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Im Februar starteten die USA und Israel einen Angriff auf den Iran, der von vielen als Verstoß gegen das Völkerrecht gewertet wird. Zwar gilt mittlerweile eine Art Waffenstillstand und die USA und der Iran verhandeln in Pakistan. Gleichzeitig bleibt aktuell die Straße von Hormus weiterhin blockiert, das Mullah-Regime wirkt zumindest nach außen hin gestärkt – und Israel setzt seine Invasion im Libanon ungehindert fort.
In dieser Folge spricht Pauline Jäckels mit der Politikwissenschaftlerin und Iran-Expertin Diba Mirzaei. Sie diskutieren, warum Donald Trump einen Krieg begonnen hat, aus dem er sich nun nur schwer wieder befreien kann, welche Rolle und Interessen die Golfstaaten in diesem Konflikt verfolgen und was der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC für die Region bedeutet. Und wie steht es heute um das iranische Regime: Wo hat der Krieg es gestärkt – und wo tatsächlich geschwächt? Mirzaei glaubt nicht daran, dass das Regime kurzfristig zu Fall gebracht werden kann. Unter bestimmten Umständen aber, so ihre Einschätzung, könnte es von innen heraus gelingen.
Diba Mirzaei ist eine iranisch-deutsche Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten iranische Außenpolitik und die Beziehungen zwischen dem Iran und den Golfstaaten. Sie forscht am German Institute for Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg. Erst seit Kurzem ist sie mit ihren Analysen öffentlich präsent – und bringt neue, kritische Perspektiven in den deutschen Diskurs über den Iran.
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Shownotes:
Iran-Forscherin Mirzaei: Das Regime ist massiv geschwächt, NDR, Januar 2026
Was hält das Mullah-Regime an der Macht, Tareq Sydiq?
Hamid Mohseni, Krieg gegen den Iran, Die Eskalation eines lange vorbereiteten Konflikts, Rosa Luxemburg-Stiftung, März 2026
Nach 16 Jahren ist die Ära Viktor Orbán beendet. Der Wahlsieger heißt Péter Magyar von der rechtskonservativen TISZA-Partei. Sein Wahlversprechen, die Demokratie wieder einzuführen, brachte ihm die absolute Mehrheit der Stimmen ein. Doch Magyar ist auch ein ehemaliger Parteigenosse Orbáns, der in verschiedenen Regierungen hohe Posten bekleidete. Steht Ungarn wirklich vor einem demokratischen Neuanfang? Und wie wird sich das Land künftig in entscheidenden außenpolitischen Fragen wie dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine oder dem Verhältnis zu den USA positionieren?
In dieser Folge spricht Felix Jaitner mit Lili Vankó über die Wahlen in Ungarn, die Ära Orbán und die künftige Regierung unter Peter Magyar. Vankó ist Doktorandin am Institut für Soziologie und Sozialanthropologie der Central European University in Wien. Sie ist Mitglied der links-ökologischen Bewegung Szikra.
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Shownotes:
Youtube (2015): Viktor Orbáns Rede in Baile Tusnad/Tusnádfürdő mit deutschen Untertiteln.
„Das Völkerrecht ist tot, jetzt gilt wieder das Recht des Stärkeren.“ So lautet die Meinung der einen, die auf die Völkerrechtsbrüche der vergangenen Jahre verweisen: in Gaza, in Venezuela, in der Ukraine, im Sudan und aktuell im Iran. Andere wiederum weisen darauf hin, dass das Völkerrecht nie wirklich galt. Schon immer hätten sich die Stärkeren das Recht herausgenommen, das Völkerrecht zu missachten, und sie verweisen auf die letzten Jahrzehnte, die von unzähligen völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, etwa durch die USA und ihre Alliierten, geprägt waren. Sie fragen: Was bringt das Völkerrecht, wenn es kaum umgesetzt wird und Staaten nur dann darauf pochen, wenn es in ihrem Interesse ist?
