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  • Der „Russe“ kommt! | Von Hans-Jürgen Mülln
    Es ist erneut Krieg in Europa. Und die Deutschen? Es scheint ihnen wieder in den Fingern zu jucken.
    Ein Standpunkt von Hans-Jürgen Mülln.
    Jetzt ist es passiert! Seit Jahrzehnten erwartet oder befürchtet, steht seit Ende Februar dieses Jahres für die Deutschen fest: „Der Russe“ kommt! Schon wieder, machen Politiker aller Parteien und die totalitäre Propagandamaschine des westlichen Imperialismus Glauben. Letztere hat aufgrund der militärischen Notwehrintervention Russlands in die Ukraine auch in Deutschland eine noch nie dagewesene antirussische Pogromstimmung entfacht und heizt sie weiter an. Insbesondere in Deutschland kommen tiefsitzende Ressentiments gegen „den Russen“ wieder hoch. Eine sehr persönliche Betrachtung.
    Nach 1914, 1941 werden wir schon wieder, 2022, von den aggressiven Russen in Angst und Schrecken versetzt. Sie drohen wieder über uns herzufallen, unsere arischen Frauen erneut millionenfach zu schänden und uns unserer Uhren zu berauben: „Uri, Uri!“ Das könnte man meinen, wenn man in diesen Tagen die Kriegspropaganda des imperialistischen Westens, insbesondere Deutschlands, verfolgt. Dementsprechend sind die Reaktionen der seit Corona verblendeten Massen. Auch Linke, die sich wie schon beim Corona-Komplott einer dialektischen Analyse des Geschehens erneut verweigern, überschlagen sich in Verbalradikalismen.
    „Man sollte dem Putin die Eier abschneiden“, schlug einer meiner Bekannten einen Tag nach Beginn der Intervention aggressiv vor. Warum er sich denn so echauffiere, war mein Einwand. Was er denn plötzlich mit der Ukraine am Hut habe. Tatsächlich hatte ich ihn bis dahin nie über die Ukraine reden gehört. Nein, was sich „der Russe“ da geleistet habe, das ginge nicht. Ich habe seinen Ausbruch unkommentiert gelassen. Gleichwohl hat mich seine Wortwahl irritiert: „der Russe“. Und dies aus dem Mund eines „Friedensfreundes“!
    Die Wortwahl meines Bekannten hat mich aufgeschreckt und an die Nazi-Zeit und an meinen Vater erinnert. Der pflegte zwar selten und nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen dann doch mal in weinseliger Stimmung über seine „heldenhaften“ Einsätze im deutschen Vernichtungskrieg gegen die UdSSR „vom Russen“ zu schwadronieren. Und eben wegen ihm habe ich ein besonderes Verhältnis zu Russland entwickelt, ein hoch emotionales Verhältnis wie zu keinem anderen Land. Und ich gebe zu, äußerst empfindlich zu sein, wenn ich Russophobisches wittere oder höre.
    Russophober Flächenbrand
    Ich bin bestürzt, dass sich der von bürgerlicher Politik und ihren dienstbaren Propagandamedien aufgeflammte rassistisch motivierte Russenhass wie ein Flächenbrand ausgebreitet und alle Bereiche der sogenannten Zivilgesellschaft erfasst hat. Selbst auf dem der Kultur, auf das sich das Land der Dichter und Denker stets etwas eingebildet hat. Die prominentesten Opfer seien hier kurz erwähnt. Die in der vergangenen Dekade im europäischen Westen hofierte russische Starsopranistin Anna Netrebko (Mailänder Scala, Salzburger Festspiele, Wiener Opernball etc.) wurde zur Persona non grata erklärt, obwohl sie den russischen Einmarsch kritisiert hat. Der russische Weltklassedirigent und Ex-Chefdirigent der Münchner Philharmoniker Waleri Gergijew indes bewahrte seine Würde, indem er der lächerlichen Forderung des Münchner Bürgermeisters, sich öffentlich von Putin zu distanzieren, nicht die geringste Beachtung schenkte (1). Natürlich machte der sozialdemokratische Kretin Ernst: Gergijew verlor daraufhin sein Dirigat.
    Da sich längst verstorbene Künstler wie Fjodor Dostojewski zum Beispiel nicht mehr zu Putin äußern oder sich wehren können, werden sie sicherheitshalber in Schulen einiger Länder Westeuropas nun gleich auf den Index gesetzt. So zum Beispiel in Italien. Würde er noch leben, hätte er derzeit auch in Deutschland sicherlich Probleme, seine sauer verdienten Rubel in den Spielcasinos von Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden zu verprassen. Und Iwan Turgenjew?
    34 min
  • US/NATO-Geheimwaffe: Die Massaker-Shows | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Die Verlautbarungen der Bundesregierung zur Ukraine-Krise werden in der Regel ein zu eins von der Propaganda-Abteilung der ukrainischen Regierung übernommen, deren Narrativ wiederum von den US/NATO-Experten der psychologischen Kriegsführung gestaltet und formuliert werden. Wen wundert es da, dass unter Ausblendung der Argumente anderer Sichtweisen die Mehrheit der Deutschen jetzt das tut, was sie in den vorangegangenen zwei Jahren Corona-Gehirnwäsche verinnerlicht hat, dass nämlich unsere fürsorgliche Regierung immer Recht hat. So kommt es, dass dank dem eindimensionalen Dauerfeuer der Westmedien innerhalb weniger Monate die deutsche Mehrheit gelernt hat, die Russen zu hassen, die NATO-Atombombe zu lieben und ein bisschen Nuklear-Krieg zu wagen.
