Überall Geschichte!

Überall Geschichte!

By Mirco Melone & Alan CassidySociety & CultureHistory
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Überall Geschichte! episodes

  • Der Nahostkonflikt (Teil 3): Die Zweistaatenlösung
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    Im Sommer 1937 schlägt eine britische Untersuchungskommission vor, das damals von Grossbritannien verwaltete Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat zu teilen. Es ist der erste offizielle Plan dieser Art. Er trifft auf ein Land, in dem seit dem Generalstreik von 1936 ein Aufstand gegen die britische Herrschaft und die jüdische Einwanderung im Gang ist.

    In dieser dritten und letzten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie es mit diesem Vorschlag weitergeht. Wie reagieren Juden und Araber auf die Aussicht, das Land zu teilen? Was geschieht in Palästina, während über den Plan gestritten wird, und weshalb verhärten sich die Fronten zunehmend? Wir fragen auch, was diese Jahre für die jüdische Gemeinschaft bedeuten und wie sich darin ein neues Verständnis von Wehrhaftigkeit herausbildet. Und warum gibt Grossbritannien die Teilung nach gut einem Jahr wieder auf? Wir blicken auf das britische Weissbuch von 1939 und das Ende des grossen Aufstands. Zum Schluss schauen wir, wie die Geschichte bis zur Gründung des Staates Israel und zur Nakba weitergeht.

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    Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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    Für diese Folge wurden u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet: 
    • Asseburg, Muriel; Busse, Jan: Der Nahostkonflikt, München 2016.
    • Asseburg, Muriel: Palästina und die Palästinenser. Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart, München 2021.
    • Baer, Marc David: Children of Abraham: The 1,400-Year History of Jewish-Muslim Relations, New York 2026.
    • Kessler, Oren: Palästina 1936. Der Große Aufstand und die Wurzeln des Nahostkonflikts, Berlin 2026. 
    • Morris, Benny: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited, Cambridge 2012. 
    1 hr 6 min
  • Der Nahostkonflikt (Teil 2): Der grosse Aufstand
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    Im April 1936 beginnt in Palästina ein gewaltsamer Generalstreik, der sechs Monate dauert und die arabische Gesellschaft nachhaltig verändert. Er gehört zu den Kapiteln des Nahostkonflikts, die in der Geschichtsschreibung beider Seiten oft am Rand stehen.

    In dieser zweiten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie aus dem Streik ein Aufstand gegen die britische Mandatsmacht wird. Wir fragen, wie der Alltag während des Streiks aussieht, welche Rolle der Mufti von Jerusalem als Symbolfigur spielt und wie dieser Aufstand zum Gründungsmoment einer palästinensischen Identität wird, mit der Kufija als sichtbarem Zeichen. Wir schauen auf die jüdische Seite, die zwischen Zurückhaltung und Selbstbewaffnung schwankt, und auf die Briten, die zunehmend die Kontrolle verlieren. Schliesslich geht es um die Peel-Kommission, die 1937 erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorschlägt.

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    Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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    In dieser Folge erwähnt: 
    • Folge 107: Der Nahostkonflikt (Teil 1): Das doppelte Versprechen 

    Für diese Folge wurden u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet: 
    • Asseburg, Muriel; Busse, Jan: Der Nahostkonflikt, München 2016.
    • Asseburg, Muriel: Palästina und die Palästinenser. Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart, München 2021.
    • Baer, Marc David: Children of Abraham: The 1,400-Year History of Jewish-Muslim Relations, New York 2026.
    • Kessler, Oren: Palästina 1936. Der Große Aufstand und die Wurzeln des Nahostkonflikts, Berlin 2026. 
    • Morris, Benny: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited, Cambridge 2012. 
    58 min
  • Der Nahostkonflikt (Teil 1): Das doppelte Versprechen
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    Kaum ein Konflikt der Gegenwart ist so aufgeladen wie der zwischen Israelis und Palästinensern. Gerade deshalb lohnt sich der Blick zurück: Wie hat sich dieser Konflikt eigentlich entwickelt, und wo liegen seine Anfänge?

    In dieser ersten von drei Folgen von «Überall Geschichte!» gehen wir diesen Anfängen nach. Wir zeigen, wie jüdische Einwanderung ab den 1880er-Jahren das gesellschaftliche Gefüge im damals osmanischen Palästina verändert, wie Grossbritannien im Ersten Weltkrieg sowohl den Arabern Unabhängigkeit als auch den Juden eine nationale Heimstätte verspricht, und wie aus diesem doppelten Versprechen in den 1920er-Jahren eine zunehmend religiös aufgeladene Auseinandersetzung wird, mit dem Massaker von Hebron 1929 als Wendepunkt. Wir enden beim grossen arabischen Aufstand von 1936, einem Ereignis, das in beiden Erzähltraditionen des Konflikts bis heute kaum Platz findet, aber das die palästinensische wie die zionistische Bewegung nachhaltig prägt.