Unser Gast Wolfgang Kaleck argumentiert: Das Völkerrecht war nie perfekt. Schon immer war seine Umsetzung von Doppelstandards durchzogen. Und trotzdem war es immer schon ein wichtiges Mittel im Kampf der Unterdrückten für Gerechtigkeit. Eines von vielen. Und daran sollten sich Linke und progressive Kräfte erinnern.
In dieser Folge von „Weltunordnung“ spricht die Journalistin Pauline Jäckels mit Wolfgang Kaleck. Er ist einer der profiliertesten Menschenrechtsanwälte Deutschlands. Als Gründer und Generalsekretär des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) setzt er sich seit Jahren weltweit für die juristische Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen ein. Als Anwalt vertritt Kaleck unter anderem den Whistleblower Edward Snowden und die Familie von Patrice Lumumba. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter „Die konkrete Utopie der Menschenrechte” (2021). Jüngst ist im Kunstmann-Verlag sein neues Buch „Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren” erschienen.
Pauline Jäckels diskutiert mit Wolfgang Kaleck, warum so viele Menschen plötzlich glauben, dass sich das Völkerrecht in einer beispiellosen Krise befindet. Sie sprechen darüber, wie und unter welchen Umständen das Völkerrecht entstanden ist und inwiefern es Mittel der Mächtigen und Mittel der Unterdrückten ist. Und schließlich darüber, ob eine Durchsetzung des Völkerrechts überhaupt möglich ist, ohne dass sich die globalen Machtverhältnisse ändern, die Völkerrechtsbrüche ermöglichen und bedingen.
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Shownotes:
Wolfgang Kaleck, “Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren”, Kunstmann Verlag (2026)
“Was ist eigentlich Völkerrecht?”, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2026
Dossier "Die Internationale erkämpft das Völkerrecht?"
Die US-Regierung entfesselt eine Welle der Gewalt. Auf die Intervention in Venezuela und die Entführung von Staatspräsident Nicolás Maduro Anfang Januar folgte kaum einen Monat später der Beginn der Angriffe auf den Iran gemeinsam mit Israel.
Mit Hilfe der Polizei- und Zollbehörde des Ministeriums für Innere Sicherheit (ICE) und der Nationalgarde treibt US-Präsident Donald Trump parallel die Militarisierung der Innenpolitik voran. Bei der Jagd auf vermeintlich illegale Migrantinnen wurden zwei Zivilistinnen durch ICE-Beamte getötet.
Welche Absicht verfolgt die US-Regierung mit ihrer Politik? Warum begrüßt die Bundesregierung die völkerrechtswidrigen Interventionen, obwohl sie doch an anderer Stelle das Ende der regelbasierten Ordnung beklagt? Und können progressive Kräfte wie der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani eine Alternative bieten?
In dieser Folge spricht Felix Jaitner mit Loren Balhorn über die Politik der USA seit der Wiederwahl Donald Trumps. Balhorn ist ehemaliger Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung und außerdem Mitbegründer und Chefredakteur der deutschsprachigen Ausgabe von Jacobin.
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Shownotes:
Balhorn, Loren (2026): Wer nicht über Venezuela spricht, muss auch zu Grönland schweigen, Jacobin Magazin.
Balhorn, Loren (2024): Trump hat nicht gewonnen – Harris hat verloren, Jacobin Magazin.
Silver, Beverly J./ Payne Corey R. (2022): Domination Without Hegemony and the Limits of US World Power, Emerald Publisher.
Die USA greifen nach Grönland, Großbritannien entsendet einen Flugzeugträger in den Nordatlantik und China erweitert seine Eisbrecherflotte. Wird die Arktis zum nächsten Schauplatz im Kampf der Großmächte um Einfluss und Rohstoffe?
