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Am Freitag, den 24. November ist es wieder so weit: Der sogenannte Black Friday läutet die Weihnachtsshopping-Saison ein und lädt mit Rabatten zum Schnäppchenjagen. Jeder kennt wahrscheinlich die Videos, in denen wildgewordene Horden an Menschen vor verschlossenen Kaufhaustüren warten und bei der Öffnung das Geschäft stürmen und sich dabei schnappen was sie kriegen können völlig ungeachtet, was sie dabei in die Hände bekommen oder ob sie dabei alles umrennen. Damit ist der Black Friday der auf die Spitze getriebene Konsumwahn im Kapitalismus. Heute sind es vielleicht weniger die Massen vor den Geschäften als die Massen vor den Online-Shops. Das zeigt allein die Tatsache, dass der Black Friday mittlerweile um den Cyber Monday, also den Start des Weihnachtsverkaufs, erweitert wurde. Deshalb nehmen wir heute Amazon als einen der bekanntesten und größten Online-Versandhändler näher unter die Lupe und diskutieren, wie sich das Modell von Online Shopping und Versandhandel nicht nur auf unser Kaufverhalten, sondern vor allem auf Arbeits- und Produktionsbedingungen auswirkt.
📌 Weshalb wird Amazon als kapitalistische Planwirtschaft bezeichnet?
📌 Wie sieht’s beim Online-Versandhändler mit Verbesserung der Arbeitsbedingungen aus?
📌 Und bringt Amazons Technologie nur Überwachung oder auch positive Veränderungen?
Darüber spricht Teresa mit Klara. Sie ist aktiv bei den Jungen Linken in Wien, sie studiert Volkswirtschaft und arbeitet in diesem Bereich. Außerdem leitet sie dieses Semester einen Lesekreis an der WU zu Marxismus und der Geschichte der Linken.
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Der österreichische Milliardär Rene Benko ist mit seiner Signa Holding, einem Immobilien- und Handelsunternehmen, aktuell jeden Tag in den Schlagzeilen. Denn der Signa, deren Vermögen sich im Bereich von 27 Milliarden Euro – das heißt 9 Nullen hinter den 27 – bewegt, droht die Insolvenz. Und der einflussreiche Milliardär Rene Benko, bekanntlich ein guter Freund von Ex-Kanzler Sebastian Kurz mit großem politischen Einfluss, musste am Mittwoch auf Druck von anderen Beteiligten an der Signa von der Spitze des Beirats und Gesellschafterkomitees zurückziehen. Klingt alles abgehoben und weit weg - hat aber auch große politische Folgen. Deshalb versuchen wir heute die komplizierten Hintergründe zu beleuchten.
Wir versuchen uns heute dem Thema von außen zu nähern:
📌 Kommt’s zum Konkurs und was würde das für uns bedeuten?
📌 Was ist das System, das hinter Benko’s Geschäftsmodell steckt?
📌 Wie kann man mit Grund und Boden überhaupt Geld machen?
Darüber spricht Teresa mit Tobias Kohlberger. Tobias ist im Bundesvorstand der Jungen Linken. Er studiert Betriebswirtschaftslehre an der FH in Wien und arbeitet für den Verein Auslandsdienst.
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Ab 2024 soll es so weit sein: Cannabis soll in Deutschland ab dann frei zu kaufen und zu konsumieren sein. Wenn der Bundestag zustimmt, soll zukünftig der Besitz von bis zu drei Hanfpflanzen und der Besitz von 25 g Cannabis pro Person legal sein. Einfach in die Trafik gehen und sich ein Packerl Joints holen wird man aber trotzdem nicht können, der Kauf und Verkauf wird nur in sogenannten Cannabis-Sozial-Clubs zugelassen.
Während die Konservativen entsetzt sind, gibt es auch Kritik von Links – diese richtet sich fast ausschließlich an den Umstand, dass die Legalisierung nicht weit genug geht.
📌 Aber ist das wirklich so einfach?
📌 Welche Rolle spielen Drogen in der jetzigen Gesellschaft, welche könnten sie in einer besseren spielen?
📌 Und was sind linke Perspektiven auf Drogen und Sucht?
All das diskutiert Teresa mit Ekkehard Madlung-Kratzer. Ekkehard ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und Mitglied im Referat für Suchtmedizin der Ärztekammer Tirol. Ekkehard arbeitet im Landeskrankenhaus Hall, hat 25 Jahre lang eine Drogenstation dort geleitet – und arbeitet wegen Ärztemangel auch jetzt in der Pension noch dort als Arzt.
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Literaturtipps:
Drogenpolitik Und Die Linke (Drug Politics and the Left) (2000).
