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In der heutigen Folge ist Svenja Nordholt zu Gast. Sie ist evangelische Theologin und Teil des Projekts “Was zur Hölle?!”, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, theologische Themen kompakt in Lernvideos zu erklären. Nach den Erfahrungen mit ihrem eigenen Examen war für Svenja klar, dass es schlichtweg kein modern aufbereitetes theologisches Wissen gibt, das wissenschaftlich fundiert ist und sich zur Vorbereitung auf Prüfungen eignet. Also hat sie gemeinsam mit ihrer Schwester Friederike Nordholt sowie Jonathan Renau und Nils Alboth das Problem angepackt und im ersten Corona-Lockdown 2020 ein erstes Erklärvideo animiert.
Es geht uns doch darum, dass Studierende theologisch zu denken fähig sind und dafür brauchen sie bestimmte Inhalte. Aber das Ziel ist nicht, dass sie eine besonders große Challenge schaffen, dieses ganze Zeug zu lernen.
Svenja Nordholt, ev. TheologinIm Podcast erklärt Svenja, dass es nicht darum geht, den Anspruch an Studierende zu senken. Vielmehr stellt sie das Problem dar, dass sich bspw. auf YouTube als einer der größten Suchmaschinen ist kein qualifiziertes theologisches Material finden lässt. Die Theologie leidet an einer zunehmenden Bedeutungslosigkeit und muss sich daher auch hinterfragen lassen, ob die gängigen Wege der Wissensvermittlung noch geeignet sind.
Es ist nicht immer die Alternative: Entweder modern, aber oberflächlich – oder unsere bodenständige, alte Art und Weise, die irgendwie tiefgründig ist.
Svenja Nordholt, ev. TheologinLinksammlung:
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In dieser Folge treffe ich mal wieder eine Stammgästin, mit der ich in diesem Podcast regelmäßig spreche: Lilith Becker vom yeet-Netzwerk. Gemeinsam schauen wir, was im vergangenen Jahr so los war in den Netzwerken und rekapitulieren die Arbeit in den Social Media.
Social Media is for connecting, not collecting people” – sie sind also dafür da, um sich mit Leuten zu verbinden, und nicht, um sie einzusammeln. Das Einsammeln alleine bringt dir gar nicht so viel.
Lilith Becker, yeetyeet kämpft häufig noch darum, dass die Arbeit mit Sinnfluencer:innen überhaupt verstanden und die Leistung der meist ehrenamtlich geführten Accounts anerkannt wird. Dabei liegt das Wachstumspotential von Kirche vor allem in innovativen Formen. In den Social Media steht Kirche mit Vielem immer noch am Anfang, obwohl sich dort viele Chancen für innovative Glaubenskommunikation auftun.
Dann wird natürlich nach dem Erfolg gefragt und ob 10.000 bis 20.000 Follower:innen viel sind. Aber das ist gar nicht die relevante Kennzahl.
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In dieser Folge ist Lisa Quarch erneut zu Gast. Lisa ist katholische Theologin und setzt sich u.a. auf Instagram mit feministischer Theologie auseinander. Mit ihr spreche ich über die Debatte rund um die Bezeichnungen Gott+ oder auch Gott*. Unabhängig von den hitzigen Diskussion lohnt sich nämlich ein Blick auf die theologischen Hintergründe hinter der Frage nach dem Namen Gottes und der Art und Weise, wie wir sie ansprechen.
Gott ist eben anders, als wir uns sie uns vorstellen. Gott ist immer mehr und immer anders und ist nicht weiß und ist nicht männlich und ist nicht reich.
Lisa Quarch, kath. TheologinIn der Theologiegeschichte wurde schon immer über das Wesen Gottes debattiert. Ein Blick in die Bibel zeigt eine große Vielfalt an Gottesbildern und -bezeichnungen. Diesen Schatz gilt es in die heutige Zeit zu transportieren. Eine gelungene Glaubenskommunikation in der heutigen Zeit bedeutet dabei auch, dass wir uns hinterfragen müssen, wo Sprache vielleicht andere Menschen diskriminiert.
Alles, was wir hier ausprobieren, sind Experimente und sollen es auch sein. Ich möchte gar nicht, dass die Art und Weise, wie ich jetzt über Gott spreche und schreibe, jetzt auf einmal das wird, was alle machen müssen.
