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5. Jahrhundert vor Christus in Susa, der Hauptstadt Persiens: Der Großkönig hat einen neuen Großwesir bestellt. Einer beugt seine Knie vor diesem hohen Beamten des Königs nicht: Der Jude Mordechai. Dieser kniet vor Gott, aber nicht vor Menschen. Dafür soll nicht nur Mordechai büßen, sondern auch sein Volk: Die Juden. Ein entsprechendes Gesetz wird auf den Weg gebracht. Als Mordechai die Folgen seines Tuns erfährt, geht er in Sack und Asche. Er klagt und schreit. Andere Juden schließen sich ihm an. Klagen und fasten.
Wie reagiert seine Nichte Esther, die persische Königin, die auch Jüdin ist, als sie von der Gefahr für das jüdische Volk erfährt? In der Bibel, im Buch Esther steht: „Die Königin erschrak sehr. Sie schickte Mordechai Gewänder, damit er sich bekleiden und das Trauergewand ablegen könne. Doch er nahm nicht an.“ (Esther 4,4)
Die gemeinsame Klage, das Erschrecken verbindet die Juden im persischen Reich. Sie verbergen ihre Gefühle nicht, sondern zeigen sie durch ihre Trauerkleidung. Sie machen ihr Entsetzen mit ihrer Stimme hörbar und verweigern Nahrung – sie fasten. Orientalisch übertrieben? Für unseren Geschmack vielleicht. Wer trägt noch länger schwarze Kleidung, wenn er um einen Menschen trauert?
Den Juden hilft das laute Trauern. Sie ergeben sich nicht dem Todesschicksal, sondern suchen einen Weg. Miteinander reden, Einsicht gewinnen, fasten, dem König trotz Todesgefahr mutig entgegentreten.
Bewusst trauern, hilft, Gott als Gesprächspartner zu sehen und den nächsten Schritt zu erkennen.
Autor: Pastorin Elke Drossmann
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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5. Jahrhundert vor Christus in Susa, der Hauptstadt Persiens: Der Großkönig hat einen neuen Großwesir bestellt. Einer beugt seine Knie vor diesem hohen Beamten des Königs nicht: Der Jude Mordechai. Dieser kniet vor Gott, aber nicht vor Menschen. Dafür soll nicht nur Mordechai büßen, sondern auch sein Volk: Die Juden. Ein entsprechendes Gesetz wird auf den Weg gebracht. Als Mordechai die Folgen seines Tuns erfährt, geht er in Sack und Asche. Er klagt und schreit. Andere Juden schließen sich ihm an. Klagen und fasten.
Wie reagiert seine Nichte Esther, die persische Königin, die auch Jüdin ist, als sie von der Gefahr für das jüdische Volk erfährt? In der Bibel, im Buch Esther steht: „Die Königin erschrak sehr. Sie schickte Mordechai Gewänder, damit er sich bekleiden und das Trauergewand ablegen könne. Doch er nahm nicht an.“ (Esther 4,4)
Die gemeinsame Klage, das Erschrecken verbindet die Juden im persischen Reich. Sie verbergen ihre Gefühle nicht, sondern zeigen sie durch ihre Trauerkleidung. Sie machen ihr Entsetzen mit ihrer Stimme hörbar und verweigern Nahrung – sie fasten. Orientalisch übertrieben? Für unseren Geschmack vielleicht. Wer trägt noch länger schwarze Kleidung, wenn er um einen Menschen trauert?
Den Juden hilft das laute Trauern. Sie ergeben sich nicht dem Todesschicksal, sondern suchen einen Weg. Miteinander reden, Einsicht gewinnen, fasten, dem König trotz Todesgefahr mutig entgegentreten.
Bewusst trauern, hilft, Gott als Gesprächspartner zu sehen und den nächsten Schritt zu erkennen.
Autor: Pastorin Elke Drossmann
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