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  • Nur die ganz großen Themen? | Von Roberto J. De Lapuente
    Eine junge Frau, die einem gebührenfinanzierten Kanal ungeniert von ihrer großen Liebe erzählt, nämlich einem Modell einer Boeing 737, soll nur eine Kuriosität sein, die man besser nicht mal kommentiert? Das ist falsch: Denn hinter solchen Sujets steckt mehr als nur Sensationssucht – sie sind Programm.
    Ein Standpunkt von Roberto J. De Lapuente.
    Neulich präsentierte der Online-Sender Funk – ein öffentlich-rechtlicher Kanal von ARD und ZDF – eine junge Frau, die in einer Beziehung mit einem Boeing-737-Modell lebt. Nein, das ist kein Schreibfehler. Die Frau hat wohl sogar Sex mit der fluguntüchtigen Maschine. Sie erzählt weiters , dass sie nie Liebe zu Menschen empfunden habe, Annäherungsversuche nicht gut aushalten konnte. Aber die Boeing, die sei nun immer für sie da. Funk wollte freilich aufklären und die sagenhafte Vielfalt der menschlichen Sexualität dokumentieren. Objektophilie ist nur eine weitere Spielart, von der junge Menschen wissen sollten, damit sie auch dafür brutalstmögliche Toleranz entwickeln.
    In einem kurzen Kommentar bei Telegram habe ich darauf reagiert; ich schrieb, dass ich mich hier festlegen wolle: Dieses Phänomen hier sei eine emotionale Störung. Eine junger Mensch, der keine Nähe zu einem anderen Menschen zulassen kann, ist grundsätzlich psychologisch auffällig. Dass er dazu schätzt, wenn ein Ding als Kuschelobjekt immer verfügbar ist, zeigt auf, dass da jemand Angst vor Kontrollverlust hat. Kurz und gut, die Frau eignet sich nicht dafür, sexuelle Vielfalt abzubilden, denn sie ist verhaltensauffällig – man sollte sie nicht falsch ermutigen. Meinen kurzen Eintrag bei Telegram hat man nicht etwa kritisiert, nur eine Rückmeldung äußerte sich kritisch: »In Anbetracht der sonstigen Realität«, so hieß es da, sei so ein Thema »völlig nebensächlich«. Ich solle »bitte nicht den Ablenkungen der Debattensetzer in Politik und Medien folgen«, beriet man mich. Aber was heißt hier eigentlich nebensächlich?
    Von einer Boeing gestreift?
    Dass Heterosex eine perverse Praktik ist, habe ich ja unlängst schon mal flott abgehandelt. Es war die taz, die uns mit diesem geistigen Erguss beglückte. Man könnte sagen, jener Artikel von Lou Zucker war sogar mal ein bisschen Abwechslung zum olivgrünen Parka, den das Blatt sonst so trägt – dass es neben einem unrasierten, langhaarigen Hippie ausgerechnet jene Tageszeitung aus dem alternativen Milieu sein würde, die die vermeintliche Friedfertigkeit der Bundesregierung bemängelt, hätte sich ja vor einigen Jahren keiner ausmalen können. Und damals war das grüne Biotop schon nicht unbedingt dafür bekannt, auf Skandale und Doppelmoral zu verzichten. Jedenfalls bot Frau Zucker ein bisschen Schonkost in diesen kriegsbedingt kargen Tagen.
    Warum ich noch immer so viele Artikel der taz über Facebook und Twitter vorgelegt bekomme, weiß ich gar nicht. Aber ich würde auch was verpassen, wenn ich es blockierte. Ein Text aus den letzten Wochen blieb mir nicht etwa wegen des Inhalts in Erinnerung, ich habe sogar völlig vergessen, worum es ging. Was ihn memorabel macht: An einigen Stellen des Teasers konnte man ein kleingeschriebenes maus erspähen. maus hier, maus da. Das musste doch ein Fehler sein! Nein, war es nicht. Statt man oder frau, glaubte maus wohl, dass maus die Geschlechterfrage adäquat umschiffe. Nebenher hat man freilich frei von der Leber weg entmenschlicht, zu einem Nager stilisiert – aber Menschlichkeit, ach herrje: Die ist doch überbewertet!
    Dann gab es noch einen Artikel, in dem man sich besorgt zeigte. Die Ohrfeige von Will Smith gehe noch immer viral, hieß es da. Und das sei besorgniserregend, liebe LeserInnen, schrieb die taz. Denn so würden BIPoC-Jungs vielleicht ihren Machismo entdecken. BIPoC sind »Black, Indigenous, People of Color« – ich gebe zu, ich wusste es auch nicht, musste es nachblättern. Übersetzt meinte die taz folglich, dass junge schwarze Männer und Indianerknaben zu toxischer Männlichkeit neigen – auch so ein Beg...
    13 min
  • Deutsche Romanze mit ukrainischen Faschisten | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Wolodomir Selenskyjs jüdische Herkunft ist von den westlichen Medien zu einer gefährlichen Waffe im Propagandakrieg gegen Russland geschmiedet worden. Dabei sollte es doch schnurz egal sein, ob jemand christlicher, islamischer, hinduistischer, jüdischer oder irgendeiner anderen Herkunft ist. Es kommt immer auf die Persönlichkeit des jeweiligen Menschen an und nicht auf Rasse oder Religion. Dennoch wird von den „Sieg-Heil-Ukraine“-Schreihälsen in westlichen Staats- und Konzernmedien immer wieder Selenskyjs jüdische Abstammung betont. Das geschieht vor allem dann, wenn Selenskyjs „Jüdischsein“ quasi als Beweis dafür herhalten soll, dass die Ukraine gar kein faschistischer Staat sein kann!
