Archivradio – Geschichte im Original

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Archivradio – Geschichte im Original episodes

  • Sowjets bauen Raketen wieder ab | 27.10. bis 2.11.1962 | Kuba-Krise (6)
    Die Lage spitzt sich zu
    Am Morgen des 27. Oktober 1962 testen die USA in Cape Canaveral in Florida eine Interkontinentalrakete. Kurz darauf wird ein US-Spionage-Flugzeug über Kuba abgeschossen. Die Briten versetzen ihre atomaren Streitkräfte in Einsatzbereitschaft.
    Nikita Chruschtschow ist zum Einlenken bereit
    Am gleichen Tag erklärt sich Nikita Chruschtschow zum Einlenken in der Kuba-Krise bereit. Voraussetzung: Die USA rüsten ihrerseits ab – konkret denkt Chruschtschow an Raketen, die die USA in der Türkei stationiert haben und die wiederum von der Sowjetunion als Bedrohung empfunden würden – zu hören auch im Bericht aus Moskau.
    USA ziehen Raketen aus der Türkei ab
    Noch am selben Abend findet ein geheimes Treffen statt zwischen dem Bruder des US-Präsidenten, Robert Kennedy, und dem sowjetischen Botschafter. Darin übermittelt Robert Kennedy das Einverständnis des Präsidenten, Raketen aus der Türkei abzuziehen. Von da an kommt es zu einer deutlichen Deeskalation.
    Am 2. November 1962 erklärt John F. Kennedy, die neuesten Luftbilder würden bestätigen, dass die sowjetischen Raketenbasen wieder abgebaut würden.
    7 min
  • Gefahr für Berlin? Willy Brandt und Konrad Adenauer | 25.10.1962 | Kuba-Krise (5)
    Berlin im Zentrum des Ost-West-Konflikts
    Die Kuba-Krise warf auch die Frage auf: Was passiert mit Berlin? Willy Brandt hat gute Gründe, sich damit zu befassen, denn bevor die Sowjetunion auf Kuba anfing, Mittelstreckenraketen zu stationieren, stand immer wieder der Status von Berlin im Zentrum des Ost-West-Konflikts.
    Bau der Berliner Mauer 1961
    Der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow hatte vergeblich versucht, der Stadt den Viermächte-Status zu entziehen und Berlin in eine vom Westen unabhängige, entmilitarisierte Stadt zu verwandeln – die freilich von der DDR umgeben gewesen wäre. Als sich der Westen trotz Drohungen nicht darauf einließ, wurde 1961 die Mauer gebaut.
    Berlin in der Kuba-Krise zwischen Washington und Moskau
    Kein Wunder also, dass viele Sorgen hatten, dass Berlin auch in der Kuba-Krise erneut zur Verhandlungsmasse zwischen Washington und Moskau werden könnte.
    Darauf bezieht sich die Rede des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt vor dem Berliner Abgeordnetenhaus am 25. Oktober 1962.
    Am 26. Oktober 1962 gibt auch Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Erklärung ab.
    10 min
  • "Solidaritätssendungen" in Radio DDR | 23. und 24.10.1962 | Kuba-Krise (4)
    Am Tag, nachdem US-Präsident John F. Kennedy die Seeblockade Kubas angekündigt hat, greift auch der DDR-Rundfunk die Kuba-Krise in seinem Programm auf.
    Radio DDR sendet Rede von Fidel Castro
    Eine Sondersendung in der Berliner Welle am 23. Oktober1962 trägt laut Archiv die Überschrift "Solidaritätserklärungen für Kuba". Sie besteht vor allem aus Kommentaren eines Moderators sowie einzelnen Korrespondentenberichten, die ebenfalls mehr den Charakter von Meinungsbeiträgen haben und zeigen sollen, wie empört Menschen in aller Welt über die USA sind. Am Ende dieser ersten Sendung wird eine Rede von Fidel Castro übertragen.
    DDR-Sendungen in Westberlin vom RIAS mitgeschnitten
    Anschließend folgt eine zweite Sendung, die einen Tag später lief, also am 24. Oktober 1962. Sie trägt den Titel "Solidaritätssendung: Hände weg von Kuba". Die Sendungen wurden in Westberlin vom RIAS Berlin mitgeschnitten.
    Zu hören sind hier jeweils die Zusammenschnitte ohne die Musik, die zwischen den Wortbeiträgen gelaufen ist.
