Wohlstand für Alle

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By Ole Nymoen, Wolfgang M. SchmittBusiness
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Wohlstand für Alle episodes

  • Ep. 315: Gehören Reiche jetzt auch zur Arbeiterklasse?
    Wohlstand für Alle
    Die Reichen haben Kapital und beziehen daraus ihre Einkünfte, während alle anderen ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – so denkt man zumindest.
    Inzwischen aber arbeiten auch Reiche - und zwar in hervorragend bezahlten Jobs. Branko Milanović verwendet den Begriff "Homoploutia", um eine Gesellschaftsform zu beschreiben, in der die Reichen gleichzeitig durch hohe Arbeitseinkommen und durch hohe Kapitaleinkommen wohlhabend sind. Diese neue Elite überwindet gewissermaßen den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.
    Das klingt eigentlich gut, führt jedoch dazu, dass sich die ökonomische Ungleichheit verstärkt: Wer ohnehin schon privilegiert ist, profitiert doppelt, während andere gesellschaftliche Gruppen weder über vergleichbares Arbeitseinkommen noch über Vermögenswerte verfügen.
    Homoploutia bezeichnet also die zunehmende Überlappung von Spitzenverdienern und Kapitalbesitzern - greift hier noch die Theorie von Karl Marx? Darüber diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von “Wohlstand für Alle”.
    Oles Maro-Heft "Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit" könnt ihr nun vorbestellen:
    https://autorenwelt.de/gestohlene-zeit
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    Literatur/Quellen:
    Die Publikationen von Branko Milanović und seinen Kollegen:
    https://branko2f7.substack.com/p/new-capitalism-in-america
    https://stonecenter.gc.cuny.edu/research/homoploutia-top-labor-and-capital-incomes-in-the-united-states-1950-2020/
    https://stonecenter.gc.cuny.edu/files/2021/11/Ranaldi-and-Milanovic-2021.pdf
    Rhymer Rigby in der “FT” über Reiche, die arbeiten: https://www.ft.com/content/20c42d38-f007-11e9-a55a-30afa498db1b
    Wolfgang Lauterbach in der “Zeit” über Reiche in Deutschland: https://www.zeit.de/arbeit/2023-04/reichtum-persoenlichkeit-soziologie-wolfgang-lauterbach-interview
    Termine:
    Am 30.8. ist Wolfgang in Dinslaken: https://www.instagram.com/p/DMF4alWNqkg/
    Am 31.8. ist Wolfgang in Trier: https://www.broadway-trier.de/filme/open-air-im-brunnenhof-coriolanus-44834/
    Am 3.9. ist Wolfgang in Mainz: https://www.landesmuseum-mainz.de/veranstaltungen/detail/filmnaechte-im-museum-boulevard-der-daemmerung
    Am 6.9. ist Wolfgang in Zürich auf einem Podcast-Festival: https://reflab-festival.ch/theolounge-mit-wolfgang-m-schmitt-und-manuel-schmid-apokalypse-auf-repeat-warum-wir-den-weltuntergang-immer-wieder-schauen-und-doch-aufs-happy-end-hoffen/
    Am 7.9. diskutiert Wolfgang in Zürich über den Film “Unser Geld”: https://www.riffraff-houdini.ch/de-ch/film/unser-geld.html
    42 min
  • Speakeasy #23: Ole in Amerika, linke Polizei-Kritik, Karl Popper, Street Art u. v. m.
    Wohlstand für Alle
    In der neuen Speakeasy-Bar von „Wohlstand für Alle“ beantworten wir hochinteressante Fragen aus dem Publikum. Es geht um unsere Einschätzung zu René Girard und seiner mimetischen Theorie als Gegenkonzept zu Marx, um „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ von Karl Popper und dessen Verhältnis zur Frankfurter Schule. Weiter fragen wir uns, ob die linke Kritik an der Polizei es sich nicht häufig zu einfach macht. Wir schätzen dies sehr unterschiedlich ein. Gefragt wurden wir auch, ob wir die Erwerbstätigkeit von Frauen nicht zu sehr glorifizieren und ob das überhaupt eine linke Position sein kann. Wir diskutieren außerdem über unsere Resignation angesichts der Klimakatastrophe und beantworten auch die Sommerfrage schlecht hin: Wie stehen wir eigentlich zum Konzept Urlaub? Ja, jeder hat da eine ganz andere Auffassung. Das und mehr gibt es in knapp 2 Stunden Speakeasy-Bar zu erleben.
