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Es könnte die Handlung einer Polit-Satire sein: Hochrangiger sozialdemokratischer Politiker auf Jagdausflug mit einem Hotelier und jenem Immobilien-Unternehmer, der soeben die größte Unternehmenspleite in der Geschichte des Landes fabriziert hat; ein Foto zeigt ihn stolz in ebenjener Gesellschaft vor einem erlegten Hirsch. Ausgerechnet mit René Benko, mittels U-Ausschuss auserkorene Zielscheibe der SPÖ, lässt sich der Tiroler SPÖ-Chef bei einem Jagdausflug ablichten. Dass er dabei auch gegen das über ihn verhängte Waffenverbot verstoßen haben könnte, scheint in puncto Glaubwürdigkeit quasi nebensächlich.
Das könnte nicht nur sein politisches Aus bedeuten, sondern sorgt auch für weitere politische Instabilität der SPÖ: Klaus Knittelfelder aus dem „Presse“-Innenpolitikressort erzählt in dieser Folge, warum er die politische Dimension dieser Dornauer-Episode deutlich spannender findet, als die strafrechtliche; und er ordnet ein, was die Causa für Bundesparteichef Andreas Babler bedeuten könnte.
Gast: Klaus Knittelfelder, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
In Deutschland ist die Ampel geplatzt, in Österreich wird gerade sehr langsam an einer schwarz-rot-pinken Dreierkoalition gebastelt. ÖVP und SPÖ haben entschieden, ab sofort mit Neos in Gespräche zu gehen. Nun müssen Karl Nehammer, Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger abstecken, wie gut sie zusammen passen. Elisabeth Hofer sagt im Podcast, was dabei rauskommen kann und wer in diesem Trio welche Reformen anstoßen will.
Gast: Elisabeth Hofer, Innenpolitik-Redakteurin
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Österreichs Wirtschaft schrumpft das zweite Jahr in Folge, während die Bürokratie durch EU-Verordnungen, Richtlinien und nationale Gesetze weiter zunimmt. Wie viel Regulierungsdichte noch tragbar ist, erörterte Eva Komarek von der „Presse“ im Gespräch mit Karl Grün, Director Standards Development beim Austrian Standards Institute, Andreas Klauser, CEO der Palfinger AG, und Thomas Steinbauer, Partner und COO von PwC Österreich.
Österreich im internationalen Vergleich
Andreas Klauser, CEO des Kran- und Hebellösungsherstellers Palfinger, sieht einen massiven Wettbewerbsnachteil für die österreichische Wirtschaft. Neben der Überregulierung auf europäischer und nationaler Ebene bemängelt er die zunehmende Unverständlichkeit der Regelwerke, die es Unternehmen erschwert, diese korrekt umzusetzen. Karl Grün ist mit der Erstellung von Standards beschäftigt, die allerdings nicht verpflichtend sind: „Standards in unserem Sinne stellen qualifizierte Empfehlungen dar und werden vom Markt und anderen Stakeholdern entlang der Wertschöpfungskette initiiert und gestaltet.“
Ein weiterer Unterschied, den Klauser hervorhebt, ist die positive Fehlerkultur in den USA, die in Österreich oft fehlt: „In den USA hat man klare Regeln und es ist kein Makel, einmal Insolvenz angemeldet zu haben. Es zeigt vielmehr, dass man bereit ist, mit Rückschlägen umzugehen. Für eine innovative und zukunftsorientierte Wirtschaft braucht es mutige Entscheidungsträger, auch wenn nicht alle Folgen vollständig kalkulierbar sind.“
Regulierungsdichte als Hindernis für Österreichs Wirtschaft
Österreich befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen übermäßiger Regulierung („Gold Plating“) und einer wachsenden Grauzone, in der viele Unternehmen geltende Normen ignorieren. Andreas Klauser, CEO von Palfinger, warnt vor den Gefahren solcher Grauzonen, die zu langwierigen und unnötigen Diskussionen führen und damit „reine Energieverschwendung“ darstellen. Zudem sehen die Experten Berichtspflichten und den Föderalismus kritisch: Thomas Steinbauer von PwC Österreich bezeichnet letzteren als „historisch wichtig, aber veraltet“. Einigkeit besteht auch in der Forderung nach verständlicher Gesetzessprache und der Einbeziehung praktischer Erfahrung in den Gesetzgebungsprozess, um Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Information:
Mehr zum Reformclub finden Sie unter www.diepresse.com/reformagenda
Gast: Robin Lumsden, Jurist und Anwalt in Wien und Washington, D.C. und New York.
