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Wir spielen wieder Glücksrad und lassen uns durch eine bunte Mischung aus React- und TypeScript-Themen treiben. Mit dabei sind diesmal Stefan, Peter und Hans-Christian Otto und wie schon beim letzten Mal zeigt sich schnell: Ein einzelnes Thema reicht locker für eine halbe Stunde Diskussion.
Wir hangeln uns vom React-Compiler über TypeScript Assertion Signatures bis hin zu useState und verlieren uns dabei genüsslich in Details, Meinungen und Abschweifungen zu Compilern, CDNs und Programmierparadigmen.
Gleichzeitig wird kritisch hinterfragt, wie sinnvoll diese automatischen Optimierungen sind, da Memoization selbst Kosten verursacht und in vielen Fällen kaum messbare Vorteile bringt. Zudem kann der Compiler problematisch werden, wenn Code nicht den üblichen React-Konventionen folgt und dadurch unerwartete Bugs entstehen.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die grundsätzliche Rolle von Compile-Schritten im JavaScript-Ökosystem. Während Compiler-Optimierungen etabliert sind, wird auch kritisiert, dass Bundling und ähnliche Techniken moderne Browserfähigkeiten wie deduplizierte Ressourcen oder modulare Nutzung aushebeln können. In diesem Zusammenhang wird auch nostalgisch auf frühere CDN-Modelle geblickt, bei denen Bibliotheken zentral geladen wurden, mit allen Vor- und Nachteilen bezüglich Performance, Sicherheit und Kontrolle.
Typische Anwendungsfälle sind Assertions wie in Testframeworks oder Validierungsfunktionen, bei denen im Fehlerfall eine Exception geworfen wird. Nach erfolgreichem Durchlauf kann der Code davon ausgehen, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Die Diskussion zeigt aber auch Schwächen in der TypeScript-Dokumentation auf: Manche Features sind schwer auffindbar oder nur in Release Notes dokumentiert. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Keywords wie is oder asserts besondere Aufmerksamkeit erfordern, da sie direkten Einfluss auf das Typsystem nehmen.
Neben der eigentlichen Funktionalität wird auch über die Komplexität des TypeScript-Ökosystems gesprochen, etwa beim Schreiben eigener Parser oder beim Umgang mit nicht vollständig dokumentierten Sprachfeatures.
Die Diskussion zeigt jedoch deutliche Kritik an der API: Die Syntax wird als umständlich empfunden, insbesondere bei komplexeren Zuständen oder wenn Werte voneinander abhängen. Auch typische Fehlerquellen wie asynchrone Updates oder falsche Nutzung beim Ableiten neuer Zustände werden thematisiert.
Ein wiederkehrendes Problem ist, dass viele Entwickler useState verwenden, um Werte zu speichern, die eigentlich nur aus anderen Zuständen berechnet werden sollten. Das führt zu unnötigen Re-Renders und erhöht die Komplexität.
Darüber hinaus wird useState im Kontext von Programmierparadigmen diskutiert. Während React stark funktional geprägt ist, kommen viele Entwickler aus objektorientierten Hintergründen und erwarten andere Modelle, etwa Klassen mit Properties. Diese Diskrepanz führt häufig zu Missverständnissen und erschwert den Einstieg.
Gleichzeitig wird anerkannt, dass React durch seine Architektur Vorteile für zukünftige Konzepte wie paralleles Rendering bietet, auch wenn diese in der Praxis bisher selten eine Rolle spielen.
Diskutiert die Folge mit uns in unserem Community-Slack: https://draft.community/
Diese Woche ist Max Inden (Mastodon) von Mozilla zu Gast. Mit ihm sprechen wir über den Networking-Stack von Firefox und arbeiten uns dabei von HTTP/1 über HTTP/2 bis zu HTTP/3 und QUIC vor. Ausgangspunkt ist die Frage, warum es nach den Versprechen von HTTP/2 überhaupt noch eine weitere HTTP-Version brauchte und welche praktischen Probleme im echten Netz dabei eine Rolle spielen.