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Mein heutiger Gast heißt Kai Rolf und er ist sowohl Leiter des Mediendienstes der evangelischen Jugend Bramsche als auch Geschäftsführer der deine kirche.media GmbH. Das mit den Medien hat er professionell gelernt, denn er ist Kameramann und arbeitet hauptberuflich für die Kirche mit den Schwerpunkt Jugendarbeit. Anhand der Arbeit von Kai und seinen Team wird deutlich, dass wir in der Kirche vielfältige Talente brauchen.
Was ich heute immer noch so faszinierend an Kirche finde, ist, dass sie mir immer das Gefühl gibt, eine große Spielwiese zu haben und auch mal hinzufallen – aber da kommen drei Leute, die dir aufhelfen, und es geht weiter.
Kai Rolf, kirche.mediaWenn Kirche glaubhaft kommunizieren will, dann muss sie lernen, professionell zu kommunizieren. Dafür braucht es das nötige Know-How. Der Ev.-luth. Kirchenkreis Bramsche ist einen mutigen Schritt gegangen, hat einem Kameramann vertraut und Teile der Öffentlichkeitsarbeit in die Hände und Kameras junger Menschen gelegt.
Bei mir tauchen die Jugendlichen auf, die im Konfirmandenunterricht gefragt haben, wann es vorbei ist, und keinen Bock mehr hatten. Die wollen plötzlich in den Mediendienst.
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Christoph Breit ist Pfarrer und leitet die Social-Media-Abteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB). In dieser Folge geht es darum, vor welchen Herausforderungen eine Landeskirche bei der Kommunikation auf Social Media steht. Christoph gewährt uns spannende Einblicke in seine Arbeit und zeigt uns, warum gerade die Region Bayern vielfältig herausfordernd für Glaubenskommunikation sein kann.
Social Media ist der Versuch, proaktiv die wichtigsten Botschaften zu den Menschen zu bringen – sprich, in ihre Timeline zu kommen.
Christoph BreitIn der klassischen Kirchengemeinde wird teilweise schon die Beschäftigung mit Social Media als Bedrohung empfunden. Dabei zeigt Christoph anhand vieler Beispiele, dass sich eine Auseinandersetzung mit den Plattformen lohnt und das Wissen über die jeweiligen Anwendungsmöglichkeiten entscheidend ist. Schließlich könnte das, was in den Social Media funktioniert, dabei helfen, die Gemeinden in die Zukunft zu führen.
Wir haben lange vergessen, bestimmte Kompetenzen von den Pfarrer:innen wegzunehmen und auf andere Berufsgruppen zu verteilen und andersherum.
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In der heutigen Folge erzählt Tobias Sauer, wie dieser Podcast entsteht. Wusstest du, dass in der Produktion einer einzigen Folge insgesamt ca. zwei Arbeitstage stecken? Nicht nur mit dem Aufnahmetermin selbst, der Nachbereitung und der Veröffentlichung gibt es eine Menge zu tun – einen nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand stellen auch die Terminfindung und Organisation im Vorfeld dar.
Umso wichtiger ist es, dass Menschen unseren Podcast unterstützen. Wir sind sehr dankbar, dass das schon einige von euch tun. Falls auch du diesen Podcast unterstützen möchtest, informiere dich über unsere Mitgliedschaften: https://windhauch.ruach.jetzt/support/
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In der heutigen Folge ist Alexandra Haustein zu Gast. Sie ist Pastoralreferentin und arbeitet als Dekanatsreferentin für das Bistum Mainz. Im Podcast erzählt sie, wie sie die Strukturreformen in der katholischen Kirche begleitet und warum es manchmal sinnvoll ist, sich nicht die Erlaubnis abzuholen, wenn ihr innovative Projekte plant. Auf ihrem Instagram-Kanal @an_gedacht probiert sie immer mal wieder etwas aus und begeistert durch Meditation, Ikonenschreiben oder auch Gebärdensprache.
Wo gestalten wir und ringen gemeinsam um gute Methoden? Wann nehmen wir uns auch in unseren Erfahrungen des Lebens gegenseitig ernst?
Alexandra Haustein, @an_gedachtAlexandra steckt vor allem mit ihrer Leidenschaft an. Deswegen geht es in dieser Folge unter anderem darum, dass auch Spaß ein Erfolgskriterium für Projekte sein sollte. Vielleicht ist das bei all den anstehenden Strukturprozessen in der katholischen Kirche auf der Suche nach neuen Formen und Orten sogar der wichtigste Gedanke.
Der Glaube befreit aus Ängsten, aus Glaubenssätzen und aus gesellschaftlichen Strukturen.
