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Die Aktion #outinchurch lenkte in den letzten Wochen den Fokus einmal mehr auf die noch immer bestehende Diskriminierung queerer Menschen in der katholischen Kirche. Während Mitglieder der LGBT+ Community in unserer Gesellschaft mittlerweile weitestgehend anerkannt sind, steht die katholische Kirche mit ihrer Sexualmoral und ihrem Arbeitsrecht queerer Liebe noch immer ablehnend gegenüber. Das bedeutet konkret, dass kirchliche Mitarbeitende um ihre Arbeit fürchten müssen, wenn sie eine homosexuelle Lebenspartnerschaft eingehen oder offen ihrer Geschlechtsidentität entsprechend leben wollen.
Bereits im Dezember 2021 erschien der von Mirjam Gräve, Mara Klein und Hendrik Johannemann herausgegebene Band Katholisch und Queer, in dem queere Gläubige, aber auch katholische Entscheidungsträger*innen zu Wort kommen. Ausgehend von diesem Band haben wir vier kurze Interviews geführt, die im Kontext der aktuellen Debatte verschiedene Perspektiven auf queeres Leben bei uns im Bistum Dresden-Meißen werfen.
Ihr wollt noch mehr zum Thema erfahren? Hört gern in unsere Folge Segen als pastoraler Ungehorsam? rein, die wir anlässlich der Aktion #liebegewinnt im Mai 2021 aufgenommen haben.
Mirjam Gräve ist Lehrerin für Pädagogik, Geschichte und katholische Religion an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Teil der Aktion #outinchurch, Sprecherin des Netzwerks katholischer Lesben e.V. (NkaL) und engagiert sich darüber hinaus auf dem Synodalen Weg im Forum 4 “Leben in gelingenden Beziehungen”.
Paul Raschka ist Verantwortlicher für die Medienauftritte des christlichen Schwul-LesBischen Stammtisches in Dresden, unter dem Träger der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V. (HuK).
Christoph Behrens ist katholischer Krankenhausseelsorger und zusammen mit Gemeindereferentin Carola Gans Beauftragter der Pastoral für Homosexuelle und ihr Umfeld im Bistum Dresden-Meißen.
Bischof Heinrich Timmerevers wurde 2001 in Münster zum Bischof geweiht und ist seit 2016 der Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Er ist unter anderem Mitglied des Synodalforums 4 “Leben in gelingenden Beziehungen”.
Interviews: Dr. Falk Hamann, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Während der Corona-Pandemie kamen mancherorts die Intensivstationen an ihre Belastungsgrenze. Auf einmal schien eine Triage, bei der Ärztinnen und Ärzte entscheiden müssen, wen sie bevorzugt behandeln, ein reales Szenario. Nicht nur in Deutschland wird seitdem heiß über die Kriterien diskutiert, nach denen eine solche Entscheidung getroffen werden sollte. Das betrifft auch die Frage, ob in einer Triage-Situation Personen zurückgestellt werden dürfen, die sich bewusst und ohne Not einer Coronaschutzimpfung verweigern. Wir haben im Podcast deshalb mit zwei Fachleuten über die ethischen Fragen rund um das Thema „Triage und Corona“ gesprochen.
Das Gespräch haben wir bereits Ende letzten Jahres aufgezeichnet und uns bewusst entschieden, es aufgrund der Sensibilität des Themas nicht in einer Phase der Pandemie auszustrahlen, in der eine Triage unmittelbar drohen könnte.
Wer noch mehr zum Thema „Triage und Corona“ hören möchte, dem empfehlen wir aus unserem Podcast die Folge Götter in Weiß an ihren Grenzen? mit Weltärztepräsident Ulrich Montgomery und Prof. Franz-Josef Bormann.
Prof. Dr. Annette Dufner studierte Philosophie und Literatur an der TU Karlsruhe mit längeren Aufenthalten an der Queens University in Kanada und der Brown University in den USA. Nach ihrer Promotion 2010 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung“ an der Universität Münster. Seit 2017 ist Dufner Professorin für Ethik und Medizinethik an der Universität Bonn.
Prof. Dr. Franz-Josef Bormann studierte Philosophie und katholische Theologie in Frankfurt, München und Rom. 1998 wurde er an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt promoviert, 2005 folgte die Habilitation an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Von 2005-2008 hatte er den Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät in Paderborn inne. Seit 2008 ist er Professor für Moraltheologie in Tübingen. Bormann ist zudem Mitglied des Deutschen Ethikrates und der Zentralen Ethikkomission der Bundesärztekammer.
Interview: Dr. Falk Hamann
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Macht und Gewaltenteilung ist eines der großen Themen, wenn es um Reformen in der katholischen Kirche geht. Im Fokus steht dabei vor allem das Bischofsamt, denn bislang werden Bischöfe in der Regel direkt vom Papst ernannt und haben ihr Amt dann auf Lebenszeit inne. Vor kurzem hatte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick deshalb gefordert, Leitungsämter in der Kirche auf sieben Jahre zu begrenzen. Im Podcast haben wir mit ihm darüber gesprochen, wie eine solche Amtszeitbegrenzung für Bischöfe aussehen könnte und welches Amts- und Kirchenverständnis dahintersteht.