Im Webcafé, dem Podcast zu Webentwicklung, Webdesign und Unternehmenskultur, nehmen euch Felix und Kay mit auf eine spannende Reise durch die Welt moderner Softwareentwicklung. Gerade ihre unterschiedliche Perspektive macht dabei den Reiz aus: Felix schaut als Geschäftsführer der Geenen IT-Systeme GmbH auf Strategie, Führung und Unternehmensentwicklung, Kay bringt als Technical Lead den Blick auf Technik, Tools und Architektur ein. Genau daraus entstehen ehrliche, fundierte und persönliche Gespräche über Webtechnologien, Zusammenarbeit und die Herausforderungen digitaler Arbeit.
Jetzt reinhören: geenen-it-systeme.de
Dabei geht es nicht nur um schnellere Verbindungen, sondern auch um Dinge wie Head-of-Line-Blocking, Connection-Setup, Congestion Control, Connection Migration sowie um angrenzende Themen wie verschlüsseltes DNS, Encrypted Client Hello und WebTransport. Die Folge bleibt dabei bewusst nah an den Grundlagen und erklärt, warum viele Eigenschaften des heutigen Web-Stack genau so aussehen, wie sie aussehen.
Ein zentrales Thema ist das sogenannte Head-of-Line-Blocking: Wenn auf TCP-Ebene ein Paket verloren geht, blockiert dies potenziell alle nachfolgenden Daten – selbst wenn diese eigentlich unabhängig wären. Dadurch entstehen Latenzen, die besonders im Web-Kontext mit vielen kleinen Requests spürbar sind. Auch der Verbindungsaufbau ist ein Thema: Zwischen TCP-Handshake, TLS-Handshake und dem eigentlichen Request vergehen mehrere Roundtrips, was sich summiert.
QUIC setzt genau hier an und wird als neues Transportprotokoll über UDP realisiert. Es übernimmt die Vorteile von TCP wie Zuverlässigkeit und Congestion Control, erlaubt aber gleichzeitig mehrere unabhängige Streams ohne transportseitiges Head-of-Line-Blocking. Zusätzlich führt QUIC Datagrams ein, also bewusst unzuverlässige, unabhängige Nachrichten, die sich besonders für latenzkritische Anwendungsfälle wie Echtzeitkommunikation eignen.
Ein weiterer Vorteil ist der reduzierte Verbindungsaufbau: QUIC kombiniert Transport- und Sicherheitsschicht, sodass statt mehrerer Roundtrips nur noch einer nötig ist (One-RTT), und bei wiederholten Verbindungen sogar Zero-RTT möglich wird. Außerdem ermöglicht QUIC durch eine eigene Connection-ID sogenannte Connection Migration, wodurch Verbindungen auch bei IP-Wechsel stabil bleiben können.
Darüber hinaus sprechen wir über angrenzende Entwicklungen im modernen Networking-Stack. Dazu gehört HTTP/3 als Protokoll, das auf QUIC aufsetzt, sowie Themen wie DNS over HTTPS, das DNS-Anfragen verschlüsselt, und Encrypted Client Hello, das verhindert, dass der Ziel-Hostname bereits im TLS-Handshake sichtbar ist.
Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf WebTransport, eine moderne Alternative zu WebSockets, die auf HTTP/3 aufbaut und sowohl Streams als auch Datagrams zur Verfügung stellt. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Echtzeit- und Streaming-Anwendungen im Web.
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Diese Woche haben wir Philipp Dunkel (Bluesky) zu Gast und sprechen mit ihm über Temporal, also die neue JavaScript-API für Datum, Uhrzeit, Zeitspannen und Zeitzonen. Aufhänger ist ein Vortrag von Jason Williams auf der State of the Browser, von dem aus wir in die Geschichte, die Designprinzipien und die praktische Modellierung von Zeit in JavaScript einsteigen.
Alle reden von Automation – aber wo betreibst du eigentlich deine Tools?
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Dabei geht es nicht nur um einen Ersatz für das alte Date-Objekt, sondern auch um die lange Vorgeschichte mit Libraries wie Moment.js, Luxon und date-fns, um die Rolle von Intl und ECMA 402 sowie um die vielen politischen, technischen und semantischen Fallstricke, die bei Datum und Uhrzeit eben dranhängen.