    In diesen Hintergrund hat sich fugenlos das westliche Narrativ vom schrecklichen Massaker im ukrainischen Butscha eingefügt. Bevor auch nur an Untersuchungen von unbefangener Seite gedacht wurde, waren die Schuldigen bereits ausgemacht. Die orchestrierte Empörung der selbst erklärten, westlichen „Wertegemeinschaft“, gibt wie zu Zeiten der Inquisition oder der Faschistenherrschaft der Gegenseite, in diesem Fall den beschuldigten Russen, keine Möglichkeit einer Gegendarstellung.
    Appelle kompetenter westlicher Konfliktforscher, wie z.B. des Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud(1), keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und Warnungen, dass etliche Hinweise vom Tatort, wie weiße Bänder an der Kleidung der Opfer, bei der Täterschaft womöglich in eine ganz andere Richtung zeigen, sind im Tsunami der westlichen Mediendominanz untergegangen. Diese Mediendominanz ist inzwischen auf die US/NATO-Ländern und auf die US-Vasallenstaaten in Asien beschränkt.
    Das Urteil über das angebliche Butscha Massaker stand auf höchster Polit- und Medienebene von US/NATO wahrscheinlich schon vor dessen medienwirksamer Inszenierung durch die Ukro-Faschisten und ihre westlichen „Kommunikationshelfer“ fest. Denen hatte offensichtlich Dr. Jamie Shea, der ewig lächelnde NATO-Sprecher während des unprovozierten, völkerrechtswidrigen US/NATO-Angriffskrieges gegen Serbien, als großes Vorbild gedient. Es war Dr. Shea, der die Formel von „Kollateralschäden“ zur Beschreibung der Tausenden von zivilen, serbischen Opfern des 68 Tage dauernden NATO-Bombenkriegs gegen die Zivilbevölkerung des Landes erfunden hatte.
    Nach dem Krieg wurde Dr. Shea zum NATO-Informationsdirektor befördert. In dieser Funktion hat er dann in der Schweiz vor einer illustren politischen Gesellschaft voller Stolz einen Vortrag gehalten unter dem Titel: „How to sell a war“, „Wie man einen Krieg verkauft“.
    Um der eigenen Bevölkerung einen Krieg zu verkaufen, braucht man vor allem etwas, was die Emotionen stark aufwühlt und den Gegner als unberechenbare, grausame Bestie erscheinen lässt. Dieses Ziel wird am besten durch ein sorgsam orchestriertes – Anführungszeichen unten „Massaker“ Anführungszeichen oben - an unschuldigen Menschen erreicht. Das kann unter „falscher Flagge“ geschehen oder vollständig fingiert sein. Absolut unabdingbar für den Propaganda-Erfolg einer solchen Maßnahme ist, dass man zu jedem Zeitpunkt die Mediendominanz und die Kontrolle über das Narrativ des „Massakers“ behält.
    Unter „falscher Flagge“ heißt, die eigenen Truppen begehen selbst die Grausamkeiten an Menschen, die ohnehin auf einer Abschussliste stehen und „wegmüssen“. Dabei werden die Spuren so arrangiert, dass sie auf die Täterschaft des Gegners hinweisen. Das klassische Beispiel dafür ist die Erstürmung des deutschen Senders Gleiwitz durch deutsche KZ-Häftlinge, die die Nazis in polnische Militäruniformen gesteckte hatten, und die beim Angriff auf den Sender alle getötet wurden. Dadurch wurde sichergestellt, dass es keine Zeugen gab. Genau wie jüngst in Butscha war auch damals die gleichgeschaltete deutsche Presse sofort am „Tatort“ und lieferte mit reißerischen Berichten und Bildern den Kriegsgrund g...
    20 min
  • Die Ankunft | Von Jochen Mitschka
    Kommt nach dem Abschied der Kater?
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Der Titel lässt schon vermuten, dass die letzten Hürden der Abreise überwunden wurden. Und in den letzten Tagen in Deutschland hatten sich viele Freunde als solche gezeigt. Und am Ende sind fast Tränen geflossen. Wie wir die letzten Probleme ausräumen konnten, nach zwei schlaflosen Nächten endlich in Swakopmund ankamen dann auf unsere Hunde warten und wie der Empfang hier war, soll dieser PodCast berichten.
    Wir hatten Glück. Der Amtstierarzt war unglaublich hilfsbereit und die Papiere waren schnell zum zweiten Mal ausgefüllt und abgestempelt. Dann in der Nacht eine WhatsApp-Mitteilung: Die Genehmigungsnummer von Südafrika war vergessen worden einzutragen. Was die letzte Nacht vor dem Flug noch zu einer schlaflosen machte. Aber dann stellte sich heraus, dass der Tierspediteur sie schon nachgetragen hatte, bevor er die Papiere zur Lufthansa und nach Südafrika schickte. Am nächsten Morgen kamen auch die negativen PCR-Test-Ergebnisse. Es lief gut. Der preiswerte Shuttle Hoffman in Flammersfeld kam überaus pünktlich und brachte uns trotz Stau rechtzeitig nach Kelsterbach zum Tierspediteur, wo drei Personen bereits vor der Tür standen und auf uns warteten.
    Verabschiedung und weiter ging es zum Terminal 1 in Frankfurt. Nun waren wir ja viele Stunden zu früh, nämlich vor 14 Uhr dort angekommen, während der Flug erst um 21:45 Uhr starten sollte. Und beim letzten Abgeben des Gepäcks hatten wir bis auf die Minute genau zwei Stunden vor Abflug warten müssen. Diesmal war es anders. Wir konnten sofort unser Gepäck loswerden. Aber dabei bekam unsere Euphorie den ersten Dämpfer. Die Maschine war überbucht. Es gab keine Möglichkeit des Upgrades. An Bord vergaß man dann uns Getränke zu bringen, was nach einer Reklamation dazu führte, dass Sekt und Bier kostenlos waren. Und so verlief der Flug ereignislos aber auch schlaflos. Denn weder Kniefreiheit noch Rückenlehne ließen einen Schlaf zu. Aber zumindest liefen keine Stewardessen in der Nacht durch das Flugzeug um Passagiere zu ermahnen, die Maske über der Nase zu tragen.
