
Sign up to save your podcasts
Or


In Eckhart Nickels Roman „Punk“ wird die Gesellschaft von einem geheimnisvollen, unerklärlichen Phänomen heimgesucht: Dem „Weißen Lärm“, der aus dem nichts auftaucht, sich in Wellen ausbreitet und selbst Akustikern Rätsel aufgibt. Auch Musik wird von seinen Schallwellen geschluckt, und mit ihr alle großen Emotionen. Dagegen wehren sich Karen, Ezra und Lambert, die in einem schalldichten Stereolabor eine Band gründen. Was es mit der Romantik des Punk, der Widerständigkeit der Popkultur und der Kraft der Freundschaft auf sich hat, das hat uns Eckhart Nickel verraten, mit dem wir uns auf einen digitalen Matchakefir getroffen haben (yum!!). Los, einschalten!
Der Beitrag Interview: Eckhart Nickel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Eine Preisliste jagt die nächste: Im Vorgeplänkel schauen wir nach Österreich und auf die frisch veröffentlichte Longlist des Buchpreises. Dort treffen wir einige Bekannte dieser Show und küren unser Siegerbuch. Apropos Bekannte: Auch die drei Autoren unserer heutigen Neuvorstellungen, soviel sei verraten, waren bereits bei uns zu Gast und sind allesamt literarische Spitzentypen!
„Punk“ heißt der neue Roman von Eckhart Nickel. Klingt laut, kommt aber geradezu achtsam daher. Denn in der Welt, in der Erzählerin Karen ein WG-Zimmer sucht, werden alle melodischen Geräusche von einer unheimlichen Klangmauer geschluckt. Karens neue Mitbewohner rebellieren gegen die Stille – wie und warum, erklärt uns der Autor höchstpersönlich!
In „Videotime“ begibt sich Roman Ehrlichs Protagonist auf einen nostalgischen Spaziergang durch die Kleinstadt seiner Kindheit. Dabei erinnert er sich an Orte, Freund*innen und Erlebnisse, auch anhand von alten Filmen, die sein Vater einst aus der örtlichen Videothek auslieh und raubkopierte. Bei uns erzählt Roman, wie er den Actionstreifen „Universal Soldier“ in seinen Roman eingearbeitet hat.
Eine Liebesbeziehung, die planetarische Ausmaße einnimmt, steht im Mittelpunkt von Joshua Groß‘ neustem Streich „Plasmatropfen“: Künstlerin Helen kann mit ihren telekinetischen Fähigkeiten zwar Substanzen verändern und das Wetter beeinflussen, doch die Depression ihres Partners Lenell kann sie nicht kurieren. Steht diese Liebe unter (k)einem guten Stern?
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Punk
Titel: Videotime
Titel: Plasmatropfen
Der Beitrag #307: Der Pixel-Pilz-Pullunder erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
In seinem neuem Roman „Videotime“ erzählt Roman Ehrlich eine Familiengeschichte – und zwar mit Hilfe von Filmen wie „Universal Soldier“, „Natural Born Killers“ und „Crash“. Ein junger Mann blickt auf seine Jugend in den 90ern zurück, und in seiner Erinnerung werden seine Kleinstadtabenteuer immer wieder von den Hollywood-Narrativen überblendet, die sein Vater in dessen raubkopierter VHS-Bibbliothek zusammengetragen hatte. Wir haben mit Roman über Fiktion als Interpretationsrahmen für die Realität, die Hausaufgabenbetreuung eines liesbeskranken sorbischen Schmiedehammers, Affenkrieger und toxische Männlichkeit im Tennisclub gesprochen – los, einschalten!
Der Beitrag Interview: Roman Ehrlich erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Longlist des Deutschen Buchpreises ist da, und wir haben natürlich Meinungen, sowohl zu den Titeln, die drauf sind, als auch zu jenen, die fehlen. Ebenfalls in diesem Kontext zu verbuchen: Autor*innen-Cringe-Content – wir sprechen darüber!
Dann diskutieren wir den brandneuen Roman von Tommy Orange, der es bereits auf die aktuelle Longlist des Booker Prize geschafft hat. „Verlorene Sterne“ ist eine multigenerationale Saga, die vom Schicksal einer indigenen Familie erzählt. Übersetzer Hannes Meyer steuert für uns Insiderwissen bei.
Danach wird es experimentell, und zwar so richtig: Papierstau-Darling Clemens Meyer, derzeit für den Deutschen Buchpreis gelonglistet, haut uns mit „Die Projektoren“ ein ziegeldickes Husarenstück um die Ohren, das Gewaltnarrativen nachspürt. Was das mit Karl May zu tun hat? Wir klären auf.
Und weil zwei Lieblinge dieses Podcasts in einer Sendung nicht genug sind, gibt es zu guter Letzt auch noch Jayrôme C. Robinet auf die Ohren. Beim Bachmannpreis hat er uns letztes Jahr mit seinem Text über einen schwangeren Transmann begeistert – kann die jetzt erschienene Romanversion „Sonne in Scherben“ ebenfalls überzeugen? Einschalten und rausfinden!
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Verlorene Sterne
Titel: Die Projektoren
Titel: Sonne in Scherben