    Wir freuen uns, wenn ihr uns via Steady, Apple oder Patreon bucht und den Podcast auf diese Weise unterstützt.
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    18 min
  • Ep. 314: Von der Boston Tea Party zu Donald Trump
    Wohlstand für Alle
    Aufstände gegen Zölle und Steuern, eine irrlichternde Großmacht, Eliten, die populistische Töne anschlagen, um ihre Interessen durchzusetzen. Willkommen in der Gegenwart oder im Jahr 1773, im Jahr der Boston Tea Party.
    Die britischen Kriege gegen Frankreich hatten enorme Schulden verursacht, weshalb London 1765 die umstrittene Stempelsteuer einführte. Die Kolonien in Amerika, ohne Vertretung im Parlament, sahen darin einen Verstoß gegen das Prinzip „No taxation without representation“ und reagierten mit Boykotten und Protesten.
    Zwar zog Großbritannien viele Steuern zurück, behielt jedoch den Tee-Zoll bei. Die Krise der East India Company führte 1773 außerdem zu dem unausgegorenen Plan, deren Tee durch Steuererstattung günstiger als den holländischen Schmuggeltee zu machen – verbunden mit einem Handelsmonopol für wenige ausgewählte Importeure. Für amerikanische Konsumenten wäre der Tee eher billiger geworden, doch es regte sich der Widerstand in Teilen der Elite, schließlich wurden von den Sons of Liberty in Boston 342 Kisten Tee ins Hafenbecken geworfen.
    Die Boston Tea Party gilt bis heute als Anti-Steuer-Protest, obwohl sie vor allem das Resultat von Handelsinteressen war, die sich mit einem breiten Freiheitsdrang und viel Populismus verbanden und bis heute das amerikanische Selbstverständnis prägen.
    Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
    Literatur:
    Wesley S. Griswold: The Night the Revolution Began. The Boston Tea Party, S. Greene Press.
    Alexander Thiele: Der konstituierte Staat. Eine Verfassungsgeschichte der Neuzeit, Campus.
    Joseph J. Thorndike: "A Tax Revolt or Revolting Taxes?", online verfügbar unter: https://www.taxnotes.com/tax-history-project/tax-revolt-or-revolting-taxes/2005/12/20/y97m?highlight=boston%20tea%20party.
    Termine:
    Wolfgang tritt gemeinsam mit Stefan am 23.8. in Frankfurt auf: https://diekaes.reservix.de/tickets-die-neuen-zwanziger-sonderformat-liveshow-in-frankfurt-am-main-saalbau-bornheim-buergerhaus-am-23-8-2025/e2373505
    Wolfgang ist am 6.9. auf einem Podcast-Festival in Zürich zu erleben, vergünstigte Tickets gibt es mit dem Code "APOKALYPSEJETZT": https://eventfrog.ch/de/p/festivals/weitere-festivals/theolounge-mit-wolfgang-m-schmitt-und-manuel-schmid-7332662809740711767.html?showAccesscodeCatsOnly=true
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    41 min
  • Ep. 313: Der wichtigste Tech-Konzern, den niemand kennt
    Wohlstand für Alle
    Es ist eines der wichtigsten Tech-Unternehmen, es liefert kritische Infrastruktur für ein Fünftel der Internetseiten, wenn es ausfällt, können Kassen nicht bedient und Flüge nicht gestartet werden – trotzdem ist Cloudflare über die Tech- und Börsenwelt hinaus kaum bekannt.