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/111_Murphy.pdf
Entkriminalisierung und Regulierung
https://library.fes.de/pdf-files/iez/10159.pdf
Von Repression zu Regulierung
https://library.fes.de/pdf-files/iez/10043.pdf
Regulierung von Drogen
https://www.globalcommissionondrugs.org/wp-content/uploads/2018/12/GER-2018_Regulation_Report_WEB-FINAL.pdf
Berichte zur Drogensituation in Österreich
https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Drogen-und-Sucht/Suchtmittel-NPS-Drogenausgangsstoffe/Berichte-und-Statistiken/Berichte-zur-Drogensituation-in-%C3%96sterreich.html
Vergangenen Montag hat die deutsche Politikerin Sahra Wagenknecht ihren Austritt aus der Partei “Die Linke” bekannt gegeben und den Aufbau ihrer eigenen Partei “Bündnis Sahra Wagenknecht” angekündigt. Die einen sehen einen Egotrip einer narzisstischen Politikerin, andere sehen eine lang ersehnte vernünftige linke Partei entstehen, die sich nicht von der Woke-Bubble klein kriegen lässt. Auch mit großen Konsequenzen für die Partei “Die Linke” in Deutschland.
Wir versuchen uns heute dem Thema von außen zu nähern:
📌 Wer sind die Personen, die sich um Wagenknecht scharren?
📌 Welche programmatischen Punkte stehen tatsächlich auf der Agenda der neuen Partei?
📌 Und was können wir in Österreich von dem Ganzen lernen – falls es da was gibt?
Darüber diskutiert Teresa mit Serafin Fellinger. Serafin hat Volkswirtschaft studiert, er arbeitet im Fördermittelmanagement, hat Junge Linke mitgegründet und ist auch Teil vom Podcast-Team.
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Die Stadt Graz wird im Jänner 2024 zum ersten Mal Leute, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, anstellen. 15 Personen können dort um eine Anstellung ansuchen, mit dem Ziel, pflegenden Angehörigen zumindest einen Teil ihrer finanziellen Sorgen abzunehmen. Das Modell ist nicht ganz neu – seit 2019 gibt es das in ähnlicher Form und größerem Umfang schon im Burgenland. Im ersten Moment klingt diese Maßnahme extrem sinnvoll, im zweiten kann man sich aber auch fragen, ob das die Verdrängung von Frauen ins Private, zu Pflege und Haushalt nicht noch weiter befeuert und wieder Einzelnen die Last und Verantwortung dafür aufbürdet.
Wir wollen uns das heute genauer ansehen:
📌 Wie genau funktioniert das Grazer Pflegemodell?
📌 Was sind die Vor- und Nachteile davon, pflegende Angehörige anzustellen?
📌 Ist das auch auf lange Sicht eine sinnvolle Vision?
Darüber diskutiert Teresa mit Bettina Ratzberger. Bettina ist aktiv bei den Jungen Linken in Wien, ist Sozialpädagogin, hat selbst schon im Bereich der Pflege mit beeinträchtigten Kindern gearbeitet und ihr aktueller Beruf ist Hebamme.
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Zum Start der Herbstlohnrunde überraschen die Arbeitgebervertreter mit einem besonders frechen Angebot: Nur 2,5% bieten die in der ersten Verhandlungsrunde als Erhöhung und dafür eine Einmalzahlung von 1.050 Euro. Der Metaller-Gewerkschafts-Chef spricht dabei von „einer Sauerei, einer Frechheit und einer unglaublichen Respektlosigkeit gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“. Die Gewerkschaft hat nach dem Angebot den Verhandlungstisch der Sozialpartner verlassen - und hält ab 21. Oktober Betriebsversammlungen ab.
Weshalb spielt die Metallbranche eine so große Rolle für die Lohnverhandlungen in Österreich?
Weshalb gibt es in Österreich die Sozialpartnerschaft?
Und nutzt oder behindert sie die Arbeiter:innen in Österreich mehr?
👉 Darüber spricht Teresa heute mit Raphael Magauer. Raphael arbeitet bei der Chemie in Linz. Er schreibt politische Analysen für den Junge Linke Hot Take und ist seit kurzem auch Teil vom Podcast-Team.
