
Sign up to save your podcasts
Or


Mal regnet es zu viel und mal zu wenig, das war schon immer so. Neu ist aber die Erkenntnis, dass Niederschläge vor allem in den Industrienationen enorme Einflüsse auf Wirtschaftswachstum und Wohlstand haben.
Im Frühjahr 2023 verabschiedete die Bundesregierung bereits eine Nationale Wasserstrategie, auch um (land-)wirtschaftliche Betriebe mit ausreichend Wasser zu versorgen. In der Praxis stellen sich Bauern und Unternehmen schon länger auf unberechenbare Niederschläge ein. Landwirte versuchen mit speziellen Systemen, wertvolle Niederschläge nachhaltiger zu nutzen und langfristig Ernten zu sichern. Bauherren senken in modernen Siedlungen mit cleverem Regenmanagement ihre Betriebskosten und unterstützen Städte beim Schutz vor Starkregen. Und für Privatleuten gibt es eine Fülle Tipps, um Regen zu sammeln, mit smarter Technik tröpfchengenau zu bewässern und dabei Trinkwasser und Abwasserkosten zu sparen. Dok 5 berichtet über Akteure, die den Regen mitdenken.
Ein Feature von Heike Sicconi. Produktion WDR 2023
Wütende bärtige Männer und tief verschleierte Frauen - diese Bilder tauchen bei vielen im Kopf auf, wenn es um Musliminnen und Muslime geht. Die Annahme ist häufig: Muslime sind zum größten Teil fromm. Außerdem prägen wenige Radikale das Bild in der Öffentlichkeit.
"Losing my religion? – Doku über Muslime, die mit dem Glauben ringen" in der ARD Audiothek hören:
https://1.ard.de/losing-my-religion
Kontakte zur Außenwelt sind kaum möglich. Briefe kommen nur selten. Geben Angehörige Informationen weiter, drohen ihnen und den Insassen Repressalien. Also schweigen die meisten. So lässt Lukaschenkas Regime politische Gefangene verschwinden.
Frauen in weißen Kleidern mit Blumen in den Händen – sie waren 2020 Symbol der friedlichen Proteste gegen Machthaber Lukaschenka. Der Staatsapparat reagierte mit Gewalt - und schlug die Proteste nieder. Seitdem wird „aufgeräumt“. Verhaftungen gehören zur Tagesordnung. Gerichte tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Selbst die Anklagen bleiben geheim. Die Urteile: meist langjährige Haftstrafen. Einige der Frauen, die nach den Protesten 2020 verurteilt wurden, konnten nach ihrer Entlassung das Land verlassen. Sie brechen nun ihr Schweigen und berichten vom Leben in belarussischen Strafkolonien und Gefängnissen. Hier scheint die Stalinära wieder aufzuleben.
Ein Feature von Inga Lizengeviс. Produktion: DLF 2024
2023 wurde über wenig so heftig gestritten wie über das sog. Heizungsgesetz. Nicht wenige Menschen hatten plötzlich Angst um ihre alten Öl- und Gasheizungen - und kauften noch schnell eine neue. Die geplante Wärmewende geriet ins Stocken.
Podcast-Empfehlung: Warum mehr Platz nicht reicht – Nutztierhaltung auf neuen Irrwegen?
https://1.ard.de/dok5
Vegetarische und vegane Ernährung sind im Trend, aber der Verzehr tierischer Produkte bleibt hoch. Unsere Fleisch- und Milchprodukte stammen dabei oft von Tieren, die unter schmerzhaften Krankheiten leiden – selbst in den höheren Haltungsstufen.
Um den Hunger nach Fleisch, Milch und Eiern zu decken, leben mehr als 33 Millionen Schweine, Rinder und Schafe, auf deutschen Höfen, dazu kommen fast 170 Millionen Nutzvögel, wie Hühner und Puten.
Viele von ihnen leiden an sogenannten Produktionskrankheiten, die vor allem durch Fehler bei Ernährung und Pflege empfindlicher Hochleistungstiere verursacht werden. Euterentzündungen, Klauenentzündungen und Brustbeinbrüche bei Hühnern sind einige davon, die den Tieren erhebliche Schmerzen bereiten.
Während Handel und Politik auf Haltungsstufen setzen, bleiben die Krankheiten weitestgehend außer Acht. Denn mehr Platz und Freiluft allein bieten keinen Schutz vor Produktionskrankheiten, die auch in der Biolandwirtschaft auftreten. Was unternehmen die Landwirte, um das Leiden der Tiere wirksam zu lindern?