    Tatsächlich ist das ein propagandistischer Taschenspielertrick der billigsten Sorte, der aber bei großen Teilen, vor allem der jüngeren Bevölkerung Deutschlands und der anderen US/NATO-indoktrinierten Ländern funktioniert. Aber das von staatlicher Seite in den Schulen des Westens seit Jahrzehnten gezielt herbeigeführte, mangelnde Geschichtsbewusstsein macht es für viele Menschen schwer, diesen gegen Russland hetzende Trick zu durchschauen.
    Aber die Edel-Federn der Mainstreammedien und andere Presstituierte nutzen diese Unwissenheit in der Bevölkerung bewusst zur Stimmungsmache gegen Russland aus. Mit Zelenskys „Jüdischsein“ appellieren sie an die tief eingebettete „deutschen Schuld“ gegenüber Juden, um dann noch mehr Geld und Waffen für Selenskyj und seine Faschisten in der Ukraine zu fordern, die damit die junge und unschuldige ukrainische Demokratie verteidigen. Welcher deutsche Gutmensch könnte dem widerstehen, zumal es für ihn doch logisch erscheinen muss, dass Faschisten in der Ukraine gar keine Macht haben können, wenn der Präsident Jude ist. Alles andere können nur bösartige russische Unterstellungen sein.
    Tatsächlich aber handelt es sich bei dieser Behauptung, dass Juden keine Faschisten oder keine Sympathisanten von Faschisten sein können, um einen umgekehrten Rassismus. Denn das würde bedeuten, dass Juden – wahrscheinlich genetisch bedingt – gegen Faschismus immun sind, dass alle Juden Übermenschen sind, dass keiner von ihnen such auf seinem Lebensweg in die verbrecherischen Fallstricke des Faschismus verirrt, wie das überall in anderen Völkern passiert. Dieser umgekehrte Rassismus ist die logische Schlussfolgerung und der Kern der Aussage, dass es in der Ukraine keine Faschisten in Positionen der Macht geben kann, weil Präsident Selenskyj Jude.
    Wissenschaftlich und historisch ist eine solche Aussage vollkommen unhaltbar, allein auf Grund der Tatsache, dass in den ersten Jahren des Dritten Reichs die deutschen Nazis vor allem unter der anlog-amerikanischen Geld-Aristokratie viele Bewunderer hatte, auch unter jüdischen Oligarchen. Was ihnen allen an Hitler besonders gefiel, war dass der wusste „wie man mit den Gewerkschaften, den Linken und vor allem mit den Kommunisten umzugehen hatte“.
    Selbst während des Zweiten Weltkriegs haben Juden mit den deutschen Nazis, selbst mit der SS kollaboriert. Zionistenführer warben damals in den von Nazis besetzten Gebieten Westeuropas und mit Zustimmung der Deutschen für die Ansiedlung europäischer Juden in Palästina warben. In Deutschland hatten sie zu diesem Zweck bis 1944 sogar offiziell ein Büro in Berlin in einem heute in ein Hotel umgewandelte Villa hinter dem Kurfürstendamm. Der Ansprechpartner der Zionisten war der berüchtigte SS-Offizier Eichmann, der die von den Zionisten handverlesenen jüdischen Auswanderwilligen gegen ein Kopfgeld in harter Währung (Dollar oder Pfund) in Sonderzügen in ein neutrales Land entließ. Die Quelle dieser Information war der 2007 verstorbene Kurt Julius Goldstein, Auschwitz-Überlebender und Ehrenvorsitzender des Internationalen Auschwitzkomitees, mit dem mich eine persönliche Freundschaft verband.
    Der Einsatz dieser Zionistenführer, um deutsche und europäische Juden zur Emigration i...
    20 min
  • Namibische Polizei und andere Geschichten | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Das Einleben ist voller Überraschungen
    Der Titel der letzten Episode „Der Traum wird wahr“ bezog sich darauf, endlich der Engstirnigkeit und Intoleranz der deutschen, offensichtlich auf Aggression gegen Russland getrimmten Gesellschaft entflohen zu sein. Es hieß nicht „Traumland“. Das wäre nach wie vor ein Deutschland der echten, nicht medial politisch erzwungenen Schein-Toleranz ohne Heuchelei, ein Land, das den Geist des Grundgesetzes in seiner ursprünglichen Form lebt. In Namibia haben wir nun Toleranz gefunden. Aber natürlich quälen noch die kleinen Alltagsprobleme. Die Bankenprobleme sind noch nicht vorbei, aber Einzug wurde möglich, dann machte ich Bekanntschaft mit der Polizei.
    Zuerst die gute Nachricht. Die Limiterhöhung bei der deutschen Bank funktionierte. Die Ersparnisse von 45 Arbeitsjahren waren auf dem Weg von Deutschland nach Namibia. Die schlechte Nachricht: Sie kamen auch nach einer Woche noch nicht an. Nachdem die Bank meines Hauskäufers in Deutschland fast zwei Wochen für eine Überweisung benötigte, stellt sich nun heraus, dass die Banken im südlichen Afrika auch gewisse Probleme haben. So hatte ich eine Onlineüberweisung gemacht, die aber nicht auf meinem Konto erschien, ließ mir eine manuelle Zahlungsbestätigung erstellen, aber der Lieferant weigerte sich dann, die Lieferung auszuführen, weil auch nach einer Woche der Betrag weder auf meinem, noch auf seinem Bankkonto aufgetaucht war.
