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Radio München episodes

  • ArchivWare vom 11.07.2022 - Widerstand ist zwecklos, oder: Die drohende Assimilation
    Als wir diesen Sender auf die Beine stellten, haben wir uns gefragt, wie Gesellschaftlicher Wandel vor sich geht, und wie ein Radio ihn begleiten könnte. Wenn Wandel gelingen soll, müssen sich sich alle Bereiche der menschlichen Kultur synchronisieren: die Ökonomie, die symbolische Ebene, also die Kunst, die Technik, die Politik, die mentale Ebene und die alltagskulturelle Ebene. Aussichtsreich sei ein kultureller Wandel nur, wenn er von unten komme, meint der Ethnologe Peter Finke, und das begriffen oft am schnellsten die Künstler. Die Kunst ist also als Bewegungsmelder der Gesellschaft zu verstehen. Sollten wir der Kunst, hier dem Film, aber besser auf die Finger bzw. auf die Geldgeber schauen um zu entscheiden, ob sie tatsächlich von unten, oder vielleicht doch von oben kommt?
    Die Autorin Anke Behrend findet die transhumanistischen Ideen in den Star-Trek-Serien antizipiert, aber auch Kollektivismus und technikgestütztes Übermenschentum. Hören Sie ihren Text: Widerstand ist zwecklos, den Sabrina Khalil für uns eingelesen hat.
    #Transhumanismus #StarWars #ScienceFiction #Utopie #Dystopie #Kollektivismus #GesellschaftlicherWandel #Übermensch #AnkeBehrend #SabrinaKhalil #RadioMünchen
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    15 min
  • Licht vs Dunkelheit: Vom Prinzip der Polarität - von Milosz Matuschek
    „Gelassenheit“, schreibt der Philosoph Wilhelm Schmid, „ist das Gefühl und der Gedanke, sich in einer Unendlichkeit geborgen zu wissen, für die es nicht wichtig ist, welchen Namen sie trägt.“ Gelassen zu sein hat viel damit zu tun, Ereignisse in einem größeren Rahmen einzuordnen, erscheinen sie auf den ersten Blick nun als günstig oder als ungünstig. So relativieren sie sich, und können uns nicht so leicht aus der Bahn werfen. Wir bleiben am Boden, ohne uns zu krümmen. Es verhindert zugleich, dass wir das Böse oder das Gute an sich bemühen. Denn im Guten ist auch Schlechtes enthalten und im Schlechten Gutes – auch wenn wir es nicht gleich erkennen können. Unser Leben ist gar nicht denkbar ohne die Spannung zwischen Gegensätzen. Keiner dieser Pole kann für sich existieren. Wärme gibt es nur, weil es auch Kälte gibt. Glück nur, weil es auch Pech gibt. Und Licht nur, weil es auch Dunkelheit gibt. Gäbe es den Tod nicht und die Angst davor, wie könnten wir uns über das Leben freuen?
    In seinem Beitrag „Licht vs Dunkelheit: Vom Prinzip der Polarität“ zeigt Milosz Matuschek, warum es wichtig ist, die Polarität als Wesen des Lebens anzuerkennen. Der Beitrag erschien zunächst auf seinem Blog „Freischwebende Intelligenz“: https://www.freischwebende-intelligenz.org
    Sprecherin: Sabrina Khalil.
    Bild: Milosz Matuschek
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    14 min
  • Eine Bahnfahrt
    Die Progrome im November 1938 markierten den Übergang von der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Juden zu deren systematischer Vernichtung. Trotz Hitlers unverhohlener Genozid-Rhetorik hatten viele Juden nicht geglaubt, was auf sie zukommen würde. Zu monströs klangen seine Pläne, als dass sie Realität werden konnten. Immerhin lebten die meisten Juden bis zu Hitlers Machtergreifung wie alle anderen Deutschen und waren – so viel zum Thema „jüdische Rasse“ – auch nicht von ihnen zu unterscheiden. Andernfalls hätte es keiner gelben Sterne bedurft, um sie als „Juden“ kenntlich zu machen. In seinem Essay Wie aus Nachbarn Juden wurden schreibt der 2015 verstorbene Soziologe Ulrich Beck: „Es waren nicht ‘Rassejuden‘ (Nürnberger Gesetze), sondern (jüdische) Nachbarn, die durch öffentlich geschürten Hass und bürokratische Maßnahmen zu ‘Fremden’, zu ‘Fremdblütigen‘, zu ‘Rassejuden’ gemacht und ‘aus dem deutschen Volkskörper ausgeschieden’ wurden (so die nichts verschleiernde Sprache des ‘Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes’).
    Unsere Autorin Mónica Simon hat einen sehr persönlichen Bezug zu dieser Zeit. Hören Sie Ihre Geschichte „Eine Bahnfahrt“ - gewidmet den Opfern des Holocaust.
    Gelesen von Mónica Simon.
