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Der Weg zum Richtplatz vor den Mauern von Jerusalem ist gewunden, das Pflaster grob, schon innerhalb der Stadtmauer geht es mal steil bergauf, dann wieder bergab. Auch gesunde, leistungsfähige Menschen müssen da genau auf ihre Schritte achten. Erst recht ist der Weg eine Herausforderung für einen erschöpften, dehydrierten Menschen, der kurz vorher noch die Tortur der Geißelung über sich ergehen lassen musste. Und nun auch noch den Kreuzbalken zu schleppen hat.
Dreimal, so sagt es die Überlieferung, dreimal ist Jesus von Nazareth, der Wanderprediger, der Wundertäter, der Rabbi, auf dem Weg nach Golgata gestrauchelt, gestürzt, zusammengebrochen unter der Last. Beim dritten Mal hat das Hinrichtungskommando ein Einsehen: So wird das nichts. Das Problem muss rasch gelöst werden – und wird gelöst. Mit Zwang. Wie steht's im Matthäusevangelium Kapitel 27: „Unterwegs trafen sie einen Mann… - den zwangen sie, den Kreuzbalken zu tragen.“ Simon heißt der Mann, kommt gerade von der Feldarbeit, ist also eher zufällig am Ort und kommt auch gar nicht aus Jerusalem; er stammt aus der Cyrenaika, also aus Libyen.
Dass wir heute noch seinen Namen kennen, sogar Einzelheiten über seine Familie, das ist ein Hinweis: So schecklich die Umstände waren - diese Begegnung mit Jesus war schicksalhaft für Simon. Er ist Teil der Passionsgeschichte geworden. Teil der Heilsgeschichte. Teil des Ganzen. Eine Generation später sind seine Söhne namentlich in den ersten christlichen Gemeinden bekannt. Offensichtlich hat Jesus das Leben des Mannes weit über diesen dunklen Tag der Weltgeschichte hinaus geprägt.
Autor: Markus Baum
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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Der Weg zum Richtplatz vor den Mauern von Jerusalem ist gewunden, das Pflaster grob, schon innerhalb der Stadtmauer geht es mal steil bergauf, dann wieder bergab. Auch gesunde, leistungsfähige Menschen müssen da genau auf ihre Schritte achten. Erst recht ist der Weg eine Herausforderung für einen erschöpften, dehydrierten Menschen, der kurz vorher noch die Tortur der Geißelung über sich ergehen lassen musste. Und nun auch noch den Kreuzbalken zu schleppen hat.
Dreimal, so sagt es die Überlieferung, dreimal ist Jesus von Nazareth, der Wanderprediger, der Wundertäter, der Rabbi, auf dem Weg nach Golgata gestrauchelt, gestürzt, zusammengebrochen unter der Last. Beim dritten Mal hat das Hinrichtungskommando ein Einsehen: So wird das nichts. Das Problem muss rasch gelöst werden – und wird gelöst. Mit Zwang. Wie steht's im Matthäusevangelium Kapitel 27: „Unterwegs trafen sie einen Mann… - den zwangen sie, den Kreuzbalken zu tragen.“ Simon heißt der Mann, kommt gerade von der Feldarbeit, ist also eher zufällig am Ort und kommt auch gar nicht aus Jerusalem; er stammt aus der Cyrenaika, also aus Libyen.
Dass wir heute noch seinen Namen kennen, sogar Einzelheiten über seine Familie, das ist ein Hinweis: So schecklich die Umstände waren - diese Begegnung mit Jesus war schicksalhaft für Simon. Er ist Teil der Passionsgeschichte geworden. Teil der Heilsgeschichte. Teil des Ganzen. Eine Generation später sind seine Söhne namentlich in den ersten christlichen Gemeinden bekannt. Offensichtlich hat Jesus das Leben des Mannes weit über diesen dunklen Tag der Weltgeschichte hinaus geprägt.
Autor: Markus Baum
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