Erfolge der Vorsaison spielten keine Rolle mehr
Die Vereinsführung hatte sich mit der Entlassung dem Willen der Fans gebeugt. Dabei hatte Widmayer den 1. FC Nürnberg 1961 zur Meisterschaft geführt und ein Jahr später zum Pokalsieg, aber das spielte plötzlich keine Rolle mehr. Und an diesem Prinzip hat sich bis heute kaum etwas geändert.
Einer, der das Geschäft Bundesliga so gut kennt, wie kaum ein anderer, ist Fußball- Lehrer Peter Neururer. Er war unter anderem Trainer auf Schalke, in Köln und Bochum und sieht ein grundsätzliches Problem darin, „dass die Trainer, die Profis, beurteilt werden von Amateuren und da kommen solche Dinge raus, die wir immer wieder erleben mussten.“
Was Trainer zu ihrer Entlassung sagen
Peter Neururer wurde in seiner langen Karriere mehrfach rausgeworfen, damit steht er jeoch nicht alleine da, viele Trainer können ein Liedchen von ihrer Entlassung singen:
Trainer in der Fußball-Bundesliga zu sein ist eine Traumangelegenheit, die ab und zu auch mal zum Albtraum werden kann.
Ein Trainer ist nicht ein Idiot!
Quelle: Giovanni Trappatoni
Die Trainer in der Bundesliga sind nicht die Mülleimer von allen Menschen hier!
Es gibt zwei Dinge im Leben: Erstens: Irgendwann muss man mal sterben und wenn man Trainer ist, wird man irgendwann entlassen!
Quelle: Klaus Augenthaler
Der Trainer ist noch gar nicht geboren, ist nicht auf der Welt, der ist schon entlassen.
Die Ausnahmen: Trainer, die jahrelang bei einem Verein tätig sind
Die absoluten Ausnahmen sind Trainer, die schon seit Jahren bei einem Verein tätig sind - allen voran Frank Schmidt von Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Heidenheim und auch der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich:
Man muss schon schauen, dass man nicht zu viel Respekt oder Angst hat vor Misserfolg. Das ist schon ein Thema, wo uns Trainer umtreibt!
Quelle: Christian Streich