    Aber kaum hatten wir das deutsche Flugzeug in Windhoek verlassen, erfasste uns die Namibische Freundlichkeit und Toleranz. Nach zwei Nächten ohne Schlaf und zu warm angezogen fielen wir bei der Temperaturkontrolle vor der Passkontrolle auf. Man empfahl uns einfach etwas auszuziehen und einen Moment zu warten, damit man eine erneute Messung vornehmen konnte. Und so huschten wir auch über diese Hürde. Dann kam die Kontrolle des PCR-Tests – auch ohne Probleme. Dann die Passkontrolle mit Visum.
    Touristen dürfen im Laufe eines Jahres 90 Tage ohne besonderes Visum im Land bleiben. Nun waren wir aber in diesem Jahr schon zehn Tage in Namibia gewesen, also erwarteten nur 80 Tage. Aber falsch. Wir wollten 90 Tage bleiben, also erhielten wir 90 Tage. Grinsend und freundlich die Touristen begrüßend.
    Dann zum Geldwechsel und danach zu WTC, dem wichtigsten Mobilfunkanbieter in Namibia. Die nette Dame erkannte uns sogar wieder und bestätigte, dass die SIM-Karten vom Januar noch aktiv waren. Allerdings hatten wir die entscheidenden PIN-Daten verlegt. Also mussten wir neue SIM-Karten kaufen und dabei für drei Wochen je 3 Gigabyte Internet. Was zusammen ca. 25 Euro kostete. Wie beim letzten Mal bewunderte ich die Schnelligkeit und Zielstrebigkeit, mit der die Mitarbeiterin die Tastatur bediente, die Karte einführte, uns den Vorgang, wie wir die Folgewochen aktivieren konnten, schnell erklärte. Trotzdem dauerte es natürlich. Und so drehte ich mich um und entschuldigte mich bei nachfolgend Wartenden. Aber Namibia schien auch auf Touristen zu wirken. „Ach macht nichts, hier in Afrika gibt es keine Hetze.“
    Der Fahrer des Shuttle kam pünktlich um 10 Uhr und hatte sicherheitshalber doch noch ein Schild mit unseren Namen dabei, obwohl sein Chef uns ein Foto von ihm geschickt hatte.
    20 min
  • Ukraine: Für die NATO wird es explosiv | Von Peter Haisenko
    Ein Kommentar von Peter Haisenko, Betreiber des Portals anderweltonline.com.

    Warum wird in Mariupol so verbissen gekämpft? Warum ist der Raketenangriff auf den Bahnhof in Kramatorsk so schnell aus den Medien verschwunden? Warum schweigen die USA über US-Bürger, die in der Ukraine umgekommen sind? Wie viele NATO-Soldaten sind wirklich aktiv auf Seiten Kiews innerhalb der Ukraine? Die westliche „Berichterstattung“ über die russische Operation muss mindestens als lückenhaft bezeichnet werden.
    Als zu Beginn der russischen Operation in der Ukraine über das ganze Land verstreute Ziele angegriffen wurden, erschien das willkürlich bis unverständlich. Dann wurde sichtbar, dass es sich bei diesen Zielen um Standorte von Biolaboren handelt, die von westlichen Staaten dort installiert und betrieben worden sind. Die Panik in Washington war groß, dass aufgedeckt wird, was dort tatsächlich gemacht wurde. Die Verbindungen von Präsident Biden und seinem Sohn Hunter zu den Biolaboren und ihrer Finanzierung schlagen in den USA bereits hohe Wellen, werden aber hier kaum erwähnt. Kein Wunder, denn gesicherte Dokumente belegen, dass auch deutsche Akteure in den Betrieb dieser Biolabore verwickelt sind.
    Die Konzentration der Asow-Brigaden auf Mariupol erscheint schwer zu erklären. Schließlich ist diese Hafenstadt am Asowschen Meer sehr schnell von der Außenwelt abgeschnitten worden. Auch der Zugang vom Meer ist unter russischer Kontrolle, weil er durch die Straße von Kertsch führt. Die Soldaten von Kiew sind eingekesselt und von Nachschub abgeschnitten. Einen strategischen Grund für die verbissenen Kämpfe dort gibt es also nicht. Jeder Vernunftbegabte müsste kapitulieren, auch um Leben von Zivilisten zu schonen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Asow-Verbände nutzen Zivilisten als Schutzschilde und sorgen so dafür, dass es schwere Schäden und viele Tote in der ganzen Stadt gibt. Mittlerweile sind sie weitgehend aus der Stadt vertrieben und haben sich auf das Gelände des großen Stahlwerks am Stadtrand „Asovstahl“ zurückgezogen. Das tun sie in dem Bewusstsein, dass Russland diese wichtige Industrieanlage nicht beschießen und zerstören will. Was aber ist besonders an dieser Anlage?
    Eine Meldung von höchster Brisanz im Original
    Sehen wir uns dazu an, was von der Führung der DVR, also der neuen ostukrainischen Republiken, gemeldet wird. Dazu ist anzumerken, dass diese Informationen (noch) nicht von anderer Seite bestätigt worden sind. Bestätigt ist aber, dass ein US-Generalmajor eben dort gefangen genommen wurde als er dem Kessel entfliehen wollte. Sein Name ist US-Generalmajor Roger L. Cloutier. Hier also die Meldung im Original:
    "Unter dem Industriegebiet Azovstal, das dem Oligarchen Rinat Achmetow, dem angeblich unehelichen Sohn des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Kutschma, gehört, befinden sich 24 km Tunnel, die bis zu 30 m tief sind.