Im weiteren Verlauf geht es um die vielen Randbedingungen, die bei Datums- und Zeitverarbeitung eben nicht bloß technische Details sind. Zeitzonen, Sommer- und Winterzeit, regionale Sonderfälle, politische Entscheidungen und kurzfristige Änderungen machen das Thema notorisch kompliziert. Philipp nennt dafür Beispiele wie Marokko mit Ramadan-bedingten Anpassungen, historische Sonderfälle in Großbritannien oder abweichende Regelungen innerhalb einzelner Länder. Genau deshalb orientiert sich Temporal konsequent an bestehenden Standards und Datenquellen, statt neue Konventionen zu erfinden. Für Zeitzonen wird das IANA-Schema verwendet, für Datums- und Zeitstrings ISO 8601, und die enge Zusammenarbeit mit Intl beziehungsweise ECMA 402 (ECMAScript® internationalization API specification) war ein wichtiger Teil der Arbeit.
Besonders spannend ist die Schilderung des langen Standardisierungswegs. Über neun Jahre hinweg wurde nicht nur am API-Design gearbeitet, sondern auch an Interoperabilität, Spezifikationstext, Tests und Implementierungen. Ein wichtiger Baustein war dabei, die IANA-Zeitzonen-Notation überhaupt in einen relevanten Standardkontext zu bringen, damit sie sauber in Temporal verwendet werden kann. Philipp beschreibt außerdem die lange Stage-3-Phase, in der von außen wenig sichtbar war, intern aber Implementierungen in Browser-Engines und Projekten wie temporal_rs vorangetrieben wurden.
Zu guter Letzt sprechen wir noch über die API-Gestaltung selbst. Dazu gehören die bewussten Namensentscheidungen wie das Präfixe Plain und Zoned, die Immutability aller Objekte, die Vermeidung von versteckten Seiteneffekten und der Anspruch, sinnvolle Defaults zu liefern, ohne Spezialfälle unmöglich zu machen. Gerade bei Rechenoperationen rund um Sommerzeitwechsel oder Monatsarithmetik zeigt sich, warum Temporal so differenziert ist: Es gibt oft nicht die eine „richtige“ Antwort, sondern unterschiedliche fachlich sinnvolle Interpretationen. Temporal soll diese Fälle nicht kaschieren, sondern kontrollierbar machen. Zum Schluss spekulieren wir noch darüber, wie gut sich die API in der Praxis durchsetzt, ob Adapter für bestehende Libraries sinnvoll wären und wann der Punkt erreicht sein wird, an dem man die bisherigen Datumsbibliotheken endgültig hinter sich lassen kann.
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Wir spielen mal wieder ARIA-Glücksrad und haben uns dafür mit Paweł Masarczyk (Mastodon), Peter Krautzberger (LinkedIn / Mastodon) und Marco Bretschneider (Mastodon) in bekannter Runde zusammengefunden. Daniela Kubesch musste diesmal krankheitsbedingt leider aussetzen 😥. Wir bedienen erneut unseren Zufallsgenerator, das „Glücksrad“, welches uns verschiedene ARIA-Properties ausspuckt, über die wir aus Sicht von Spezifikation, Implementierung und praktischer Nutzung mit assistiven Technologien sprechen.
Am 27.–28. April 2026 findet die beyond tellerrand Düsseldorf 2026 statt – zwei Tage Inspiration für Kreative und Entwickler:innen in Düsseldorf. Tickets kosten 349 €.
Alle Infos gibt’s auf beyondtellerrand.com
Praktischer Hinweis: „Holiday Inn Express“ oder „Holiday Inn – the niu, Tab“ direkt an der Venue buchen und abends noch mit Speakern und Community an der Bar abhängen. Wir freuen uns, wenn wir uns dort sehen!
Dabei geht es weniger um trockene Attributkunde als um die Frage, was von den ARIA-Versprechen im Alltag tatsächlich bei Screenreadern und Browsern ankommt. Wir streifen typische Einsatzfälle, problematische Altlasten, offene Support-Lücken und die Unterschiede zwischen dem, was in Spezifikationen steht, was Browser daraus machen und was bei Nutzerinnen und Nutzern schließlich wirklich nutzbar ist.
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In dieser Revision sprechen wir mit Leo Reuter von Vercel (LinkedIn / E-Mail) über den Wandel von Deployment- und Hosting-Plattformen hin zu AI-gestützten Entwicklungswerkzeugen.
Alle reden von Automation – aber wo betreibst du eigentlich deine Tools?