    Das 2009 in den USA gegründete Unternehmen, das 2019 an die Börse ging, schützt Websites vor Überlastung gegen Hacker-Angriffe und sorgt für Balance im Datenverkehr, sodass wir reibungslos durchs Internet surfen können. Mit lediglich ein paar Hundert Millionen Dollar finanziert und mit gerade einmal 4200 Mitarbeitern gehört Cloudflare zu den ganz Großen in der Tech-Welt.
    Interessanterweise wird in der EU gerade viel über Sicherheit und Souveränität gesprochen. Wie kann es da sein, dass man so sehr auf ein einzelnes US-Unternehmen setzt, das zwar bislang die Netzneutralität gewährleisten will, aber schwer zu berechnen ist, falls sich die Politik in Washington verändern sollte.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die unheimliche Erfolgsgeschichte des Unternehmens und über verschlafene Chancen in Europa.
    WERBUNG:
    Zum neuen Roman "Drei Schwestern" von Christian Baron geht es hier entlang:
    https://www.ullstein.de/werke/drei-schwestern/hardcover/9783546100700
    Literatur:
    Matthew Prince im SZ-Interview: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internet-cloudflare-interview-web-1.5713339
    „The Economist“ über KI und Cloudflare: https://www.economist.com/business/2025/07/14/ai-is-killing-the-web-can-anything-save-it
    „The Guardian“ über KI und die Suchmaschinen: https://www.theguardian.com/technology/2025/jul/24/ai-summaries-causing-devastating-drop-in-online-news-audiences-study-finds
    Cloudflare erklärt Pay-per-Crawl: https://blog.cloudflare.com/introducing-pay-per-crawl/
    Will Allen gibt Auskunft über Cloudflares Vision: https://futureweek.com/pay-per-crawl-cloudflares-vp-of-product-on-building-a-new-economic-model-for-publishers/
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    42 min
  • Ep. 312: Sind die Deutschen wirklich faul?
    Wohlstand für Alle
    Die Bürger sollen mehr arbeiten, fordern Bundeskanzler Friedrich Merz und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Top-Ökonomen springen den Politikern zur Seite und rechnen vor, dass die Deutschen durchschnittlich viel weniger arbeiten als die Griechen – ausgerechnet, wo doch die Griechen nach der Finanzkrise von Konservativen immer wieder als faul beschimpft wurden.
    Nicht nur würden viele Politiker gern die Wochenarbeitszeit verlängern, auch liebäugeln sie mit einem späteren Renteneintritt. Sieht man sich jedoch die Zahlen genauer an, stellt sich bald heraus: Deutsche Vollzeitbeschäftigte arbeiten keineswegs signifikant weniger – in Wahrheit liegt man ziemlich genau im EU-Durchschnitt. Also alles in bester Ordnung?
    Das Bild wird ein anderes, wenn man auf die Teilzeitarbeit blickt, der vor allem Frauen nachgehen und die das – wie Umfragen belegen – oftmals gar nicht wollen. Weil die Betreuung von Kindern und Alten so häufig an den Frauen hängen bleibt und der Staat keine entsprechenden Betreuungsmöglichkeiten anbietet, wird das Erwerbspotenzial deutlich geschmälert. Ökonomisch folgt das keiner Rationalität, die Debatte zeugt in erster Linie von mangelndem politischen Gestaltungswillen.
    Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
    Literatur:
    Mattis Beckmannshagen/Annika Sperling: “Durchschnittliche Arbeitszeiten in Deutschland sinken, Gesamtarbeitsvolumen auf Rekordhoch”, online verfügbar unter: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.899369.de/24-16-1.pdf.
    Sabine Böttcher/Ronald Gebauer: “Kitas und Kindererziehung in Ost und West”, online verfügbar unter: https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47313/kitas-und-kindererziehung-in-ost-und-west/#footnote-target-12.
    Eurostat: “Durchschnittliche normalerweise geleistete Wochenarbeitsstunden in Haupttätigkeit”, online verfügbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/lfsa_ewhun2__custom_17195847/bookmark/table?lang=de&bookmarkId=ab3a0ad5-c905-4ea0-91d4-8324e855fcc1.