    Dort gibt es eine geheime NATO-Einrichtung PIT-404 und ein geheimes NATO-Biolabor mit biologischen Waffen. Es sind NATO-Offiziere in der Einrichtung PIT-404. Die Tunnels sind mit einem gepanzerten Bunkersystem ausgestattet.
    Etwa 240 Ausländer befinden sich im Gebäude, darunter Offiziere der NATO und der französischen Fremdenlegion sowie Mitarbeiter des Biolabors. Ihre von Achmetow finanzierten Wachen umfassen bis zu 3.000 Personen.
    Das Biolabor unter dem Azovstal-Werk in Mariupol in der so genannten PIT-404-Anlage - gebaut und betrieben von Metabiota, einem Unternehmen mit Verbindungen zu Hunter Biden, Rinat Achmetow und Wolodymyr Zelenski.
    In den Labors dieser Einrichtung wurden Biowaffentests durchgeführt. Tausende Einwohner von Mariupol wurden bei diesen schrecklichen Tests zu "Versuchskaninchen". Und es waren hauptsächlich westliche "Spezialisten", die an diesen unmenschlichen Experimenten teilnahmen.
    Französische Geheimdienstler und Offiziere von Spezialeinheiten konnten ihre Kameraden nicht aus Mariupol herausholen.
    11 min
  • Wie faschistisch ist die Ukraine? | Von Felix Feistel
    Ein Standpunkt von Felix Feistel, Redaktionsmitglied der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand.
    Ziel der militärischen Sonderoperation ist nach Angaben der russischen Regierung die Entnazifizierung der Ukraine. Demnach wird das Land regiert von nationalsozialistischen Verbänden und Organisationen, welche die russischstämmige Bevölkerung unterdrückt und einen Genozid in der Ostukraine begeht. Seitens des Westens wird diese Erklärung als Kriegspropaganda bezeichnet. Demnach sei die ukrainische Regierung eher liberal geprägt und versuche, sich dem freien Westen anzunähern, und aus den Klauen Russlands zu befreien. Die Frage ist also, wie nationalsozialistisch die Ukraine wirklich ist.
    Fest steht, dass nationalsozialistische Kräfte sich im Zuge der Maidan-Aufstände im sogenannten Rechten Sektor organisiert und die vormals friedlichen Proteste mit Gewalt in Richtung eines Umsturzes gelenkt haben. Dies ging bekanntlich so weit, dass Aktivisten des »Anti-Maidan« in Odessa, aber auch anderenorts, gewaltsam getötet wurden. Einige mögen sich noch an das Gewerkschaftshaus erinnern, in welches sich Teilnehmer eines Zeltlagers vor rechtsradikalen Hooligans geflüchtet hatten. Daraufhin zündeten diese das Gebäude an und schlugen jeden, der flüchten wollte, brutal zusammen. Menschen wurden angezündeten oder beschossen. 48 Menschen starben in den Flammen von Odessa. Die rechtsradikale Partei Swoboda« (dt. Freiheit), die auf eine ethnische ukrainische Identität abzielt, spielte bei dem sogenannten Euromaidan eine wichtige Rolle und war Teil der Übergangsregierung nach dem Sturz Viktor Janukowytsch. Bei den Wahlen 2019 kam die Partei jedoch lediglich auf 2,4 Prozent und ist daher in der Regierung nicht mehr vertreten.
    Stattdessen gewann die Partei, Sluha Narodu (dt. Diener des Volkes), bei den Wahlen 2019 die absolute Mehrheit in der Rada, dem ukrainischen Parlament. Bei den Parlamentswahlen im gleichen Jahr wurde der ehemalige Komödiant Wolodymyr Selensky Präsident der Ukraine, der ebenfalls der Partei Sluha Narodu angehört. Diese ist pro-europäische ausgerichtet und frönt eher einem Konservatismus. Gegründet wurde sie nach eigenen Angaben, um die Korruption im Land zu bekämpfen.
    Gibt es liberale Rassengesetze?
    Westliche Medien verweisen auf die jüdische Abstammung des Präsidenten, um einen Einfluss rechtsradikaler Kräfte zu widerlegen. Dennoch pflegt Präsident Selensky eine Nähe zu nationalsozialistischen Kämpfern. Erst im April trat er mit einem solchen zusammen im griechischen Parlament auf, was dort für einige Verstimmung gesorgt hat. Nationalistische und nationalsozialistische Ideologien haben seit 2014 systematisch Verbreitung in der Bevölkerung gefunden. So hat die Rada im Jahr 2021 ein Rassegesetz verabschieden können, das die Bevölkerung in »einheimische« und »nicht einheimische« Menschen unterteilt, ohne, dass es nennenswerte Proteste gegeben hätte, schon gar nicht hier im Westen. Nach der neuen Einteilung dieses Gesetzes sollen die Bürger unterschiedliche Rechte haben.
    Demnach sind »einheimische« Völker diejenigen, die ihren Ursprung in der Ukraine und keinen Staat außerhalb dieser haben. Weitere Attribute dieser Völker sind zudem eine eigene Sprache, Kultur, sowie traditionelle, soziale oder kulturelle Gremien. Die Völker müssen sich zudem selbst als »einheimisch« verstehen. Diese Einteilung zielt darauf ab, alle Volksgruppen außer Ukrainern, Krimtartaren, Karaiten und Krimtschaken zu »nicht einheimischen« Völkern zu erklären. Demnach sind Russen, Polen, Ungarn, Bulgaren, Armenier, Weißrussen und auch Juden, die schon seit Generationen in der Ukraine leben, lediglich »nicht einheimische« Völker und damit Bürger zweiter Klasse. Diesen wird es nach diesem Gesetz verboten, eigene Medien oder Bildungseinrichtungen zu eröffnen. Auch ihre Sprache dürfen sie nicht lehren. Zudem erhalten sie nicht im gleichen Umfang finanzielle und rechtliche Unterstützung des Staates.
