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Viele denken bei Barock vielleicht an alte und verstaubte, aber pompöse Kirchen mit viel Bling Bling. Mein heutiger Gast Constantin Pelka zeigt mit Kirchenfotos auf Instagram, wie barocke Kunst Geschichten erzählt und Räume zum Versinken schafft. Er sieht im Barock wahre Schätze für die Erfahrbarkeit christlicher Glaubensbotschaften. Mit seinem einzigartigen Blick für Details führt er seine Follower:innen an die Kunst heran und erreicht auf seinem Kanal @baroqueblockbuster damit eine große Community.
Der Barock ist wirklich so eine Art “virtual reality”, nur halt mit analogen Mitteln. Lass deine VR-Brille zu Hause und geh einfach mal ins Kloster Ettal in Bayern!
Constantin Pelka, Barock Aktivist @baroqueblockbusterConstantin als selbsternannter Sakral-Nerd und Barock-Aktivist macht deutlich, dass wir aus der Betrachtung barocker Kunst auch einiges für die Glaubenskommunikation in heutiger Zeit lernen können. Bilder scheinen oftmals eine untergeordnete Rolle zu spielen oder werden zumindest nicht bewusst in die Kommunikation eingebaut. Dabei lässt sich Transzendenz eigentlich sehr viel schwieriger mit Worten ausdrücken. Barock wählt den Weg der Erfahrbarkeit durch alle Sinne – und diese Methode erfährt auch heute noch Zuspruch.
Religion muss wach rütteln und spürbar sein. Wenn ich Bilder habe, die nicht berühren, bin ich auch weg aus der Wahrnehmung.
Constantin Pelka, Barock Aktivist @baroqueblockbusterLinksammlung:
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In dieser Folge spreche ich mit Tobias Faix. Tobias ist Professor für praktische Theologie an der CVJM Hochschule in Kassel und leitet gemeinsam mit Tobias Künkler den interdisziplinären Masterstudiengang „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie & Soziale Arbeit“. Kirchliche Transformation begleitet er schon eine ganze Ewigkeit und forscht dazu mit verschiedenen Schwerpunkten. Dabei hat er seinen hoffnungsvollen Blick nicht verloren, dass in der gegenwärtigen Situation der Kirchen auch Potential für Innovation liegen könnte.
Ich spreche gerne von Transformation, weil Veränderung heißt: Es wird nicht mehr so, wie es mal war. Und genau darin liegt die Chance.
Tobias Faix, CVJM HochschuleFür die Veränderungsprozesse, die in Kirche anstehen, braucht es den Willen zur Veränderung und vor allem eine Haltung des Zuhörens. Tobias macht deutlich, dass es nicht ohne eine Kultur des Miteinanders geht. Transformation ist nämlich auch ein schmerzlicher Prozess. Veränderung kann aber eben nicht bedeutet, das alles so bleibt, wie es schon immer war. Kirche muss zum Resonanzraum werden, in dem wir mutig mit den Menschen gemeinsam neue Bilder für Glaube, Spiritualität und Religiosität suchen.
Wir brauchen auch wieder Mut und die Erwartung, eben mit den Menschen zusammen neue Bilder zu suchen, wo sie auch darin vorkommen und wo Resonanzen entstehen.
Tobias Faix, CVJM HochschuleLinksammlung:
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Diese Woche ist Romina Monferrini im Podcast zu Gast. Romina ist katholische Theologin, Seelsorgerin und Religionspädagogin aus der Schweiz. Neben ihrer Tätigkeit in der Pfarrei der Stadt Luzern ist sie im Bereich der digitalen Pastoral aber auch selbstständig unterwegs. Außerdem ist Romina Präsidentin der Ikonen-Schule – und weil ihr das alles noch nicht reicht, nutzt sie ihre Talente auch als freie Journalistin. Mit Romina spreche ich darüber, wie die katholische Kirche angesichts des Priestertums aller Getauften heutzutage eigentlich aussehen müsste.
Das Ziel ist nicht, alle zu sich zu ziehen, sondern Reich Gottes ist überall und überall kann Reich Gottes wachsen.
Romina Monferrini, TheologinKirche besteht hauptsächlich aus den Menschen, die sich in ihr engagieren. Damit diese nicht nur als Marionetten dienen, braucht es ehrliche Partizipation. Das hat natürlich Folgen für das Verständnis eines Priesters, der immer das letzte Entscheidungswort haben soll. Deshalb spreche ich mit Romina spreche ich über eine (katholische) Kirche der Zukunft, die heute schon möglich ist.
Tradition sollte nicht das Hüten von Asche sein, sondern das Weitergeben von Feuer.
Romina Monferrini, TheologinUnterstütze unsere Arbeit am Windhauch Podcast und werde Teil unserer Community. steadyhq.de/windhauch
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In dieser Folge spreche ich mit Jakob Jay Friedrichs, den ihr vor allem von seinem Herzensprojekt „Hossa Talk“ kennt. In dem Podcast spricht er seit 2014 zusammen mit Gofi Müller öffentlich über Zweifel im Glauben. Beide kommen aus einem freikirchlichen Kontext. Mit ihrer Art, offene Fragen zu stellen und vor allem dem Zweifel Raum zu lassen, sprechen sie viele Menschen an.