    Banken
    Gerade als die Klärung stattfinden sollte, am ersten Banken-Arbeitstag nach dem Cassinga-Feiertag, fiel der ganze Banken-Computer aus, und nichts ging mehr. Als dann am Freitagabend der Computer wieder zu funktionieren schien, waren aber auf meinem Konto weder die Bezahlung des Lieferanten zu finden, noch die vor fast einer Woche abgeschickten Gelder aus Deutschland. Vor meinem geistigen Auge spielten sich dramatische Szenen ab, sollten die Beträge auch am Montag nicht auf dem Konto erscheinen.
    Am Donnerstagabend hatte die Maklerin Mitleid mit uns und ließ uns endlich ins Haus, nachdem der Notar signalisiert hatte, dass zwar der Kaufpreis des Hauses, aber noch nicht die Nebenkosten angekommen waren. Die Nebenkosten sollten von besagtem Konto in Namibia bezahlt werden, weil man bei Überweisungen aus Deutschland nie genau weiß, wie viele namibische Dollar ankommen. Aber das ging dann nicht, wegen der Computerprobleme der Bank. Ohne die wird aber die Eigentumsübertragung nicht erfolgen. So lange die nicht erfolgt ist, müssen wir laut Notarvertrag eine Miete an den letzten Eigentümer bezahlen. Als Gegenleistung erhalten wir die auf dem Konto des Notars angefallenen Zinsen, die natürlich wesentlich niedriger sind.
    Also war wieder ein Wochenende angebrochen, an dem zwar viele Menschen, die etwas produzierten in Namibia auch arbeiteten, nur eben die Banken nicht. Ich habe noch nie verstanden, warum im Zeitalter der Computer und virtuellen Intelligenz diese am Wochenende eine Auszeit brauchen.
    Aber dann doch noch eine Nachricht von der Targobank, die Hoffnung macht. Man wolle uns gerne die für den Aufenthaltstitel notwendigen Angaben in Englisch liefern, wenn wir mit den Kosten einverstanden sind. Was wir natürlich sofort bestätigten. Nun waren wir gespannt, was wir von der Bank in der kommenden Woche erhalten sollen. Schon seltsam, dass das Thema Banken einen so großen Einfluss auf das Leben hat.
    Die Polizei
    Am Freitagabend, kurz vor dem möglichen Einzug wollte ich noch schnell eine Pizza holen. Das mit „schnell“ hat dann nicht geklappt. Auf der Schnellstraße nach Swakopmund war hinter einer Kuppe eine 60 km/h-Zone ausgewiesen. Dann unter der Brücke wurde ich hinausgewunken. Ich sei 75 km/h statt erlaubte 60 gefahren, erklärte man mir freundlich. Die nette Polizistin mit Fingernägeldesign erklärte mir, dass ich am nächsten Tag das Video gerne auf der Polizeiwache anschauen könne.
    20 min
  • Auf in die WHO-Pharma-Diktatur | Von Norbert Häring
    Auf US-Initiative soll ein großer Schritt in die WHO-Pharma-Diktatur beschlossen werden.
    Ein Kommentar von Norbert Häring.
    Derzeit verhandeln die Weltgesundheitsorganisation, die EU und die übrigen WHO-Mitgliedstaaten über einen globalen Pandemievertrag. Wo die Reise hingehen soll, zeigt ein Antrag Washingtons zur Entmachtung der nationalen Regierungen im Rahmen der Internationalen Gesundheitsregulierungen (IHR). Über diesen soll Ende Mai abgestimmt werden. Profiteure wären vor allem die Großkonzerne aus zwei Branchen.
    Die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly; WHA) setzt sich aus den Gesundheitsministern der knapp 200 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen. Es ist das Forum, das die Regeln und Richtlinien für die Tätigkeit der WHO bestimmt. Bereits auf der Weltgesundheitsversammlung vom 22. bis 28. Mai soll über einen Vorschlag Washingtons zur Änderung der Internationalen Gesundheitsregulierungen abgestimmt werden.
    Der Vorschlag, der den WHO-Mitgliedsländern vom WHO-Generalsekretär bereits am 20. Januar übermittelt wurde, zeichnet sich durchgängig dadurch aus, dass die WHO auch ohne Zustimmung von Regierungen einen Gesundheitsnotstand für deren Länder ausrufen und Gegenmaßnahmen diktieren können soll, bis hin zur Einladung ausländischer Expertenteams.
    Der Öffentlichkeit (theoretisch) zugänglich gemacht wurde der Vorschlag erst am 12. April. Mainstream-Medienberichte darüber gibt es praktisch nicht. Ich wurde über einen Bericht des unabhängigen Nachrichtenprortals tkp.at vom 8. Mai darauf aufmerksam, das wiederum erst durch einen Bericht des Portals America Out Loud vom 4. Mai davon erfuhr.
    Laut einem Statement der US-Gesundheitsstaatssekretärin vor dem Exekutivdirektorium der WHA, Loyce Pace, unterstützen „mehr als 40“ Länder den Reformvorschlag. Wie viele es genau sind, und ob es alle EU-Länder sind, ist nicht ganz klar, denn es heißt auf der Liste der unterstützenden Länder lediglich „Mitgliedsländer der EU“. Die 19 außerdem aufgeführten Länder sind Albanien, Australien, Kanada, Kolumbien, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Indien, Jamaika, Japan, Monaco, Montenegro, Norwegen, Peru, Korea, Schweiz, UK, USA und Uruguay.
    Die im folgenden aufgeführten Vorschläge zur Mehrung der Macht der WHO sind im Lichte der bereits laufenden Diskussion zu betrachten, dass Länder, die mutmaßlich nicht hinreichend mit der WHO kooperieren, mit negativen Sanktionen belegt werden sollen.
