1000 Antworten - Frag den Paal - SWR2 Impuls vom 28. 11. 2012 | Typisch für Gemüse ist: Im rohen Zustand ist es fest und knackig, beim Garen wird es weich. Durch die Hitze passieren mehrere Dinge: Erst mal gehen die Zellen kaputt. Sie platzen. Die Zellen von Pflanzen haben ja im Gegensatz zu den Körperzellen von Tieren eine feste Zellwand aus Cellulose. Cellulose ist ein sehr hartes Material, es handelt sich um lange Molekülbänder, die gegenseitig vernetzt sind. Wenn die Zellen zerstört werden, wird auch das Zellgerüst zerstört, gleichzeitig wird die Cellulose beweglicher. Pflanzenzellen sind im Rohzustand aber auch deshalb fest, weil sie Pektin enthalten, das wirkt auch stabilisierend. Bei höheren Temperaturen wird es weich und es geht in Lösung. Das alles zusammen macht das Gemüse weich. Und warum schmeckt das gekochte Gemüse in der Regel nur gesalzen, während man zum Beispiel eine rohe Karotte oder Tomate auch ohne Salz genießen kann? Das liegt daran, dass die Pflanzenzellen auch Mineralien enthalten wie Kalzium oder Natrium. Diese Mineralien sind aber wasserlöslich. [...]