    Musik und Sounddesign: Sami Hammi
    Bild: Radio München
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    13 min
  • Der Mann der großen Versprechen - von Christoph Pfluger
    Seit rund einer Woche ist er zurück: Donald Trump. Für die einen ist er der Anfang von etwas Neuem. Für die anderen der Anfang vom Ende.
    Was bei all dem gleichzeitig eintretenden Entsetzen und der Euphorie über seine Wiederwahl oft außer Acht gelassen wird, ist die Verfasstheit des Amerikas, welches er „great again“ machen möchte. Der Zahn der Zeit nagt am Imperium. Wie man es auch dreht und wendet – die USA haben den Anschluss an das 21. Jahrhundert verpasst, während die Finanzmachtstrukturen sich zementieren und von parlamentarischen Entscheidungen nicht tangieren lassen.
    Ungeachtet dessen ruft Trump ein „goldenes Zeitalter“ aus. Ein „goldenes Zeitalter“ für eine Nation, deren einst stolze Währung seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr vom Gold gedeckt ist.
    Über diese und andere Widersprüchlichkeiten hat sich Christoph Pfluger in seinem Zeitpunkt-Magazin Gedanken gemacht. Hören Sie seinen Text „Der Mann der grossen Versprechen“, nachzulesen im Zeitpunkt. https://zeitpunkt.ch/der-mann-der-grossen-versprechen
    Sprecherin: Sabrina Khalil
    Bild: KI
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    7 min
  • Messer und Gabel - von Gunther Sosna
    Alles statische scheint ins Wanken zu kommen. Im Guten wie im Schlechten. Im Wandel begriffen sind auch die Ausbeutungsstrukturen, an denen wir alle mehr oder weniger, mal als Konsument, mal als Ausgebeuteter beteiligt sind. Die Verwertungs- und Profitlogik verheddert sich zunehmen und unumkehrbar in ihren eigenen Widersprüchen und Grenzen.
    Am Horizont unserer Zeit zeichnet sich eine Massenarbeitslosigkeit ab, da ein Gros der heutigen Berufe durch die KI wegrationalisiert werden. Wie kann ein auf Konsumenten angewiesenes Profitregime überleben, wenn ein großer Teil der Gesellschaft nicht mehr in Lohn und Brot steht?
    Gunther Sosna hat sich dazu Gedanken gemacht und die heutigen Entwicklungen in die Geschichte des Kapitalismus eingebettet. Hören Sie hierzu seinen Text „Messer und Gabel“.
    Sprecher: Ulrich Allroggen
    Bild: KI
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    26 min
  • Google und die demokratischen Verhältnisse - mit Dr. Michael Andrick
    „Wir leben in einer Wissensgesellschaft.“ - wäre mal so eine Behauptung, die man aufstellen könnte. Wenn wir wollen, können wir alles wissen, Dank des großen, world wide web. Aber was finden wir da? Was bedeutet das, was wir finden, für den Begriff des Wissens, für unser Denken und … für unser Weltverständnis?
    Unsere Redakteurin Eva Schmidt stolperte über die Forderung nach einer öffentlichen Suchmaschine von dem Philosophen, IT-Manager und Kolumnisten Dr. Michael Andrick aus Ende 2022. Sie lud den Autor zum Gespräch, auch, weil sein letztes Buch „Im Moralgefängnis“ heißt und von der Sprachlosigkeit und Einengung des Diskursraumes handelt. Zunächst wollte sie von Dr. Michael Andrick wissen, welche Suchmaschine er auf welchen Geräten für welche Zwecke benützt:
    Sein Buch: https://westendverlag.de/Im-Moralgefaengnis/2076
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    22 min
  • Eine Stunde Klassik! Ruth Liebscher singt die Winterreise
    Der Münchner Pianist und "Musikdurchdringer" Jürgen Plich stellt jeden Dienstag um 20 Uhr große klassische Musik vor. Er teilt seine Hör- und Spielerfahrung und seine persönliche Sicht auf die Meisterwerke. Er spielt selbst besondere, unbekannte Aufnahmen, erklärt, warum die Musik so und nicht anders klingt und hat eine Menge aus dem Leben der Komponisten zu erzählen.
    Sonntags um 10 Uhr in der Wiederholung.