    Entmachtung der Regierungen und Parlamente
    In Artikel 6 zur Meldung von Vorfällen an die WHO soll eingefügt werden, dass die Beurteilung eines Vorfalls innerhalb von zwei Tagen geschehen muss. Wenn die Beurteilung geschehen ist, soll die Regierung wie bisher 24 Stunden Zeit haben, sie an die WHO weiterzugeben. Das heißt: nur drei Tage, nachdem zum Beispiel in einem Land jemand aus ungeklärtem, potentiell epidemisch relevantem Grund stirbt, muss die Regierung sich auf Gedeih und Verderb der WHO ausliefern, die das Land möglicherweise durch eine weltweite Warnung in den Status eines Parias setzt und Tourismus und andere Wirtschaftszweige möglicherweise massiv schädigt.
    Artikel 9 zur Nutzung anderer Informationsquellen regelt, dass die WHO auch auf Basis von Informationen von Dritten über einen mutmaßlichen Vorfall in einem Land, Maßnahmen ergreifen darf oder muss, wie etwa die Aussprache einer Warnung. Hier soll die Anforderung gestrichen werden, dass die WHO ein betroffenes Land konsultieren muss, bevor sie auf Basis von Informationen anderer, Maßnahmen in Bezug auf dieses Land ergreift.
    Artikel 10 zur Verifizierung regelt die Mitwirkung betroffener Regierungen an der Verifizierung von Vorfällen, die von Dritten gemeldet wurden. Hier soll die WHO künftig sofort, innerhalb von 24 Stunden nach Meldung eines Vorfalls durch Dritte, das betroffene Mitgliedsland auffordern, den Vorfall zu verifizieren,
    16 min
  • Gedankenbrecher Teil 2 | Von Rüdiger Lenz
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    Vorbemerkung: Dies ist der zweite Teil eines Beitrags über “Gedankenbrecher” dessen erster Teil erschien auf apolut.net
    Der Lernerfolg der Deutschen ist gleich null
    Man braucht stets Mitläufer mit dem richtigen regierungskonformen Feindbild, damit die eigene innere Wirklichkeit völlig versperrt wird und folglich einzig das Gute im Außen verheißt. Jedem Menschen fällt dies heute wie Schuppen vor die Augen, wenn man die Beweggründe der derzeitigen politischen Elite nachzuempfinden versucht. Nach dem Öffnen der Sowjetrepubliken ab 1989 durch Michael Gorbatschow und Boris Jelzin waren Russendeutsche und Russen in Deutschland hochgelobt. Man kümmerte sich um sie wie heute um die Ukrainer und sie integrierten sich schnell.
    Mein Sohn wurde damals ein Jahr alt und wir versuchten, in Herford eine größere Wohnung zu finden. Wir gingen überall hin, wo man Wohnungen hätte finden können. Fehlanzeige. Man sagte uns direkt ins Gesicht, dass man Russendeutsche aus den ehemaligen Sowjetrepubliken bevorzugt vermitteln werde.
    Heute werden die alteingesessenen Russen, viele von ihnen haben deutsche Pässe und ebenfalls deutsche Vorfahren, teilweise verfolgt, beschimpft und rassistisch angegangen, von Deutschen, weil sie dazu von den Medien und den Politikern ermuntert und angehalten werden. Es ist schlichtweg ein Bruch der deutschen Vergangenheitsbewältigung im Gang, und zwar von denen, die diese Vergangenheitsbewältigung früher mit Argusaugen bewacht hatten. Doch viele Deutsche durchschauen das nicht, obwohl der deutsche Antifaschismus und Antirassismus überdeutlich in Deutschland gelehrt wurde und wird. Noch nie gab es so viele Antifa-Vereinigungen wie heute. Doch gerade sie unterstützen heute in großem Maß ethnischen und sozialen Rassismus und sogar Faschismus über die deutsche Ukrainepolitik nach dem 24. Februar 2022 in der Ukraine.
    Wie also ist es möglich, dass Russen in diesem Land angegangen werden, und zwar unterstützt durch fast die gleichen Organe, die auch in der Plandemie alles unhinterfragt unterstützten?
    Wie kann es sein, dass das üble Spiel von den Feinden und den Freunden noch immer so gut funktioniert, wie früher?
    Haben die Deutschen nichts aus ihrer Geschichte gelernt? Und wenn nein, wie ist es möglich, obwohl so viele Arbeiten über den Faschismus in diesem Land geschrieben und gelehrt wurden und Geschichtsvergessenheit bei den Mehrheitsdeutschen in Mode kommt?
    Wie kann es sein, dass Rassismus von oben herunter im Jahr 2022 gepredigt wird und die Masse dieses Spiel schon wieder mitmacht und den Vorgang nicht durchschaut?
    Spricht man sie darauf an, dass das, was sie da gerade mit den Russen machen, Rassismus ist, so bügeln sie es ab und nennen den Russen einen Rassisten, weil Putin einen Angriffskrieg mit der Ukraine führt. Doch was haben die hier lebenden Russen(deutsche) mit der Politik Putins zu tun? Es gibt keine kollektive Schuld, auch keine Übertragung oder Vererbung von Schuld. Das wissen doch gerade wir Deutschen sehr gut. Wo aber bleibt das Verständnis dazu, der Aufschrei, wenn selbst ein Jürgen Habermas dazu rät, dass die Ukraine den Krieg nicht verlieren darf, aber sich verweigert die passende Strategie dazu zu erklären. Und kein Wort dazu, dass die missliche Lage in der Ukraine ein gewisser Joe Biden 2014 erst herbeigeschossen hat und die Russische Föderation seit 1990 nie ernst genommen und eingebunden wurde in die westliche Weltpolitik. Putin hat im Deutschen Bundestag, unter Bundeskanzler Gerhard Schröder, eine Rede auf Deutsch gehalten, indem er beide Arme öffnete. Bundeskanzlerin Merkel kehrte dies alles wieder unter den Teppich. Deutsche Außenpolitik wird in Washington gemacht und angeordnet. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die westliche Feindbild-Politik, um die Bevölkerungen von einem völlig falschen Weltszenario medial zu überzeugen und sie damit auf falsche Linie zu bringen, muss aufhören.
