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John Updike zählt zu den wichtigsten US-amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Den Literaturnobelpreis erhielt er nie, aber die Literaturkritik in Amerika wie auch in Deutschland liebte diesen Autor, der wie kaum ein anderer die amerikanische Mittelklasse mit den Mitteln eines Realismus beschrieb, der auf Genauigkeit und originelle Vergleiche setzt. Mit „Hasenherz“ („Rabbit, Run“) von 1960 beginnt eine Romanreihe, die Updike fast ein halbes Jahrhundert lang fortsetzte: Im Mittelpunkt steht der Protagonist Harry „Rabbit“ Angstrom, der an der Schule einst ein gefeierter Basketballspieler war, jetzt aber im Leben als Angestellter – er verkauft inzwischen Küchengeräte – und verheirateter Mann mit seiner Situation so sehr hadert, dass er irgendwann von zu Hause fortläuft. Seine Frau und seinen Sohn lässt er zurück, weit kommt er jedoch nicht. Er trifft seinen ehemaligen Trainer und bald darauf auch eine junge Frau, die nicht Teil der bürgerlichen Gesellschaft ist. Dicht auf den Fersen bleibt ihm ein Pastor, der Rabbit zur Familie und wohl auch zu Gott zurückführen möchte. Updike zeigt mit Rabbit ein modernes Subjekt, das gelangweilter Konsument und transzendental obdachloser Angestellter ist. Es ist ein Jedermann, der aber immerhin noch schnell laufen kann. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur!Literatur:John Updike: Hasenherz. Übersetzt von Maria Carlsson. Rowohlt.Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
Im Oktober erscheint im Maro-Verlag ein besonderes Heft: Nämlich Oles Erzählung "Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit".Was tun wir Menschen eigentlich den lieben langen Tag, wenn wir für Staat und Kapital unsere Lebenszeit hergeben? Das erklärt der Protagonist dieser Erzählung seinen Katzen – und versucht, inmitten des alltäglichen Wahnsinns nicht verrückt zu werden.Dieses Heft zeigt auf, woran die meisten Menschen leiden – und wie viel lebenswerter die Welt sein könnte. Das schöne Leben für alle fängt die französische Künstlerin Olga Prader mit ihrem Zeichenstift ein.Zu Autorenwelt geht es hier entlang:https://shop.autorenwelt.de/products/auf-der-suche-nach-der-gestohlenen-zeit-von-ole-nymoen?srsltid=AfmBOorzYeL8tfj7Z0XFdAXRCrktjXQ1rxDwzhiDCqx3wRZdsC-7EYQiZum Maro-Verlag geht es hier:https://www.maroverlag.de/marohefte/309-auf-der-suche-nach-der-gestohlenen-zeit-9783875126358.html
„Die nächsten Jahre werden uns viel Kraft kosten“, kündigt Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) an, Bundeskanzler Friedrich Merz verspricht einen „Herbst der Reformen“ und Bärbel Bas, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, rügt angebliche mafiöse Strukturen bei Bürgergeldempfängern aus dem EU-Ausland.
Die Temperaturen fallen, die soziale Kälte breitet sich aus. Es ist erschütternd zu sehen, wie man gerade dabei ist, eine Neuauflage der Agenda 2010 einzuführen. Erschütternd ist das nicht zuletzt auch deshalb, weil man die Öffentlichkeit an der Nase herumführt, indem man behauptet, die deutsche Volkswirtschaft werde durch diesen sozialen Kahlschlag wieder kräftig wachsen können.
Das ist nicht zu erwarten. Die strukturellen Probleme der Exportnation werden weiterhin ignoriert, lieber gibt man den Druck nach unten ab. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die neue Reformpolitik.
