Der Krieg in der Kornkammer Europas sorgt für Unsicherheit auf den Rohstoffmärkten und ersten politischen Reaktionen. In der sechsten Staffel widmen wir uns deshalb der Frage, wie der Krieg die Agrarpolitik beeinflusst.
Zum Auftakt verschaffen wir uns mit Martijn Sonnevelt einen Überblick. Der Agrarökonom ist Präsident des Schweizer FAO-Komitees und seit 2017 Geschäftsführer des World Food System Centers der ETH Zürich und sagt, dass die Agrarpolitik langfristige Perspektiven vermitteln muss.
Sonnevelt betont, dass der Krieg die bereits angespannte Lage zusätzlich verschärft; die Ernten sind für diesen Herbst jedoch einigermassen gesichert. Selbst in der Ukraine konnte ein Teil der Aussaat gemacht werden. «Die Unsicherheit ist immer Gift - was passiert mit der Aussaat auf der Südhalbkugel im Herbst, was im Frühling 2023?» fragt Sonnevelt rhetorisch. Im Gegensatz zu Klimaschocks die zeitlich ein Ende haben, ist bei einem Krieg nicht klar, wann er aufhört. Und das macht Prognosen so schwierig.
Immerhin: mit dem Agricultural Markets Information System wurde die Transparenz in den Agrarmärkten verbessert.
Schön dass Sie da sind und viel Vergnügen mit dieser Folge ✨.
Folge aufgezeichnet am 10. Mai 2022
👉 Agrarpolitik-Newsletter hier abonnieren
👉 Den Agrarpolitik-Podcast mit einer Spende unterstützen
👉 Folge uns auf Instagram
👉 Mehr Insights auf LinkedIn