    15 min
  • Polizisten, Philosophen, Christen und Ärzte – für Aufklärung! | Von Dr. Werner Köhne und Dr. Günther Riedl
    Ein Standpunkt von Dr. Werner Köhne und Dr. Günther Riedl.
    Drei Einblicke in die kommende 90. Ausgabe der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand von den Polizisten für Aufklärung
    I.
    Wo stehen wir?
    Von den Polizisten für Aufklärung
    Am 28. April 2022 durfte ich als Vertreter unseres Vereins der mündlichen Verhandlung von Michael Fritsch vor dem Verwaltungsgericht in Hannover beiwohnen. Über den Verlauf und Ausgang der Sitzung wurde bereits zur Genüge berichtet (siehe DW88 und DW89), daher möchte ich meine Eindrücke um das »Drumherum« schildern.
    Mit viel Glück ergatterte ich einen der wenigen Plätze, die dem gemeinen Volk vorenthalten waren, wie man so schön sagt. Waren auf dem Weg dorthin doch einige Hürden zu nehmen. Obwohl die Pressemitteilung anders lautete, konnten »interessierte Zuhörer« im Vorfeld doch keinen Platz per E-Mail reservieren, sondern nur Pressevertreter. Also nahm ich die einfache Wegstrecke von 500 Kilometer mit leichtem Unbehagen auf mich.
    Am Eingang des Gerichts dann die nächste Überraschung: Zutritt nur mit 3G! Was war mit dem Grundsatz der Öffentlichkeit der Verhandlung passiert? Naja, schnell im nahegelegenen Hotel noch testen lassen, danach mit negativem Ergebnis und FFP2-Maske im Gesicht durch die Sicherheitsschleuse und auf den Boden angebrachten Pfeilen zielgerichtet zum Gerichtssaal. Dem ausgeprägten Hygienekonzept geschuldet, standen darin lediglich 15 Zuhörerstühle, wobei neun davon bereits für die Presse geblockt waren.
    Soweit ich wahrnahm, ausschließlich Mainstream. Großes Erstaunen bei mir dann, nachdem der vorsitzende Richter in seiner Ansprache es den Zuhörern gestattete, ihre Masken am Platz während der Verhandlung abzunehmen. Ich war neben den Prozessbeteiligten (mit Ausnahme einer der beiden Juristinnen der Klägerseite) der Einzige, der unvermummt dasaß.
    Dies, obwohl die Stühle in etwa 1,5 Meter Abstand zueinanderstanden und der Vorsitzende darauf hinwies, dass der Saal mit einer guten Lüftungsanlage ausgestattet sei und durch die offenen Fenster ständig gelüftet werde. Mein Resümee: Die sogenannten Qualitätsmedien denken nicht entfernt daran, ihr wahres Gesicht zu zeigen, sie werden diesen kulthaften Irrsinn versuchen aufrechtzuerhalten, den Pressekodex ignorieren und am Medienstaatsvertrag vorbeiberichten.


    Die Polizisten für Aufklärung wurden von dem hochangesehenen Demokraten und Polizeihauptkommissar Karl Hilz (†) gegründet und schreiben jede Woche in der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand.

    II.
    Ethik nach Corona
    Von Dr. Werner Köhne
    Gerade ein Gespräch zwischen zwei bekannten Youtubern belauscht – inzwischen anerkannte Vordenker der Kritiker-Bewegung. Sie bestechen durch launige Statements, die sie auf signifikante Erfahrungen im Corona-Alltag richten.
    Erstaunlicherweise wird von einem der beiden dabei die Frage aufgeworfen, welche Bedeutung der Ethik in einer Nach-Coronazeit zukommen könnte. Sollte sich da eine ferne Hoffnung andeuten – ein Forum, auf dem sich die 2001 ins Leben gerufene Ethikkommission oder gar die westliche Wertegemeinschaft mit uns verständigen könnten?
    Seit wann gibt es diese merkwürdige Wiedererweckung der Ethik überhaupt – und warum? Ich habe da einen Turnaround ausgemacht. Irgendwann zu Ende der 70er Jahre. Damals veröffentlichte der Philosoph Hans Jonas ein Buch über Verantwortungsethik. Jonas setzte darin entgegen soziologischen Einschätzungen auf das Wertesubjekt Individuum. Erstaunlicherweise griff damals selbst Helmut Kohl in das Repertoire des Ethischen, als er die Losung von der »geistig-moralischen Wende« ausgab – und damit auch die folgenden Wahlen erfolgreich bestritt.
    Offensichtlich gab es eine allgemeine Empfänglichkeit für diese individualistische Moral. Allerdings unter einem ideologischen Vorzeichen. Dafür sorgten bald Ethikkommissionen und der vom Historiker Ernst August Winkler ausgegebene Neusp...
    9 min
  • Über den Ukrainekonflikt in den dritten Weltkrieg? | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.
    Offensichtlich setzen die USA im 21. Jahrhundert die Globalstrategie des langgedienten und einflussreichen polnischstämmigen US-Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezinski mit ihrer Road-Map ins „Empire“ konsequent um.