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“Sollen sie doch Hamburger essen!” – Letzte Woche machte ein Video von Karl Nehammer Schlagzeilen. Im Video ist zu sehen, wie der Bundeskanzler und ÖVP Chef in Stammtischmanier Frauen ausrichtet, dass diese mehr arbeiten gehen sollen, wenn sie mehr Geld brauchen, die Sozialpartnerschaft grundlegend infrage stellt und von Armut Betroffenen empfiehlt, für ihre Kinder Hamburger und Pommes bei McDonalds zu kaufen. Das sei zwar nicht gesund, aber wenigstens billig. Verachtung von Menschen, die in Armut leben müssen – sagen die einen. Ganz normales ÖVP-Parteiprogramm mit der Idee, dass sich “Leistung lohnen müsse", springen andere ÖVP-Politiker Nehammer zur Seite. Und auch einer Umfrage der Tiroler Tageszeitung zufolge stimmen 51% der Befragten den Aussagen von Nehammer grundsätzlich zu. Auch wenn die Zahl mit Vorsicht zu betrachten ist, zeigt es, dass die Vorstellung, dass wer wenig Geld hat, das wahrscheinlich auch nicht anders verdient hat, weit verbreitet ist.
Wir wollen uns das heute genauer ansehen:
📌 Woher kommt die Verachtung von Armen?
📌 Wie unterscheidet sich die Erklärung für Armut bei Konservativen und Linken?
📌 Was kann man tun, um Armut zu bekämpfen statt von Armut Betroffene?
Darüber spricht Teresa heute mit Teresa Petrik. Sie studiert Geschichte und Soziologie, ist aktiv bei den Jungen Linken Wien und plant jede Woche im Podcast-Team frische Folgen für Kein Katzenjammer.
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Letzte Woche machte ein in Europa kaum beachteter Konflikt am Kaukasus Schlagzeilen. Aserbaidschanische Truppen begannen am Dienstag, den 19. September mit einem sogenannten Anti-Terror-Einsatz in der Region Bergkarabach. Seitdem sind mehr als 28.000 Menschen von den 120.000 Menschen, die dort leben, aus der Region geflüchtet.
Das neue Aufflammen des Konflikts hat nicht jetzt erst begonnen, sondern Bergkarabach ist schon seit letztem Dezember weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Bergkarabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber seit den frühen 90er Jahren von Armenien kontrolliert – und es leben heute fast nur Armenier:innen in dem Gebiet. Ein anhaltender Konflikt seit Ende der 80er Jahre, der nie wirklich gelöst wurde und bei dem schon viel Blut geflossen ist und Vertrauen verspielt wurde.
Wir fragen uns heute:
📌 Was passiert in der Region aktuell genau?
📌 Wo liegen die Ursachen für den wieder aufflammenden Konflikt?
📌 Warum schenkt man dem Ganzen in Europa so wenig Aufmerksamkeit, obwohl manche Beobachter:innen sogar einen Völkermord befürchten?
All das bespricht Teresa mit Raphael Bossniak. Raphael ist Journalist und berichtet seit 2020 regelmäßig über den Konflikt um Bergkarabach.
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Seit Elke Kahr zur Bürgermeisterin von Graz gewählt wurde, sind mittlerweile fast zwei Jahre vergangen. Und in Salzburg hat die KPÖ mit dem zweistelligen Einzug in den Landtag in diesem Frühjahr eine kleine Sensation geschafft. Die parlamentarischen Erfolge stellen aber viele Menschen und auch die Partei selbst vor die Frage: Wie geht es weiter?
Welche Rolle spielen parlamentarische Erfolge am Weg zu einer anderen Gesellschaft?
Wann soll man als Kommunist:innen in eine Regierung gehen und wann nicht?
Welche Veränderungen kann man auf lokaler Ebene bewirken?
👉 Darüber spricht Teresa heute mit Robert Krotzer. Robert ist seit 2017 für die KPÖ Stadtrat für Gesundheit und Pflege in Graz - damit auch Teil der Grazer Stadtregierung, die seit 2021 von Elke Kahr als Bürgermeisterin geführt wird. Davor war Robert von Beruf her Lehrer und ehrenamtlich einige Jahre Bundesvorsitzender der Kommunistischen Jugend.
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Der Sommer ist schnell vergangen, wir sind mittlerweile mitten im September und in ganz Österreich ist damit die erste Schulwoche vorbei - aber nicht ohne Probleme. Anfang August haben ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek und Innenministerin Claudia Tanner angekündigt, dass ab Herbst auch Soldaten als Quereinsteiger:innen ohne pädagogische Ausbildung in Schulen unterrichten sollen, weil der Lehrermangel so groß ist. 212 Teil- und Vollzeitstellen für Lehrpersonal waren unbesetzt.
Wie schlimm ist der Lehrermangel in Österreich und wie konnte es überhaupt dazu kommen?
Wieso wird da nicht gegengesteuert?
Und was müsste sich grundlegend ändern, damit die Schule zu einem besseren Ort für Lehrkräfte und Schüler:innen wird?
👉 Darüber spricht Teresa heute mit Amir Sturm. Amir ist selbst Lehrer, er unterrichtet Geschichte, Englisch, Geografie & Werken an einer Mittelschule in Wien. Und er ist im Landesvorstand der Jungen Linken Wien.
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