Das Schweizer Stimmvolk wird bald über die Massentierhaltungs-Initiative abstimmen. Die Initiative verlangt mehr Auslauf und mehr Liegeflächen, kleinere Gruppen- und Bestandesgrössen, schärfere Importrestriktionen und eine Tierhaltung, die den Vorgaben des Biolandbaus von 2018 genügt. Der Bauernverband wehrt sich gegen die Initiative: Sie sei unnötig, denn schliesslich gehören die Schweizer Tierhaltung und die Tierschutzbestimmungen zu den weltweit fortschrittlichsten.
Schon jetzt wird deutlich, dass unter dem Brennglas des Abstimmungskampfes ein paar wenige und immergleiche Argumente übrig bleiben. Damit die vertiefende Debatte nicht zu kurz kommt, widmen wir uns in der fünften Staffel von Agrarpolitik – der Podcast deshalb dem lieben Vieh. Wir gehen der Frage nach, wie wir als Gesellschaft mit Tieren umgehen, welche Politik wir für Tiere machen und was eigentlich gut wäre - für uns und für die Tiere.
Auftakt macht Ruedi Zweifel, Direktor vom Geflügel-Kompetenzzentrum Aviforum in Zollikofen BE. Er erklärt uns, dass die Höchstbestände agrarpolitisch hergeleitet wurden, warum es die ideale Gruppengrösse nicht gibt, und warum heute nur noch wenig Hühner regelmässig im Auslauf stehen (das war früher besser).
Folge aufgezeichnet am 11. Januar 2021
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