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Die Zeiten, in denen dem Begriff der Künstlichen Intelligenz etwas Geheimnisvolles, geradezu Mystisches anhaftete, scheinen passé zu sein. Mittlerweile sind KI-basierte Algorithmen zu gewöhnlichen Akteuren geworden, die den privaten und beruflichen Alltag von Menschen maßgeblich beeinflussen. Und die Fachleute sind sich einig: Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.
Weniger Konsens herrscht bei der Frage, ob KI als Segen oder als Fluch zu betrachten ist. Deutlich werden die unterschiedlichen Beurteilungsweisen etwa bei der Betrachtung der Wirkung, die der Einsatz von KI auf die Arbeitswelt hat. Während die einen Effizienzgewinne und wachsende Produktivität ins Treffen führen, warnen andere vor den Folgen von Massenarbeitslosigkeit, wenn intelligente Maschinen menschliche Arbeitskraft obsolet machen. Wie widersprüchlich KI in der österreichischen Unternehmenswelt wahrgenommen wird, zeigt beispielhaft der aktuelle Allianz Risk Barometer 2026. Die Befragung von 3.300 Risikomanagement-Experten ergab, dass Unternehmen KI zunehmend nicht nur als eine leistungsstarke strategische Chance sehen, sondern auch als eine komplexe Quelle für operative, rechtliche und Reputationsrisiken.
Welche konkreten Risiken bestehen bei der Implementierung von KI in Geschäftsprozesse? Wie können Unternehmen unterstützt werden, um KI-Lösungen zu entwickeln, die den regulatorischen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig zuverlässig, robust und zukunftssicher sind? Welche Rolle kommt Regelwerken wie dem EU AI Act zu? Antworten auf diese und andere Fragen gibt im Presse-Podcast Stefan Haas, CEO des TÜV Austria.
Das Interview führt Christian Lenoble.
Von Sissy Rabl. Der Fall Egisto Ott ist einer der wenigen True Crime-Podcasts, den man live mitverfolgen kann. „Der größte Spionagefall der Republik seit dem Zweiten Weltkrieg“ hat morgen seinen Auftakt am Wiener Landesgericht.
Es ist nicht alle Tage, dass ein Staatsschützer vermeintlich für Russland spioniert und dabei auch noch erwischt wird. Das internationale Medieninteresse ist daher groß, das Wiener Landesgericht weiß gar nicht, wie es die vielen Journalisten unterbringen soll. Manfred Seeh wird den Prozess für die „Presse“ begleiten. Hier im Podcast spricht er darüber, was die Öffentlichkeit erwartet und wie lange man sich noch mit Egisto Ott beschäftigen muss.
Gast: Manfred Seeh, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
Gast: Gerhard Hofer, stv. Chefredakteur der "Presse"
Hinweis: Die in dieser Folge eingespielte Gesundheitsminute zum Thema "Hörverlust" wurde finanziert von Neuroth.
Mehr zum Thema dieser Folge:
Krisen-PR in der Wirtschaftskammer: Ducken, aussitzen, totstellen
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Von Christine Mayrhofer. Im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump die Regeln der alten Welt auf den Kopf gestellt: Er pfeift auf internationale Hilfe und kommt Wladimir Putin entgegen, er brüskiert das Nato-Bündnis und setzt wieder auf fossile Energie, er überflutet sein Land mit Dekreten und schickt die Nationalgarde aus, wenn gegen ihn demonstriert wird.
Martin Weiss, ehemaliger österreichischer Botschafter in den USA und heute Leiter des Thinktanks Salzburg Global und „Presse“-Kolumnist, erklärt in dieser Folge, was sich in den USA alles verändert hat, was das für Europa bedeutet und was die nächsten Jahre von Trumps Präsidentschaft bringen könnten. gesprochen.