Die Arktis ist eine der Regionen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Doch statt auf Kooperation und Umweltpolitik zu setzen, treiben die Anrainerstaaten die Militarisierung der Region weiter voran. Auch die Europäische Union und Deutschland mischen kräftig mit. In der Arktis-Strategie von 2022 wird die Region als „in Bezug auf den Klimawandel, Rohstoffe und geostrategische Fragen für die Europäische Union von großer strategischer Bedeutung“ eingestuft. Die Bundesregierung unterstützt den Ausbau der militärischen Präsenz der NATO durch die Bundeswehr aktiv. Welche Folgen hat die Militarisierung der Arktis? Welche Interessen verfolgt die USA in Grönland? Und wie reagieren Russland und China auf diese Entwicklungen?
In dieser Folge spricht Felix Jaitner mit Ebbe Volquardsen über die Geopolitisierung der Arktis. Ebbe Volquardsen ist Skandinavist, Politik- und Kulturwissenschaftler und arbeitet als Professor für Kulturgeschichte in Nuuk (Grönland).
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Shownotes:
Volquardsen, Ebbe (2025): Can Trump’s bid for Greenland put an end to Denmark’s belief in colonial exceptionalism? NORDEUROPAforum blog
Volquardsen, Ebbe (2025): Auf dünnem Arktiseis. In: Analyse und Kritik. Zeitung für linke Debatte und Praxis. Nr. 711.
Europäischer Ausschuss der Regionen (2022): Die neue Strategie der EU für die Arktis. Stellungnahme. 150. Plenartagung, 29./30. Juni 2022.
Pertou Mach, Trine/Dragsted, Pelle (2026): Steht Grönland vor der Annexion? Sich Trump zu unterwerfen, wird nicht helfen. Kommentar. Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Im Januar hat die syrische Regierung unter Ahmad al-Scharaa die kurdische Selbstverwaltung Rojava in Nordostsyrien angegriffen. Der syrische Präsident will die Kontrolle über das gesamte Land erlangen, während die kurdische Führung zwar zu einer Integration bereit ist, aber ihre Autonomie teilweise bewahren will. Da man in monatelangen Verhandlungen zu keiner Einigung kam, wollte al-Scharaa offenbar seine Verhandlungsposition militärisch verbessern und die kurdische Seite in die Ecke drängen.
Und genau das scheint gelungen zu sein. In nur wenigen Tagen nahmen die syrischen Regierungstruppen große Teile der kurdisch kontrollierten Gebiete ein. Circa 150.000 Menschen mussten in einer ohnehin prekären humanitären Situation fliehen. Die kurdische Führung lenkte ein, es kam zu einem Waffenstillstand und schließlich zu einem Abkommen zwischen der Selbstverwaltung und der syrischen Regierung.
In dieser Folge spricht Pauline Jäckels mit der Soziologin und Kurdistan-Expertin Rosa Burç. Darüber, warum viele Kurd*innen in Syrien zwar den Sturz des Assad-Regimes bejubelten, aber von Beginn an skeptisch gegenüber Ahmad al-Scharaas neuer Übergangsregierung waren. Über al-Scharaas Militäroffensive und was der Wandel der geopolitischen Interessenlagen in Syrien damit zu tun hat. Und darüber, was das neue Abkommen für die Zukunft der Selbstverwaltung bedeutet.
Rosa Burç arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Sie hat am Center on Social Movement Studies an der Scuola Normale Superiore in Florenz promoviert. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie Narrative und Repertoires des Widerstands über Zeit und Raum hinweg überliefert werden, insbesondere unter Kurd*innen und anderen staatenlosen und marginalisierten Gesellschaften.
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Shownotes:
Rosa Burç, Bastion der Frauen: Rojavas Kampf ums Überleben, Blätter für deutsche und internationale Politik, 2025
Christopher Wimmer, Diktatfrieden oder Neubeginn?, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2026
Anja Flach und Michael Knapp, Revolution in Rovaja, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2018
Die kurdische Frage und der demokratische Konföderalismus, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2026
Medico: Ein demokratisches Experiment
…und warum unterstützen so viele Exil-Iraner*innen Reza Pahlavi und seine Monarchistenbewegung?