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Wie stehen die aktuellen Reformprozesse der katholischen Kirche in Relation zur Weltkirche? Darüber rede ich mit zwei Menschen, die sich intensiv mit Fragen der Weltkirche auseinandersetzen. Marita Wagner ist Referentin für Weltkirche und Pastoral beim katholischen Hilfswerk „missio“ in Aachen. Die katholische Theologin koordiniert die die Pastoralen Netzwerke in Afrika und Asien. Außerdem dabei ist Maya Knodel, aktuell Volontärin für Social-Media- und Online-Kommunikation bei missio. Sie hat „Theologie und Globale Entwicklung“ studiert und ist zuständig für das internationale Jugendnetzwerk von missio: #strongbymissio.
Weltkirche ist vor allem Beziehung. Da kommt man viel schneller mit Menschen ins Gespräch, als wenn man bei null anfangen müsste.
Maya Knodel, missioDie katholische Kirche gibt es weltweit und sie scheint durch Rom auf Linie zu sein. In der Realität zeigt sich jedoch, dass der Katholizismus ganz vielfältige Perspektiven auf den Glauben kennt. Immer wieder gibt es Impulse für die Kirche aus verschiedenen Winkeln der Welt. Aktuell wird der synodale Weg in Deutschland beobachtet. Die zentralen Reformthemen der Synode werden auch anderswo in der Welt kontrovers diskutiert.
Meine Hoffnung wäre, dass marginalisierte Stimmen endlich mal gehört werden und dass man endlich mal sieht, dass die Meinungen in der Weltkirche gar nicht so einheitlich sind, wie man vielleicht meint.
Martia Wagner, missiohttps://www.missio-hilft.de/mitmachen/strongbymissio/
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Heute spreche ich mit Veronika Rieger über ihr Engagement für einen intersektionalen Feminismus. Veronika studiert Evangelische Theologie, ist freie Autorin und steht als Wortpoetin auf der Bühne. Veronika versteht es, ihre Themen, die ihr ein Herzensanliegen sind, mit Humor und theologisch durchdacht darzulegen. Dabei ist sie eine stets kritische Beobachterin, wenn es darum geht, diskriminierende Strukturen in Kirche und Gesellschaft aufzuzeigen.
Die Aufgabe der Kirche ist es, sich als allererstes mal bewusst zu werden, welche Diskriminierungsstrukturen in ihr selbst herrschen.
Veronika Rieger, Spoken Word ArtistDa jede Religion einen eigenen Wahrheitsanspruch erhebt, könnte der Eindruck entstehen, religiöse Gemeinschaften seien per Definition diskriminierend. Doch der Blick auf gemeinsame Nenner lohnt sich, um Barrieren abzubauen. Auch die jeweiligen Mitglieder können etwas bewirken, wenn sie bei sich selbst anfangen und ihr Verhalten reflektieren. So hätten auch die beiden großen Kirchen das Potential, ihre Ressourcen für den Abbau diskriminierender Strukturen einzusetzen.
Du als einzelner wirst – außer in deinem direkten Umfeld – sehr wenig verändern können, aber es ist eh schwierig, einzeln das Christentum zu begehen.
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Die katholische Kirche steht vor großen Veränderungen. Mit der konstruktiv kritischen Katholikin Daniela Ordowski spreche ich darüber, dass Kritik an der Amtskirche nicht dazu dient, diese kaputtzumachen, denn das schaffe die Kirche schon alleine. Daniela ist Bundesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und Mitglied der sogenannten Synodalversammlung. Für sie sind die Jugendverbände der Beweis, dass es sich lohnt, demokratisch für Veränderungen zu streiten.
Ich glaube, dass katholische Kirche und Demokratie sehr wohl zusammen funktionieren. Die Jugendverbände zeigen sehr deutlich, dass das funktionieren kann.
Dani Ordowski (KLJB)Die große Macht der Entscheidungsträger in der katholischen Kirche hat auch eine große Verantwortung zur Folge. Man stelle sich nur einmal das Potential vor, wenn die Kirche zum konstruktiven Streit bereit wäre und sich zu denjenigen wenden würde, die kritisch im Glauben und zur Institution sind. Die Jugendverbände zeigen, wie es möglich sein kann, Kirche zu sein und gerade deswegen eine kritische Stimme zu bleiben.
Ganz im Ernst: Das ist doch das Geile an Jugendverbandsarbeit: Wir streiten über unseren Glauben.
Dani Ordowski (KLJB)Linksammlung
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