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Dass nach Krankheitssymptomen zu googeln nicht ratsam ist, sollte sich herumgesprochen haben. Dennoch könnte sich die Entwicklung durchsetzen, dass zunehmend statt „Dr. Google“ vielmehr „Dr. KI“ befragt wird. Damit stehen auch Ärzt:innen vor neuen Herausforderungen. Ein Team des Bosch Health Campus in Stuttgart geht das Ganze pragmatisch an und hat den öffentlich zugänglichen Präventions-Chatbot Sundi (€) entwickelt. Was ihn besonders macht, erklärt Andrea Hoferichter, Redakteurin bei MIT Technology Review.
In den letzten Tagen war die Medienberichterstattung voll von der Artemis-II-Mission und ihrem Rundflug um den Mond. Indessen hat die Nasa mit einer Mitteilung selbst für Aufsehen gesorgt: Sie stampft ihre lange geplante Raumstation in der Mondumlaufbahn ein und will stattdessen eine Basis direkt auf dem Mond bauen. Das entspricht einer Kehrtwende der Mondpläne. Und für Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, riecht das nach einer eindeutigen Botschaft. Im Podcast erläutert er, warum die Argumentation der Nasa zu ihrer neuen Strategie so durchsichtig ist (€).
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Heute gibt es leider keine neue Weekly-Folge. Wir machen eine Osterpause und melden uns am 16. April 2026 mit frischen Themen zurück. Bis dahin – Frohe Ostern und macht's gut!
Wir tauchen heute tiefer ein in das Arbeiten im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Den aktuellen Anlass dazu lieferte vor Kurzem die Philosophin Amrei Bahr von der Universität Stuttgart. In einem Linkedin-Post teilte sie mit, dass sie sich entschieden hat, die Wissenschaft zu verlassen. Dass Akademiker:innen von der Wissenschaft in die Wirtschaft wechseln, ist an sich nichts Ungewöhnliches.
Allerdings ist Amrei Bahr jemand Besonderes: Im Sommer 2021 war sie eine der maßgeblichen Stimmen, neben ihren Mitstreiter:innnen Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon, die es geschafft haben, den Hashtag #IchbinHanna viral gehen zu lassen. Dieser Hashtag greift ein Video des damaligen Bundesforschungsministeriums auf: Darin geht es um eine erdachte Figur namens Hanna. Sie ist Biologin und forscht zu ihrer Doktorarbeit. Anhand ihres Beispiels wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) erklärt und warum die befristeten Stellen in der Wissenschaft ihre Vorteile haben. Dieser Auffassung sollte der Hashtag #IchbinHanna entgegenwirken, denn gerade in diesen prekären Arbeitsverhältnissen sieht Bahr nicht nur eine Gefahr für in der Wissenschaft angestellte Personen, sondern auch für die Wissenschaft selbst. Sie selbst hat die Stelle einer Juniorprofessorin inne und hat ihr berufliches Leben lang stets das Ziel einer Professur verfolgt. Ihre Absage an die Wissenschaft kommt daher plötzlich. Im Podcast spricht sie über ihre Beweggründe.
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Livewire nennt sich die Elektrosparte von Harley Davidson. Unter diesem Label gibt es bereits einige Elektromotorräder. Als leidenschaftlicher Motorradfahrer hat Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, jetzt auf der Livewire One gesessen. Sie ist das einzige Modell der Reihe, das sich per Gleichstrom laden lässt. Wie sich das in der Ladeleistung zeigt, hat Gregor getestet. Bei seiner Fahrt durch die Wedemark bei Hannover hat er auch noch andere Aspekte festgestellt. Welche das sind, erzählt er im Podcast.
Das Apple-Firmenjubiläum jährt sich am 1. April zum 50. Mal. Aber auch schon im März hat man sich im Konzern in Feierlaune gebracht – unter anderem mit einem Überraschungskonzert von Alicia Keys im Grand Central Terminal in New York. Während alle aber die 50 feiern, heben wir im Podcast hervor, was in den Apple-Produkten steckt, das eigentlich noch älter ist. Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, hat bei seinem Mac ins Terminal-Fenster geschaut und macht einen kleinen Exkurs in die Unix-Geschichte.