    1 hr 2 min
  • Sorgen in Washington, Moskau und Köln | 23. bis 25.10.1962 | Kuba-Krise (3)
    Angst vor einem dritten Weltkrieg
    Die Ankündigung John F. Kennedys einer Seeblockade Kubas und die Informationen, dass die Sowjetunion Raketen dort stationiert hat, löst weltweit Besorgnis aus. Von einem möglichen bevorstehenden dritten Weltkrieg ist die Rede.
    Wir hören Berichte der ARD-Korrespondenten in Washington und Moskau, sowie dazwischen eine Umfrage aus Köln. Der Bericht aus den USA stammt vom 23. Oktober. Korrespondent ist Lothar Loewe. Außerdem eine Straßenumfrage am 24. Oktober in Köln. Und am 25. Oktober 1962 berichtet Moskau-Korrespondent Erwin Behrens über die Reaktionen in der sowjetischen Führung.
    15 min
  • John F. Kennedy kündigt Seeblockade Kubas an | 22.10.1962 | Kuba-Krise (2)
    USA bemerken: Sowjetunion stationiert Militär auf Kuba
    Schon im Sommer 1962 bekamen die USA Nachrichten darüber, dass die Sowjetunion angefangen hat, Militär und Raketen auf Kuba zu stationieren. Mitte Oktober verdichteten sie sich.
    Verteidigungsminister Robert McNamara will Seeblockade
    Aufklärungsflugzeuge bestätigen US-Präsident John F. Kennedy, dass die Sowjetunion dabei ist, Startrampen für atomare Mittelstreckenraketen auf Kuba zu errichten. In den kommenden Tagen berät er sich intern mit seinem Stab. Mehrere Optionen werden diskutiert: Kuba aus der Luft angreifen? Eine Invasion planen? Verteidigungsminister Robert McNamara schlägt eine Seeblockade vor.
    Kennedy trifft Außenminister Gromyko – und lässt sich nichts anmerken
    Wie brisant die Lage ist, bleibt der Öffentlichkeit verborgen, die Beratungen finden vertraulich statt. Selbst beim Treffen mit dem sowjetischen Außenminister Andrei Gromyko am 18. Oktober 1962 lässt Kennedy nicht durchblicken, was er weiß.
    US-Präsident Kennedy informiert die Bürger mittels Rundfunk
    Die Situation spitzt sich also eine Woche lang unbemerkt zu, bis Kennedy schließlich am 22. Oktober 1962 eine Rundfunkansprache ankündigt. Um 19 Uhr Washingtoner Zeit informiert er die US-Bürger über die Lage und die bevorstehende Seeblockade.
    Wir hören zunächst die Originalrede Kennedys, dann, etwa ab Minute 20, die Übersetzung, die der Sender RIAS Berlin am 23. Oktober 1962 ausgestrahlt hat.
    40 min
  • Deutsche Reeder beklagen Probleme im Kubahandel | 17.10.1962 | Kuba-Krise (1)
    Die Öffentlichkeit weiß von der drohenden Kuba-Krise noch nichts, als deutsche Handelsschiffe schon merken, dass die Anspannung in der Karibik wächst.
    Deutsches Frachtschiff "Westfalen" wird behindert
    In der NDR-Sendung "Aus der Schifffahrt – Flensburger Reedergespräch" ist davon die Rede, dass ein deutsches Frachtschiff – die "Westfalen" – auf dem Weg vom sowjetischen Leningrad nach Kuba in US-Gewässern an der Weiterfahrt gehindert worden sei. Obwohl das Schiff – wie betont wird – offenbar keine Waffen transportiert habe.
    6 min
  • Friedensnobelpreis an Martin Luther King | 14.10.1964
    Der Bürgerrechtler Martin Luther King gehört sicherlich zu den Friedensnobelpreisträgern, die die Auszeichnung auch im Rückblick wirklich verdient haben. 1964 war es so weit – ein Jahr nach dem großen Marsch auf Washington, auf dem Martin Luther King auch seine berühmte Rede hielt: „I have a dream“.
    Das Wort, mit dem damals Afro-Amerikaner bezeichnet wurden – und das auch der Korrespondent des SWF verwendet hat – gilt heute als rassistisch. Martin Luther King hat in seiner Dankesrede für den Nobelpreis selbst noch das Wort „Negro“ verwendet.
