Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

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Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung episodes

  • Das deutsche Alibi. Mythos „Stauffenberg-Attentat“
    Der 80. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler durch Claus Graf Schenk von Stauffenberg hat im Sommer 2024 einige Resonanz in Wissenschaft und Medien gefunden. Unter den Neuerscheinungen zur Geschichte der Verschwörung des 20. Juli 1944 sticht eine Publikation heraus, die den Umgang der deutschen Gesellschaft mit diesem zentralen Ereignis in der Geschichte des Widerstands gegen das NS-Regime kritisch beleuchtet. In ihrem Buch „Das deutsche Alibi“, nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis, analysiert die Historikerin und Journalistin Ruth Hoffmann Mythen und Leerstellen in den nach 1945 geführten Debatten rund um den 20. Juli. Bis heute wird wenig beachtet, dass abseits des engsten Kreises der Verschwörer aus Militär und Aristokratie auch zahlreiche Frauen und Männer aus ganz anderen sozialen Schichten und politischen Lagern an der „Operation Walküre“ beteiligt waren. Ruth Hoffmann dekonstruiert den Mythos „Stauffenberg-Attentat“ und zeichnet nach, wie der 20. Juli seit Gründung der Bundesrepublik aus ganz unterschiedlichen Motiven politisch instrumentalisiert wurde.
    Nach der Vorstellung des Buchs durch Ruth Hoffmann folgt ein Kommentar von Fritz Felgentreu (Vorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e. V.). Moderiert wird die anschließende Diskussion von Kristina Meyer (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung).
    Die Veranstaltung fand am 3. Dezember 2024 im Forum Willy Brandt Berlin statt.
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    Die Reihe „Zeitgeschichte im Dialog“ findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin statt.
    1 hr 41 min
  • 10 Minuten Krisen – Podcast über das Krisenjahr 1974: Folge 4
    In „10 Minuten Krisen” blicken wir auf Ereignisse des Jahres 1974, die zum Rücktritt Willy Brandts vom Amt des Bundeskanzlers geführt haben. In der neuen Folge geht es um den Blick des französischen Nachbarn auf den Wechsel im Kanzleramt. Die Historikerin Hélène Miard-Delacroix erklärt im Gespräch auch, welche Rolle Brandts Persönlichkeit beim Rücktritt gespielt hat. Es wurde im Rahmen der Tagung "Kanzlerwechsel 1974" am 25. April 2024 in Berlin geführt.
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    11 min
  • Rücktritt! Über das Ende politischer Karrieren
    Die Rücktritte politischer Führungspersönlichkeiten werfen immer auch ein Schlaglicht auf die politische Verfassung und Kultur des betreffenden Landes. Sie verdeutlichen das Selbstbild von Akteuren, ihr Verständnis von Macht, Gewaltenteilung und Parlamentarismus – und nicht zuletzt akzeptierte und zumutbare Vorstellungen von politischer Moral und „common good“, dem Gemeinwohl.
    2024 bietet sich als Ankerpunkt einer vergleichenden Betrachtung an – 50 Jahre nach den Rücktritten von Willy Brandt und Richard Nixon, 60 Jahre nach der Entlassung von Nikita Chruschtschow. Susanne Schattenberg (Universität Bremen), Kristina Meyer (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung), Annette Schuhmann (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung) und Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg) greifen dieses spannende Thema in ihrer Veranstaltungsreihe zum Kalten Krieg auf.
    Die Veranstaltung fand am 5. November 2024 in Lübeck statt.
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    Bildnachweis: ©Olaf Malzahn
    1 hr 38 min
  • Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990 | Buchvorstellung
    Seit dem 24. Februar 2022 steht die deutsche Russlandpolitik vor einem Scherbenhaufen. Der in Potsdam lehrende Historiker Bastian Matteo Scianna hat mit seinem brandneuen Buch „Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990“ die erste wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung zu einem der derzeit umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte vorgelegt. Er nutzte dazu bislang unzugängliches Archivmaterial aus dem In- und Ausland.
