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Er lässt sich nicht provozieren von der AfD: Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Ev. Landeskirche Anhalts. Ende Januar hat die AfD einen Entwurf ihres Regierungsprogramms veröffentlicht mit kirchenfeindlichen Positionen und der Drohung, den Kirchen den Geldhahn abdrehen zu wollen. „Bisher ist das nur ein Entwurf“, sagt Wolkenhauer, „wir gehen davon aus, dass demokratisch gewählte Parteien sich an das halten, was Recht und Verfassung vorschreiben.“
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Der Landesverband der AfD, der als gesichert rechtsextremistisch gilt, liegt mit knapp 40% in den Umfragen vorn.
Wolkenhauer ist seit einem Jahr im Amt; statt auf Polarisierung setzt er auf Verständigung: „In unseren Gemeinden ist jeder willkommen, egal, wer was wählt. Solange wir uns offen unsere Meinung sagen, über unsere Ängste und Hoffnungen sprechen, so lange kann das nur ein gutes Gespräch sein. Schwierig wird es erst, wenn das Gespräch aufhört.“ Sein Wunsch: „Kirchengemeinden sollten Orte der Verständigung und Begegnung sein, Orte der Heilung, Orte des Gebets.“
Erfahrung in der Steuerung von Versöhnungsprozessen hat Wolkenhauer gesammelt im Leitungsteam der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland; so hat er u.a. ein Versöhnungsprojekt in seiner Zeit als Pastor in der Nordkirche initiiert: das Demminer Trauertuch.
Die Ev. Landeskirche Anhalts ist mit 24 000 Mitgliedern die kleinste der EKD-Gliedkirchen, eine Fusion ist derzeit nicht geplant: „Die Menschen, die hier Verantwortung tragen, sind überzeugt, dass wir momentan als kleine Landeskirche eine größere Wirksamkeit in unserer Gesellschaft entfalten können.“ Regina König hat Karsten Wolkenhauer getroffen im Landeskirchenamt in Dessau.
Autor: Regina König
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderEr lässt sich nicht provozieren von der AfD: Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Ev. Landeskirche Anhalts. Ende Januar hat die AfD einen Entwurf ihres Regierungsprogramms veröffentlicht mit kirchenfeindlichen Positionen und der Drohung, den Kirchen den Geldhahn abdrehen zu wollen. „Bisher ist das nur ein Entwurf“, sagt Wolkenhauer, „wir gehen davon aus, dass demokratisch gewählte Parteien sich an das halten, was Recht und Verfassung vorschreiben.“
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Der Landesverband der AfD, der als gesichert rechtsextremistisch gilt, liegt mit knapp 40% in den Umfragen vorn.
Wolkenhauer ist seit einem Jahr im Amt; statt auf Polarisierung setzt er auf Verständigung: „In unseren Gemeinden ist jeder willkommen, egal, wer was wählt. Solange wir uns offen unsere Meinung sagen, über unsere Ängste und Hoffnungen sprechen, so lange kann das nur ein gutes Gespräch sein. Schwierig wird es erst, wenn das Gespräch aufhört.“ Sein Wunsch: „Kirchengemeinden sollten Orte der Verständigung und Begegnung sein, Orte der Heilung, Orte des Gebets.“
Erfahrung in der Steuerung von Versöhnungsprozessen hat Wolkenhauer gesammelt im Leitungsteam der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland; so hat er u.a. ein Versöhnungsprojekt in seiner Zeit als Pastor in der Nordkirche initiiert: das Demminer Trauertuch.
Die Ev. Landeskirche Anhalts ist mit 24 000 Mitgliedern die kleinste der EKD-Gliedkirchen, eine Fusion ist derzeit nicht geplant: „Die Menschen, die hier Verantwortung tragen, sind überzeugt, dass wir momentan als kleine Landeskirche eine größere Wirksamkeit in unserer Gesellschaft entfalten können.“ Regina König hat Karsten Wolkenhauer getroffen im Landeskirchenamt in Dessau.
Autor: Regina König
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