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    Tags: Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Zionismus

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    In dieser Folge erwähnt: 
    • Folge 106: Der Deal mit Hitler: Das Münchner Abkommen 1938
    • Folge 36: Wie ein Tag im März die Demokratie zertrümmerte: Das Ermächtigungsgesetz von 1933 

    Für diese Folge wurden u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet: 
    • Asseburg, Muriel; Busse, Jan: Der Nahostkonflikt, München 2016.
    • Asseburg, Muriel: Palästina und die Palästinenser. Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart, München 2021.
    • Baer, Marc David: Children of Abraham: The 1,400-Year History of Jewish-Muslim Relations, New York 2026.
    • Kessler, Oren: Palästina 1936. Der Große Aufstand und die Wurzeln des Nahostkonflikts, Berlin 2026. 
    • Morris, Benny: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited, Cambridge 2012. 
    1 hr 17 min
  • Der Deal mit Hitler: Das Münchner Abkommen 1938
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    «Peace for our time», verkündet der britische Premierminister Neville Chamberlain nach seiner Rückkehr von Hitlers Konferenz in München. Keine sechs Monate später marschiert Nazi-Deutschland in Prag ein, und weniger als ein Jahr später beginnt der Zweite Weltkrieg. Das Münchner Abkommen gilt seither als Inbegriff des gescheiterten Appeasements – und als Vergleich, der bis heute bemüht wird, von Putins Krieg gegen die Ukraine bis zu Chinas Anspruch auf Taiwan.

    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie es im September 1938 zu diesem Abkommen kam. Wir zeigen, wie Hitler mit der Forderung nach dem Sudetenland Europa an den Rand eines Krieges trieb, wie Chamberlain und der französische Regierungschef Daladier nach Deutschland reisten und am Ende doch einknickten, und wie die Konferenz in München selbst ablief. Wir fragen, was Hitler mit diesem Abkommen tatsächlich gewann, warum es schon nach wenigen Monaten zusammenbrach, und ob es das vielzitierte «gewonnene Jahr» für die Aufrüstung der Westmächte wirklich gab.

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    Tags: Zweiter Weltkrieg, Faschismus, Imperialismus, Politik

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    In dieser Folge erwähnt: 
    • Folge 102: Jalta 1945: Als Roosevelt, Stalin und Churchill die Welt aufteilten 
    Für diese Folge wurden u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet: 
    • Goeschel, Christian; Hedinger, Daniel: München 38. Die Welt am Scheideweg, München 2026. 
    • Zarusky, Jürgen; Zückert, Martin (Hg.): Das Münchener Abkommen von 1938 in europäischer Perspektive, München 2013. 
    1 hr 10 min
  • Die Erfindung der Schweizer Neutralität: Zwischen humanitärer Tradition und Geschäftemacherei
    Am 27. September stimmt die Schweiz über eine Volksinitiative ab, die eine strikte Auslegung der Neutralität in die Verfassung schreiben will. Sie beruft sich auf eine angeblich Jahrhunderte alte, immerwährende Tradition. Aber stimmt das überhaupt?

    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» gehen wir dieser Frage anhand von fünf Wendepunkten nach. Wir beginnen bei Marignano 1515, jener Niederlage, die viele für die Geburtsstunde der Neutralität halten, obwohl der Begriff damals so gar nicht existierte. Wir gehen an den Wiener Kongress 1815, wo Grossmächte aus eigenem Interesse eine neutrale Schweiz durchsetzten. Wir erzählen, wie das Rote Kreuz während des Ersten Weltkriegs Millionen Kriegsgefangene registrierte, während Schweizer Offiziere gleichzeitig Geheimnisse an die Mittelmächte weitergaben. Wir zeigen, wie die Schweiz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer Geschäfte mit Nazideutschland als Kriegsgewinnlerin unter Druck stand. Und wir fragen, wie neutral die Schweiz im Kalten Krieg tatsächlich war – und wie dieselbe neutrale Stellung Genf gleichzeitig zur Bühne für Gipfeltreffen zwischen Ost und West machte. Am Ende steht keine geradlinige Tradition, sondern eine Geschichte ständiger Neuaushandlung zwischen echter Vermittlung und handfestem Eigeninteresse.