    16 min
  • Das schöpferische Subjektiversum Teil 6 | Von Rüdiger Lenz
    Geist
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    Liberale Eugenik
    Für einen spirituellen Menschen ist es schwierig, mit Menschen zusammenzubleiben, die voller unterdrückter Themen sind. Menschen mit unterdrückten Themen und offenen Konflikten zu begegnen, fehlt die innere Selbstwahrnehmung, wie und wieso die anerzogenen und konditionierten eigenen Zivilisations-, Erziehungs-, Arbeits- und Bildungsanpassungen ihre jeweiligen Leben fest im Griff haben. Ich gestehe, dass ich mit solchen Menschen keinen Umgang mehr hege, denn sie sind noch nicht für sich selbst bereit. Solche Menschen leben ein Leben in Wut, Zorn, Verzweiflung, völliger Anpassung und auch Verachtung vor all dem, was durch die äußeren Umstände an sie herangetragen wird, was von ihnen eine Veränderung verlangt oder wozu sie ständig und blitzschnell im Widerstand und im Kampf sind. Menschen, die sich nicht dagegen abschirmen wollen oder können, kann man nicht verständlich machen, dass sie nur eines tun müssten, um glücklicher zu werden: nicht mehr bei all den Zivilisationsaufträgen mitzumachen. Sie führen vielfältige Gründe an, weswegen das nicht geht. Nun gut, dann bleibt dort stehen und werft weiterhin den anderen die eigenen Schicksale vor. Dreht euch im Kreis und glaubt, was ihr glauben wollt. Denn es ist so, dass jeder selbst seinen Ausstieg aus der Matrix finden und für sich begründen muss.


    Ein japanisches Sprichwort sagt, dass nie ein Herrscher tausend Sklaven sucht, sondern eintausend Sklaven einen Herrscher suchen.

    Wer noch immer glaubt, es ginge um Corona oder die Impfungen, der tut nur das, was er tun will. Geht es wirklich um Corona und die Impfungen? Wer wirklich hinschaut, der wird bemerken, dass es um das Ablösen der Regierungen geht. Regierungen werden irrelevanter und Geldmilliardäre sowie die Geldströme der Billionären-Sammelbecken a la Black Rock und Co. werden immer relevanter. Das Schlachtvieh Mensch hat in letzter Zeit, im Sinne des Katastrophen-Kapitalismus, der Schock-Doktrin Milton Friedmans, immer mehr an Bedeutung gewonnen und die weltweiten destruktiven Kräfte, die am Blutstrom der Menschheit Profite machen können, bekommen immer mehr strategische Macht, um dem Korporatismus via pervertierten Sozialkapitalismus am Leben halten zu können. Es werden immer umfangreichere Strategien und Angstszenarien mittels menschenunwürdiger Propaganda in die Hirne der Massen gefräst, so dass die Herde der Menschen Lemmingen gleicht, die alle mit sich zu reißen versuchen, die noch im Narrativ der Alten Welt ihr zukünftiges Zuhause sehen wollen. Der Zug ist abgefahren, die Nachkriegsordnung ist zerfallen. Es war sein Festhalten, vor allem in Europa und den USA, was zu den Verwerfungen geführt hat, die wir gerade heute erleben. Aus dem Zweiten Weltkrieg wurde nichts gelernt, was die Menschheit im Sinne von Würde, Freiheit und Brüderlichkeit in ein höheres Selbst hätte katapultieren können. Hingegen aber haben die faschistischen Kräfte die im Nebel des Korporatismus nun die ganze Welt umspannen, sich weiterentwickeln, sprich, sich verbessern und optimieren können. Selbst ein Jürgen Habermas hat die Fronten gewechselt und suchte in der Zukunft der menschlichen Natur nach einem Weg zu einer liberalen Eugenik.
    Was heißt überhaupt Menschheitsfamilie?
    Der Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine, der am 24. Februar begann, auch dieser Angriffskrieg ist eine Propagandalüge. Denn er ist kein Angriffskrieg. Laut OSZE-Quelle sind vom 14. Februar 2022 bis zum 22. Februar 2022 im Donbass fast 6400 Bomben zur Explosion gebracht worden. Und zwar von Seiten der ukrainischen Regierung, also von dem Mann ausgehend, der im Westen derzeit als Opfer von Putins Angriffskrieg gepriesen wird, von Wolodymyr Selenskyj. Das ist vielen Aufklärern seit dem 24. Februar 2022 entgangen.
    Die Dollarreserve-Elite kann nicht anders, sie muss ihre Privilegien und Machtansprüche der alten sich im Zerfall befindlichen Welt rett...
    19 min
  • Die Anatomie des politischen Einflusses der Pharmaindustrie | Von Rebecca Strong
    Ein Standpunkt von Rebecca Strong - aus dem Englischen übersetzt von Bastian Barucker.
    Nach seinem Abschluss als Chemieingenieur an der Columbia University arbeitete mein Großvater fast zwei Jahrzehnte lang für Pfizer, wo er seine Karriere als Global Director of New Products beendete.
    Als ich aufwuchs, war ich ziemlich stolz auf diese Tatsache – es fühlte sich an, als hätte diese Vaterfigur, die mich während meiner Kindheit mehrere Jahre lang großzog, irgendwie eine Rolle bei der Rettung von Leben gespielt. Aber in den letzten Jahren hat sich meine Sichtweise auf Pfizer – und andere Unternehmen seiner Klasse – geändert. Schieben Sie es auf die heimtückische Korruption in der Pharmaindustrie, die in den letzten Jahren von Whistleblowern aufgedeckt wurde. Schieben Sie es auf die endlose Reihe von Klagen gegen Pharmakonzerne, die Betrug, Täuschung und Vertuschung aufdecken. Schieben Sie es auf die Tatsache, dass ich mit ansehen musste, wie einige ihrer profitabelsten Medikamente das Leben derer ruinierten, die ich am meisten liebe. Ich weiß nur, dass der Stolz, den ich einst empfand, von einer klebrigen Skepsis überschattet wurde, die ich einfach nicht abschütteln kann.