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Wie ist der aktuelle Stand der Forschung zu innovativen Therapien bei seltenen Erkrankungen, und welche Wege gibt es zur Verbesserung der Patientenversorgung? Der „Presse“-Podcast liefert Antworten auf diese wichtigen Fragen.
Seltene Erkrankungen, auch „Orphan Diseases“ bezeichnet, stellen in Österreich ein bedeutendes medizinisches und gesellschaftliches Thema dar. Diese Krankheiten betreffen jeweils nur eine kleine Anzahl von Menschen, was zu einer Vielzahl von Herausforderungen für Betroffene, deren Familien und das Gesundheitssystem führt. In Europa gelten Krankheiten als selten, wenn sie weniger als fünf Personen pro 10.000 Einwohner betreffen. In Österreich sind schätzungsweise fünf bis acht Prozent der Bevölkerung, bzw. rund 400.000 Menschen von einer seltenen Erkrankung betroffen.
Die Diagnose seltener Erkrankungen gestaltet sich oft schwierig und langwierig, da viele dieser Krankheiten unbekannt sind oder (noch) nicht ausreichend erforscht wurden. Der Mangel an Informationen und personalisierten Behandlungsmethoden führt häufig zu einer unzureichenden medizinischen Versorgung.
Im „Presse“-Branchentalk erörterte eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde, wie es um Forschung und Zugang zu innovativen Therapien gegen seltene Erkrankungen bestellt ist und wie Patienten besser versorgt werden können. Dazu begrüßte Eva Komarek von der „Presse“
Christiane Druml, Vorsitzende der österreichischen Bioethikkommission im Bundeskanzleramt und Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für Bioethik an der MedUni Wien,
Evelyn Walter, Geschäftsführerin und Gründerin von IPF – Institut für Pharmaökonomische Forschung,
Alexander Biach, Generaldirektor der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen,
Christian Gruber-Ghielmetti, Medical Affairs Director bei Johnson & Johnson Innovative Medicine Austria, und
Till Voigtländer, Professor an der Medizinischen Universität Wien, Klinik für Neurologie in der Abteilung Neuropathologie und Neurochemie.
Information: Der Branchentalk „Innovationen bei seltenen Erkrankungen“ wurde von der „Presse“ veranstaltet. Mit finanzieller Unterstützung von Janssen-Cilag Pharma GmbH, a Johnson & Johnson company.
Sie sind keine Freunde und die harsche Kritik überrascht vom sonst eher als spröde geltenden Olaf Scholz doch sehr. Der Kanzler hat seinen Finanzchef entlassen, FDP-Chef Christian Lindner. Damit steuert Deutschland zu einem ungünstigen Zeitpunkt auf Neuwahlen zu. Wie es zu dem Bruch gekommen ist, was das für Deutschland bedeutet und ob eine Dreier-Koalition für Österreich schlau ist, das ordnet Christoph Zotter mit Eva Winroither in dieser Folge ein.
Gast: Christoph Zotter, „Die Presse"
Mehr dazu:
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Gast: Christian Ultsch, Außenpolitikchef, stellvertretende Chefredakteur
>>> Der Liveticker der "Presse"
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So knapp wie erwartet wurde ist es doch nicht. Kamala Harris schneidet schlechter ab als erwartet. Donald Trump hat North Caroline und Georgia gewonnen, auch Pennsylvania wird ihm schon zugerechnet. Das sind drei der wichtigen sieben Swing States. Christian Ultsch sagt im Podcast, warum alles nach einem neuerlichen Sieg von Donald Trump aussieht.
Gast: Christian Ultsch
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Gast: Elisabeth Postl
Hier finden Sie den Liveticker zur US-Wahl
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Unter Kurz wurde sie geholt, unter Nehammer ist sie wieder gegangen: Ministerin Karoline Edtstadler sorgte mit ihrem Rückzug aus dem Regierungsteam vergangenes Wochenende für Gesprächsstoff. Julia Wenzel aus dem Innenpolitik-Ressort der „Presse“ erklärt in dieser Folge, was solche eine Ankündigung mitten in Sondierungen zwischen ÖVP und SPÖ bedeutet, welche Pläne hinter dem Rückzug stecken könnten und ob das jetzt das Ende der türkisen ÖVP ist.
Gast: Julia Wenzel, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
>>> Man wird noch hören, von Karoline Edtstadler
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