
Sign up to save your podcasts
Or


Ein eigentlich überholtes Thema, das auch schon früher an der Reihe hätte sein können. Wird kaum noch verwendet und wenn, dann in umgekehrter Richtung, als man anfänglich annimmt. Allerdings eine gute Grundlage für das, was in der nächsten Folge ansteht.
ShownotesProxy: ein Vermittler zwischen Client und Server
im engeren Sinne verwaltet ein Proxy Anfragen eines Clients an mehrere Server, aber heute vielleicht am weitesten verbreitet: Reverse Proxy
hingegen der vom Client bestellte Vermittler: Anwendungsfälle für Forward Proxies (insb. im Kontext von HTTP)
Für diese Folge klettern wir weit nach oben in den Elfenbeinturm, fast bis zum Magnolienpavillon. Dort haben wir eine ausreichend gute Sicht auf das heutige Thema.
ShownotesEinstiegsfrage: Was macht man, wenn man von Computern Ahnung hat und in einem Computersystem eine Sicherheitslücke findet?
offenbar sind Tätigkeiten in der IT-Sicherheit mit ethischen Fragen verknüpft... und nicht nur da
1984: erste Formulierung einer konsistenten Hackerethik durch den US-Journalisten Stephen Levy, hier in der durch den CCC propagierten Phrasierung
1989: infolge des KGB-Hack Erweiterung der Hackerethik durch den CCC um zwei Zusatzpunkte
2001: Reflektion der Hackerethik durch den finnischen Philosophen Pekka Himanen
Es hat nur 83 Folgen gedauert, bis wir wieder auf das Thema kommen. Diesmal soll es nun um Überlegungen zur tatsächlichen Umsetzung von Datenbanken gehen, und auch Tücken im Detail kommen zur Sprache.
ShownotesRückbezug STP012: relationale Datenbanken (RDBMS)
Normalisierung: Strukturierung von Datenbankschemata in einer Art und Weise, die Redundanzen reduziert
erste Normalform (1NF): einzelne Tabellenspalten dürfen nur atomare Werte enthalten, keine strukturierten Datensätze
zweite Normalform (2NF): 1NF + keine Spalte außerhalb eines Schlüsselkandidaten hängt funktional von einer echten Teilmenge des Schlüsselkandidaten ab
dritte Normalform (3NF): 2NF + keine Nichtschlüsselspalten hängen untereinander funktional ab
weitere Normalformen: Boyce-Codd-Normalform (BCNF), 4. Normalform (4NF), 5. Normalform (5NF)
Der Vertrauende macht Aspekte seines Wohlergehens und seiner Sicherheit vom Verhalten des Kooperationspartners abhängig, sagt die Wikipedia. Der vertrauen wir ja bekanntlich. Was könnte man aber tun, wenn der Kooperationspartner nicht menschlich und somit schwierig einzuschätzen ist?
Prolog: in der IT-Sicherheit meist der Angreifer im Vorteil, weil vielfache Wiederholung bzw. Fächerung von Angriffen vergleichsweise einfach ist und am Ende nur einer durchkommen muss
Code Signing
Seitenleiste: die entsprechenden Signaturschlüssel sind sicherheitskritisch und werden heutzutage meist in HSM (Hardware-Sicherheitsmodulen) aufbewahrt
Problem: Was bringt eine signierte Programmdatei, wenn die Ausführungsumgebung schon kompromittiert ist?
Vorteile von Code Signing und Secure Boot:
Nachteile von Code Signing und Secure Boot:
ganz anderer Ansatz: Reduktion der Trusted Computing Base (TCB) ("vertrauenswürdige Rechenbasis" bzw. eher "der man vertrauen muss")
Videoempfehlung für diese Art, über Software nachzudenken: Fefe über "Das Nützlich-Unbedenklich-Spektrum"
Es wurde in der vorangegangenen Holzfolge angedroht und hier ist sie nun: die Folge über Leime. Allerdings natürlich nicht vollständig, sondern eher mit verstärkem Bezug zu vergangenen Techniken und Technologien. Wie passend, dass Ajuvo und Damals™ mit dabei ist.
