rüdiger Mai ist Schriftsteller und Historiker. Er studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Als Autor verfasste er historische Sachbücher, Biographien und Essays sowie historische Romane. Sein Spezialgebiet ist die europäische Geschichte.
Interview: Dr. Falk Hamann
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Am 25. Juli 2022 flog Papst Franziskus nach Kanada – „eine Reise der Buße“, wie er selbst im Vorfeld sagte. Denn seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche indigene Kinder in sogenannte Residential Schools gezwungen, wo sie unter Misshandlung und zum Teil Missbrauch eine kulturelle Umerziehung erleiden mussten. Vergangenes Jahr fand man schließlich auf dem Grundstück einer dieser Schulen Überreste von rund 200 Kindern. An den Residential Schools waren auch christliche Gemeinschaften in großem Umfang beteiligt. Entsprechend stand bei der Reise des Papstes das Treffen mit Vertreter*innen der First Nations, Metis und Inuit im Zentrum. Severina Bartonitschek von der Katholischen Nachrichtenagentur hat Papst Franziskus begleitet und teilt in unserem Podcast Einblicke in Details und Hintergründe der Reise.
[Anm. der Redaktion: Im Podcast heißt es fälschlich, dass Kinder in den Residential Schools bis hinein ins späte 19. Jahrhundert missbraucht wurden seien. Richtig ist natürlich: bis ins späte 20. Jahrhundert.]
Severina Bartonitschek hat an der Bergischen Universität in Wuppertal studiert, war ab 2014 Redakteurin für Bild und Hörfunk bei der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) und ist seit Januar 2022 Korrespondentin der KNA in Rom.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Dr. Falk Hamann, Emily Siegel
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Bildung ist für viele Menschen der Schlüssel zu einem gelingenden Leben. Das gilt für den Beruf, aber auch darüber hinaus. Auch in der Geschichte des Christentums wurde Bildung immer großgeschrieben: Christinnen und Christen waren und sind in der Gründung und Förderung von Universitäten und Hochschulen ebenso engagiert wie im Bereich der Schulen und Kindergärten. Im Podcast geht der Erfurter Philosophieprofessor Holger Zaborowski der Frage nach, was christliche Bildung als solche eigentlich auszeichnet und welchen Beitrag sie für unsere heutige Welt und Gesellschaft leisten kann.
Den Vortrag „Christliche Bildung. Wurzeln, Herausforderungen, Chancen“ hat Holger Zaborowski ursprünglich im Rahmen der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Evangelischen und der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen am 10. Juli 2022 auf dem Bildungsgut Schmochtitz gehalten.
Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski studierte Philosophie, katholische Theologie, klassische Philologie in Freiburg, Basel und Cambridge. Er promovierte 2002 an der Universität Oxford und 2010 an der Unviersität Siegen. Von 2005 bis 2011 war Zaborowski Professor für Philosophie an der Catholic University of America in Washington D.C. Nach einem Ruf an die Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar 2012 ist er seit April 2020 Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Dr. Falk Hamann, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Sommer ist angebrochen und damit steht für viele der lang ersehnte Urlaub vor der Tür. Neben dem Verreisen bietet diese Zeit aber auch Gelegenheit und Ruhe, um das eine oder andere Buch zur Hand zu nehmen. Wir haben deshalb den Pastoraltheologen und Literaturkenner Prof. Dr. Erich Garhammer gebeten, uns seine literarischen Favoriten für den Sommer 2022 vorzustellen.
In der Folge werden folgende Bücher besprochen:
Wer Prof. Garhammer einmal live hören möchte, kann dies am Mittwoch, den 20. Juli 2022, in München tun: „Literatur im Gespräch. Erich Garhammer trifft Hanns-Josef Ortheil“. Anmeldeschluss ist Freitag, der 15. Juli 2022.
Prof. Garhammer hat bereits 2020 für unseren Podcast Literaturempfehlungen abgegeben: Leunawerke und Kieferninseln. Poesie und Theologie.
Prof. Dr. Erich Garhammer studierte in Regensburg katholische Theologie und Germanistik. 1991 übernahm er den Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Homiletik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Paderborn und wechselte 2001 bis zu seiner Emeritierung an die Universität Würzburg. Garhammer ist Mitherausgeber der Reihen Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge sowie Evangelisch-katholische Studien zu Gottesdienst und Predigt. Seine große Leidenschaft gilt dem Brückenschlag von der Theologie zu Literatur und Poesie.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Dr. Falk Hamann, Jonas Lietz und Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Umwelt- und Klimaschutz ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Dabei ist die Verantwortung des Menschen für die Erde nichts Neues – seit langem kennen Christinnen und Christen den Auftrag der „Bewahrung der Schöpfung“. Wie wichtig die Sorge um die Natur ist und welche unmittelbaren Auswirkungen der Klimawandel auch auf das soziale Gefüge weltweit hat, hat nicht zuletzt Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si betont. Über den christlichen Blick auf Umwelt- und Klimaschutz haben wir mit Prof. Dr. Markus Vogt gesprochen.
Am Samstag, den 9. Juli 2022, ist Prof. Vogt auch zu Gast beim großen Bistumsumwelttag des Bistums Dresden-Meißen auf der Zentraldeponie Cröbern bei Leipzig.
Das Buch Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen von Markus Vogt ist 2022 im Herder-Verlag erschienen.
Prof. Dr. Markus Vogt ist Inhaber des Lehrstuhles für Christliche Sozialethik an der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität München. Er hat katholische Theologie und Philosophie in München, Jerusalem und Luzern studiert. Von 1992 bis 1995 war Vogt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung. Vor seinem Ruf nach München hatte er die Professur für Christliche Sozialethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern inne, wo er die dortige Clearingstelle „Kirche und Umwelt“ leitete.
Interview: Daniel Heinze
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