Dieser innere Atheist oder innere Agnostiker ist einfach da und ein Teil von mir. Und dann habe ich aber gedacht, der bringt doch auch was, der stellt einfach gute Fragen.
Jakob Friedrichs, Hossa TalkKirche reagiert verständlicherweise – wie wir alle – unentspannt auf Krisen. An vielen Stellen wird immer noch geglaubt, wenn das Wort nur richtig verkündet würde, dann kämen bestimmt auch die Menschen wieder. Mit Jay rede ich darüber, warum rund um „Hossa Talk“ Menschen sogar freiwillig zusammenkommen, um über ihren Glauben zu sprechen. Anscheinend wurde hier etwas richtig gemacht.
Ich suche eher nach dem Moment, wo Glaube heute anknüpfen kann: Bei den Menschen in unserer Welt – und nicht nach dem Rezept, wie ich den Glauben anrühren muss.
Jakob Friedrichs, Hossa TalkLinksammlung:
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In dieser Folge spreche ich mit Steffie, die zusammen mit Stanzi den Instagram-Account @weil_ma_glaubn betreibt. Mit der Wienerin spreche ich über die Situation der Kirche in Österreich und welche Erkenntnisse sie aus der Arbeit in der digitalen Kirche zieht. Die Begeisterung – auf dem Gebiet unterwegs zu sein und mit Menschen in Kontakt zu kommen – ist bei Steffie definitiv spürbar.
Es ist immer ganz schwierig, wenn man für die Kirche so engagiert ist, zu erkennen, dass es mir nicht immer hundertprozentig nur darum geht, Leute in die Kirche zu bringen, sondern Menschen mit Gott in Berührung zu bringen.
Steffie Sandhofer, @weil_ma_glaubnFür Kirche stellt sich immer mehr die Frage nach ihrer Relevanz für das Leben der Menschen. Corona hat gezeigt, dass Kirche enormen Aufholbedarf im Digitalen hat. Die gängigen Formate scheinen für die meisten nicht mehr interessant zu sein und wir sehen, wie die Territoriale schrumpft, während thematisch gedachte Accounts wachsen.
Ich glaube, dass digitale Kirche ein Plus ist. Ein wichtiges Plus, das es auch braucht, weil wir nochmal andere Leute erreichen oder wir auch von Leuten mitkriegen, für die das wichtig war.
Steffie Sandhofer, @weil_ma_glaubnLinksammlung:
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In dieser Folge spreche ich mit Daniel Hörsch von midi (Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung). Daniel ist sozialwissenschaftlicher Referent und betreibt leidenschaftlich gerne Studien. Er hat dadurch einen analytisch geprägten Blick auf Kirchenentwicklung. Dieser eher empirische Blickwinkel bestätigt bekannte Baustellen der Glaubenskommunikation und belegt Problemfelder mit belastbaren Zahlen.
Wir haben Antworten gegeben auf nie gestellte Fragen und ich will dem ergebnisoffenen Fragen Raum geben. Ich bin ein großer Freund einer Theologie des Fragens.
Daniel Hörsch, midiDie Institution Kirche könne laut Daniel ruhig etwas mehr Offenheit wagen und mehr Fragen stellen, als Antworten geben. Seit Jahren machen Studien wie die Sinus-Milieu-Studie deutlich, dass (nicht nur junge) Menschen sich durchaus als religiös definieren, die Kirche aber nicht als Antwortgeberin wahrnehmen. Kirche schafft es nicht, ihr Alleinstellungsmerkmal herauszustellen und zu kommunizieren, welche Verheißung sie den Menschen anbietet.
Meine tiefe Überzeugung ist, dass wir an das Ende der volkskirchlichen Blütezeit gekommen sind. Diese volkskirchliche Blütezeit der 50er Jahre und davor ist ohnehin die Ausnahme in der Kirchen- und Konfessionsgeschichte.
Daniel Hörsch, midiLinksammlung:
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Diese Woche spreche ich mit Marisa und Eva, die beide für die katholische Kirche arbeiten. Weil es der katholischen Kirche schwerfällt junge Erwachsene nach der Firmung noch zu erreichen, haben die beiden nach neuen Wegen gesucht. Auf ihrem Instagram-Kanal @um.gotteswillen zeigen die beiden Themen, die sie persönlich im Alltag beschäftigen. Mit ihnen diskutiere ich darüber, welchen Mehrwert eine katholische Perspektive auf Instagram bietet.
Mir ist bei diesem Kanal wichtig zu zeigen, dass es junge, laute und vor allen Dingen weibliche Stimmen gibt, die Veränderung auch einfordern.
Marisa, um.gotteswillenIn den etablierten Medien dominieren die Negativschlagzeilen über die katholische Kirche. Aber wo kann ich mich über progressive Wege der Kirche informieren oder wo kann ich mich mit Menschen vernetzen, die sich aktiv eine Veränderung der Institution einfordern? Social Media ist der Ort, um Menschen zu verbinden und zu inspirieren. Marisa und Eva nutzen den Kanal um zu zeigen, dass auch sie einen berechtigten Anspruch darauf haben katholisch zu sein.