    Im Jahr 1973 feierten mein Großvater und seine Kollegen, als Pfizer einen Meilenstein überschritt: die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar. Heutzutage nimmt Pfizer jährlich 81 Milliarden Dollar ein und ist damit das 28. wertvollste Unternehmen der Welt. Johnson & Johnson rangiert mit 93,77 Milliarden Dollar auf Platz 15. Zum Vergleich: Damit sind diese Unternehmen reicher als die meisten Länder der Welt. Und dank dieser astronomischen Gewinnspannen kann die Pharma- und Gesundheitsproduktindustrie mehr für Lobbyarbeit ausgeben als jede andere Branche in Amerika.
    Die Lobbyarbeit der Pharmakonzerne kann verschiedene Formen annehmen, aber in der Regel konzentrieren sich diese Unternehmen mit ihren Spenden auf die führenden Abgeordneten im Kongress – Sie wissen schon, diejenigen, die sie auf ihrer Seite haben müssen, weil sie die Macht haben, Gesetze zum Gesundheitswesen zu entwerfen. Pfizer hat in sechs der letzten acht Wahlzyklen mehr Geld ausgegeben als seine Konkurrenten und dabei fast 9,7 Millionen Dollar gespendet. Während der Wahl 2016 spendeten Pharmaunternehmen mehr als 7 Millionen Dollar an 97 Senatoren, was einem Durchschnitt von 75.000 Dollar pro Mitglied entspricht. Außerdem spendeten sie 6,3 Millionen Dollar für die Kampagne von Präsident Joe Biden für 2020. Die Frage ist: Was hat Big Pharma im Gegenzug erhalten?
    ALECs inoffizielle Beeinflussung
    Um die Macht von Big Pharma wirklich zu begreifen, muss man verstehen, wie der “American Legislative Exchange Council” (ALEC) arbeitet. ALEC wurde 1973 von konservativen Aktivisten gegründet, die am Wahlkampf von Ronald Reagan mitwirkten, und ist eine äußerst geheime, bezahlte Organisation, in der Unternehmenslobbyisten – auch aus dem Pharmasektor – vertrauliche Sitzungen über “Modell”-Gesetzesvorlagen abhalten. Ein großer Teil dieser Gesetzesentwürfe wird schließlich angenommen und zum Gesetz erhoben.
    Ein Überblick über die größten Erfolge von ALEC sagt alles, was Sie über die Motive und Prioritäten des Rates wissen müssen. 1995 förderte ALEC einen Gesetzentwurf, der das Recht der Verbraucher einschränkt, für Schäden zu klagen, die durch die Einnahme eines bestimmten Medikaments entstehen. Sie unterstützten auch den “Statute of Limitation Reduction Act” (Gesetz zur Verkürzung der Verjährungsfrist), der eine zeitliche Begrenzung der Klagemöglichkeiten nach einer medikamentenbedingten Verletzung oder einem Todesfall vorsah. Im Laufe der Jahre hat ALEC viele weitere pharmafreundliche Gesetzesentwürfe unterstützt, die die Aufsicht der FDA über neue Medikamente und Therapien schwächen, die Befugnisse der FDA in Bezug auf die Arzneimittelwerbung einschränken und sich gegen Vorschriften über finanzielle Anreize für Ärzte zur Verschreibung bestimmter Medikamente auss...
    1 hr 2 min
  • Gesteuerte Massenverarmung | Von Susan Bonath
    Es war lange vorhersehbar, und nun ist es unübersehbar: Die Inflation frisst Existenzen.
    Ein Kommentar von Susan Bonath.



    Die Preise explodieren, die Inflation treibt Massen in die Armut. Auch vor der Industrienation Deutschland macht die Entwicklung, beschleunigt durch zwei Jahre Corona-Management, nicht halt. Medien und ihre „Experten“ schieben das aktuell vor allem auf die Ukrainekrise. Doch der Grund ist die systembedingt profitgetriebene Überausbeutung der Ressourcen und ihre Folgen. Handelt es sich um einen koordinierten Crash mit verwaltetem Massen-„Kollateralschaden“?






    Ein halbes Kilo Tomaten, zehn Freilandeier, ein Blumenkohl: Mit drei Euro aufwärts pro Artikel sind Sie dabei — nein, nicht im hippen Reformhaus, sondern im Billigdiscounter um die Ecke. Und das Ende der Teuerung nach oben ist offen.
    Die Inflation frisst die Einkommen der „kleinen Leute“ bis rauf in die untere Mittelschicht. Immer mehr Monat bleibt am Ende des Geldes übrig, die Tafeln können den wachsenden Andrang schon jetzt nicht mehr bewältigen. Die Auswirkungen von Energiekrise und kapitalistischer Misswirtschaft haben Deutschland erreicht, die Slums am Rande von New York rücken in beängstigende Nähe. Die Politik tut, was sie immer tat: Den Ärmsten verspricht sie lächerliche Sonderalmosen, ansonsten stellt sie sich blind und taub.
    Preise schießen hoch
    Das Statistische Bundesamt meldete jüngst für den März 2022 eine Rekord-Inflation. Binnen Jahresfrist stiegen demnach die Preise um 7,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat um geschätzt 2,5 Prozent. Den mit Abstand stärksten Anstieg ermittelten die Statistiker mit fast 40 Prozent bei den Energie- und Spritpreisen, gefolgt von Nahrungsmitteln, Dienstleistungen und Miete.