    Max Hauser: “Studie: Steuerfreie Zuschläge auf Überstunden wirken nicht”, online verfügbar unter: https://www.surplusmagazin.de/steuerfreie-uberstunden-frankreich-studie-merz-arbeit/.
    Helmut Raine et al.: “Öffentlich geförderte Kinderbetreuung in Deutschland: Evaluierung der Auswirkungen auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Müttern”, online verfügbar unter:
    https://www.ifo.de/DocDL/ifosd_2013_07_4.pdf.
    Holger Schäfer: “Arbeitszeiten: Griechen arbeiten 135 Stunden im Jahr mehr als Deutsche”, online verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/holger-schaefer-griechen-arbeiten-135-stunden-im-jahr-mehr-als-deutsche.html.
    Johanna Schoener/Lisa Seelig: “Ja, Kinder wären schön, aber …”, online verfügbar unter: https://www.zeit.de/2025/29/geburtenrueckgang-gruende-kinder-familien-demografie.
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    44 min
  • Literatur 55: Bertolt Brecht – Die Dreigroschenoper
    WfA-Literatur
    „Die Dreigroschenoper“ ist Bertolt Brechts berühmtestes Werk. Der Ruhm ist gar so groß, dass sich „Die Moritat von Mackie Messer“ bzw. „Mack the Knife“ zu einem Hunderte Male gecoverten Welthit entwickeln konnte.
    Uraufgeführt wurde das Stück 1928 in Berlin. Als Vorlage diente John Gays „Beggar’s Opera“ von 1728. In enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Kurt Weill und der Übersetzerin und Autorin Elisabeth Hauptmann gelang Brecht eine subversive Mischung aus Revue, Satire und gesellschaftskritischem Musiktheater, das die bürgerliche Moral, die Mechanismen des Kapitalismus und die Verkommenheit aller gesellschaftlichen Klassen ironisch entlarvt.
    Der Bettlerkönig Peachum ist ein Unternehmer mit monopolistischen Tendenzen, Verbrecher Mackie Messer fragt sich, was ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer solchen ist, während Polly und Jenny romantisch-bürgerliche Liebesvorstellungen ad absurdum führen. Noch immer hat „Die Dreigroschenoper“ nichts von ihrer Wirkmacht verloren.
    In der neuen Folge von WfA-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt darüber, wie Brecht mit populären Mitteln den Kapitalismus analysiert.
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    15 min
  • Ep. 311: Wieso es keinen gerechten Lohn gibt
    Wohlstand für Alle
    „Ein gerechter Lohn für ein gerechtes Tagwerk“, forderten die Gewerkschaften zu Zeiten von Friedrich Engels und Karl Marx. Noch heute ist dieser Ruf nach einem gerechten Lohn immer wieder zu hören – vorgetragen von Arbeitern, Gewerkschaftern oder Politikern.
    Was aber soll überhaupt ein gerechter Lohn sein? Ist es gerecht, dass die einen mehr, die anderen weniger verdienen? Wird hier nicht eine Rationalisierung von Ungleichheit versucht, die letztlich argumentativ nicht haltbar ist? Oftmals wird der ungleiche Lohn mit der jeweiligen Qualifizierung der Arbeitskraft begründet. Dies aber ist eine eigenartige Kategorie: Zwar kann man noch über die Länge der Ausbildung Differenzen erkennen, aber unterschiedliche Jobs miteinander zu vergleichen, ist schwerlich möglich. Zumal es gerade nicht so erscheint, dass die Einkommensmillionäre alle wahnsinnig qualifiziert sind.
    Schon Marx und Engels stellten bei aller Sympathie für die Gewerkschaften die Vorstellung, die in der Forderung nach gerechter Entlohnung liegt, radikal infrage. Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt knüpfen daran in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ an.
    Literatur:
    Friedrich Engels: "Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk", online verfügbar unter: https://dhspriory.org/kenny/PhilTexts/Marx/German/me19_247.htm.