Wir feiern auf unserem Kanal im klassischen Sinne keinen Gottesdienst, aber bieten irgendwie Themen an. Sich da zu suchen, was man gerade braucht, finde ich einen großen Mehrwert, weil ich von überall, wo ich unterwegs bin, Gemeinde sein kann. Eva
Eva, um.gotteswillenLinksammlung:
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In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Felix Neumann, der hauptberuflich als Journalist bei katholisch.de tätig ist, über kirchlichen Datenschutz. Felix ist ein echter Experte auf dem Gebiet: Er betreibt mit artikel91.eu das einzige Fachmagazin zum Thema und berät dazu auch immer wieder kirchliche Institutionen. Gemeinsam klären wir unter anderem die Frage, warum es überhaupt einen eigenen Datenschutz für Kirche braucht.
Die Kirche behauptet, eine rechtlich verfasste Organisation zu sein, lädt das theologisch auf, aber sie löst das nicht ein. Kirchliches Recht ist ganz oft behauptetes Recht.
Felix Neumann, artikel91.euWährend Datenschutz die pastorale Arbeit im ersten Moment zu lähmen scheint, ist ein einklagbares Recht für kirchliche Verwaltungen eigentlich relativ innovativ. Hier lägen für die Kirchen viele Chancen, sich zu reformieren, aber es fehlt an einer Rechtskultur, die willkürliches Handeln verhindert. Felix macht Mut, nicht im vorauseilenden Gehorsam den Kopf in den Sand zu stecken und nur noch mit Brieftauben zu arbeiten, und erklärt, wieso pastorale Arbeit trotzdem auch in den Social Media stattfinden kann.
Eigentlich wäre Recht genau der gesellschaftliche Mechanismus, der solche toxischen Kuschelkulturen überwinden könnte, wenn man tatsächlich rechtlich verfasst ist – und nicht nur so tut, als hätte man ein Recht.
Felix Neumann, artikel91.euUnterstütze unsere Arbeit am Windhauch Podcast und werde Teil unserer Community. steadyhq.de/windhauch
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In dieser Folge spreche ich mit Jonnes. Er ist Singer/Songwriter und hat Theologie studiert. Weil sich aber für ihn Gotteserlebnis nicht in feste Formen pressen lässt, ist Jonnes aus tiefstem Herzen Künstler. Seinen Glauben transportiert er ohnehin in seinen Texten – kann man doch nicht von Gott reden, ohne von dem zu reden, was einen selbst als Künstler gerade beschäftigt. Mit Jonnes rede ich darüber, warum er das Label “christlicher Musiker” trotzdem ablehnt.
Sprache entwickelt sich nicht, wenn wir keine neuen Worte finden für diese Floskeln und Phrasen.
Jonnes, Singer-SongwriterJonnes macht eigentlich vieles von dem, was wir vom Pfarrberuf erwarten würden: Er verkündet seinen persönlichen Glauben über die Musik. Dabei muss er sich nicht an bestimmten Formaten oder den Erwartungen anderer orientieren. Für ihn ist vor allem entscheidend, dass Kirche lernt, aus ihrer Bubble herauszutreten, und den Menschen die Freiheit lässt, eigene Worte für ihren Glauben zu finden.
Kunst ist immer etwas, was entwickelt – und nicht verwaltet. Solange wir ständig in unseren Bubbles bleiben, habe ich das Gefühl, dass wir einfach nur verwalten.
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Diese Woche ist Ines Schaberger bei mir im Podcast. Sie ist Theologin, Religionspädagogin und Journalistin aus dem schweizerischen Bistum St. Gallen. Die gebürtige Österreicherin hostet u.a. den Fadegrad-Podcast. Seit Anfang 2021 verfolgt der Podcast das Ziel, ohne Denk- und Sprechverbote die Menschen nach ihren Themen zu befragen. In dieser Folge erfahrt ihr, warum es sich für Kirche lohnt, in Podcast-Projekte zu investieren.
Kirche sagt immer, wir sollen da sein, wo Menschen sind. Und wenn man da sein will, wo Menschen sind, dann ist das auch auf Spotify und auf Apple Podcasts. Da kann man sich nicht in der Kirche verstecken und warten, dass Leute kommen.
Ines Schaberger, fadegrad podcastInes erzählt, wie es zum Fadegrad-Podcast kam, und zeigt damit gelungen auf, dass es Konzepte der Glaubenskommunikation gibt, die tatsächlich wachsen und Menschen erreichen. Es geht hier nicht darum, das perfekte Konzept zu haben. Denn am Anfang jeder Innovation steht der Wille, neu zu ordnen, was da ist – und auch ein Stück weit Vertrauen, dass es gelingen wird.
Ich glaube, wir stecken alle in einem Trauerprozess, weil Kirche so, wie wir sie gekannt haben, nicht mehr ist, und sich ganz vieles verändert. Dann gibt es – wie bei jedem Trauerprozess – je nach Person unterschiedliche Arten, darauf zu reagieren.
Ines Schaberger, fadegrad podcastLinksammlung:
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