    Grobe Entwürfe einer globalistischen Road-Map skizzierte schon der britische Geograph Alfred Mackinder mit seiner 1904 veröffentlichten Theorie der drei Schritte zur Weltherrschaft:
    Über Osteuropa, das russische Herzland (ostwärts des Urals, südlich des Eismeeres bis zum Kaukasus) und die Weltinsel (Eurasien) zur Herrschaft über die Welt. Vor allem geht es nach Mackinder darum, die Beherrschung der Weltinsel Eurasien durch andere Mächte als USA und GB zu verhindern. Denn wer die Weltinsel beherrsche, beherrsche die Welt.
    Um die weitere Feinarbeit an dieser Road-Map ins Empire hat sich der langgediente und einflussreiche polnischstämmige US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski verdient gemacht und vor allem die demokratische Elite – von Präsident Jimmy Carter bis Barack Obama – nachhaltig geprägt. In seinem 1997 erschienen Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ (Englisch: The Grand Chessboard. American Primacy and ist geostrategic Imperatives) erläutert Brzezinski im Hinblick auf den „Gewinn“ von Eurasien eine umfassende und in sich geschlossene Geostrategie“. Schon auf der ersten Seite der Einleitung heißt es:


    ''Inwieweit die USA ihre globale Vormachtstellung geltend machen können, hängt davon ab, wie ein weltweit engagiertes Amerika mit den komplexen Machtverhältnissen auf dem eurasischen Kontinent fertig wird - und ob es dort das Aufkommen einer dominierenden gegnerischen Macht verhindern kann."(1)

    Von zentraler Bedeutung für die künftige amerikanische Außenpolitik sei der Raum von Lissabon bis Wladiwostok. Es gelte zu verhindern, dass „in Eurasien eine Macht entstehen kann, die die Vorrangstellung der USA in Frage stellen könnte, ja nicht einmal die Schiedsrichterrolle der USA darf aufhören“(2). Das erfordert nach Brzezinski ein hohes Mass an Taktieren und Manipulieren. Letztlich sollen die europäischen Staaten für die USA den Brückenkopf darstellen, um ganz Eurasien unter Kontrolle zu halten. Und nicht nur das: Sie sollen als Vasallen der USA die Beherrschung des eurasischen Kontinents bezahlen und durchsetzen. Dabei wird Frankreich und Deutschland eine besondere Stellung eingeräumt. Sie sollen die Avantgarde in Europa darstellen und zusammen mit Polen und der Ukraine von den USA mit besonderen Vorrechten bedacht werden.(3)
    Außerdem solle der Prozess der EU-Erweiterung und der Ausdehnung des transatlantischen Sicherheitsbündnisses in wohlüberlegten Etappen voranschreiten.(4)
    Visionär sieht Brzezinski die kommenden Entwicklungen in Europa: Der Zeitrahmen zwischen 2005 und 2015 solle für eine sukzessive Eingliederung der Ukraine ins Auge gefasst werden.(5)
    Die Vorgabe Brzezinskis war wohl etwas zu euphorisch: „Nach Rumänien und den baltischen Staaten werden nach 2005 auch Schweden und Finnland und bis 2010 die Ukraine den USA untergeordnet“(6).
    Das mögliche Stocken der NATO-Erweiterung bedeutet laut Brzezinski das Ende einer umfassenden amerikanischen Politik für ganz Eurasien. „Ein solches Scheitern würde die amerikanische Führungsrolle diskreditieren, es würde den Plan eines expandierenden Europa zunichte machen“.(7)
    Das Vorwort für die deutsche Ausgabe schrieb der umtriebige deutsche Politiker Hans-Dietrich Genscher (FDP) – u.a. von 1974 bis 1992 fast ununterbrochen Bundesaußenminister. Gleich eingangs wies er auf das Ende der Bipolarität nach dem kalten Krieg und die damit aufgekommenen neuen globalen Herausforderungen hin: „Es geht darum, eine stabile Weltordnung im Zeitalter der Globalisierung zu gestalten“ und Brzezinskis Plädoyer, den Raum von Lissabon bis Wladiwostok als Einheit zu betrachten, zu beherzigen.(8)
    17 min
  • Hühner, Volksvertreter und das Ei | Von Bernd Lukoschik
    Ein Kommentar von Bernd Lukoschik.
    Wenn die Hühner gackern
    Es lohnt sich wirklich nicht, den Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP „Frieden und Freiheit in Europa verteidigen – umfassende Unterstützung für die Ukraine“ (1) mit seinen 40 weisen Vorschlägen zur Friedensförderung zu lesen. Wir wissen ja seit Längerem um das intellektuelle Niveau und die politischen Fähigkeiten unserer Volksvertreter, spätestens seit dem jämmerlichen Kuschelkurs der Legislative mit den Pandemieexekutoren!
    Allerdings weist Rainer Rupp in seiner wieder einmal glänzenden Analyse (2) darauf hin, dass dieses „unsägliche Pamphlet“, Ausdruck eines „Totalversagens der politischen Kaste unseres Landes“, schlicht gemeingefährlich ist, weil es einer Kriegserklärung an Russland gleichkommt.
    Also muss man sich wohl doch ein wenig mit dem Gedankengang – um einmal mit schlechtem Gewissen diesen hehren Begriff zu verwenden – des Geschreibsels beschäftigen!
    Und der erzwungene Blick auf dieses Machwerk lohnt sich tatsächlich – er kann helfen, einen kleinen Einblick in Politikerköpfe zu gewinnen.