    1 hr 30 min
  • Verrat / Verzweiflung / Vertrauensverlust - Gretchen entschwärzt.6
    Herz offen, Geist offen, so kennt man das Gretchen, aus Gretchens Dorf, dem Gretchen auf Youtube und aus all ihren Texten. Die Philosophin und Autorin Sylvie-Sophie Schindler ist das Gretchen und entschwärzt jetzt die Geschichten von Diffamierungen, Tabus und Maulkörben, die möglicherweise zwanzig Millionen Menschen in diesem Land der letzten vier Jahren erleben mussten. Sie sollen weiterhin schweigen, geht es nach Buyx, Drosten & Co, die von den „toxischen Stimmen aus dem Untergrund“ sprechen. Doch diesmal wäre es schön, wenn kein Trauma zurück bliebe, wenn die Schuld sich nicht verfestigte, sondern alle Herzen und Seelen erreicht würden, mit jeder einzelnen Geschichte, die erzählt wird. Hören Sie jetzt: Gretchen entschwärzt: Verrat / Verzweiflung / Vertrauensverlust
    Heute mit:
    Mani Keller, Sänger
    Nicole Malavasi, Gemeindemitarbeiterin (Gesundheitsamt-Aushilfe während der Pandemie)
    Paul Soldan, Autor
    Anne Lehniger, Studentin
    Die ausführlichen Gespräche hören Sie auf dem Youtube-Kanal Das Gretchen. Erzählen auch Sie gerne rückblickend auf die Covid-Jahre, ihre Geschichte. Zur Terminverabredung schreiben Sie an [email protected].
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    30 min
  • Störfaktor Multipolar
    Diederich Heßling ist einer, der nach oben buckelt, nach unten tritt. So beschrieb Heinrich Mann in seinem 1918 erschienenen Roman Der Untertan den Prototypen des Bürgers im deutschen Kaiserreich. Ein Typ, den Herrscher brauchen, um ihre Macht zu sichern. Die Staatsform spielt allerdings dabei offenbar keine Rolle.: Opportunismus ist immer noch eine Karrieregarantie in diesem Land. Systemübergreifend spült es diese Duckmäuser nach oben, denn Mächtige – ob gewählt oder geputscht – wollen keine Kritik erfahren. Sie brauchen Ja-Sager, wenn es um die eigene Meinung geht – und Nein-Sager, wenn es um andere Meinungen geht. Daher findet man Kriecher wie Heßling heute überall: in Parteien und Medien, in Ethik-Kommissionen und Meinungsforschungsinstituten. Das durfte auch das Online-Magazin Multipolar erfahren, als es die Herausgabe der RKI-Protokolle erstritt und veröffentlichte. Am anschließenden Multipolar-Bashing beteiligte sich auch die angeblich „neutrale“ Online-Enzyklopädie Wikipedia, bei der schon länger eine starke Schlagseite Richtung Wertewesten zu erkennen ist. Seither ist Multipolar quasi offiziell ein „verschwörungstheoretisches Alternativmedium“ – ein schon grammatikalisch dümmliches Konstrukt, da ein Magazin nicht „theoretisch“ sein kann.
    Hören Sie einen Beitrag der Multipolar-Redaktion über ihre Rolle als Störfaktor im Mainstream-Getriebe.
    Sprecher: Ulrich Allroggen
    Der Text erschien zuerst beim Online-Magazin Multipolar: https://multipolar-magazin.de/artikel/stoerfaktor-multipolar
    Bildquellen: Wikipedia / Collage: Radio München
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    18 min
  • Der Name des Dichters - von Mónica Simon
    Spricht oder sprach man in Ihrer Familie darüber? Über damals? Diese Zeit? Diese zwölf düsteren Jahre? Falls ja, falls in Ihrer Familie kein Tuch des Schweigens über dieser Zeit liegt, dann wäre die nächste Frage… wie spricht oder sprach man darüber? Wurde von den angehörigen Zeitzeugen darüber gesprochen, als sei man selbst gar nicht dabei gewesen? Als würden sie etwas beschreiben, was sie aus sicherer Distanz, von der Kuppe eines nahegelegenen Hügel aus beobachtet hatten? Als wären sie selbst darin gar nicht involviert gewesen?
    Bis heute liegt der Mehltau eines kollektiven Traumas über deutschen Familien, Gemeinschaften, ja über der gesamten Bevölkerung. Täter wie Opfer fanden danach keine Worte für das Unaussprechliche.
    Nun, vielleicht sind es die Geschichten, die den Schrecken der damaligen Zeit begreifbar machen können...oder auch nicht.
    Mónica Simon ist Tochter eines unter dem NS-Regime Verfolgten. Mit ihrer Geschichte „Der Name des Dichters“ wagte sie sich daran, passende Worte für den Schrecken dieser Zeit zu finden. Doch das Unterfangen, das Unbegreifliche in Begriffe zu packen, stößt naturnotwendig an seine Grenzen. Und doch ist am Ende eine ergreifende Erzählung entstanden.
    Radio München veröffentlicht diese Geschichte kurz vor dem 86. Jahrestag der Novemberpogrome, in Gedenken an die unzähligen Menschen, die den damaligen Schrecken zum Opfer fielen. Sabrina Khalil hat der Geschichte ihre Stimme verliehen.
    Bild: KI
    Eine Verfilmung der Kurzgeschichte finden Sie hier: https://youtu.be/N2zoQUQpqBo?si=ZMlhIRyi7S9eY4J1
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    18 min

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