    Der Autor zeigt in seiner Analyse, dass die Bundesrepublik mit ihrem Kurs in Europa keineswegs allein stand: Auch andere Länder glaubten an „Wandel durch Handel“ und wollten mit Russland zusammenarbeiten. Dass Deutschland als Prügelknabe behandelt wird, ist dennoch teilweise gerechtfertigt, hatte man sich dort doch nie auf den Ernstfall vorbereitet. Die Bundeswehr verkümmerte, die Ukraine wurde nicht aufgerüstet. Dialog, Entspannung und Einbindung waren noble Versuche, die aber ohne Abschreckung und durch energiepolitische Irrwege letztlich die Sicherheit Europas in Gefahr brachten.
    Nach der Buchvorstellung diskutierte Bastian Matteo Scianna mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Serap Güler. Das Gespräch wurde moderiert von Manfred Sapper, dem Herausgeber der Zeitschrift „Osteuropa“.
    Die Veranstaltung fand am 16. Oktober 2024 im Forum Willy Brandt Berlin in Kooperation mit dem Verlag C.H.Beck statt.
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    1 hr 32 min
  • Willy Brandts Ostpolitik – Blaupause für heute?
    Von Sahra Wagenknecht bis Boris Pistorius berufen sich ganz unterschiedliche Politiker auf Willy Brandt. Aber was tatsächlich Ziele, Inhalte und Methoden von Brandts Neuer Ostpolitik waren, darüber besteht eine verbreitete Unwissenheit.
    Der Historiker Bernd Rother blickte zurück auf die Ursprünge und die Ergebnisse der Ostpolitik. Am Ende des Vortrags ging es auch um die Frage gehen, ob sie eine Blaupause für die Suche nach Frieden in der Ukraine sein kann. Anschließend sprach er mit Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg).
    Die Veranstaltung fand am 16. Oktober 2024 in Lübeck statt.
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    Bildnachweis: ©Olaf Malzahn
    2 hr 4 min
  • Kriege im 21. Jahrhundert | Zeitgeschichte im Dialog
    Der Militärtheoretiker Carl von Clausewitz bezeichnete den Krieg 1832 als „wahres Chamäleon“ – eine Feststellung, die für das erste Viertel des 21. Jahrhunderts in besonderem Maße zuzutreffen scheint: Die Erscheinungsformen des Krieges sind ungemein vielfältig geworden und reichen von den Anschlägen internationaler Terrorgruppen über die „hybride“ Kriegsführung bis hin zum „klassischen“ Territorialkrieg Russlands gegen die Ukraine. Im Angesicht der Rückkehr des Krieges nach Europa greift der Marburger Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow in seinem Buch „Kriege im 21. Jahrhundert“ ein hochaktuelles Thema auf. Er macht deutlich, wie stark sich Ursachen und Auswirkungen militärischer Konflikte globalisiert haben, beleuchtet die Rolle von Warlords, privaten Söldnertruppen und Rüstungsunternehmen und analysiert, wie Drohnen, Desinformation und andere Mittel der asymmetrischen Kriegführung das Gleichgewicht der Kräfte verändern. Das Buch bietet einen Überblick über die aktuell wichtigsten Konfliktregionen und macht die grundlegenden Mechanismen moderner Kriege in einer multipolaren Welt verständlich.
    Nach der Vorstellung des Buchs durch Wilfried von Bredow folgte ein Kommentar von Ina Kraft vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaft der Bundeswehr in Potsdam. Moderiert wurde die anschließende Diskussion von Hermann Wentker (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin).
    Die Veranstaltung fand am 8. Oktober 2024 im Forum Willy Brandt Berlin statt.
    Technischer Hinweis: Wir hatten während der Aufzeichnung kleinere technische Störungen. Wir bitten daher die etwas schlechtere Tonqualität bei der ersten Frage aus dem Publikum zu entschuldigen. Danke!
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    Die Reihe „Zeitgeschichte im Dialog“ findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin statt.