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Im Hintergrund der Studie stand die Frage, was die Wirkung des Klangs bei einem Konzert beeinflusst. Stefan Weinzierl von der TU Berlin ist hier zusammen mit zwei Kollegen der Rolle der Farbe nachgegangen. Welchen Einfluss hat die Farbe der Sitze, Wände und Vorhänge auf die Wahrnehmung des Klangs bei den Zuhörer:innen? Natürlich konnten die Forscher nicht Konzertsäle in verschiedenen Farben streichen lassen und das jeweils untersuchen. Deshalb nutzten sie VR-Brillen für die Proband:innen. Sie schauten dann in der virtuellen, eingefärbten Umgebung ein Konzert – von einem Geiger oder Klarinettisten. Was Weinzierl und seine Kollegen im Anschluss bei der Befragung der Zuhörer:innen feststellten und welche Erklärungen sie dafür haben, das berichtet Jenny Lepies, Redakteurin bei MIT Technology Review.
„Regierungen der industriellen Welt, ihr müden Riesen aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, dem neuen Zuhause des Geistes. Als Vertreter der Zukunft bitte ich euch aus der Vergangenheit, uns in Ruhe zu lassen. Ihr seid nicht willkommen unter uns. Ihr habt keine Souveränität, wo wir uns versammeln.“ So beginnt die Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace. Der Bürgerrechtler und Songtexter der Band Greatful Dead, John Perry Barlow, hat sie verfasst und am 8. Februar 1996 am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt. Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass er sich gegen Zensur im Internet wendet und zugleich verhindern, dass sich Regierungen in den Cyberspace einmischen. 30 Jahre sind seit der Veröffentlichung vergangen. Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology, wirft einen Blick auf die Schrift: Wie wirken Barlows Ideen aus heutiger Sicht?
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Ein geleakter Entwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sorgt für Wirbel: Demnach plant das Bundeswirtschaftsministerium, die Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen zu streichen. Die Neuerung zielt auf Aufdach-Anlagen bis 25 Kilowatt ab. Diese seien „inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, sofern sie hohe Eigenverbrauchsanteile realisieren können“, heißt es in dem Entwurf. Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, sieht ebenfalls die Entwicklung, dass sich private PV-Anlagen nur noch mit hohem Eigenverbrauch lohnen. Zudem werden Batteriespeicher immer billiger, sodass sich die Eigenverbrauchsquote recht einfach optimieren lässt. Und beim gesamten Zubau von Photovoltaik-Leistung spielt die Musik ohnehin längst bei großen Freiflächenanlagen im Megawattbereich. Dennoch sieht Gregor gute Gründe, die Förderung beizubehalten.
Wir alle kennen das nervige Alltagsgeräusch: Geht man mit Turnschuhen über eine glatte Oberfläche, wird es früher oder später unangenehm quietschen. Der Grund war bisher ein Geheimnis. Forschende der Uni Harvard haben das Geräusch jetzt näher untersucht und sind ihm mit Hochgeschwindigkeitskamera und Mikrofon auf die Schliche gekommen. Der Ausgangspunkt waren Basketballschuhe. Wie die Forschenden genau vorgegangen sind, erklärt Andrea Hoferichter, Redakteurin bei MIT Technology Review.
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Die Koalition hat vor Kurzem das neue Gebäudemodernisierungsgesetz veröffentlicht – und das erntet ordentlich Kritik. Der Beschluss verläuft entgegen dem Klimaschutz und sieht von dem vorgeschriebenen Anteil von 65 Prozent aus Erneuerbaren Energiequellen ab, die neu eingebaute Heizungen ab Mitte 2026 hätten erfüllen müssen. In der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums wird dazu die Ministerin Katherina Reiche zitiert: „Wir setzen auf Vernunft, Freiheit und Tempo statt Verbote. Damit lösen wir den Investitionsstau auf und bringen die Modernisierung unserer Gebäude wieder in Gang. Das schafft Vertrauen und Sicherheit für die Menschen in Deutschland und stärkt unser Handwerk.“ Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, sieht das anders und erklärt, woran es bei dem neuen Gesetz hapert.