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    Tags: Schweiz, Neutralität, Sanktionen, Russland

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    Für diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:
    • Jorio, Marco: Die Schweiz und ihre Neutralität. Eine 400-jährige Geschichte, Zürich 2023.
    • Maissen, Thomas: Seit wann ist die Schweiz «neutral seit Marignano»?, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte, 68/2, 2018.
    • Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg (Bergier-Kommission): Schlussbericht, 2002.
    57 min
  • Klimakrise? Eine Geschichte des Wegschauens
    Juni und Juli 2026 waren in Westeuropa die heissesten je gemessenen Sommermonate, mit Tausenden Hitzetoten, ausgetrockneten Böden und Rekordwerten von Portugal bis Tschechien. Und trotzdem wird der menschengemachte Klimawandel von einflussreichen Kreisen bis heute in Frage gestellt. Dabei sind der Treibhauseffekt und die Mechanik der globalen Erwärmung keine neue Erkenntnis. Wissenschaftlich verstanden sind sie seit über 150 Jahren.

    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir die Geschichte dieser Entdeckung: von Eunice Newton Foote, die den Treibhauseffekt schon 1856 experimentell nachwies, über John Tyndall und Svante Arrhenius, der um 1900 den Einfluss von CO₂ auf das globale Klima erstmals berechnete, bis zu Charles David Keeling, dessen Messungen auf Hawaii den menschlichen Einfluss unwiderlegbar machten. Wir fragen, warum diese Warnungen jahrzehntelang folgenlos blieben, wie aus Klimaforschung ein politisches Streitthema wurde, und wie gezielte Kampagnen von Industrie und Wissenschaftlern seit den 1990er Jahren Zweifel säten, wo längst Klarheit herrschte.

    «Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.

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    Tags: Klimawandel, Klimaforschung, Wissenschaftsgeschichte, Klimaskepsis

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    In dieser Folge erwähnt: 
    • Folge 85: Die Wettermacher: Vom Traum, den Himmel zu steuern
    • Folge 87: Von Vulkanen, Utopien und Smileys: Unser Jahr in fünf Geschichten 
    • Folge 90: Hitlers Atombombe: Die Entdeckung (Teil 1)  
    Für diese Folge wurden u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet: 
    • Thompson, Clive: How 19th-Century Scientists Predicted Global Warming, in: JSTOR Daily, 2019.
    • Weart, Spencer R.: The Discovery of Global Warming, Cambridge 2008.
    • Oreskes, Naomi; Conway, Erik M.: Merchants of Doubt, London 2010. 
    • Rahmstorf, Stefan; Schellnhuber, Hans Joachim: Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie, München 2006.
    • Broecker, Wallace: Climatic Change: Are We on the Brink of a Pronounced Global Warming?, in: Science, 1975, S. 460-463.
    • Hansen, James: Testimony before the U.S. Senate Committee on Energy and Natural Resources, 1988.
    • Tol, Richard S. J.: The Economic Impacts of Climate Change, in: Journal of Economic Perspectives, 21/2, 2007, S. 135-154. 
    54 min
  • Der Siegeszug der Jeans: Arbeit, Rebellentum, Designermode
    Aus einer Matrosenhose ist eine globale Modeikone des 21. Jahrhunderts geworden: die Jeans. Dabei waren Jeanshosen immer schon viel mehr als nur ein einfaches Kleidungsstück. Bis heute sind Jeans eine Lupe für die grosse Weltgeschichte, die sich im Kleinen spiegelt. In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie aus dem bereits im Mittelalter bekannten, robusten Arbeitsstoff jene Ikone der Moderne wurde, die im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neu erfunden wurde.

    Wir blicken dafür auf die nietenverstärkten Arbeiterhosen von Levi Strauss und Jacob Davis, die amerikanischen Dude Ranches der 1920er-Jahre und auf James Dean, der die Jeans zum Zeichen der Rebellion und Freiheit machte. Und wir stellen uns die Frage: Wie konnte die Jeans zum globalen Modeaccessoire werden, das zugleich Designerstück, Antimode, Fast Fashion und Symbol für Nachhaltigkeitsdenken ist?

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    Tags: Jeans, Mode, Industrie, Gegenkultur

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    In dieser Folge erwähnt: 
    • Folge 1: Der American Dream von 'General' Sutter
    • Folge 24: Hip-Hop and you don't stop: Die Geburt einer Bewegung
    • Folge 29: Das Warenhaus: Eine kurze Konsumgeschichte 
    • Folge 50: Von der Industriebrühe zum Kultgetränk: Die Geschichte des Espresso
    • Folge 63: Der Spirit des Silicon Valley: Erfunden, verkauft, verraten
    • Folge 71: Coca-Cola – Elixier des Kapitalismus 
    Für diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:
    • Miller, Daniel; Woodward, Susan: Blue Jeans. The Art of the Ordinary, Berkeley 2012.
    • Miller, Daniel; Woodward, Susan (Hg.): Global Denim, Oxford 2010
    1 hr 4 min
  • Jalta 1945: Als Roosevelt, Stalin und Churchill die Welt aufteilten
    Grossmächte, die sich gegenseitig Einflusssphären zugestehen: Das klingt nach Kaltem Krieg, ist aber auch die Sprache der Gegenwart, von der Ukraine bis Grönland. Diese Logik hat einen konkreten Ursprung: Jalta.