Der Beitrag #306: Sonne, Sachsen & Sterne erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Auch das noch: Melania Trump arbeitet an einem Buch über ihr Leben, das laut Verlag „kraftvoll, inspirierend und intim“ sein soll. Wir ordnen das nicht nur literarisch, sondern auch politisch ein. Außerdem schauen wir im Vorgeplänkel auf die frisch veröffentlichte Longlist des diesjährigen Booker Prize und stellen euch einige Titel etwas näher vor.
Dann starten wir historisch durch: Magda Goebbels war in erster Ehe mit dem Industriellen Günther Quandt verheiratet, bis eine Affäre ihrerseits zur Scheidung führte. In „Reichskanzlerplatz“ schreibt Nora Bossong einem Studenten namens Hans die Rolle dieses Liebhabers zu. Sie lässt ihn von seiner Beziehung zu Magda und seinem Leben als heimlich schwulem Mann im Naziregime erzählen.
Als nächstes widmen wir uns dem Tierwohl: „Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchen“ von Lucie Rico punktet mit einem originellen Titel. Inhaltlich steht Vegetarierin Hannah im Fokus. Sie erbt den Hühnerhof ihrer Mutter und findet ihre eigene Art, den geschlachteten Vögeln ein Denkmal zu setzen. Das kommt bei den Kund*innen an, bringt ihr aber auch Ärger ein, und Hannah lernt die Hackordnung in der Fleischindustrie kennen.
Zum Abschluss geht‘s im Debüt von Theresia Töglhofer auf die europäische Politikbühne. Direkt nach dem Abschluss ins Praktikum in der EU-Außenzentrale: Für eine ehrgeizige Studentin geht ein Traum in Erfüllung. Voller „Tatendrang“ stürzt sie sich auf ihr Projekt, das ihr die Übernahme in einen bezahlten Job sichern soll. Doch die bürokratischen Hürden und internen Machtspielchen machen ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Reichskanzlerplatz
Titel: Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchen
Titel: Tatendrang
Der Beitrag #305: Chicks & Politics erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Direkt vom Leben abschreiben – das war das Programm von Jörg Fauser, seines Zeichens enfant terrible der Nachkriegsiteratur und bedeutendster deutscher Beat-Schriftsteller. Inspiriert von US-amerikanischen Autoren wie Burroughs, Bukowski und Hammett entwarf er eine neue, direkte Sprache für seine Gegenwart und tobte sich in verschiedensten Textformen und Medien aus. Wen er mit Werken wie „Rohstoff“ und „Der Schneemann“ inspirierte, warum er immer noch so relevant ist und wie man einem widersprüchlichen, umtriebigen, hochtourigen Vielschreiber nachspürt, erzählen uns Ambros Waibel und Matthias Penzel, die Autoren der ultimativen Fauser-Biografie „Rebell im Cola-Hinterland“, die gerade in einer überarbeiteten, erweiterten Neuauflage erschienen ist!
Der Beitrag Interview: Matthias Penzel & Ambros Waibel über Jörg Fauser erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Brat Summer bei Papierstau Podcast: Autor J.D. Vance tritt als Vizepräsidentschaftskandidat auf dem Ticket von Donald Trump an. Wir fanden den Mann schon furchtbar, als er noch Millionen Exemplare seiner „Hillbilly-Elegie“ verkauft hat – und wir erklären, wieso! Dann: Die New York Times krönt die 100 besten Bücher des 21. Jahrhunderts, und wir haben Meinungen!
Die erste Neuerscheinung ist diesmal eine erweiterte Neuauflage: 80 Jahre wäre Jörg Fauser, der wichtigste deutsche Beat-Schriftsteller, dieser Tage alt geworden. Die Biografie „Rebell im Cola-Hinterland“ geht Fausers Texten auf den Grund und spürt der Persönlichkeit des widersprüchlichen Vielschreibers nach. Wie die Autoren Ambros Waibel und Matthias Penzel das Großprojekt angegangen sind, erzählen sie in der Show.
Danach wird es breathtaking: Keanu Reeves hat einen seiner Lieblingsautoren, den Sci-Fi-Spezialisten China Miéville, dafür gewinnen können, eine Romanversion der BRZRKR-Comics zu schreiben (selbstredend gerade in Entwicklung für Netflix, mit Keanu in der Hauptrolle). Wir entwirren die bizarren Erzählstränge von „Das Buch Anderswo“, treiben ein unsterbliches Schwein durchs Dorf und entwickeln eine Hermeneutik des Blutrausches.
Und zu guter Letzt checken wir den neuen Roman von Jackie Thomae: Eine Radiomoderatorin und eine Politikerin stellen sich die Frage, ob ihnen zum titelgebenden „Glück“ noch ein Kind fehlt. Ausgehend von ihren zwei Protagonistinnen zeichnet Thomae ein ganzes Panorama an Frauenfiguren mit unterschiedlichen Lebensentwürfen. Ist das nur thematisch relevant oder auch ästhetisch und inhaltlich interessant? Wir diskutieren!
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Rebell im Cola-Hinterland: Jörg Fauser. Die Biografie