>>> „Amerikanische Weissheiten“ von Martin Weiss
Gast: Thomas Seibert, Korrespondent "Die Presse" in Istanbul
Der Iran befürchtet ein Täuschungsmanöver von Donald Trump
Seit drei Wochen gehen im Iran Millionen Menschen auf die Straße, aber die iranische Führung schlug die Unruhen brutalst nieder. Auch wenn es nun angeblich einen Deal mit den USA gibt, ist das Regime erschrocken, sagt Thomas Seibert. Er beobachtet die Ereignisse im Iran aus Istanbul und ist Gast in dieser Folge.
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Erstmals in der Zweiten Republik sind junge Männer am 1. Jänner 1956 für neun Monate zum Grundwehrdienst eingerückt. Ab August 1971 waren es nur mehr sechs Monate Grundwehrdienst plus zwei Monate Truppenübungen. Seit 1. Jänner 2006 sind es nur die sechs Monate ohne Übungen danach. Daran hat auch die Volksbefragung von 2013 nichts geändert, bei der sich fast 60 Prozent der Teilnehmenden für die Beibehaltung der Wehrpflicht und gegen ein Berufsheer ausgesprochen haben.
Ob sechs oder acht Monate Grundwehrdienst - nicht nur diese Frage scheint noch offen. Am Dienstag, genau 13 Jahre nach der Volksbefragung, wird die Wehrdienstkommission ihre Ideen für die Zukunft der Wehrpflicht vorstellen. Offiziell ist also noch nichts. Aber ein paar Ideen kursieren schon und hinter den Kulissen wird zwischen den drei Regierungsparteien schon Stellung bezogen, vor allem bei den Neos sträubt man sich gegen eine Wehrdienst-Verlängerung.
Dauer, Alter, Alter bei der Musterung, Probleme mit zunehmender Untauglichkeit, eine mögliche künftige Wehrpflicht von Frauen, die Anzahl und Dauer von verpflichtenden Übungen – es gibt genügend Faktoren, die hier politisch geklärt werden müssen. Daniel Bischof aus der „Presse“-Innenpolitik-Redaktion hat die neuesten Informationen darüber, wohin sich die Debatte gerade entwickelt. Worauf müssen sich junge Menschen einstellen?
Gast: Daniel Bischof, „Die Presse“
Zehn Monate Wehrdienst, Stellung ab 16: Das sind die Pläne der Kommission
Bundesheer will 36 neue Kampfjets: „Luftangriffe auf Österreichs Souveränität sind jederzeit möglich“
Bundesheer sucht Kampfjets: Wer ersetzt den Eurofighter?
Die Bundesregierung möchte Inflation und hohen Lebensmittelpreisen etwas entgegensetzen und plant, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu senken. Doch wie viel von so einer Senkung kommt am Ende bei Konsumenten an? Und wie soll das eigentlich finanziert werden?
Jakob Zirm, Wirtschaftsressortleiter der „Presse“, erklärt in dieser Folge, wie treffsicher eine Senkung der Mehrwertsteuer von Grundnahrungsmitteln auf fünf Prozent ist, und was sie für Österreichs Budget und die Inflationsrate bedeutet.
Gast: Jakob Zirm, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
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Diese Woche startet der Pilnacek-U-Ausschuss, der erste parlamentarische Untersuchungsausschuss, den die FPÖ alleine beantragt hat. Thema sind der Tod des einst einflussreichen Justizbeamten Christian Pilnacek und die Frage, ob es bei den Ermittlungen rund um seinen Tod Ermittlungsfehler oder gar politische Einflussnahme gegeben hat. Unzählige Artikel und Podcasts sind zur Causa Pilnacek bereits veröffentlicht worden, Ermittlungen, Strafverfahren und gerichtsmedizinische Gutachten durchgeführt worden, es gibt unzählige Interviews mit Hinterbliebenen und mehrere Bucherscheinungen. Trotzdem werden rund um den Tod des Justizbeamten nach wie vor Fragen aufgeworfen.
Manfred Seeh und Julia Wenzel blicken in dieser Folge noch einmal auf die Person Christian Pilnacek und seinen Tod zurück: Wer war Christian Pilnacek und welche offenen Fragen gibt es rund um seinen Tod? Und wie viel Aufklärung kann ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss überhaupt leisten?