Egal ob n8n oder andere Container-Setups: Mit dem Container-Hosting von mittwald läuft deine Anwendung in wenigen Minuten. Die nervige Konfiguration? Geht easy von der Hand – inklusive Vorschlägen für Umgebungsvariablen und Entrypoints.
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Ausgangspunkt ist dabei unsere bisherige Beschäftigung mit Vibe Coding und der Frage, wie sich solche Werkzeuge in reale Entwicklungsprozesse einfügen, statt nur schnelle Demos und Prototypen zu erzeugen.
Gemeinsam schauen wir uns an, wo v0 heute steht, wie sich das Tool von einem Generator für einzelne React-Komponenten zu einem System für komplette Anwendungen entwickelt hat und warum Themen wie bestehende Codebasen, Designsysteme, Branch-Workflows und Skills inzwischen wichtiger sind als das bloße Erzeugen von UI aus natürlicher Sprache.
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Nach rund 20 Wochen Pause haben wir uns mal wieder zusammengesetzt und durch die aktuellen Browser-Releases gewühlt. Diesmal haben uns vor allem Firefox und Safari angeschaut, während Chrome eher im Hintergrund mitlief.
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Dabei sind wir über eine ganze Reihe spannender Neuerungen gestolpert – von großen CSS-Features über neue APIs bis hin zu kleineren, aber wichtigen Verbesserungen im Detail. Wir gehen die Highlights durch und diskutieren, was davon wirklich relevant ist und wo noch Fragen offen bleiben.
Wir sprechen in dieser Folge mit Eleonora und Christoph (Mastodon) vom NABU darüber, wie digitale Infrastruktur in einer großen, föderal organisierten NGO funktioniert. Ausgangspunkt ist das NABU-Netz: ein Intranet mit zentralem Login, das Mitglieder und vor allem Ehrenamtliche mit Werkzeugen für Kommunikation, Weiterbildung, Zusammenarbeit und Webarbeit versorgt.
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Im Mittelpunkt steht dabei der Webbaukasten für die vielen lokalen NABU-Gruppen. Wir schauen uns an, warum die bisherige Lösung auf Jimdo zwar lange gut funktioniert hat, inzwischen aber an Grenzen stößt, und wie der NABU den Auswahlprozess für ein neues CMS angeht: mit Anforderungsmatrix, Rückkopplung aus dem Support, Einbindung von Ehrenamtlichen und einer Menge Fragen rund um Authentifizierung, Corporate Design, Migration und langfristige Wartbarkeit.
Die lokalen Gruppen des NABU arbeiten sehr eigenständig, brauchen aber trotzdem Werkzeuge, mit denen sich Websites und Druckprodukte in einem gemeinsamen Erscheinungsbild erstellen lassen. Der bestehende Webbaukasten auf Basis von Jimdo wurde ursprünglich gewählt, weil er mit seinem What-you-see-is-what-you-get-Ansatz für technische Laien gut nutzbar war. Über die Jahre sind jedoch immer mehr Sonderfälle, Designanpassungen und technische Nachrüstungen dazugekommen: JavaScript-Anpassungen für das Erscheinungsbild, manuelle HTML-Einbindungen, Cookie-Themen, fehlende Suchfunktion, problematische Statistiklösung und zusätzliche Kosten für Domains und E-Mail-Adressen. Dadurch ist aus einer einfachen Lösung ein System geworden, das für die gewachsene Komplexität des Verbands nur noch bedingt geeignet ist.
Für den Nachfolger des bisherigen Baukastens haben Eleonora und Christoph eine Anforderungsmatrix erstellt und verschiedene Systeme untersucht. In Betrachtung gezogen werden dabei unter anderem Drupal, Directus, Kirby, Wagtail und WordPress. Wichtig ist ihnen, dass das neue System sowohl für wenig technikaffine Ehrenamtliche zugänglich bleibt als auch fortgeschrittenen Nutzerinnen und Nutzern genug Möglichkeiten bietet. Gleichzeitig soll es sich an den NABU-Login anbinden lassen, über viele Jahre tragfähig sein und sich für hunderte Websites betreiben lassen. Besonders ausführlich sprechen wir über WordPress mit dem Gutenberg-Editor, über Beispiele wie den Wechsel beim CERN und über die Frage, wie sich ein langlebiges System bauen lässt, ohne sich von Plugins und Update-Zyklen abhängig zu machen.