    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir von der Konferenz im Februar 1945, als sich Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin acht Tage lang auf der Krim trafen, um die Nachkriegswelt zu verteilen, während der Zweite Weltkrieg noch tobte. Wir zeigen, wie drei Männer mit völlig unterschiedlichen Weltbildern und Biografien um Deutschland, Polen und die künftige UNO ringen. Und wir fragen: Wie kommt es, dass Roosevelts Vision einer Welt ohne Einflusssphären verliert, und Stalins Logik sich durchsetzt, bis heute?

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    Tags: Jalta, Kalter Krieg, Roosevelt, Stalin

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    Für diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:
    • Plokhy Serhii: Yalta. The Price of Peace, New York 2010.
    1 hr 1 min
  • Der arbeitende Kunde: Wie wir lernten, uns selbst zu bedienen (und was KI damit zu tun hat)
    Der Oxforder Ökonom Carl Benedikt Frey findet eine Ratte im Garten und fragt ChatGPT, wie er das Tier wieder los wird. Die Tipps der KI nützen nichts, aber was Frey daraus macht, ist ein Essay über etwas, das uns alle betrifft: Was früher der Kammerjäger, der Steuerberater, das Reisebüro erledigten, machen wir heute selbst – und nennen es Fortschritt.

    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie diese Denkweise begann. Mit einem Schulabbrecher in Tennessee, der 1916 den modernen Supermarkt erfand, der seine Nachahmer überall auf der Welt fand. Mit der Erfindung des Bankautomaten, den Ikea-Möbeln und schliesslich dem Smartphone, mit dem wir heute alles erledigen. Wir fragen uns: Wie setzte sich die Idee durch, dass wir immer Tätigkeiten selbst übernehmen? Und was kostet uns das, wenn wir nicht in Geld, sondern in Zeit rechnen? Und wie spüren wir dabei die KI-Revolution?

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    Tags: Wirtschaftsgeschichte, Selbstbedienung, KI, Arbeit

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    Für diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:
    • Carl Benedikt Frey: This Is Why You're Drowning In Busywork, in: New York Times, 11.5.2026.
    • Ruth Cowan Schwartz: More Work For Mother: The Ironies Of Household Technology From The Open Hearth To The Microwave, New York 1983
    55 min
  • Hooligans: Rausch, Männlichkeit und rechtsextreme Politik
    Die WM 2026 läuft, und die Schlagzeilen über Fangewalt bleiben bisher aus. Dabei gehörte die Angst vor Ausschreitungen bei grossen Turnieren jahrzehntelang zum Vorfeld dazu wie das Eröffnungsspiel. Was ist passiert?
    In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir die Geschichte des Hooliganismus: von den Wurzeln im 19. Jahrhundert bis zu den ersten Stehplatzkämpfen in englischen Stadien der 1960er-Jahre, über die organisierten Firms der 1970er und 80er, mit ihren Visitenkarten, Designerklamotten und verabredeten Schlägereien. Wir reden über die Katastrophe von Heysel 1985 und den strukturellen Wandel, der danach folgte. Wir fragen, was Hooligans antreibt: Männlichkeitsbeweis, Gruppenzugehörigkeit oder der schiere Rausch der kollektiven Gewalt. Und wir verfolgen, wohin das Phänomen von England aus gewandert ist: von Deutschland über Osteuropa in ein internationales Netzwerk, das Fussball, Kampfsport und rechtsextreme Politik verschmilzt.

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    Tags: Fussball, WM, Hooligans, Fangewalt

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    Für diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:
    • Buford, Bill: Among the Thugs. The Experience, and the Seduction, of Crowd Violence, London 1991 (Deutsch: Geil auf Gewalt. Unter Hooligans, München 1992)
    • Claus, Robert: Hooligans. Eine Welt zwischen Fussball, Gewalt und Politik, Bielefeld 2017
    • Hollanda, Bernardo Borges Buarque de: Spectator Violence in Stadiums. A Historical Perspective, in: FuLiA – Revista de Fútbol, Linguística y Arte, Vol. 2, No. 2, Belo Horizonte 2021, S. 42–68 [PDF: https://periodicos.ufmg.br/index.php/fulia/article/view/20274]
    59 min

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Wir sind Mirco Melone und Alan Cassidy. Wir sind Freunde. Wir lieben Geschichte. Und deshalb gibt es diesen Podcast. Bei «Überall Geschichte!» sprechen wir alle zwei Wochen über ein historisches…

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