Ende Dezember 2025 ist im Iran erneut eine Welle von Massenprotesten ausgebrochen. Das inzwischen nach außen gelangte Bildmaterial und die Augenzeugenberichte deuten darauf hin, dass Zehntausende Menschen während der Proteste durch Regimekräfte getötet und eine noch größere Zahl verletzt und verhaftet wurde.
Momentan sieht es so aus, als sei es dem Regime gelungen, die Proteste niederzuschlagen. Der Wunsch nach einem Ende der Herrschaft der Mullahs bleibt bestehen. Was danach kommen soll – darüber herrscht im Iran und insbesondere unter Iranerinnen im Exil jedoch Uneinigkeit. Viele Iranerinnen wünschen sich ein demokratisches System: weder Mullah noch Schah. Gleichzeitig präsentiert sich der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, mit seiner Monarchistenbewegung vor allem im Ausland medienwirksam als einzige Alternative zum Mullah-Regime.
Warum kann sich das herrschende Regime trotz des großen Drucks von innen und außen an der Macht halten, und was müsste passieren, damit es stürzt? Wer ist Reza Pahlavi, und welche Vision hat er für den Iran? Warum wird er von so vielen Exiliraner*innen, aber auch von Staaten wie Israel und den USA, unterstützt? Und wie groß und organisiert ist die Bewegung, die sowohl eine Rückkehr der Pahlavi-Dynastie als auch das Mullah-Regime ablehnt?
In dieser Folge von Weltunordnung spricht Pauline Jäckels mit dem Protestforscher und Iranexperten Tareq Sydiq. Sydiq forscht am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg und hat zur iranischen Innenpolitik promoviert. Er beschäftigt sich weltweit mit Protestbewegungen, unter anderem im Iran, in Japan, Pakistan und England. Sein Buch „Die neue Protestkultur“ ist 2024 im Hanser Verlag erschienen.
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Shownotes:
Tareq Sydiq: Jetzt bleibt den Herrschenden nur noch Gewalt, Zeit Online, Januar 2026
Tareq Sydiq: Die neue Protestkultur – Besetzen, Kleben, Streiken: Der Kampf um die Zukunft, Hanser Verlag, 2024
Dossier: Proteste in Iran: Revolution für das Leben, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Über welchen Rückhalt verfügt die venezolanische Regierung nach Jahrzehnten der Wirtschaftskrise, wachsendem Autoritarismus und der US-Intervention? Und welche Folgen hat das militärische Eingreifen für Lateinamerika?
Am 3. Januar 2026 intervenierten US-Streitkräfte in Venezuela und entführten Präsident Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores. Der Angriff erfolgte weder mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrates noch mit Zustimmung des Kongresses.
Über ein halbes Jahr haben die USA den Druck auf Venezuela kontinuierlich erhöht. Erst zog Präsident Donald Trump eine große Streitmacht vor der Küste des südamerikanischen Landes zusammen, dann versenkte die US-Armee mehr als 30 „Drogenboote“ und tötete dabei über 100 Personen. Verhandlungsangebote lehnte Trump ab und forderte stattdessen wiederholt den Rücktritt Maduros.
Seit geraumer Zeit ergreifen die USA immer aggressivere Schritte, um ihre Vormachtstellung in Lateinamerika zu sichern. Im April 2025 akzeptierte die Regierung Panamas nach erheblichem Druck ein Abkommen, dass die Stationierung von US-Truppen am Panamakanal erlaubt und der Marine eine privilegierte Nutzung einräumt. Die im Dezember 2025 verabschiedete US-Sicherheitsstrategie kündigt offen die Wiederherstellung der US-Dominanz auf dem Subkontinent an – abgesichert mit militärischen Mitteln.
In der zwölften Folge unseres Podcast „Weltunordnung“ spricht Felix Jaitner mit Tobias Lambert, freier Journalist und Lateinamerikaexperte, über die US-Intervention in Venezuela.
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Shownotes:
Tobias Lambert (2024): Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez, Mandelbaum Verlag.