    Ein Ende de Teuerungsspirale ist nicht in Sicht. Betroffen ist alles, was den Grundbedürfnissen dient. Die Energiepreise schlagen sich auf die gesamte Produktionskette nieder, ob bei der Stromerzeugung, in der Agrarwirtschaft, bei der Herstellung von Gebrauchsgütern, den Paketzustellern oder auf dem Wohnungsmarkt. Der Handelsverband warnte bereits vor Preissteigerungen bei Lebensmitteln im zweistelligen Prozentbereich.
    Liest man so manche Medien, könnte man meinen, der Krieg in der Ukraine — kurz: Putin — sei alleine daran Schuld. Das Statistische Bundesamt schreibt dazu:
    „Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die Preise für Erdgas und Mineralölprodukte nochmals merklich angestiegen und beeinflussen die Inflationsrate erheblich.“
    Ähnlich hoch sei diese zuletzt 1981 gewesen, als die Ölpreise während des Ersten Golfkrieges in die Höhe geschossen waren.
    Teuerung seit 2020
    Doch die Betonung liegt auf „nochmals“. Schon während der ersten beiden Coronajahre gab es spürbare Teuerungen. Für das zweite Halbjahr 2021 hatte das Statistische Bundesamt bereits einen Gaspreisanstieg um 6,6 Prozent gemeldet. Teuer wurde es demnach vor allem für kleine und arme Haushalte mit eher geringem Verbrauch.
    Weltweit kletterten die Lebensmittelpreise laut Welthungerhilfe schon voriges Jahr um bis zu 28 Prozent in die Höhe. Im Januar 2021 verzeichnete das Statistische Bundesamt bei Nahrungsmitteln einen Sprung um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat nach oben. Seit spätestens Mitte 2020 ist hier eine kontinuierliche Teuerung der Lebensmittelpreise zu beobachten.

    Das Pandemiemanagement leistete einen kräftigen Beitrag zum Ankurbeln der Inflationsspirale. Das blendeten die Statistiker auch gar nicht aus.
    Sie schreiben: Hinzugekommen seien erneut „Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Coronapandemie und die deutlichen Preisanstiege bei Energieprodukten auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen“. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Konzerne sich dies doppelt und dreifach von den Verbrauchern zurückholen. Schließlich muss der Profit stimmen.
    18 min
  • Lasst sie nicht davonkommen! | Von Roland Rottenfußer
    Die Coronamaßnahmen sind derzeit nur scheintot — wenn wir ihre Reanimation verhindern wollen, müssen wir das Geschehene schonungslos aufarbeiten.
    Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.
    Stell dir vor, es herrscht Freiheit, und keinen interessiert es! So mancher reibt sich in diesen Tagen die Augen, wenn er in Supermärkten sieht, dass die Mehrheit der Kunden noch immer Maske trägt, unter Augen, die ihn wie in schlimmsten Corona-Zeiten als Unmaskierten giftig anblitzen. Gerade in Deutschland benehmen sich die Menschen wohl nur dann ungezwungen, wenn ihnen Freiheit befohlen wird. Lässt man ihnen die Wahl — ihr könnt, aber ihr müsst nicht —, so wählen sie mit traumwandlerischer Sicherheit das Symbol ihrer Unterdrückung. Gleich Vögeln, die trotz offener Käfigtüre nicht selten in der schützenden Behausung hocken bleiben. Man sieht an diesem Beispiel: Es ist keineswegs vorbei, die Folgen der mentalen Umerziehung sitzen tief. Wer jetzt in seinen Anstrengungen nachlässt, das Corona-Regime zu entlarven und zu bekämpfen, wird sich nicht nur mit einigen Rest-Schikanen herumschlagen müssen — er riskiert auch, dass sich die Mächtigen ermutigt fühlen, dergleichen in naher Zukunft erneut zu inszenieren. Es ist in diesem Stadium der Krise also wichtig, dass wir „nachtragend“ sind — so unschön dieses Wort auch klingen mag. Wir müssen aufarbeiten, was geschehen ist, die entstandenen Schäden wieder und wieder thematisieren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.





    Ist ein Artikel über so ein Thema überhaupt noch zeitgemäß? Stehen jetzt nicht ganz andere Themen auf der Tagesordnung — Krieg vor allem? Schon Anfang März 2022 hat der Ukraine-Krieg „Corona“ als Medienthema fast vollständig verdrängt. Als ich mit meiner Frau an einem unserer lokalen „Spaziergänge“ gegen den Impfzwang und die furchtbare Entzweiung der Gesellschaft teilnahm, stießen wir auf ein kleines Grüppchen von Gegendemonstranten, maskenbewehrt und etwas eingeschüchtert wirkend. Ich wusste nicht, was genau sie wollten, vermutete aber, es handele sich um Menschen, die einfach Corona für weiterhin gefährlich, alle Maßnahmen somit für gerechtfertigt hielten. Auch solche Demonstrationen sind legitim. Aus der örtlichen Tageszeitung erfuhr ich dann jedoch, dass diese Menschen dagegen waren, dass in den Tagen des Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine überhaupt jemand gegen etwas anderes demonstrierte als „gegen Putin“. Was uns umtrieb, so ließ ein Interviewpartner verlauten, seien „Luxusprobleme“.
