Pro und Contra vom 16.5.2023
In Politik und Gesellschaft herrscht Konsens über die Notwendigkeit der Energiewende. Die Geister scheiden sich bei den Fragen nach Dringlichkeit und Wahl der Maßnahmen. Während die einen für sofortige Verbote klimaschädlicher Produkte und gesetzlich verordnete Tempolimits eintreten, fordern die anderen lediglich Anreize für umweltbewusstes Verhalten und mehr Offenheit gegenüber neuen Technologien.
Die Europäische Union will jedenfalls 2050 treibhausgasneutral sein und hat ihre Mitgliedstaaten zu ambitionierten CO2-Einsparungen verpflichtet. Österreich hinkt mit seinen Umweltgesetzen aber hinterher und wird voraussichtlich an den eigenen Klimazielen für 2030 scheitern.
Dazu kommt, dass angesichts der von den USA und China verursachten Verschmutzung die europäische Kraftanstrengung mit milliardenschwerer Transformation der Wirtschaft nur ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein scheint.
Müssen wir zu Gunsten der Umwelt auf Wirtschaftswachstum verzichten? Bringen neue Technologie die Lösung die oder müssen wir uns radikal einschränken? Und welche Verbote sind unumgänglich?
Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität und Technologie, Die Grünen
Georg Knill, Präsident Industriellenvereinigung Österreich
Wolfgang Anzengruber, früher Vorstandsvorsitzender Verbund, Vertreter CEOs for Future
Caroline Bosbach, Bundesvorsitzende Junger Wirtschaftsrat, CDU
Barbara Schmidt, Generalsekretärin Oesterreichs Energie
Marina Hagen-Canaval, Klimaaktivistin, Letzte Generation Österreich