Neben der CMS-Auswahl ist die Migration bestehender Inhalte ein zentrales Thema. Beim NABU liegen derzeit mehrere hundert Websites im bisherigen System, auf denen teils wichtige Informationen zu Projekten, Gruppen und Aktionen veröffentlicht sind. Genau hier zeigt sich ein weiterer Nachteil von Jimdo: Inhalte lassen sich nicht einfach per API exportieren, sondern müssten eher aufwendig herausgelöst oder gescrapet werden. Für den NABU ist deshalb entscheidend, dass ein neues System nicht nur bessere Redaktionsmöglichkeiten bietet, sondern auch den Umzug von Inhalten, Strukturen und idealerweise URLs so unterstützt, dass Gruppen nicht alles manuell neu aufbauen müssen.
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In dieser Revision beantworten wir Fragen aus der Hörerschaft. Wir, Peter und Schepp, haben uns einige Themen aus einer längeren Liste herausgepickt und diskutieren darüber, warum bestimmte Web-Techniken sich in der Praxis manchmal schwerer durchsetzen als man erwarten würde.
Am 27.–28. April 2026 findet die beyond tellerrand Düsseldorf 2026 statt – zwei Tage Inspiration für Kreative und Entwickler:innen in Düsseldorf. Tickets kosten 349 €.
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Praktischer Hinweis: „Holiday Inn Express“ oder „Holiday Inn – the niu, Tab“ direkt an der Venue buchen und abends noch mit Speakern und Community an der Bar abhängen. Wir freuen uns, wenn wir uns dort sehen!
Dabei sprechen wir unter anderem über Progressive Enhancement, den aktuellen Stand moderner Bildformate im Web sowie eine neue JavaScript-Funktion für explizites Ressourcen-Management. Wie üblich schweifen wir dabei gelegentlich ab, schauen uns Implementation-Details an und versuchen herauszufinden, was davon im Alltag von Webentwickler:innen wirklich relevant ist.
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In dieser Revision sprechen wir mit Thomas Steiner von Google über einen lange offenen Schmerzpunkt im Web: Permission-Dialoge. Ausgangspunkt ist das neue -Element, das Chrome eingeführt hat und das Permissions kontextueller, deklarativer und weniger fehleranfällig machen soll.
Am 27.–28. April 2026 findet die beyond tellerrand Düsseldorf 2026 statt – zwei Tage Inspiration für Kreative und Entwickler:innen in Düsseldorf. Tickets kosten 349 €.
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Dabei schauen wir zurück auf die Geschichte der Geolocation API, diskutieren Permission-Spam, Browser-Mitigations wie den „Blue Chip“ und werfen einen Blick auf PEPC (Page Embedded Permission Control) als ursprünglichen Ansatz. Außerdem geht es um UX, Security, Styling-Grenzen und die Frage, wie neue Webstandards sich in einer Welt voller Frameworks und KI-Generatoren durchsetzen können.
Ein früher Versuch zur Vereinheitlichung war navigator.permissions.request(), der jedoch nach Diskussionen im W3C Permissions Repository (Issue #83) wieder verworfen wurde. Stattdessen entstand bei der TPAC 2023 die Idee der Page Embedded Permission Control (PEPC): ein deklaratives -Element mit type-Attribut und optionalem type-ext für Details wie Präzision oder Constraints.
Daraus wurde schließlich ein spezialisierter Ansatz: Statt eines generischen Elements gibt es nun dedizierte Elemente wie . Chrome hat dieses Element mittlerweile geshipped (siehe Blogpost, Feature-Status auf ChromeStatus). Es kapselt nicht nur die Permission-Abfrage, sondern liefert direkt Positionsdaten – deklarativ und mit Events statt Callback-basierter Legacy-API.
UX-seitig bringt das neue Modell einige Änderungen: Der Dialog wird zentriert angezeigt, der Hintergrund kann abgedunkelt werden, und es gibt differenzierte Zustände („Allow on every visit“, „Allow this time“, „Continue not allowing“). Damit soll „Permission Regret“ reduziert werden – also das nachträgliche Bereuen einer Entscheidung.
Es gibt außerdem Styling-Regeln: Bestimmte CSS-Eigenschaften sind eingeschränkt, um Clickjacking oder visuelle Täuschung zu verhindern. Pseudo-Klassen wie :granted oder :invalid sowie Events wie onvalidationstatuschange, onpromptaction und onpromptdismiss ermöglichen dennoch eine Integration ins UI.