ShownotesImpressionen aus der Aufnahmesituation:Und nun die eigentlichen Shownotes:
Trocknen vs. Härten
Bindemittel allgemein: "Man kann mit allem malen, was pappt." – Bindemittel kann alles sein, dass sowohl inneren Zusammenhalt hat (Kohäsion) als auch an den verarbeiteten Materialien anhaftet (Adhäsion) und sich sinnvoll verarbeiten lässt.
Mineralische Bindemittel
Öle (fette und ätherische)
Harze
Wachse
Seifen, basische Salze von Fettsäuren
Pflanzliche Leime (Kohlenhydrate)
Tierische Leime (Proteine)
Letzte Folge der Reihe. Heute mit Bilderzeugungsmodellen und der Erklärung, warum die später drankommen, obwohl sie eher da waren (zumindest in der breiten Nutzung). Außerdem noch mit ein paar abschleßenden Gedanken am Ende dieser Serie.
ShownotesNochmal zurück zum ersten KI-Winter (siehe STP091): Warum skalieren reine Perzeptrone schlecht? Bsp. Bildererkennung
Faltende neurale Netzwerke (Convolutional Neural Network, CNN, ConvNet)
ab 2015: Diffusionsmodelle
Der gespielte O-Ton ist aus Deutschlandfunk Hintergrund: "10 Jahre OpenAI: Wie ChatGPT mit KI die Welt verändert".
Xyrills Abendgedanken: Nach dieser Ausarbeitung verstehe ich jetzt, warum die Konnektionisten Transformer als den Durchbruch schlechthin und als Allheilmittel einsetzen. Aber, nochmal aus Gary Marcus's Blogartikel, der in STP089 referenziert war:
Für immer gefangen im Land der Korrelationen, können neurale Netzwerke niemals (egal, wie viel Daten oder Rechenleistung ihnen zur Verfügung stehen) in der Lage sein, kausale Beziehungen zu verstehen -- warum Dinge so sind, wie sie sind -- und daraus folgend kausale Schlussfolgerungen zu ziehen. Dieser kritische Teil der menschlichen Kognition ist, warum Menschen nur einmal die Straßenverkehrsregeln in einer Stadt lernen müssen, um dann in vielen anderen Städten sicher fahren zu können, argumentiert Marcus. Teslas Autopilot hingegen kann Milliarden von Kilometern an Fahrten aufzeichnen und trotzdem crashen, wenn er in ein unbekanntes Szenario gerät oder mit ein paar strategisch plazierten Aufklebern überlistet wird. Marcus plädiert dafür, stattdessen Konnektionismus und Symbolismus miteinander zu verbinden.
Und weiter:
Viele der Fortschritte heutiger KI-Modelle resultieren wahrscheinlich aus der Ausweitung des Einsatzes symbolischer Werkzeuge, und nicht aus mehr Skalierung. Riesige Infrastruktur-Investitionen wie Stargate basieren wahrscheinlich auf falschen Annahmen darüber, was tatsächlich den Fortschritt vorantreibt.
Als Schlusswort dieselbe Kritik an der Skalierungshypothese, aber weniger technisch ausgedrückt, von Quinn Norton in "What we talk about when we talk about AI":
Menschen sind anders. Trotz der Entlehnung von Nomenklatur aus der Biologie haben die neuralen Netzwerke, die im Training von KI verwendet werden, keine Neuronen der menschlichen Art. Der Unterschied ist erkennbar. Wir lernen Sprache, Lesen und Schreiben anhand eines winzigen Datensatzes, und dieser Prozess umfasst Mimikry, Gefühle, Kognition und Liebe. Da mag auch statistische Gewichtung vorkommen, aber wenn dem so ist, dann haben wir den entsprechenden Mechanismus noch nicht in unserem Verstand und unseren Gehirnen gefunden. Es erscheint unwahrscheinlich, dass es dort in einer ähnlichen Form existieren würde, da diese KI-Systeme so viel mehr Informationen und Rechenleistung aufwenden müssen, um zu tun, was ein Erstsemesterstudent mit ein bisschen Motivation hinbekommt. Motivation ist unser Problem, aber es ist niemals ein Problem für KI-Systeme. Sie machen immer weiter, bis ihre Befehle einen Endpunkt erreichen, und dann erstarren sie. KI-Systeme sind leblos zu Beginn, leblos währenddessen, und leblos am Ende.