    Stellungnahme nach Bekanntwerden der Preisverleihung. Archiv des SWR. W0480570
    5 min
  • Atlantik-Überquerung: Per Luftschiff von Friedrichshafen nach New York | 12.10.1924 / 7.9.1925
    Als Graf Zeppelin die nach ihm benannten Luftschiffe erfand, dachte er vor allem an eine militärische Verwendung. Doch im Ersten Weltkrieg haben sich die Zeppeline als relativ untauglich für militärische Einsätze erwiesen, deshalb rückt nach dem Krieg zunehmend der zivile Einsatz in den Mittelpunkt.
    Schon im Jahr 1919 überquert erstmals ein Luftschiff den Atlantik von Schottland aus. Von dieser Fahrt gibt es jedoch keine Aufnahmen. Wohl aber von der zweiten Atlantik-Überquerung fünf Jahre später am 12. Oktober 1924. Die LZ 126 fährt von Friedrichshafen nach Lakehurst bei New York unter der Leitung von Hugo Eckener, dem Nachfolger des 1917 verstorbenen Graf Zeppelin.
    Hugo Eckener war, wie zu hören, ein großer PR-Profi, der es gut verstand, die Öffentlichkeit für die Luftschiffe zu begeistern. Knapp ein Jahr nach dem erfolgreichen Fahrt, am 7. September 1925, schildert er die Einzelheiten.
    8 min
  • NATO-Russland-Rat gegründet – "Kalter Krieg vorbei" | 28.5.2002
    NATO und Russland rücken in den 1990ern näher zusammen
    In den 1990er-Jahren haben sich die NATO und Russland immer mehr angenähert. 1997 vereinbarten sie eine engere Partnerschaft.
    Islamistischer Terror: gemeinsame Bedrohung
    Sie wird noch enger, als beide Seiten Anfang der 2000er-Jahre den islamistischen Terrorismus als immer stärkere gemeinsame Bedrohung wahrnehmen. Nach den Terroranschlägen von 11. September 2001 geht die NATO deshalb einen weiteren Schritt auf Russland zu und vereinbart die Gründung eines NATO-Russland-Rates. Russland solle bei Entscheidungen auf Augenhöhe eingebunden werden.
    Großer außenpolitischer Erfolg für Präsident Wladimir Putin
    Am 28. Mai 2002 wird der Vertrag in Rom unterzeichnet. Für Russlands Präsident Wladimir Putin, der erst zwei Jahre im Amt ist, ein großer außenpolitischer Erfolg.
    Viele andere Beteiligte äußern die Ansicht, dass damit der Kalte Krieg offiziell besiegelt sei. Sogar über eine künftige EU- oder gar NATO-Mitgliedschaft Russlands wird in diesen Tagen gelegentlich spekuliert.
    Reporter ist ARD-Korrespondent Gerhard Irmler.
    5 min
  • Wladimir Putin – Wie ARD Moskau den frisch gewählten Präsidenten einschätzt | 27.3.2000
    Putin – Jelzins Wunschkandidat
    Im August 1999 erklärt Russlands Präsident Boris Jelzin, dass er sich Geheimdienstchef Wladimir Putin als seinen Nachfolger wünscht. Putin wird zunächst Ministerpräsident.
    Amnestie für Boris Jelzin
    Am 31. Dezember 1999 tritt Jelzin zurück und Putin übernimmt die Präsidentschaft kommissarisch. Als erste Amtshandlung erlässt er eine Amnestie gegenüber seinem Vorgänger; Jelzin wird somit wegen der schwelenden Korruptionsvorwürfe nicht weiter belangt.
    Gleich nach Amtsantritt fliegt Putin nach Tschetschenien, um die dort kämpfenden russischen Soldaten zu ehren.
    Putin mit 52,9 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt
    Ansonsten ist er die nächsten Wochen damit beschäftigt, die Präsidentschaftswahl am 26. März 2000 zu organisieren sowie seinen eigenen Wahlkampf. Mit Erfolg. Am nächsten Tag wird bekannt: Der 47-jährige Putin ist schon im ersten Wahlgang mit einer knappen absoluten Mehrheit von 52,9 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden.
    Jürgen Döschner leitet damals das ARD-Studio Moskau und schildert Putin in diesem Porträt.
    5 min

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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert…

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