In der Standardisierungsdiskussion gab es unterschiedliche Positionen: WebKit und Mozilla äußerten zunächst Vorbehalte gegenüber dem generischen Permissions-Element. Mit dem fokussierten -Ansatz scheint sich die Lage zu entspannen; Mozilla signalisiert vorsichtige Zustimmung, während WebKit noch prüft.
Weitere Stichworte unseres Gesprächs sind die „Line of Death“ (Abgrenzung zwischen Web-Content und Browser-UI), User Activation (siehe User Activation in Chrome) sowie Browser-Mitigations gegen Spam, etwa ML-gestützte Heuristiken und der nicht-modale „Blue Chip“ bei Notification-Prompts (siehe Origin Trial zum Permission-Element und Best Practices).
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In dieser Folge sprechen wir mit Daniel Fau (CEO der TYPO3 GmbH) über den aktuellen Stand des Government Site Builder (GSB).
Noch nichts vor am 28. Februar? 👀
Bei der State of the Browser 2026 erwarten euch Talks zu CSS Anchor Positioning, Accessibility jenseits von Checkbox-Compliance, der Temporal API, Performance, minimalistischen Web-Erlebnissen und sogar einem 2D-Scroller-Spiel im Browser 🎮✨
👉 https://2026.stateofthebrowser.com
Remote-Ticket jetzt mit diesem Link zum halben Preis (£10): https://ti.to/lws/sotb2026/discount/Status_des_Browsers
Nachdem wir zuletzt vor allem über fehlende Ansprechpartner, 404-Links und Kommunikationshürden gestolpert sind, wollten wir genauer verstehen, wie GSB 11 technisch und organisatorisch aufgestellt ist.
Frühere Versuche wie GSB 10 setzten zwar auf Open-Source-Komponenten, blieben aber ohne echte Community-Anbindung. GSB 11 wird dagegen explizit als standardisiertes CMS auf TYPO3-Basis entwickelt – mit Fokus auf Sicherheit, Barrierefreiheit, Wartbarkeit und Automatisierung. Daniel verweist in diesem Zusammenhang auch auf Marktdaten wie den CMS Census, der TYPO3 insbesondere im Public-Sector-Umfeld stark positioniert.
Technisch liegt die Distribution auf OpenCoDE, der Open-Source-Plattform der öffentlichen Verwaltung. Das Projekt ist über die zugehörige GitLab-Instanz einsehbar; dort finden sich Distribution, Extensions sowie – seit 2025 – auch ein öffentlich verfügbares Default-Frontend. Releases erfolgen in regelmäßigen Zyklen, während die Roadmap transparent im Projekt hinterlegt ist.
Organisatorisch wurde GSB 11 in drei Losen ausgeschrieben: Produktentwicklung (Los 1), Betrieb (Los 2) und Migration/Relaunch (Los 3). Die Vergabe erfolgte im Rahmen des deutschen bzw. europäischen Ausschreibungsrechts (Kontext: TED – Tenders Electronic Daily, eVergabe). Das Gesamtvolumen liegt im dreistelligen Millionenbereich über mehrere Jahre – ein erheblicher Open-Source-Invest.
Für Bundesbehörden stehen sogenannte Mandantenentwicklungsoptionen (MEO) zur Verfügung: MEO 1 bedeutet weitgehend standardisierte Nutzung inklusive Hosting, Wartung und Sicherheitsprüfung (u. a. mit Bezug auf Prüfmechanismen im Umfeld des BSI), MEO 2 erlaubt weitergehende Anpassungen, bringt aber mehr Eigenverantwortung mit sich. Darüber hinaus bleibt das DIY-Modell möglich: Distribution herunterladen, selbst betreiben – Open Source eben.
Zielsetzung ist ein „One-for-All“-Ansatz im Sinne übergreifender Standardisierung (Kontext: IT-Planungsrat) statt individueller Neuentwicklung. Gleichzeitig diskutieren wir die Kommunikationsrealität rund um GSB 11: lange Vergabeprozesse, NDA-Sensibilität, vorsichtige öffentliche Aussagen – und die Frage, wie offen sich Open Source im öffentlichen Sektor anfühlen kann und sollte.
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