    GegenStandpunkt: "Wer verdient warum wie viel? Gegen den Moralismus in der Einkommensfrage", online verfügbar unter: https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wer-verdient-warum-viel.
    Gilles Campagnolo/Thomas Marxhausen: "Gerechter Lohn", in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus, online verfügbar unter: https://www.inkrit.de/e_inkritpedia/e_maincode/doku.php?id=g:gerechter_lohn.
    Karl Marx: "Lohn, Preis und Profit", online verfügbar unter: https://marx-wirklich-studieren.net/wp-content/uploads/2013/07/marx-lohn-preis1.pdf.
    Termine:
    Wolfgang ist am 23. August in Frankfurt zu erleben: https://diekaes.reservix.de/tickets-die-neuen-zwanziger-sonderformat-liveshow-in-frankfurt-am-main-saalbau-bornheim-buergerhaus-am-23-8-2025/e2373505
    diekaes.reservix.de
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    45 min
  • 310: Bin ich arm, Mittelschicht oder reich?
    Wohlstand für Alle
    Ab welchem Einkommen gehört man eigentlich zur sogenannten Mittelschicht? Ab wann ist man reich?
    Viele werden überrascht sein, denn die Summen sind keineswegs astronomisch hoch. In der neuen Folge beschäftigen wir uns mit Einkommen in Deutschland und vergleichen diese mit anderen westlichen Ländern.
    Dabei fällt rasch auf, dass es nicht die Einkommen sind, sondern die Vermögen, durch die eine große Ungleichheit entsteht. Der Gini-Koeffizient zeigt aber auch, wie Umverteilung durch eine progressive Besteuerung funktioniert – vor allem, wenn man Deutschland mit den USA vergleicht.
    Auch sonst ist die internationale Perspektive aufschlussreich: In Amerika scheint das Pro-Kopf-Einkommen circa 15.000 Dollar höher zu sein, aber bei genauerem Hinsehen ergibt sich ein differenziertes Bild.
    Auch wuchs in den vergangenen 30 Jahren die asiatische Mittelschicht dynamisch, wodurch die westliche Mitte einen Positionsverlust erleidet, der vor allem beim Konsum deutlich wird. Darüber hinaus ist festzuhalten: Reich durch Arbeit wird kaum jemand.
    Mehr dazu in der neuen Folge von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt.
    Literatur:
    Branko Milanović über die neue globale Ungleichheit:
    https://stonecenter.gc.cuny.edu/files/2024/01/Milanovic-2024-The-Three-Eras-of-Global-Inequality-1820%E2%80%932020-with-the-Focus-on-the-Past-Thirty-Years.pdf?utm_source=chatgpt.com
    Jens Priewe vergleicht Einkommen in USA und Deutschland:
    https://www.boeckler.de/data/downloads/IMK/FMM%20Konferenz%202023/v_2023_10_21_priewe.pdf
    Einkommensrechner vom IW Köln:
    https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/judith-niehues-maximilian-stockhausen-ab-diesem-einkommen-gilt-man-als-reich.html
    DIW über Mietbelastung: https://www.diw.de/de/diw_01.c.916410.de/mietbelastung_in_deutschland_____schere_zwischen_arm_und_reich_geht_auseinander.html
    DIW über Einkommensverteilung: https://www.diw.de/de/diw_01.c.911745.de/publikationen/wochenberichte/2024_34_1/zufriedenheit_mit_einkommen__arbeit_und_gesundheit_unterscheidet_sich_nach_haushaltseinkommen__alter_und_elternschaft.html
    Termin:
    Am 23. August tritt Wolfgang mit Stefan in Frankfurt auf: https://diekaes.reservix.de/tickets-die-neuen-zwanziger-sonderformat-liveshow-in-frankfurt-am-main-saalbau-bornheim-buergerhaus-am-23-8-2025/e2373505
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    45 min
  • Speakeasy #22: OnlyF*ns, Wehrpflicht, Überbevölkerung, Arbeiterlieder u. v. m.