    Inhaltliches
    Klar, alles, was den Bürgern seit Jahren – seit den völkerrechtswidrigen Angriffskriegen der US/NATO gegen Serbien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien (...) und speziell seit dem 24. Februar 2022 – an medialem Müll in den Köpfen deponiert wurde seitens der Konformmedien und ihres Auftraggebers, der US-Elite, käuen sie im Parlament nun wieder:
    Der russische Krieg, „ein Versuch“, so in der „Präambel“ des Antrags, „eine diktatorische Herrschaft auszudehnen, die Demokratie in Europa zurückzudrängen und Europäerinnen und Europäern das Recht auf ein Leben in Frieden, Würde und Selbstbestimmung zu nehmen“, um mal ein paar längst ausgelatschte und missbrauchte Worthülsen zu zitieren, die die Lektüre, wie oben erwähnt, so unlesenswert und lästig machen.
    Die „zahlreichen Kriegsverbrechen Russlands in der Ukraine. Die Verbrechen, die in Butscha, Borodjanka, Mariupol und anderen Orten begangen wurden … Gezielt und massenhaft wurden Zivilisten exekutiert (...)“ usw.
    Das altbekannte Arsenal an Vorwürfen und Anklagen, die der immer schon saubere, gute NATO-Westen denen gegenüber vorbrachte, die er überfallen hat. Die Anklagen passen nun natürlich glänzend auch zum neuerlichen Gegner.
    Abgestandener alter Wein in neue Schläuche!
    Warum das Abgeordnetengehirn anstrengen, wenn es das alte Gedankenszeugs auch noch tut!
    Kein Wort im Antrag davon, dass es bislang keinerlei Untersuchung der „Kriegsverbrechen der Russen“ gab – obwohl mehrfach von Russland bei den UN angemahnt.
    Der Witz, der unseren Vertretern natürlich entging, obwohl doch von ihnen selbst gemacht: Ein paar Seiten später geben sie selbst zu, dass es bislang keine Untersuchungen gab:
    „Der Deutsche Bundestag unterstützt die Ermittlungen des Anklägers beim Internationalen Strafgerichtshof … Die Beweise müssen schnellstmöglich gesichert und dokumentiert werden. (...)“
    Offen zugegeben also: Es müssen erst noch die Beweise dafür herangeschafft werden, dass der Kriegsverbrecher Putin ein Kriegsverbrecher ist.
    Ein politisches Argumentationsmuster übrigens, das lebhaft an das Prozedere mit der mRNA-Technologie erinnert: Man führte das Zeug ein – Deckname: bedingte Zulassung – und wird die Zulässigkeit, Wirksamkeit, Nebenwirkungen dann, wenn überhaupt, im Laufe der Verimpfung nachliefern!
    Hier also: Erst impfen, dann sich gönnerhaft dazu bequemen, nachzuforschen, ob es überhaupt ein Impfstoff ist.
    Dort: Erst vorverurteilen und mit der Sanktionskeule und kriegerischen Aktivitäten drohen, dann, wenn überhaupt, Beweise dafür beschaffen.


    Diese Verdrehung jedes üblichen logischen Vorgehens weist doch deutlich darauf hin, dass da evolutionsbedingt etwas mit den Gehirnen der Politiker geschehen ist.

    Kein Wort davon,
    11 min
  • Sie waren nie weg | Von Tom-Oliver Regenauer
    Neonazi-Strukturen werden seit dem Kalten Krieg durch westliche Geheimdienste gefördert — in der Ukraine fallen diese Strömungen historisch bedingt auf fruchtbaren Boden.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Standpunktvon Tom-Oliver Regenauer.
    Dass die Ukraine ein massives Nazi-Problem hat, ist nichts Neues. Dass westliche Geheimdienste seit den 1950er-Jahren aktiv den Aufbau internationaler rechtsradikaler Netzwerke fördern, wird jedoch gerne außer Acht gelassen. Dabei ließe sich eine beinahe unendliche Liste an Beispielen mit derlei Kollaborationen aufführen. Kurzum — der Wertewesten hat keine Berührungsängste mit bekennenden Nazis, wenn die Zusammenarbeit den Machtinteressen zweckdienlich ist. Dies zeigt sich nun abermals in der Ukraine. Flankiert wird dieses anrüchige Zusammenspiel von einer Propaganda- und Zensurmaschinerie, die durch den digitalen Fortschritt mittlerweile ungemein verfeinert wurde.


    „Die Vereinigten Staaten haben keine Freunde oder Verbündeten, nur Interessen“ (Henry Kissinger).

    Die Situation in der Ukraine bleibt intransparent. Während die Medien der NATO-Hegemonie von Angriffskrieg, Genozid, Kriegsverbrechen, Massakern und vermeintlichen Giftgaseinsätzen Russlands schreiben, spricht das russische Fernsehen weiterhin von gezielten Militäroperationen, der Befreiung der Bevölkerung und Entnazifizierung des Donbass. Russische Hardliner fordern Putin zur besten Sendezeit auf, der Ukraine nun endlich offiziell den Krieg zu erklären, um den Konflikt entsprechend zu beenden.


    Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Denn sie ist das erste Opfer eines jeden Krieges.

    Beide Seiten betreiben Propaganda und führen derzeit einen Informationskrieg ungekannten Ausmaßes. Nur Triangulation auf Basis aller verfügbaren Informationen lässt eine halbwegs verlässliche Standortbestimmung zu. Umso verheerender ist der Umstand, dass in den westlichen Leitmedien — wie zur Coronakrise — lediglich eine frenetisch dogmatisierte Einheitsmeinung präsentiert wird.
