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Im Alten Testament gibt es viele Speisevorschriften. Manche davon sind für mich heute schwer nachzuvollziehen, obwohl sie ihre Berechtigung hatten. Zur Zeit von den Aposteln Paulus und Petrus gab es große Diskussionen um Speisevorschriften: Darf ein Christ Schweinefleisch essen? Darf ein Christ Fleisch essen, welches bei der Schlachtung heidnischen Göttern geweiht wurde?
Eine Zeit lang dachte ich: Bei uns isst jeder weitgehend das, was ihm schmeckt oder, was er für gesund hält. In den letzten Jahren hat die Diskussion ums Essen allerdings wieder deutlich zugenommen. Es wird gefordert, dass wir auf Fleisch verzichten, uns also vegetarisch oder gar vegan ernähren, dass wir auf Zucker verzichten oder andere Ernährungsvorschriften einhalten. Anhand der Schärfe der Diskussionen habe ich nicht immer den Eindruck, dass es hier um ein freiwilliges Einhalten von Regeln geht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Ernährung wieder zur echten Glaubensfrage wird.
Auch Jesus wurde mit Ernährungsvorschriften konfrontiert und er nimmt auf bemerkenswerte Weise dazu Stellung. Im siebten Kapitel des Evangeliums nach Markus sagt er: „Was aus dem Inneren des Menschen kommt, das lässt ihn unrein werden.“ (Markus 7,20). Und bereits einige Verse vorher lese ich: „Nichts, was ein Mensch zu sich nimmt, kann ihn vor Gott unrein machen, sondern das, was von ihm ausgeht.“ Unser Essen schadet vielleicht unserer Gesundheit, aber nicht die Mahlzeit macht uns unrein, egal wieviel Fleisch, Fett oder Zucker sie enthält. Was uns unrein macht, sind unsere Gedanken, die aus unserem Herzen kommen und die Worte, die aus unserem Mund kommen.
Die wichtigsten Speisevorschriften sind also nicht: Wieviel Fleisch oder Zucker esse ich, sondern: Womit füttere ich mein Gedanken. Die beste Nahrung für unser Herz und unsere Gedanken ist übrigens die geistliche Nahrung, die wir in der Bibel, Gottes Wort, finden. Guten Appetit!
► Mehr zum Markus-Evangelium
Autor: Jens Kilian
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
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Im Alten Testament gibt es viele Speisevorschriften. Manche davon sind für mich heute schwer nachzuvollziehen, obwohl sie ihre Berechtigung hatten. Zur Zeit von den Aposteln Paulus und Petrus gab es große Diskussionen um Speisevorschriften: Darf ein Christ Schweinefleisch essen? Darf ein Christ Fleisch essen, welches bei der Schlachtung heidnischen Göttern geweiht wurde?
Eine Zeit lang dachte ich: Bei uns isst jeder weitgehend das, was ihm schmeckt oder, was er für gesund hält. In den letzten Jahren hat die Diskussion ums Essen allerdings wieder deutlich zugenommen. Es wird gefordert, dass wir auf Fleisch verzichten, uns also vegetarisch oder gar vegan ernähren, dass wir auf Zucker verzichten oder andere Ernährungsvorschriften einhalten. Anhand der Schärfe der Diskussionen habe ich nicht immer den Eindruck, dass es hier um ein freiwilliges Einhalten von Regeln geht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Ernährung wieder zur echten Glaubensfrage wird.
Auch Jesus wurde mit Ernährungsvorschriften konfrontiert und er nimmt auf bemerkenswerte Weise dazu Stellung. Im siebten Kapitel des Evangeliums nach Markus sagt er: „Was aus dem Inneren des Menschen kommt, das lässt ihn unrein werden.“ (Markus 7,20). Und bereits einige Verse vorher lese ich: „Nichts, was ein Mensch zu sich nimmt, kann ihn vor Gott unrein machen, sondern das, was von ihm ausgeht.“ Unser Essen schadet vielleicht unserer Gesundheit, aber nicht die Mahlzeit macht uns unrein, egal wieviel Fleisch, Fett oder Zucker sie enthält. Was uns unrein macht, sind unsere Gedanken, die aus unserem Herzen kommen und die Worte, die aus unserem Mund kommen.
Die wichtigsten Speisevorschriften sind also nicht: Wieviel Fleisch oder Zucker esse ich, sondern: Womit füttere ich mein Gedanken. Die beste Nahrung für unser Herz und unsere Gedanken ist übrigens die geistliche Nahrung, die wir in der Bibel, Gottes Wort, finden. Guten Appetit!
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