Ein Feature von Jantje Hannover. Produktion: WDR 2025
Unsere Podcast-Empfehlung: Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:46d18a91c497e143/
Mit fünf Jahren sitzt Vera Buchthal in einem Zug nach England. Damit entkommt die Jüdin den Nazis. Später ändert sie ihren Namen und steigt zur Multimillionärin auf. Sie überlebt ihren eigenen Sohn und verschenkt den Großteil ihres Vermögens. Am 9. August 2025 ist sie im Alter von 91 Jahren gestorben.
Sie musste ihr Leben lang kämpfen. Dass die Queen sie einst für ihre Verdienste um Wirtschaft und Gleichberechtigung adeln und zur „Dame Commander of the Order of the British Empire“ ernennen würde, war nicht absehbar als das in Dortmund geborene Flüchtlingskind Vera Buchthal nach zweitägiger Fahrt mit ein paar Brocken Englisch an der Londoner Liverpool Street Station stand. Um ihre mathematische Begabung nicht verkümmern zu lassen, musste sie Kurse an einer benachbarten Jungenschule nehmen. Als Programmiererin stieß sie bei der britischen Post schnell an eine „gläserne Decke“, die Frauen den Aufstieg verwehrte. Als Stephanie Shirley gründete sie eine der ersten Softwarefirmen der Insel, beschäftige ausschließlich Frauen in Heimarbeit, die so Familie und Beruf verbinden konnten, programmierte die Black Box der Concorde und musste Geschäftsbriefe doch lange mit dem geschlechtsneutralen „Steve“ unterschreiben um Aufträge zu bekommen. Durch einen Börsengang zur drittreichsten Frau Großbritanniens, steckte sie nach dem Tod ihres autistischen Sohnes mehr als 60 Millionen Pfund in die Erforschung der Krankheit. Ihr philanthropisches Engagement begründet die nun 90-jährige mit ihrer Geschichte: „Ich muss die Tatsache rechtfertigen, dass mein Leben gerettet wurde.“
Ein Feature von Maximilian Schönherr, WDR 2016
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Doch beim Heizen verläuft die Wende zäh. Dabei droht Deutschland von der asiatischen Konkurrenz überholt zu werden, wenn es zu lang an alten Heiztechnologien festhält.
Wie werden wir in Zukunft, wenn Holz, Kohle, Öl und Gas immer mehr an Akzeptanz verlieren, heizen? Kontroverse Antworten bestimmen und prägen die Debatten politisch, wirtschaftlich und sozial und heizen sie auf.
„Wir haben Fehler gemacht“, sagt Stefan Wenzel, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, im Rückblick. Zu groß wäre der mediale Widerstand gegen moderne, aber vermeintlich teure und stromfressende Wärmepumpen gewesen, zu groß das Beharrungsvermögen der Hausbesitzer, die sich nicht vorschreiben lassen wollten ihre alten Öl- und Gaskessel rauszuschmeißen.
Und so wurde das Regierungsziel, 500.000 Wärmepumpen jährlich zu installieren, weit verfehlt und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum Fallstrick für die Ampelkoalition.
Kurz nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung sagte Katherina Reiche, die neue Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, der Klimaschutz sei zuletzt vielleicht „überbetont“ worden. Es brauche eine „Neuausrichtung der Energiewende“, aber keine „Lex Wärmepumpe“. Dabei gilt auch für die neue Bundesregierung das Pariser Abkommen und die Aussage: Deutschland muss bis 2045 klimaneutral sein. Noch aber stammen drei Viertel der genutzten Heizenergie aus Öl oder Gas. Der Gebäudesektor verfehlt deshalb regelmäßig die Klimaziele. Deutschland muss das Tempo also anziehen.
Wärmepumpen und grüne Fernwärmenetze könnten dabei helfen – aber nach dem Hin- und Her der letzten Jahre ist die Branche verunsichert. Beim deutschen Wärmepumpenhersteller Stiebel-Eltron fürchtet man, dass es dem Sektor ähnlich gehen könnte wie den Solarherstellern Anfang der 2000er Jahre: Wenn Deutschland zu lang an alten Technologien festhält, wird es von der starken asiatischen Konkurrenz abgehängt.
