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„Der Herr sprach zu Jakob: Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land.“
Streit unter Geschwistern, Neid und Ärger. Einer ist der Schnelle, der andre nicht so helle. Jakob war wohl oft ungeduldig mit seinem behäbigeren Bruder Esau. Und jetzt ist der Konflikt in der Familie aus dem Ruder gelaufen. Esau ist zu Recht wütend und sähe es am liebsten, wenn es Jakob gar nicht gäbe.
Das Gefühl der Benachteiligung unter Geschwistern – es ist so alt wie die Menschheit. Jakob hat seinen Bruder hintergangen, sich das erschlichen, was Esau zustand. Heute wäre das vielleicht ein ansehnlicher Geldbetrag oder ein eigenes Auto. Damals war es der ganz besondere Segen: dass es dem Sohn gut geht in seinem Leben, dass Gottes Auge auf ihm ruht, dass er stark und voller Zuversicht seinen Weg geht.
Den besonderen Segen, der dem zuerst Geborenen zustand, den hat Jakob sich ergaunert, aber nach Segen sieht es für ihn jetzt gar nicht aus. Jetzt hilft nur eins: ganz woanders neu anfangen, weit weg von zu Hause. Jakob geht, und nun ist er auf der Straße gelandet, unterwegs zu Verwandten, die er gar nicht kennt, die ihn vielleicht auch nicht haben wollen. Der Triumph des erfolgreichen Tricks um den Segen ist der Angst vor der Wut des Bruders gewichen, Jakob ist erschöpft, allein, heimatlos. Nach Segen fühlt sich das nicht an. Und vielleicht plagt ihn auch das schlechte Gewissen. Straft Gott ihn nun nicht für seinen Betrug?
Jakob ist erschöpft, voll innerer Unruhe, widerstreitender Gefühle: voll Sehnsucht nach zu Hause und zugleich darauf aus, weit wegzukommen. Mit dem Bruder war es nicht mehr auszuhalten. Und vielleicht mit sich selbst auch nicht. „Warum lasse ich mich von ihm immer wieder so reizen? Und andererseits: warum ist er auch so schwerfällig? Warum muss ich gerade mit so einem Bruder klarkommen?“
Später gibt es sogar eine Versöhnung mit seinem Bruder. Etwas, das Jakob sich jetzt gar nicht vorstellen kann.
Kein glatter Lebensweg, aber doch ein gesegneter. Denn Gott ist und bleibt der Gott Jakobs. Auf allen Wegen.
Autor: Pfarrerin Christine Weidner
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender„Der Herr sprach zu Jakob: Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land.“
Streit unter Geschwistern, Neid und Ärger. Einer ist der Schnelle, der andre nicht so helle. Jakob war wohl oft ungeduldig mit seinem behäbigeren Bruder Esau. Und jetzt ist der Konflikt in der Familie aus dem Ruder gelaufen. Esau ist zu Recht wütend und sähe es am liebsten, wenn es Jakob gar nicht gäbe.
Das Gefühl der Benachteiligung unter Geschwistern – es ist so alt wie die Menschheit. Jakob hat seinen Bruder hintergangen, sich das erschlichen, was Esau zustand. Heute wäre das vielleicht ein ansehnlicher Geldbetrag oder ein eigenes Auto. Damals war es der ganz besondere Segen: dass es dem Sohn gut geht in seinem Leben, dass Gottes Auge auf ihm ruht, dass er stark und voller Zuversicht seinen Weg geht.
Den besonderen Segen, der dem zuerst Geborenen zustand, den hat Jakob sich ergaunert, aber nach Segen sieht es für ihn jetzt gar nicht aus. Jetzt hilft nur eins: ganz woanders neu anfangen, weit weg von zu Hause. Jakob geht, und nun ist er auf der Straße gelandet, unterwegs zu Verwandten, die er gar nicht kennt, die ihn vielleicht auch nicht haben wollen. Der Triumph des erfolgreichen Tricks um den Segen ist der Angst vor der Wut des Bruders gewichen, Jakob ist erschöpft, allein, heimatlos. Nach Segen fühlt sich das nicht an. Und vielleicht plagt ihn auch das schlechte Gewissen. Straft Gott ihn nun nicht für seinen Betrug?
Jakob ist erschöpft, voll innerer Unruhe, widerstreitender Gefühle: voll Sehnsucht nach zu Hause und zugleich darauf aus, weit wegzukommen. Mit dem Bruder war es nicht mehr auszuhalten. Und vielleicht mit sich selbst auch nicht. „Warum lasse ich mich von ihm immer wieder so reizen? Und andererseits: warum ist er auch so schwerfällig? Warum muss ich gerade mit so einem Bruder klarkommen?“
Später gibt es sogar eine Versöhnung mit seinem Bruder. Etwas, das Jakob sich jetzt gar nicht vorstellen kann.
Kein glatter Lebensweg, aber doch ein gesegneter. Denn Gott ist und bleibt der Gott Jakobs. Auf allen Wegen.
Autor: Pfarrerin Christine Weidner
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