Wir schlemmen uns durch die europäische Küche, an sehr unterschiedlichen Orten: in Dänemark an einer enormen südjütländischen Kaffeetafel, in Europas Foodie-Hauptstadt Krakau und auf Sardinien bei der Artischocken-Ernte. Aber egal wo: es gilt überall: Liebe geht durch den Magen.
Wir schlemmen uns durch die europäische Küche, an sehr unterschiedlichen Orten: in Dänemark an einer enormen südjütländischen Kaffeetafel, in Europas Foodie-Hauptstadt Krakau und auf Sardinien bei der Artischocken-Ernte. Aber egal wo, es gilt überall: Liebe geht durch den Magen.
Ab Minute (4:00) wagt sich Thomas Samboll an eine opulente Südjütländische Kaffeetafel in Dänemark.
Jütland – das ist der westliche Teil Dänemarks zwischen Nord- und Ostsee. Ganz im Süden dieser Region gibt es eine Tradition, die ganz viel mit Genuss zu tun hat, aber auch mit Geschichte. Und die eine absolute Grenzerfahrung sein kann, die auch dem Schriftsteller Siegfried Lenz schon alles abverlangt hat. Es geht um die Südjütländische Kaffeetafel, der Lenz ein literarisches Denkmal gesetzt hat – oder sollte man lieber „Mahnmal“ sagen? Denn was dort alles auf den Tisch kommt, lässt sich zwar sehen, aber nur schwer verdauen. Riesige Kuchen- und Keksberge sorgen für einen kulinarischen Härtetest, den nur die Wenigsten wirklich bestehen. Der aber trotzdem jede Menge Naschkatzen aus ganz Dänemark und den Nachbarländern anlockt. Auch Thomas Samboll konnte den Verlockungen der Südjütländischen Kaffeetafel nicht widerstehen ...
Ab Minute (22:30) lässt uns Anna Küch mit-erleben, warum Krakau für sie die Foodie-Hauptstadt Europas ist.
Das polnische Essen zählt zu den besten der Welt. Vor allem in Krakau und Umgebung gibt es eine lebendige Foodszene. Anna Küch isst dort polnische Brezl nach einem Rezept von 1396, entdeckt auf den Märkten Slowfood wie Brennesselsaft, Sauerteigsuppe und eingelegte Rote Bete. In den Cafés probiert sie Torten, da könnten die Österreicher einpacken. Im Nationalpark Ocjow bekommt sie die beste Forelle ihres Lebens. Dort ist es Agnieszka und ihrer Mutter gelungen, die Bachforellenzucht wiederzubeleben und im ganzen Land bekannt zu machen.
Wer noch mehr Geschichten von Anna Küch und ihrer Familie lesen mag, dem sei ihr E-Book zur Europa-Reise empfohlen: “Travel &Taste – wie wir unser Haus kündigten, um ein Jahr lang mit unseren Kindern in Europas Küchen das wahre Leben zu suchen”. Von Patrick und Anna Hemminger, erschienen im Westend Verlag.
Ab Minute (40:00) erkunden Helga-Mari Steininger und Gilbert Schneider die Vielfalt der sardischen Artischocke – und werden fast als Erntehelfer eingespannt.
Bis heute ist Sardinien das Paradies aller Artischocken-Liebhaber. Die einheimische Sorte, Carciofo Spinoso di Sardegna, ist nach Meinung der Sarden die beste der Welt, und auf Sardinien kennt man sich aus mit Artischocken. Geerntet wird das schmale, stachlige Distelgewächs im Winter und Frühling, dann schmeckt es am besten. Helga-Mari Steininger und Gilbert Schneider haben sie direkt vor Ort erlebt, die sardische Begeisterung für die Artischocke.
Und noch eine kulinarische Empfehlung:
Habt Ihr Lust zu kochen, zu lachen und zu träumen? Dann seid Ihr richtig beim Podcast:
„Lecker & très bon – Küchenfunk mit Lolo und Lisi“.
Leckere Gerichte, einfach umgesetzt: Dafür stehen der Radiomann Laurent Genvo und die Radiofrau Lisa Huth. Sie sind erfahrene Hobbyköche und plaudern bei der Zubereitung über alles, was in Frankreich gerade los ist. Das können auch größere politische oder gesellschaftliche Themen sein. Dabei geht’s auch um Musik und Ideen fürs Reisen in die Region, aus der das jeweilige Gericht stammt. Wobei Lolo immer ein bisschen aufpassen muss: Französische Rezepte folgen einer Dramaturgie und Lisi büxt gerne ein bisschen aus.
Den ARD-Podcast „Lecker & très bon – Küchenfunk mit Lolo und Lisi“ des Saarländischen Rundfunks gibt's jeden Freitag in der Mediathek ARD-Sounds.