Literatur/Quellen:
Carsten Linnemann im Tagesspiegel-Interview:
https://www.tagesspiegel.de/politik/cdu-generalsekretar-linnemann-im-gesprach-wir-steuern-ja-in-der-migrationspolitik-nicht-aus-jux-und-dollerei-so-scharf-um-14054462.html
Frank-Walter Steinmeiers Rede vom 16. September 2025:
https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2025/09/250916-deutscher-fuersorgetag-erfurt.html
Plenarprotokoll vom 17. September 2025:
https://dserver.bundestag.de/btp/21/21024.pdf
Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Grünen:
https://dserver.bundestag.de/btd/21/009/2100966.pdf
Veranstaltungen:
Am 3.10. ist Wolfgang in Mannheim zu Gast: https://www.atlantis-kino.de/detail/122616/Kein%20Land%20f%C3%BCr%20Niemand%20-%20Abschottung%20eines%20Einwanderungslandes
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Der KI-Hype ist ungebrochen, aber an der Börse ist etwas Eigenartiges zu beobachten: Viele wichtige KI-Unternehmen sind dort überhaupt nicht gelistet und denken auch gar nicht daran, dies in absehbarer Zukunft zu ändern.
Eigentlich geht man als Unternehmen an die Börse, um an frisches Kapital zu gelangen, um frühen Investoren und Mitarbeitern Cash zufließen zu lassen und um öffentliches Interesse zu gewinnen. Das aber ist heute auch ganz ohne ein IPO machbar, denn nie war Private Equity so einflussreich.
Die öffentlichen Märkte sind zur Finanzierung nicht mehr nötig, das Kapital konzentriert sich immer weiter. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
Werbung:
Mehr Informationen zu "Save our Souls" findet ihr hier:
https://dropoutcinema.org/save-our-souls/
Mehr Informationen zu "Kein Land für Niemand" findet ihr hier:
https://dropoutcinema.org/kein-land-fuer-niemand/
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Literatur/Quellen:
Ed Elson im Podcast „Markets: OpenAI’s $500B Valuation + Key Takeaways from Disney and Uber Earnings“: https://profgmedia.com/podcasts-markets/
JP Morgans Einschätzung: https://privatebank.jpmorgan.com/eur/en/insights/markets-and-investing/a-new-wave-of-ai-led-disruption
Harvard Business Review über Private Equity und KI: https://hbr.org/2025/06/how-private-equity-firms-are-creating-value-with-ai
Yahoo Finance über private markets: https://finance.yahoo.com/news/ai-ignited-private-market-boom-100000472.html
Matt Toledo über die Probleme: https://www.ai-cio.com/news/jpmorgan-chase-ceo-dimon-skeptical-of-private-markets-growth/
FT über den Figma-IPO: https://www.ft.com/content/9fa9d80c-fc51-4d2f-97bc-7e8395065bb4
In der 24. Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über den Vorschlag von Bodo Ramelow, dass Deutschland eine neue Nationalhymne brauche. Wir sehen das anders, wenngleich die Kinderhymne von Bertolt Brecht ihren Reiz hat. Ole erzählt außerdem von seinen Erfahrungen bei Lanz & Co. Weitere Fragen, die uns beschäftigen, drehen sich um das Thema Populismus. Gibt es den nur von rechts oder links? Kann man auch von einem Populismus der Mitte sprechen, wenn fortwährend von „wir“ die Rede ist? Danach beantworten wir Fragen zum Thema Aufklärung über ökonomische Verhältnisse: Sind Linke in Talkshows ein bisschen feige? Kann es eine linke Bild-Zeitung geben? Sind vulgäre linke Streamer aus den USA eine gute Antwort auf verlogene liberale Diskurse? Dabei geht es auch um Finanzierungsfragen: Was, wenn Linke für Krypto-Börsen Werbung machen würden? Dies und mehr gibt es in der neuen Speakeasy-Bar von „Wohlstand für Alle“ mit Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt!
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Vertreter der Modern Monetary Theory plädierten in der Vergangenheit immer wieder für eine Politisierung und Demokratisierung der Zentralbanken. Mitte-Links-Regierungen aber trauten sich nie, dies zu realisieren. Die Technokraten wollte man nicht entmachten.