    Bei objektiver Analyse der hegemonialen Berichterstattung fällt jedoch sofort auf, dass viele der Meldungen über russische Angriffe und Gräueltaten substanzlose Behauptungen sind. Eine aufschlussreiche und detaillierte Analyse der militärischen Lage in der Ukraine lieferte Jacques Baud am 5. April 2022 für Uncut-News aus der Schweiz. Baud ist ehemaliger Oberst des Generalstabs, ehemaliges Mitglied des strategischen Nachrichtendienstes der Schweiz und Spezialist für die östlichen Länder. Seine Ausführungen unterstreichen: Vieles in den westlichen Medien wirkt fabriziert. Gestellt. Propaganda eben. Vom russischen Sturm auf Kiew über vermeintliche Giftgaseinsätze, falsche Zeugen und Dutzende miserabel editierte Videos bis hin zum angeblichen Massaker in Butscha — wo der ukrainische Bürgermeister noch am Tag vor der Meldung über das russische Massaker freudig in einem Videobeitrag erklärte, die Stadt sei befreit, friedlich und die russische Armee zurückgedrängt.
    Ein Massaker, Leichenberge oder Massengräber erwähnte er mit keinem Wort. Die Firma, die das entlarvende Satellitenbild für den entsprechenden Hetz-Artikel der New York Times lieferte, auf dem nach offiziellen Angaben Straßenzüge voller Leichen zu sehen waren, Maxar, ist ein Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes der USA und gehört vornehmlich den Investment-Riesen Blackrock und Vanguard. Zum Zeitpunkt der Aufnahme des Beweisbildes hatte Maxar nachweislich k...
    25 min
  • Führt Russland einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine? | Von Peter Haisenko
    Ein Kommentar von Peter Haisenko, Betreiber des Portals anderweltonline.com.
    Russland sagt, es führe eine Befreiungsoperation für die russischsprachigen Einwohner der Ostukraine durch. Der Westen bezeichnet das als Vernichtungskrieg. Was stimmt also? Gerade wir Deutschen sollten gelernt haben, zwischen diesen Arten von Kriegen zu unterscheiden.
    Nach offizieller Lesart ist Deutschland von den Westalliierten befreit worden. Russland bleibt bei dieser Betrachtung eher außen vor und wir werden sehen, warum das wohl richtig sein muss. Die Westalliierten haben also einen Befreiungskrieg gegen Hitler-Deutschland, gegen die Wehrmacht, geführt. Schließen wir uns dieser Definition an, können wir anhand des Ablaufs des Zweiten Weltkriegs eine genaue Beschreibung dessen erstellen, welche Aktionen einen Krieg zu einem Befreiungskrieg machen. Anschließend wird es ein Leichtes sein, die russische Operation in der Ukraine richtig einzuordnen.
    1943 haben Churchill und Roosevelt in Casablanca verkündet, nur die bedingungslose Kapitulation Deutschlands kann als Kriegsausgang akzeptiert werden. Das war also die Definition, wie ein Befreiungskrieg durchgeführt wird. Es folgte die Fortführung der systematischen Zerstörung deutscher Städte während der nächsten zwei Jahre. Mit dem 8. Mai 1945 war dann die Befreiung Deutschlands vollzogen und unzählige Städte lagen nur noch in Schutt und Asche. Deutschland war besetzt und während der folgenden vier Jahre sind weitere mehr als 13,4 Millionen Deutsche verhungert, verdorben und ermordet worden. Insbesondere Polen, Tschechen und Jugoslawen haben sich darin hervorgetan, indem sie für mehr als sechs Millionen davon in ihren Ländern gesorgt haben.
    Was macht einen „Befreiungskrieg“ aus?
    Die Alliierten wiederum haben diesem Morden Vorschub geleistet, nicht nur mit der kriegsrechtswidrigen Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen. Sie haben auf der Konferenz in Potsdam die „Reinigung“ der ehemaligen deutschen Ostgebiete vom deutschen Element beschlossen, also die Vertreibung Deutscher aus ihrer Heimat. Ob sie es nun vergessen haben oder absichtlich nicht aufgenommen, war jeglicher Schutz für die zu vertreibenden Deutschen Zivilisten nicht vorgesehen. Sechs Millionen tote deutsche Zivilisten waren allein dadurch die Folge. Deutschland ist seither ein besetztes Land. Allerdings ein befreites besetztes Land.
    Ein ähnliches Bild für einen Befreiungskrieg kann man erhalten, wenn man die Kriege der USA gegen Irak, Syrien oder Libyen analysiert. Auch Korea und Vietnam sollten befreit werden, nach derselben Methode.
    So fasse ich zusammen, welche Voraussetzungen ein Befreiungskrieg braucht, um als solcher gelten zu dürfen. Man verlangt die bedingungslose Kapitulation. Man zerstört die Städte in den Ländern, die befreit werden sollen, mit andauernden Flächenbombardements und bringt so vorsätzlich Millionen Zivilisten um. Churchill wollte sie „braten“. Anschließend besetzt man das Land, verursacht den Tod von weiteren Millionen Zivilisten und hält das Land besetzt so lange man will. Dann startet man eine Umerziehungskampagne, die in den Köpfen der Befreiten verankert, dass sie befreit worden sind.
    Nach dieser Definition wird erkennbar, warum die Sowjetunion nicht als vollwertiger Befreier gefeiert werden kann. Sie hat nicht die bedingungslose Kapitulation zur Maxime erklärt und auch keine deutschen Städte mit Flächenbombardements überzogen. Auch hat sie nach Kriegsende nicht Millionen Kriegsgefangene einfach in Lagern auf Wiesen unter freiem Himmel ohne Wasser und Nahrung verrecken lassen. Nein, so handeln Befreier nicht.
    Auf Flächenbombardements der Städte hat Russland verzichtet
    Nun, da wir festgestellt haben, was einen Befreiungskrieg ausmacht, können wir uns der russischen Operation in der Ukraine zuwenden und sie richtig einordnen. Russland behauptet, es würde die russischsprachigen Ostprovinzen der Ukraine befreien. Das kann so nicht stimmen,
    7 min

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das denk' ich auch