Titel: Das Buch Anderswo
Titel: Glück
Der Beitrag #304: John Wick vs. Jörg Fauser erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast ist zurück aus der Sommerpause, und das ist nicht der einzige Grund zum Jubeln: Tijan Sila, der schon mehrfach unser Gast war, hat beim diesjährigen Wettlesen am Wörthersee den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen! Wir gratulieren außerdem Pajtim Statovci, der mit seinem deutscher Übersetzer Stefan Moster für „Meine Katze Jugoslawien“ mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Eher zum Weinen finden wir den Sparkurs im Kulturbereich der Öffentlich-Rechtlichen, dem nach regionalen Sendungen jetzt auch schon Shows von Denis Scheck zum Opfer fallen.
In Rachel Cusks neuem Werk „Parade“ wandern die Figuren durch ständig wechselnde, vignettenartige Erzählteile. Struktur erhält der feministische Künstler*innenroman durch seine Themen: Die verschiedenen Rollen der Frauen, die sich in einer Welt behaupten, die für sie Kopf steht. Wir behalten den Überblick!
Ein heruntergekommenes Gym ist Schauplatz von Rita Bullwinkels Debüt „Schlaglicht“. Hier wollen sich acht junge Frauen den Traum vom Sieg in einem Boxturnier erfüllen. Jede hat ihre eigene Geschichte, die die Autorin turniermäßig gegeneinander antreten lässt. Sieg nach Punkten oder früher K.O.? Wir steigen in den Ring!
Drei kurze Texte sind die literarische Hinterlassenschaft der im Januar viel zu früh verstorbenen österreichischen Autorin Helena Adler. „Miserere“ heißt ihr letztes Werk, das diese die drei anspruchsvollen Erzählungen zusammenfasst, ergänzt um ein Nachwort ihres Mannes. Wir rezensieren, diskutieren und gedenken!
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Parade
Titel: Schlaglicht
Titel: Miserere
Der Beitrag #303: Hölle, Hölle, Hölle! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Papierstau-Crew weilt im Urlaub, aber selbstverständlich haben wir trotzdem ein kleines Shout-Out für Euch vorbereitet: Das ganze Jahr wühlen wir uns durch Preislisten und aktuellste Neuerscheinungen, heute geht’s um Urlaubslektüren. Und natürlich liegen wir mit den etwas anderen Beach Reads auf der Liege. Anika amüsiert sich mit dem beim literarischen Volk zu Recht beliebten König von Pfaffenhofen an der Ilm, um sich danach der Wohlstandsverwahrlosung zuzuwenden. Robin ist derweil mit einem kapitalismuskritischen Massenmörder unterwegs, während Meike sich von einem anderen Meister der transgressiven Literatur um den Schlaf bringen lässt (feat. Rimbaud!). Schaltet ein!
Der Beitrag #302: Interlude Sommer 2024 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Das ist eine Überraschung: Der Women’s Prize for Fiction, bekannt für bemerkenswerte Entscheidungen, präsentiert in diesem Jahr einen würdigen Siegertitel – der neue Women’s Prize for Non-Fiction ebenso. Wir jubilieren! Das ist hingegen keine Überraschung: Beef auf der Buchmesse! 2024 ist Italien Gastland des Branchentreffs in Frankfurt – doch der aktuelle Starautor des Landes gehört nicht zur Delegation. Aufgrund von Sicherheitsbedenken oder wegen regierungskritischer Aussagen? Wir diskutieren!
Dann geht’s im Raumschiff um die Welt und durch die Zeit: Isabel Waidner präsentiert in „Vielleicht ging es immer darum, dass wir Feuer spucken“ ein experimentelles Literaturpuzzle, das queeres Leben und gesellschaftliche Diskriminierung anspruchsvoll verarbeitet – Beach Boys und ein schwuler Franz Beckenbauer inklusive.
Eine recht trostlose Reisebegleitung sucht sich die namenlose Protagonistin in „Bleib“ von Adeline Dieudonné: Sie nimmt kurzerhand die Leiche ihres kürzlich verstorbenen Geliebten mit auf große Fahrt – und schreibt seiner Witwe währenddessen Briefe über vergangene gewaltvolle Beziehungen.
Weil ihr Mann die ganze Zeit am Handy daddelt und die Schwiegereltern nerven, sucht sich die einsame Asahi anderswo Ablenkung und folgt einem seltsamen Tier. Dabei übersieht sie „Das Loch“, fällt hinein und kommt nicht wieder heraus. Hiroko Oyamadas feministische Geistergeschichte ist jetzt endlich auf Deutsch erhältlich.
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Vielleicht ging es immer darum, dass wir Feuer spucken
Titel: Bleib
Titel: Das Loch
Der Beitrag #301: Eklig, aber gut erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
From the publisher's feed

6 Listeners

185 Listeners

71 Listeners

7 Listeners

25 Listeners

27 Listeners

17 Listeners

16 Listeners

6 Listeners

15 Listeners

28 Listeners

0 Listeners

3 Listeners

11 Listeners

3 Listeners