Erzbischof Dr. Ludwig Schick ist seit 2002 Erzbischof von Bamberg. Er studierte Philosophie und katholische Theologie in Würzburg und Fulda. 1975 empfing er die Priesterweihe und wurde fünf Jahre später an der Päpstlichen Universität Gregoriana promoviert. Von 1985 bis 2002 hatte er den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda inne. 1998 empfing Schick die Bischofsweihe in Fulda durch Erzbischof Johannes Dyba.
Interview: Dr. Thomas Arnold
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Der Synodale Weg, das Reformprojekt der deutschen Katholikinnen und Katholiken, verläuft alles andere als harmonisch: Während die einen nach wie vor große Hoffnungen in den Weg setzen, sind andere skeptisch und zweifeln längst daran, dass mit den Ergebnissen dieses Prozesses wirksame Veränderungen in der Kirche in Kraft treten könnten.
Ab Donnerstag treffen sich die Synodalen zu ihrer dritten großen Konferenz, und so langsam wird es ernst: Die vier Foren arbeiten mit Hochdruck an mehrheitsfähigen Handlungstexten und Grundtexten, die einerseits kompromissfähig sind, damit sie Mehrheiten bekommen, andererseits aber wirklich etwas bewegen können. Wo stehen wir also, was wird jetzt wichtig und welche Auswirkungen haben die Ereignisse der letzten Zeit auf den Synodalen Weg? Darüber haben wir mit der Erfurter Professorin für Dogmatik, Julia Knop, gesprochen.
Prof. Dr. Julia Knop studierte Katholische Theologie sowie Katholische Religionslehre und Deutsch in Bonn und Münster. 2006 erfolgte die Promotion in Katholischer Theologie, 2011 die Habilitation. Julia Knop ist seit 2017 Professorin für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt und arbeitet beim Synodalen Weg im Forum "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche".
Moderation: Daniel Heinze
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Am 20. Januar 2022 wurde das Gutachten zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum München-Freising der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin ist nicht nur von knapp 500 Opfern und mehr als 200 Tätern die Rede, auch hohen Kirchenfunktionären werfen die Gutachter Fehlverhalten und Untätigkeit im Umgang mit Missbrauchstätern vor. Besonders brisant – zu den Beschuldigten gehören auch Kardinal Reinhard Marx und der ehemalige Papst Benedikt XVI.
Die Glaubwürdigkeit der Kirche scheint damit auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen zu sein. Die Kirchenaustritte verzeichnen Höchststände und selbst jene, die sich bislang als fest in der Kirche verwurzelt sehen, fragen sich langsam, ob sie noch bleiben können. Vor diesem Hintergrund fand am Freitag, den 28. Januar 2022, in der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen unter dem Titel „Was nun, Franziskus?“ eine Online-Diskussion über die Zukunft der katholischen Kirche statt. Auf dem Podium sprachen Johanna Beck, Georg Löwisch und Pater Hans Zollner.
Johanna Beck ist Literaturwissenschaftlerin sowie Mitglied des Betroffenenbeirats bei der Deutschen Bischofskonferenz für die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Raum der Kirche. Sie ist zudem Mitglied des Synodalen Wegs und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Georg Löwisch ist Chefredakteur von Christ & Welt in Berlin sowie Autor der ZEIT.
Prof. P. Dr. Hans Zollner SJ leitet das Institute of Anthropology. Interdisciplinary Studies on Human Dignity Care (IADC) an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und ist Mitglied der 2014 eingerichteten Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen. Seit 2019 ist er auch Ansprechpartner für Betroffene bei Fällen von im Vatikanstaat.
Moderation: Dr. Thomas Arnold
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In den vergangenen Wochen fanden in verschiedenen Städten Deutschlands sogenannte Spaziergänge statt, bei denen zum Teil tausende Menschen trotz Versammlungsverbot gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf die Straße gingen. Diese Aktionen, an denen zum Teil rechtsextreme Gruppen wie die „Freien Sachsen“ beteiligt waren, werden von Teilnehmenden und Organisatoren oft als eine Form zivilen Ungehorsams oder gar als Widerstand bezeichnet.
Wir haben mit dem Bundestagspräsidenten a.D. Wolfgang Thierse und mit Birgit Munz, der ehemaligen Präsidentin des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs, gesprochen und wollten wissen, ob diese Selbstcharakterisierung der Corona-Spaziergänge richtig ist und was zivilen Ungehorsam als solchen eigentlich genau auszeichnet.
Die Intitiative „Bautzen gemeinsam“ ruft zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Zusammenstehen. #Deutschland gemeinsam“ auf. Als Zeichen der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts soll es am Freitag, den 28. Januar 2022, einen stillen Lichterzug vom Bautzener Petri-Dom zum Kornmarkt und wieder zurück geben.
Birgit Munz studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bonn. Von 1981 bis 1997 war sie Richterin am Landgericht Bonn und am Oberlandesgericht Köln tätig. Im Jahr 1997 wurde Munz Vorsitzende Richterin am Landgericht Dresden, 2003 folgte die Ernennung zur Vorsitzenden Richterin am Oberlandesgericht Dresden. Von 2007 bis 2020 war sie zudem Präsidentin des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes.