Tobias Lambert (2026): US-Angriff auf Venezuela: Das Imperium kehrt zurück. Trump zielt auf Umsturz ohne Regierungswechsel und droht ganz Lateinamerika, Analyse, Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Tobias Lambert (2026): »Die Regierung hätte auch andere Optionen«. Die Lage in Caracas nach dem Überfall der USA – Interview mit dem venezolanischen Linken Andrés Antillano, nd.
Anfang September gingen spektakuläre Bilder aus der nepalesischen Hauptstadt Kathmandou um die Welt. Tausende junge Menschen stürmten das Regierungsviertel der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und setzten das Parlamentsgebäude in Brand. Der direkte Auslöser: Die nepalesische Regierung hatte den Zugang zu sozialen Medien wie Youtube, Facebook und Whatsapp gesperrt. Auf die Massenbewegung reagierte sie mit Gewalt – zahlreiche Demonstranten wurden dabei getötet, darunter auch ein 12-jähriges Kind.
Nach nur wenigen Tagen musste der nepalesische Premierminister und Vorsitzender der marxistisch-leninistischen Partei CPN, Kadga Prasad Oli, zurückzutreten. Sushila Karki, die frühere Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, übernahm als Interims-Regierungschefin. Das Parlament wurde aufgelöst und der Social Media Bann zurückgenommen.
Ging es bei den Protesten wirklich in erster Linie um einen Generationenkonflikt, wie der Begriff „Gen-Z Proteste” suggeriert? Welche strukturellen Probleme haben für die Unzufriedenheit gesorgt, die hier zum Ausdruck kam und wie sind diese historisch gewachsen? Was muss passieren, damit sich die Forderungen der Protestbewegung auch nach den Neuwahlen im März in langfristigen politischen Wandel übersetzen? Welche Rolle spielen China und Indien bei der ganzen Sache?
Darüber spricht Pauline Jäckels mit der Südasienexpertin und Journalistin Britta Petersen. Bevor sie im März 2024 das Büro der Rosa -Luxemburg -Stiftung in Delhi übernahm, war sie Senior Fellow bei dem indischen Thinktank „Oberserver Research Foundation“, Büroleiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Pakistan und Südasien-Korrespondentin der Financial Times Deutschland.
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Shownotes:
Tauqueer Ali Sabri, Nepals Gen Z erhebt sich, 2025, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Britta Petersen, Wut statt Wandel, 2025, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Britta Petersen, Sri Lanka vor dem linken Wahlsieg?, 2024, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die USA haben einem Handelskrieg ausgerufen – und bringen damit die globale Ordnung ins Wanken. Zwar werden sogar die engsten Verbündeten mit Zöllen überzogen, im Mittelpunkt steht aber die Volksrepublik China.
Mit der protektionistischen Politik will Präsident Donald Trump nicht nur das US-Handelsdefizit verringern und den Produktionsstandort fördern, sondern auch die chinesische High-Tech-Branche auf Abstand halten. Doch die erobert sich international immer mehr Marktanteile. Die US-Hegemonie scheint an ihre Grenzen zu stoßen.
In der zehnten Folge unseres Podcast «Weltunordnung» spricht Felix Jaitner mit Stefan Schmalz, Professor am Institut für Soziologie an der Universität Jena, über den Konflikt zwischen China und den USA. Löst China die USA als neue globale Führungsmacht ab? Und was bedeuten die globalen Umbrüche für Deutschland und die EU?
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Shownotes:
Stefan Schmalz (2018): Machtverschiebungen im Weltsystem. Der Aufstieg Chinas und die große Krise, Campus Verlag.
Stefan Schmalz (2024): Varieties of Digital Capitalism and the US–China Rivalry: The Rise of Competing Technological Spheres, Critical Sociology 51(4), DOI:10.1177/08969205241291645.
Podcastempfehlung: Armutszeugnis - Der Wirtschaftspodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Eva Völpel und Sabine Nuss. Ihr findet Armutszeugnis auf allen gängigen Podcastplattformen!
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