Gast: Manfred Seeh, Julia Wenzel
**Mehr zum Thema: **
Stellantis vereint 14 Automarken unter einem Dach, darunter Peugeot, Opel, Citroën, Fiat, Jeep, DS Automobiles und Alfa Romeo – um nur einige zu nennen – und zählt damit zu den weltweit führenden Automobilherstellern. Obwohl Stellantis selbst keine Fertigungsanlagen in Österreich betreibt, sind zahlreiche heimische Zulieferbetriebe und Zehntausende Arbeitsplätze vom Geschäft mit dem Konzern mit Sitz in den Niederlanden abhängig. Michael Köttritsch diskutierte im Rahmen der Reformagenda von „Die Presse“ mit Markus Wildeis, dem Managing Director von Stellantis Österreich, über die aktuelle Lage der Branche.
Das Jahr 2025 stellte auch die Automobilindustrie vor große Herausforderungen und heuer wird sich die Situation kaum verbessern. „Es gibt beinahe täglich Hiobsbotschaften aus dem industriellen Bereich, die nicht nur auf die Transformation zurückzuführen sind, sondern auch auf die geopolitische und wirtschaftliche Lage. Diese drei Faktoren spielen zusammen“, bilanziert der Manager. Zudem besteht in Österreich eine Zurückhaltung bei Investitionen, obwohl viele Fahrzeuge veraltet sind. Um die Blockade zu überwinden, bietet Stellantis unter anderem Elektrofahrzeuge um weniger als 20.000 Euro an.
Problematisch ist für Wildeis die Konkurrenzsituation mit China, wo 160 Hersteller um einen Elektroautomarkt rittern, der von der Regierung massiv gestützt und gefördert wird. Deshalb geht Stellantis neue Wege: „Ein Beispiel ist unser internationales Joint-Venture mit dem chinesischen Leapmotor, wobei Stellantis die Mehrheit von 51 Prozent hält“, erklärt er. „Unsere Lösung heißt dabei Kooperation statt Konfrontation.“
Information
Gast: Finanzanalystin Monika Rosen,
Die Nachrichtenlage fühlt sich derzeit alles andere als stabil an. Geopolitische Spannungen, Machtspiele um Rohstoffe, Unsicherheiten rund um die Rolle der USA – vieles deutet auf eine fragile Weltordnung hin. Und doch zeigen die Börsen ein ganz anderes Bild: Der deutsche DAX hat die Marke von 25.000 Punkten überschritten, der ATX notiert auf Rekordniveau, auch an der Wall Street jagt ein Höchststand den nächsten.
Warum lassen sich die Börsen davon kaum beirren? Welche Risiken werden ausgeblendet – und welche nüchtern eingepreist?
In dieser Folge von „Was wichtig ist“ spricht Anna Wallner mit der Finanzanalystin Monika Rosen über die Logik der Märkte in unruhigen Zeiten: über KI als Kurstreiber, überraschende Gewinner wie Silber, Europas neue Rolle an den Börsen – und über die Frage, wie Anlegerinnen und Anleger mit Rekordständen umgehen sollten.
Rosen erklärt, warum geopolitische Spannungen erst dann wirklich gefährlich werden, wenn sie Konsum, Gewinne und Konjunktur treffen – und warum 2026 eher eine Konsolidierung auf hohem Niveau als ein weiterer Höhenflug bevorstehen könnte.
Und was bedeutet all das für Privatanlegerinnen und Privatanleger? Gerade in Rekordphasen stellt sich die Frage, ob man jetzt noch einsteigen soll – oder ob man zu spät dran ist. Monika Rosen rät zu Nüchternheit: nicht der perfekte Zeitpunkt entscheidet, sondern eine langfristige, disziplinierte Strategie. Wer unsicher ist, kann gestaffelt investieren – sollte sich aber weder von Euphorie noch von Angst leiten lassen.
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