    Am 4. März 2022 ließ Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber verlauten:
    „Ich bin schockiert und fassungslos, wie Menschen hier in Deutschland auf die Straße gehen können, um gegen eine angebliche Diktatur zu demonstrieren, während wir wenige Kilometer entfernt die grauenhaften Auswirkungen einer tatsächlichen Diktatur erleben. Das ist geschmacklos und verhöhnt die Menschen, die gerade schrecklich unter dem Krieg leiden.“
    Weber gab zwar zu, dass Demonstrationen in Deutschland erlaubt sein müssten. Sie forderte aber zum freiwilligen Verzicht auf Freiheiten auf — aus Respekt:
    „Respekt vor all jenen, die in der Ukraine für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung gerade ihr Leben lassen, Respekt vor all jenen, die hier in Augsburg um ihre Angehörigen und Freunde bangen, und Respekt vor all jenen, die sich auf der ganzen Welt gegen den Krieg engagieren. Deswegen appelliere ich an das Taktgefühl aller Augsburgerinnen und Augsburger und rufe Sie dazu auf, nicht an den geplanten Corona-Demonstrationen teilzunehmen.“
    Demonstrieren als „Verhöhnung der Ukraine-Opfer“
    Natürlich ist es weitaus schlimmer, zum Opfer eines Krieges zu werden, seinen ganzen Besitz, seine Heimat, liebe Angehörige, seine eigene körperliche Unversehrtheit und vielleicht das Leben zu verlieren. Aber meint die Oberbürgermeisterin im Ernst, man verhöhne die Opfer eines großen Verbrechens,
    28 min
  • Krieg in der Ukraine: Great Reset, Phase 2 | Von Ernst Wolff
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    Um den Krieg in der Ukraine ranken sich zurzeit drei Narrative.
    Narrativ Nr. 1: NATO und westliche Regierungen behaupten, Russlands Präsident Putin habe sie jahrelang getäuscht, sei durchgedreht und müsse nun mit allen militärischen Mitteln bekämpft werden.
    Warum, fragt man sich dann allerdings, heizen die nordatlantischen Verbündeten diesen Konflikt seit seinem Ausbruch unablässig und systematisch an, statt alle Anstrengungen zu unternehmen, ihn möglichst schnell beizulegen?
    Narrativ Nr. 2: Der Kreml spricht von einer Militäroperation, die wegen der zunehmenden Bedrohung durch die Aufrüstung der Gegenseite und damit praktisch aus Notwehr erfolge.
    Wieso, fragt man sich, hat Präsident Putin nicht das Forum der Vereinten Nationen oder das des World Economic Forum benutzt, um die Urheber dieser bedrohlichen Entwicklung in einer flammenden Rede vor der ganzen Welt anzuprangern, und wie lassen sich diese Argumente damit vereinbaren, dass Russland selbst lange vor dem Ukraine-Konflikt, nämlich ab 2007, gewaltig aufzurüsten begonnen hat?
    Narrativ Nr. 3: Schließlich erklärt man Russlands Präsidenten Putin zu einem von seinem Gewissen Getriebenen, der sich vom Tiefen Staat abgewendet und nun mit dessen Demontage begonnen habe.
    Diese Annahme unterstellt Putin offensichtlich mangelnde Intelligenz oder Selbstmordabsichten. Dem in vielen Jahrzehnten geschaffenen und bis an die Zähne bewaffneten Tiefen Staat militärisch den Krieg zu erklären, dürfte unter allen Wegen ins Verderben einer der sichersten sein.
    Wie aber soll man sich dann die tatsächlichen Hintergründe des Krieges erklären?
    Am besten, indem man sich von den drei Narrativen löst und stattdessen die Frage nach den Profiteuren des Blutvergießens stellt.
    Das sind nämlich in erster Linie die Rüstungskonzerne, die sich fest in der Hand der großen Vermögensverwaltungen befinden, welche nicht nur über den rasant steigenden Wert ihrer Aktienpakete, sondern auch durch die kriegsbedingte Volatilität an den Finanzmärkten gewaltige Einnahmen verbuchen. Da die Rüstungsindustrie zudem wegen des technologischen Fortschrittes weitgehend von der IT-Branche beherrscht wird, haben wir es beim mit Abstand größten Kriegsprofiteur mit einem alten Bekannten zu tun – dem digital-finanziellen Komplex.
    Der wiederum ist auch der größte Profiteur der uns seit zweieinhalb Jahren beschäftigenden Gesundheitskrise – und zwar über die Pharmakonzerne, die sich ebenfalls fest in den Händen der großen Vermögensverwalter befinden und – genau wie die Rüstungsindustrie - auch von der IT-Branche beherrscht werden.
    Sowohl der Ukrainekrieg als auch die Gesundheitskrise tragen zu einer anhaltenden gigantischen Vermögensumverteilung von unten nach oben bei, wobei diejenigen, die am meisten profitieren, ausschließlich zur digital-finanziellen Elite zählen.
    Gleichzeitig sorgen sowohl der Krieg als auch die Gesundheitskrise dafür, dass der Mittelstand zerstört, die Staatsfinanzen ruiniert und der Gesamtwirtschaft irreparable Schäden zugefügt werden, was in den kommenden Wochen und Monaten neben einer sich beschleunigenden Inflation zu Nahrungsmittel-Knappheit, Energieausfällen und Lieferketten-Engpässen führen und ein seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehenes soziales Chaos erzeugen wird.
    Wie aber hängen diese verschiedenen Entwicklungen miteinander zusammen? Ist sich der digital-finanzielle Komplex des zerstörerischen Charakters seiner Agenda nicht bewusst?
    Ganz im Gegenteil.
    Was wir zurzeit erleben, ist nichts anderes als der von Klaus Schwab in seinem Buch "The Great Reset" beschriebene Prozess der „kreativen Zerstörung“. Das globale Wirtschafts- und Finanzsystem, dem der digital-finanzielle Komplex seinen Aufstieg verdankt, befindet sich nämlich in seinem Endstadium und ist mit absoluter Sicherheit nicht mehr zu retten.
    8 min

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das denk' ich auch