    In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar beantworten wir wieder viele Publikumsfragen. Zunächst aber sprechen wir über die nun schrittweise eingeleitete Wiedereinführung der Wehrpflicht, der sich nun auch die Jusos nicht mehr in den Weg stellen. Anschließend geht es um die Content-Creator-Plattform OF, die der Gründer aktuell plant zu verkaufen: Angeblich soll der Kaufpreis bei 8 Milliarden Dollar liegen. Sieht man sich die Abonnentenzahlen an, ist OF tatsächlich erfolgreicher als Disneyplus und sogar Netflix. Danach beantworten wir Fragen – etwa zur schwedischen Sozialdemokratie, die einst den Weg in den Sozialismus plante. Wir reden über Angestellte als Kostenfaktoren und Gewinnbringer sowie das Selfpublishing von Büchern. Gefragt werden wir auch nach dem Braindrain und ob es Flüchtlinge in ihrem Herkunftsland nicht eigentlich besser hätten. Außerdem sprechen wir über unsere liebsten Literaturverfilmungen und das Ende des Schlagers. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar!
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    19 min
  • Ep. 309: Die Macht der Rating-Agenturen
    Wohlstand für Alle
    Rating-Agenturen spielen schon lange eine wichtige Rolle auf den internationalen Finanzmärkten. Sie bewerten die Kreditwürdigkeit von Staaten, Unternehmen und Finanzinstrumenten durch sogenannte Ratings, die Investoren als Entscheidungshilfe dienen sollen.
    Entstanden sind sie in den USA des 19. Jahrhunderts, während des Baus der Eisenbahnen. Während zuvor Kredite oft bei den jeweiligen Banken vor Ort aufgenommen wurden, war dies in einer immer weiter verzweigten Industrie kaum noch möglich. Wer sollte nun aber über die Distanz hinweg die Bonität beurteilen?
    Das ist die Geburtsstunde der Rating-Agenturen. Inzwischen sind sie nicht mehr wegzudenken. Eine Tripple-A-Bewertung ist ein besonderer Ausweis von Kreditwürdigkeit, jedoch hat nicht zuletzt die Finanzkrise von 2008 gezeigt, wie sehr die Agenturen auch danebenliegen können.
    Hinzu kommt die Konzentration auf wenige Institutionen: Die bekanntesten Rating-Agenturen sind Standard & Poor’s (S&P), Moody’s Investors Service und Fitch Ratings, und sie kontrollieren zusammen über 90 Prozent des weltweiten Marktes. Nicht zufällig handelt es sich um US-amerikanische Firmen.
    Über die Macht der Rating-Agenturen sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
    WERBUNG:
    Den Surplus-Podcast mit Adam Tooze findet ihr auf YouTube, Spotify & Co.
    YouTube: https://www.youtube.com/@surplusmagazin
    Spotify: https://open.spotify.com/show/5lOuZ9b9lglDUOSXsNOFrW?si=iZP4ZZJnSrGu_5WQXlxwhA
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    Literatur:
    Malte Buhse: "Das Monopol der Schwarzseher", online verfügbar unter:
    Richard Sylla: “An Historical Primer on the Business of Credit Rating”, in: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-1-4615-0999-8_2.
    Termine:
    Wolfgang ist am 10.7. in Köln: https://www.asta.th-koeln.de/event/kriegstuechtig-zum-frieden-eine-kritische-betrachtung-der-zeitenwende-mit-wolfgang-m-schmitt/
    Wolfgang ist am 11.7. in Ludwigshafen: https://www.instagram.com/p/DLXW6E3MGbk/?img_index=1
    Wolfgang im Gespräch mit Hans-Jürgen Urban von der IG-Metall: https://www.youtube.com/watch?v=IF5qhFAhEs8&t=
    Ole ist am 12. Juli in Salzgitter:
    https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JHXGV/den-frieden-gewinnen-nicht-den-krieg
    33 min

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Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.

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