Eigentlich hatten viele Musiker und Tournee-Veranstalter nach der zweijährigen Corona-Pause auf Nachhol-Effekte und eine riesige Nachfrage nach Live-Musik gesetzt, doch diese Hoffnungen haben sich in den vergangenen Monaten oft zerschlagen. Gründe sind auf der einen Seite Fachkräfte-Mangel und sprunghaft steigende Kosten, auf der anderen Seite schleppende Ticketverkäufe, da viele Kunden aus Angst vor einer Wirtschaftskrise sparen. Auch deswegen wurden schon im Sommer zahlreiche Festivals und Tourneen kurzfristig abgesagt. Seit dem Herbst hat sich die Lage nochmals verschärft. Betroffen sind vor allem kleinere und mittelgroße Veranstaltungen, während "große Namen" wie die Rolling Stones oder Rammstein auch in schwierigen Zeiten binnen Stunden immer noch riesige Arenen ausverkaufen.