Wolfgang Thierse studierte Germanistik und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Januar 1990 trat er in die Sozialdemokratische Partei der DDR ein und wurde auf dem Vereinigungsparteitag der SPD im September desselben Jahres zu einem der stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Thierse war von 1990 bis 2013 Mitglied des Bundestages. Von 1998 bis 2005 hatte er das Amt des Bundestagspräsidenten inne und war danach noch bis 2013 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Moderation: Dr. Falk Hamann
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Vor zwei Wochen überschlugen sich binnen weniger Tage die Ereignisse in Kasachstan. Nach einem Anstieg der Gaspreise kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Protesten. Kurzzeitig wurde von der Staatsführung das Internet in dem Land abgeschaltet. Schließlich berichten Medien, dass Präsident Kassym-Jomart Tokajew der Polizei einen Schießbefehl gegen militante Demonstranten erteilt habe. Nach Behördenangaben kamen bei den Protesten bislang mehr als 200 Menschen ums Leben.
In unserem Podcast schildern der Bischof von Almaty und der Direktor der Caritas in Kasachstan, wie sie die vergangenen Wochen erlebt haben, und geben eine Einschätzung der aktuellen Situation im Land. Die Journalistin Birgit Wetzel liefert zudem eine Einordnung der Ereignisse in den Kontext der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Lage Kasachstans.
Bischof José Luís Mumbiela Sierra empfing 1995 die Weihe zum Priester und arbeitet seit 1998 in Kasachstan. Im März 2011 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof der Diözese der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zu Almaty ernannt. Bischof Mumbiela ist Vorsitzender der kasachischen Bischofskonferenz.
Pater Guido Trezzani ist Direktor von Caritas international in Kasachstan. Er ist zugleich Mitbegründer und Leiter des Villaggio dell'Arca, einer Hilfsorganisation für Waisen sowie Kinder, die von Behinderung oder Armut betroffen sind.
Dr. Birgit Wetzel arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Medien in den Bereichen TV, Rundfunk und Print, vor allem zu den Themen Kaukasus und Zentralasien. Ehrenamtlich koordiniert sie seit vielen Jahren Austauschprogramme für Youth For Understanding und Rotary in Osteuropa, Russland, dem Kaukasus und Zentralasien.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Dr. Falk Hamann
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Im Mai 2021 feierte Bob Dylan seinen 80. Geburtstag. Der Sohn liberaler jüdischer Eltern aus dem Mittleren Westen der USA gilt heute als der vielleicht wichtigste Singer-Songwriter der Gegenwart. 2016 wurde er als erster Musiker überhaupt mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Knut Wenzel über die Rolle, die Glauben und Religion im Werk des Künstlers Dylan spielen.
Zum 80. Geburtstag Dylans erschien im Grünewald Verlag eine erweiterte Neuausgabe von Knut Wenzels Buch HoboPilgrim. Bob Dylans Reise durch die Nacht.
Prof Dr. Knut Wenzel studierte römisch-katholische Theologie und Germanistik an der Universität Regensburg. 1996 wurde er dort im Fach Katholische Theologie mit einer Arbeit zur narrativen Theologie promoviert. 2002 folgte die Habilitation mit einer Arbeit zur theologischen Anthropologie. Seit 2007 ist Wenzel Professor für Systematische Theologie und Fundamentaltheologie an der Universität Frankfurt. Er arbeitet auch zum Verhältnis von Glaube und Kultur und hat hier zahlreiche Artikel zum Werk Bob Dylans veröffentlicht.
Moderation: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Bis Heiligabend stellen wir Euch täglich eine Person aus dem Gebiet unseres Bistums vor. Dieses Jahr sind es vor allem junge und ältere Menschen, mit denen wir gesprochen haben. Von ihnen wollten wir jeweils wissen, was in ihrem Leben gerade passiert und ob sie bereit für Neues sind. Heute das große Finale mit Juliane Eckstein, Bibelwissenschaftlerin aus Dresden.
„Bereit für Neues?“ – das Adventsspecial unseres Podcast – ist eine Kooperation der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und Statio – Kontaktstelle Katholische Kirche in Leipzig.
Redaktion: Sr. Elisabeth Muche sa, Jan-Michael Langkamp, Falk Hamann
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Bis Heiligabend stellen wir Euch täglich eine Person aus dem Gebiet unseres Bistums vor. Dieses Jahr sind es vor allem junge und ältere Menschen, mit denen wir gesprochen haben. Von ihnen wollten wir jeweils wissen, was in ihrem Leben gerade passiert und ob sie bereit für Neues sind. Heute mit Lennard Roth aus Niederschöna bei Freiberg.
„Bereit für Neues?“ – das Adventsspecial unseres Podcast – ist eine Kooperation der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und Statio – Kontaktstelle Katholische Kirche in Leipzig.
Redaktion: Sr. Elisabeth Muche sa, Jan-Michael Langkamp, Falk Hamann
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