Jetzt kommt Donald Trump, der massiv Einfluss auf die Fed nehmen will. Gewiss, dahinter steckt nicht die Absicht einer Demokratisierung, aber vielleicht ist es wenig zielführend, von links bloß den technokratischen Status quo zu verteidigen.
Zunächst ist es wichtig, genau zu verstehen, wie das Fed-System aufgebaut ist und welche Strategie die Trump und die Republikaner gerade verfolgen. Es gibt in den USA nicht nur eine Zentralbank mit einem Chef namens Jerome Powell, die Struktur ist komplizierter und der Machtapparat gestaltet sich wesentlich komplexer, als es momentan viele wahrhaben wollen.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Fed und Trumps Pläne!
Literatur/Quellen:
Adam Tooze: "Chartbook 406 Trump v. the Fed: or how history is forcing the question of a democratic politics of central banking", online verfügbar unter: https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-406-trump-v-the-fed-or.
Zur Struktur des Fed-Systems: https://www.atlantafed.org/about/publications/fed-structure-and-functions/structure.
Zur Geschichte des Fed-Systems: https://www.federalreservehistory.org/essays/federal-reserve-history
Veranstaltungen:
Am 14.9. ist Wolfgang in Krefeld: https://pax-christi-krefeld.de/veranstaltung/Kann-Kunst-anachronistisch-werden-2025.09.14/
Am 18.9. ist Wolfgang in Lübeck: https://buddenbrookhaus.de/programm
Am 20.9. ist Wolfgang in Frankfurt: https://www.fr.de/ueber-uns/fr80-sti1525791/
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Wie gelingt der Aufstieg zur führenden globalen Wirtschaftsnation? Nach der Boston Tea Party und dem Unabhängigkeitskrieg hatten sich die Amerikaner von den Briten zwar gelöst, doch ein ebenso wichtiger Kampf lag noch vor ihnen.
Die USA waren am Ende des 18. Jahrhunderts weit entfernt von einer kapitalistischen Industrie. Farmer bestimmten das Land, was Thomas Jefferson und seine Mitstreiter auch eigentlich nicht ändern wollten. Anders sah dies hingegen Alexander Hamilton, der fest davon ausging, dass man dringend einen Finanzsektor und ein modernes Bankenwesen benötigte, um prosperieren zu können.
Diese Position hatte es zunächst schwer, aber sie war tatsächlich entscheidend für die Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika. Das „land of the free“ führte schon vor 200 Jahren eine Grundsatzdebatte, die noch heute viele aktuelle Diskurse in den USA bestimmt.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
Oles Maro-Heft "Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit" könnt ihr nun vorbestellen:
https://autorenwelt.de/gestohlene-zeit
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Literatur:
Phil Davies: "The Bank that Hamilton Built", online verfügbar unter: https://www.minneapolisfed.org/article/2007/the-bank-that-hamilton-built.
Jonathan Levy: Ages of American Capitalism. A History of the United States, Random House.
Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700–1910. Klett-Cotta.
Aram Mattioli: Zeiten der Auflehnung. Eine Geschichte des indigenen Widerstandes in den USA 1911–1992. Klett-Cotta.
Veranstaltungen:
Am 6.9. ist Wolfgang auf einem Podcast-Festival in Zürich: https://reflab-festival.ch/theolounge-mit-wolfgang-m-schmitt-und-manuel-schmid-apokalypse-auf-repeat-warum-wir-den-weltuntergang-immer-wieder-schauen-und-doch-aufs-happy-end-hoffen/
Am 7.9. diskutiert Wolfgang in Zürich über den Film „Unser Geld“: https://www.riffraff-houdini.ch/de-ch/film/unser-geld.html
Am 14.9. ist Wolfgang in Krefeld zu Gast: https://pax-christi-krefeld.de/veranstaltung/Kann-Kunst-anachronistisch-werden-2025.09.14/reflab-festival.ch
Caroline Wahl ist derzeit die erfolgreichste Autorin Deutschlands und ein Phänomen, an dem sich die Geister scheiden: Ihr Roman „22 Bahnen“ steht nahezu permanent auf den Bestsellerlisten, eine Verfilmung läuft im September in den Kinos an.