Die Doku geht der Frage nach, ob Deutschland die Wärmewende noch schaffen kann – trotz globalem Handelskonflikt, hartem Wettbewerb und neuer politischer Rahmenbedingungen.
Ein Feature von Lydia Jakobi und Tobias Barth. Produktion MDR 2025
Podcast-Empfehlung: Kemferts Klima-Podcast
https://1.ard.de/empfehlung-kemferts-klima-podcast
Nach dem Sturz Assads besetzt eine kleine Gruppe Dschihadisten aus Idlib Syriens Ministerien, Verwaltungen und Sicherheitskräfte. Die Hoffnung des arabischen Frühlings auf einen alternativen Zugang zur Demokratie scheint sich abermals nicht zu erfüllen.
Im Frühling 2025 fährt der Autor nach Damaskus, das er 2018 zuletzt besuchte; damals noch ständig überwacht von Begleitern und Geheimdienstlern des siegreichen Assad-Regimes. Die Dschihadisten, die vor sieben Jahren aus den zerstörten Vierteln der Hauptstadt ins nordsyrische Idlib abzogen, sind mittlerweile an der Macht – offensichtlich unterstützt und angeleitet durch die Türkei.
Vertreter von Minderheiten und Zivilgesellschaft klagen über systematische Verfolgung und willkürliche Tötungen. Und auch der Autor gerät, je länger er in Damaskus recherchiert, mehr und mehr in den Fokus eines neuen Überwachungssystems, kenntnisreich organisiert von langjährigen Assad-Seilschaften, die sich dem neuen Regime nun unterstellen.
Ein Feature von Beatrix Ackers. Produktion: Deutschlandfunk/WDR 2025
Die Traumhochzeit findet sich in den Sozialen Netzwerken: zig perfekt inszenierte Trauungen. Viele angehende Eheleute wünschen sich das so, leisten können sich viele das nur schwer, denn Heiraten ist teuer geworden – ein Millionengeschäft.
Eine atemberaubende Location, ein perfekt abgestimmtes Deko-Konzept und ein aufwändiges Gala-Dinner soll es sein. Für jeden Punkt auf der langen Liste des Hochzeitsbedarfs gibt es online Inspiration. Das weckt in vielen Paaren den Wunsch nach einer ähnlichen "Traumhochzeit". Soziale Medien bieten dabei nicht nur etablierten Agenturen, sondern auch kleinen Dienstleistern die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Und das funktioniert: das Hochzeitsgeschäft boomt. Eine Hochzeit wird heute schnell teurer als ein Kleinwagen. Dok 5 traf Dienstleister, die online ihren Teil der „Traumhochzeit“ anbieten und Paare, die versuchen, ihre Wünsche ans eigene Budget anzupassen.
Ein Feature von Annelen Bergenthum. Produktion: WDR 2023
Im September wählt NRW. Obwohl unsere Wahlen als korrekt gelten, tauchen im Vorfeld regelmäßig Vorwürfe des Wahlbetrugs auf. Autor Ulli Schauen hat mehrere Wahlen als Wahlbeobachter begleitet. Wie sicher sind Wahlen tatsächlich in Deutschland?
Was ist, wenn Manipulationsversuche durch demokratiefeindliche Gruppen und aus dem Ausland zunehmen? Und was, wenn versucht wird, das Vertrauen in die Wahlen systematisch zu unterhöhlen? Im Feature ist der Autor selbst als Wahlbeobachter unterwegs, bei Kommunalwahlen und Landtagswahlen, bei der Europawahl und auch der vergangenen Bundestagswahl. Er ist im Wahllokal und bei der Auszählung dabei.
Dabei blickt er auf den enormen logistischen Aufwand bei Wahlen in unserer Demokratie und fragt dabei auch, wo die Schwachstellen im Wahlprozess liegen. Wo könnte manipuliert werden? Wo sind Wahlen verletzlich, wo müsste nachgebessert werden? Und auch: Wie kann das Vertrauen in demokratische Wahlen gestärkt werden?
Ein Feature von Ulli Schauen. Produktion: DLF 2025
From the publisher's feed

74 Listeners

111 Listeners

61 Listeners

31 Listeners

21 Listeners

13 Listeners

18 Listeners

5 Listeners

15 Listeners

13 Listeners

13 Listeners

106 Listeners

67 Listeners

103 Listeners

31 Listeners

21 Listeners

10 Listeners

16 Listeners

15 Listeners

8 Listeners

34 Listeners

16 Listeners

30 Listeners