Einige haben sich schon gefragt, wann denn nun die KI-Serie anfängt. Nun ja. Nachdem wir die letzten Male die Grundlagen besprochen haben, geht es nun im Sinne des aktuellen Zeitgeistes wirklich um KI. Zuerst im Bezug auf Text.
ShownotesDamit wir uns nicht komplett verzetteln, beschränken wir uns in diesem Zweiteiler auf alle Entwicklungen, die zu den aktuellen Buzzword-Technologien geführt haben: Transformer und Diffusionsmodelle.KI-Winter: Flaute in der KI-Forschung nach dem Scheitern eines bestimmten Ansatzes
Rekurrente neurale Netzwerke (Recurrent Neural Network, RNN)
2014: seq2seq zum Übersetzen natürlicher Sprache
2017: Transformer verwerfen die rekurrente Struktur und arbeiten nur mit Attention, um die Parallelisierbarkeit zu verbessern (daher der berühmte Paper-Name "Attention is all you need")
Abendgedanken aus "Large Language Models, Model Collapse and the Conservation of Information": Es ist überraschend, wieviele Probleme sich auf "das nächste Wort vorhersagen" reduzieren lassen (vgl. Meldungen der Form "Goldmedaille in der Matheolympiade"). Aber:
Bevor wir dann wirklich zu dem kommen, was wir heute unter KI verstehen, geht es heut noch mal um die nun nicht mehr ganz so graue Vorzeit. Immerhin beginnen wir jetzt damit, Neuronen zu kitzeln und Liegestütze machen zu lassen. Nebenbei steuert Xyrill noch wertvolle Erziehungstipps bei.
Shownotes1943: mathematische Modellierung von Neuronen durch den Neurophysiologen Warren McCulloch und den Logiker Walter Pitts
1957: Verschaltung mehrerer "Neuronen" zu einem Perzeptron
1990er-2010er: maschinelle Übersetzung natürlicher Sprache mit statistischen Modellen, die keine neuralen Netzwerke sind (Quelle: Xyrills Vorlesungsnotizen von 2016; passenderweise dasselbe Jahr, indem Google Translate auf neurale Netzwerke umstieg)
1980er: Expertensysteme, beispielhaft an der Programmiersprache Prolog
Scheinbar ist die sogenannte KI etwas, was nicht ganz so schnell wieder weg geht. Daher fangen wir in dieser Episode damit an, etwas genauer zu erklähren, was es damit auf sich hat. Im ersten Teil dieser Reihe geht es um die entferntere Geschichte, die zu dem geführt hat, was wir heute sehen.
ShownotesDer Einfachheit halber wird im gesamten Text "künstliche Intelligenz" als KI und "maschinelles Lernen" als ML abgekürzt.KI kann vieles heißen, siehe die Breite von Meilensteinen in Wikipedias Timeline of AI; ein paar Picks als initiale Motivation
damit durch Leibniz wichtige Vorarbeit für beide wesentlichen Lager der KI-Forschung, gemäß Einteilung von KI-Forscher Gary Marcus
1956: Dartmouth Conference, ein zweimonatiges Sommerseminar zu KI
Heute mal eine eher kurze Folge. Darin geht es ums Kochen und ähnliche Dinge und wie man sie verbinden könnte (oder auch nicht).
Shownotesttimeless kocht eines seiner geTeXten Rezepte:Xyrill kocht ein C++-Programm mit make(1):
From the publisher's feed

9 Listeners

219 Listeners

5 Listeners