    1 hr 32 min
  • Lübeck - Oslo - New York. Auf den Spuren der NS-Widerstandskämpferin Gertrud Meyer
    Bereits mit 17 Jahren engagierte sich die Lübeckerin Gertrud Meyer (1914–2002) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Gemeinsam mit Willy Brandt stellte sie illegale Flugblätter her, die sie heimlich in der Hansestadt verbreiteten. Trotz einer fünfwöchigen Gestapo-Haft im Frühjahr 1933 setzte Gertrud Meyer ihre Widerstandstätigkeit fort, seit Juli 1933 aus dem Exil in Oslo. Dort gehörte es zu ihren Aufgaben, die norwegische Öffentlichkeit über die nationalsozialistische Terrorherrschaft zu informieren und Widerstand in der europäischen Arbeiterbewegung zu organisieren. Auch deshalb begab sich Gertrud Meyer bis Kriegsausbruch 1939 viermal auf hochriskante Reisen ins Deutsche Reich. Sie blieb über das Kriegsende hinaus politisch aktiv.
    In ihrem Vortrag stellt Sophie Nübling, Willy-Brandt-Haus Lübeck, den beeindruckenden Mut Gertrud Meyers, ihre Weitsicht und ihre Beharrlichkeit vor, mit der sie ihren Überzeugungen trotz großer Gefahren und über die Zeit des Nationalsozialismus hinweg treu blieb.
    Die Veranstaltung fand am 30. September 2024 in Lübeck statt.
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    25 min
  • 10 Minuten Krisen – Podcast über das Krisenjahr 1974: Folge 3
    In „10 Minuten Krisen” blicken wir auf Ereignisse des Jahres 1974, die zum Rücktritt Willy Brandts vom Amt des Bundeskanzlers geführt haben. In der neuen Folge geht es nicht nur um die wirtschaftlichen Probleme der frühen 1970er Jahre. Der Historiker Tim Schanetzky erklärt im Gespräch auch, welche gesellschaftlichen Veränderungen eine zentrale Rolle spielten. Es wurde im Rahmen der Tagung "Kanzlerwechsel 1974" am 25. April 2024 in Berlin geführt.
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    11 min
  • Die Zeitgeschichte des Sports | mit Jutta Braun, Hans Joachim Teichler & Anno Hecker
    Zwei Neuerscheinungen gehen dem Verhältnis zwischen Sport und Politik im 20. Jahrhundert nach: Die Historikerin Jutta Braun betrachtet in ihrem Buch „Wettkampf der Systeme. Sport im geteilten Deutschland“ die Entwicklung der Sportsysteme beiderseits der Mauer und stellt anschaulich dar, wie im Rahmen internationaler Großereignisse diese zu Stellvertretern im Wettbewerb der politischen Systeme wurden. Braun beleuchtet ferner die Rolle herausragender Sportidole, den Schattenbereich des Dopings sowie die Rolle von Fans und deren Subkultur.
    Der Band „Sport in den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ umfasst die Untersuchungen von Historiker Hans Joachim Teichler zur Sportpolitik im Nationalsozialismus und in der DDR. Während das NS-Regime qua Sport die Überlegenheit der „arischen Rasse“ nachweisen wollte, versuchte die DDR-Diktatur, die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus zu demonstrieren.
    Am 20. August stelleten die beiden Autor*innen ihre Neuerscheinungen im Forum Willy Brandt Berlin vor und sprachen im Anschluss mit Anno Hecker, Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Förderverein des ZZF Potsdam statt.
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    1 hr 52 min
  • Deals mit Diktaturen | Buchvorstellung mit Frank Bösch
    Der Umgang mit Diktaturen hat die bundesdeutsche Demokratie von Anfang an herausgefordert. Frank Bösch, Professor an der Universität Potsdam und Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF), zeigt in seinem neuen Buch „Deals mit Diktaturen“ auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen, wie die Bundesrepublik enge Kontakte zu zahlreichen Diktaturen aufbaute. Mit den Regierungen wandelte sich der Austausch mit Autokratien in Südamerika, Ostasien oder im Ostblock. Durch gesellschaftlichen Protest gewannen Werte und Sanktionen allmählich an Bedeutung. Doch der wirtschaftsorientierte Pragmatismus blieb, wie Frank Bösch anschaulich zeigt, das vorherrschende Muster, das die Geschichte der Bundesrepublik zutiefst prägte.
    Zu Beginn stellt Frank Bösch seine Publikation vor und spricht im Anschluss mit Frank Wolff.
    Die Veranstaltung fand am 26. Juni 2024 im Forum Willy Brandt Berlin statt.
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    1 hr 30 min

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