Es mag zunächst wie eine sinnvolle und bequeme Idee erscheinen, mit KI-Chatbots Passwörter zu erstellen. Auf den ersten Blick sehen sie auch sicher aus – mit Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen und auch mit einer gewissen Länge. Doch Sicherheitsforscher der Firma Irregular warnen davor. Solche Passwörter ließen sich nämlich leicht knacken. Große Sprachmodelle, wie ChatGPT, Gemini oder Claude, arbeiten nämlich nach einem Prinzip, mit dem eine eingebaute Schwachstelle einhergeht. Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, hat ChatGPT einmal auf die Probe gestellt und nicht nur um die Generierung von Passwörtern gebeten, sondern auch darum, einzuschätzen, ob diese sicher sind. Was dabei herausgekommen ist, verrät er im Podcast.
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Heute gibt es leider keine neue Weekly-Folge. Wir sind gerade mit unserem Redaktionsumzug beschäftigt und müssen uns neu sortieren. Wir melden uns am 5. März 2026 zurück. Bis dahin – macht's gut!
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Info: In der kommenden Woche, am 26.2., entfällt das Weekly.
Neben dem Verkauf von Klimazertifikaten gibt es eine zweite Möglichkeit, wie private Besitzer:innen von E-Autos mit ihrem Fahrzeug Geld verdienen können. Die Formel dafür heißt: Vehicle-to-Grid. Dahinter steckt das Konzept des bidirektionalen Ladens. Die Idee ist eigentlich schon 15 Jahre alt und vom Prinzip her recht einfach erklärt, denn man stellt als E-Auto-Besitzer:in die Speicherkapazität seines Fahrzeugs einem Dienstleister zur Verfügung, der diese als Regelenergie vermarktet. Allerdings gibt es im Vorfeld einiges zu beachten – sowohl beim Fahrzeug selbst, bei der Wallbox und dem Anschluss ans Stromnetz. Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, erzählt im Podcast, welche E-Autos für bidirektionales Laden ausgestattet sind und wie viel das den Besitzer:innen einbringt.
Erst vor kurzem wurde mit großen Feierlichkeiten der weltgrößte Röntgenlaser vom European XFEL neu gestartet. Und der steht ganz unaufgeregt in Hamburg-Schenefeld auf dem Campus des DESY. Vorausgegangen war eine lange Phase von mehreren Monaten für Wartungsarbeiten und für zahlreiche Neuerungen an der Tunnelanlage und an den Experimentierstationen. Und nicht nur jetzt erst nach dem Neustart ist diese Forschungsanlage tatsächlich eine Anlage der Superlative. Mit dem Röntgenlaser lassen sich ultrakurze Laserlichtblitze im Röntgenbereich erzeugen – 27.000-mal in der Sekunde und mit einer Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die der besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art. Grund genug also, dass sich Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, die Anlage mal genauer zeigen lässt. Von seinen Eindrücken berichtet er im Podcast.
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„Der Nahe Osten hat Öl, China hat Seltene Erden“, das soll 1987 der damalige chinesische Staatschef Deng Xiaoping gesagt haben. Der Spruch ist nun fast 40 Jahre her und ist aktueller denn je. Bei der Versorgung mit Seltenen Erden und anderen kritischen Rohstoffen sind viele deutsche Unternehmen auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen, vor allem aus China. Dass diese Lieferkette extrem anfällig ist, zeigt vor allem die jüngste Vergangenheit, besonders an der Handhabe der US-Regierung von sogenannten Strafzöllen, die ihrerseits Gegenreaktionen hervorrufen.
Engpässe und mögliche Produktionsstopps sind da vorprogrammiert. Der Ruf nach alternativen Quellen für Seltene Erden und andere kritische Metalle ist groß. Genau an dieser Stelle setzt die Forschung von Daniel Goldmann an. Er ist Professor für Rohstoffaufbereitung und Recycling an der Technischen Universität Clausthal im Harz und forscht bereits seit 40 Jahren zu dem Thema. Er ist zu Gast in unserer neuen Deep-Dive-Folge und gibt einen Einblick in diesen Wirtschaftsbereich. Er erzählt auch, wie weit Verfahren für die Gewinnung kritischer Rohstoffe aus Produkt- und Minenabfällen heute bereits sind.
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