Was steckt hinter diesem Hype? Welchen Nerv trifft das Buch? Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tilda, die Mathematik studiert, sich aber zugleich um ihre kleine Schwester und ihre alkoholabhängige Mutter kümmern muss. Das Leben ist prekär und wird aus Kindergeld, Unterhalt und dem bestritten, was Tilda an der Supermarktkasse jobbend verdient. Traumata liegen in der Vergangenheit und die Zukunft ist ungewiss.
Die Protagonistin versucht, ihrem Tag Struktur zu geben – nicht zuletzt dadurch, dass sie fast täglich im Schwimmbad 22 Bahnen schwimmt. Sie will zudem aus ihrer Schwester eine Kämpferin machen, die sich von den Verhältnissen nicht unterkriegen lässt. Allein es zu schaffen, aus eigener Kraft, treibt Tilda an. Sie wird damit zur Figur eines postsozialdemokratischen Zeitalters.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur!Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!
Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723
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Es rumort heftig in der Streamer-Szene und nicht zum ersten Mal. In den vergangenen Monaten sind immer wieder Cutter an die Öffentlichkeit getreten, die sich von den Streamern, für die sie arbeiten, übergangen und verraten fühlen.
Neuestes Beispiel: Pamabu klagt in einem YouTube-Video seinen ehemaligen Auftraggeber Papaplatte an. Dieser ist nicht nur einer der erfolgreichsten Twitch-Streamer, sondern auch auf Youtube eine Größe. Pamabu hat für Papaplatte auf dem Kanal „Lattensepp“ Zusammenschnitte von Papaplattes Reaction-Streams veröffentlicht. Erst erhielt der Cutter 50 Prozent der YouTube-Einnahmen, dann 25 Prozent und danach sollte er sich dann mit 3500 Euro im Monat begnügen, obwohl oder weil – je nach Sichtweise – die Werbeeinnahmen immer weiter stiegen.
Ist das gerecht? Das fragen sich nun andere Streamer und vor allem die Zuschauer. Max Schradin sagt, kein Cutter sollte mehr als ein Chefarzt verdienen. Monte kann beide Seiten verstehen. Deutet sich hier ein neuer Klassenkampf an? Die Empörung ist jedenfalls groß, die analytische Einordnung fehlt jedoch häufig. Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt sprechen darüber in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Quellen:
Unsere Folge über vermeintlich gerechte Löhne: https://www.youtube.com/watch?v=BiPtiPUw5s8&t=
Pamabus Video: https://www.youtube.com/watch?v=r4j3ikFg5hk
Papaplatte reagiert: https://www.youtube.com/watch?v=SsnZAPkcYAs
Papaplatte entschuldigt sich: https://www.youtube.com/watch?v=jJcdE0RieGY&pp=ygUMcGFtYWJ1IHZpZGVv
Monte reagiert: https://www.youtube.com/watch?v=lgfEF8tPbMc&t=
Termine:Am 31.8. ist Wolfgang in Trier: https://www.broadway-trier.de/filme/open-air-im-brunnenhof-coriolanus-44834/
Am 3.9. ist Wolfgang in Mainz: https://www.landesmuseum-mainz.de/veranstaltungen/detail/filmnaechte-im-museum-boulevard-der-daemmerung
Am 6.9. ist Wolfgang in Zürich auf einem Podcast-Festival: https://reflab-festival.ch/theolounge-mit-wolfgang-m-schmitt-und-manuel-schmid-apokalypse-auf-repeat-warum-wir-den-weltuntergang-immer-wieder-schauen-und-doch-aufs-happy-end-hoffen/
Am 7.9. ist Wolfgang in Zürich und diskutiert über den Film „Unser Geld“: https://www.riffraff-houdini.ch/de-ch/film/unser-geld.html
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