Archivradio – Geschichte im Original

Archivradio – Geschichte im Original

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Archivradio – Geschichte im Original episodes

  • Drogenboss Pablo Escobar kommt ins "Gefängnis" | 20.6.1991
    Anfang der 1990er-Jahre war der Kolumbianer Pablo Escobar der mächtigste Drogenboss der Welt. In den vorausgegangenen 15 Jahren hatte er die Kokainproduktion industrialisiert, das Medellín-Kartell aufgebaut und er war Schätzungen zufolge damals der reichste Mensch auf der Erde.
    Escobar: Mord, Bestechung und grenzenlose Skrupellosigkeit
    Seine Skrupellosigkeit war so grenzenlos wie sein Ehrgeiz. Zahllose Polizisten und Politiker wurden bestochen oder ermordet. Kolumbien verwandelte sich faktisch in ein Bürgerkriegsland, in dem sich Armee und Drogenmafia bekämpften. Auch US-Präsident George Bush erklärte Escobar zum Staatsfeind Nummer 1.
    1991 schließlich kam es zu Friedensverhandlungen zwischen Escobar und der Regierung mit einer kuriosen Abmachung: Escobar stellt sich der Polizei und kommt ins Gefängnis – in ein Privat-Gefängnis, das er zuvor selbst nach seinem Geschmack hat bauen lassen, und das er zwar nicht verlassen darf, wo er aber letztlich machen kann, was er will.
    3 min
  • Hans Bredow über die deutsche Rundfunkgeschichte | 21.7.1948
    Rundfunk braucht föderale Strukturen
    Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hält Hans Bredow einen Vortrag an einer deutschen Universität. Ausführlich erzählt er, wie der Rundfunk in Deutschland zwischen den Weltkriegen entstanden ist – und welche Lehren sich daraus für den neu aufzubauenden Rundfunk der Nachkriegszeit ergeben.
    Er betont, dass es eine föderale Struktur braucht, um die kulturelle Vielfalt im Land abzubilden. Und dass der Rundfunk nicht von Reklame leben soll.
    Tag der Machtergreifung Hitlers: Staatssekretär Hans Bredow tritt zurück
    Interessant im folgenden Vortrag ist, dass er die Rundfunksituation in der NS-Zeit praktisch komplett ausklammert. Vielleicht, weil Bredow, der den Rundfunk in der Weimarer Zeit aufgebaut hat, von 1933 bis 1945 selbst buchstäblich außen vor war: Am Tag der Machtergreifung Hitlers, dem 30. Januar 1933, war er von seinem Amt als Staatssekretär für das Telegrafen-, Fernsprech- und Funkwesen zurückgetreten. 16 Monate verbrachte er in der NS-Zeit im Gefängnis Berlin-Moabit. Er wollte in die USA ausreisen, was ihm verweigert wurde.
    Umso mehr bringt er hier im Vortrag seine Freude zum Ausdruck, nach dem Krieg endlich wieder an einer Universität sprechen zu dürfen.
    Die einleitende Worte spicht der Medienjournalist und Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Rundfunkkunde Kurt Wagenführ – der später das bis heute bestehende Hans-Bredow-Institut in Hamburg mitbegründet hat.
    Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
    1 hr 36 min
  • Älteste erhaltene Edison-Aufnahmen: "Mary had a little lamb" | 1878 / 1888
    Als Thomas Edison am 18. Juli 1877 den ersten Phonographen erfand, ging es ihm noch nicht um Aufnahmen für die Ewigkeit, sondern primär um das Festhalten und Wiedergeben von Sprachnachrichten, etwa aus einem Telefon – eine Erfindung, die noch ganz jung und Edison natürlich vertraut war.
    Rekonstruiert: Edisons Phonograph zeichnet 1878 Kindergedicht auf
    Bei seinem ersten geglückten Versuch mit dem Phonographen nahm Edison ein Kindergedicht auf: "Mary had a little lamb" – Mary hatte ein kleines Lamm.
    Mary had a little lamb,
    Its fleece was white as snow, yeah.
    Everywhere the child went,
    The little lamb was sure to go, yeah.
    Der Phonograph bestand aus einer Zylinder-Walze, die mit einer Zinnfolie überzogen war. Edison sprach in einen Trichter, die Ton-Schwingungen übertrugen sich über eine Membran auf eine Nadel und von der Nadel wiederum auf die sich drehende Walze. Diese erste Aufnahme ist allerdings nicht erhalten, denn das Zinn nutzte sich beim mehrmaligen Abspielen schnell ab.
    Im Folgejahr 1878 präsentierte Edison seine Erfindung bei verschiedenen Gelegenheiten. Davon sind Zinnfolien erhalten, die sich lange nicht mehr abspielen ließen. Doch es gibt eine Zinnfolie aus dieser Zeit, bei der es Forschern aus Kalifornien 2012 gelang, einen Teil der Folie optisch abzutasten, daraus ein 3D-Bild der Rinnen zu erstellen und mithilfe eines Computers daraus den Ton zu rekonstruieren. Heraus kam: Mary had a little lamb.
    Der Sprecher ist in diesem Fall nicht Thomas Edison, sondern vermutlich ein Journalist namens Thomas Mason.
    1888: älteste in der ursprünglichen Form erhaltene Sprachaufnahme
    Aus dem Juni 1888 wiederum stammt eine Aufnahme, auf der Edison selbst zu hören ist. Ein Jahr zuvor hatte er nämlich das Zinn durch Wachs ersetzt, was deutlich länger hielt. Dies ist also die älteste Sprachaufnahme, die in der ursprünglichen Form erhalten ist. Edison diktiert eine fiktive Sprachnachricht an einen gewissen Mr. Blaine und zählt darin die Etappen einer Weltreise auf.
    "Uh, now, Mr. Blaine, as you've been nearly around the world, I'll take you 'round the world on the phonograph. I'll not charge you anything. I'll take you on a steamer, eh, a Cunard steamer to Liverpool, and from Liverpool to London, from London on the London and Brighton Railroad to Brighton, and from Brighton we'll go on those little two-cent steamers across the English Channel to Calais. And from Calais we'll go on the chemin du fer du nord .
    I can't give you the exact Parisian pronunciation of this railroad, but I guess you'll understand it. We'll get into Paris and make for the, uh, Grand Hotel. And then in the morning we'll go to our bankers and get you some money on our letters of credit. And then we'll go and stay around Paris for about two weeks and go to Berlin. After we've stayed about two, three days in Berlin and got the blues, why, we'll go to St. Petersburg. And St. Petersburg we'll go to Moscow, and from Moscow back by the same route to Berlin. And from Berlin we'll go to Vienna and from Vienna to Budapest to see the Hungarians.
    And then most people would go to Monte Carlo. But we'll not go to Monte Carlo, we'll go to Munich, or München. I believe they call it München. But that's not a very nice name to me. I like to call it Munich. Well, then from Munich we'll go to Milan. Milan we'll go to Rome. Rome we'll go across the Mediterranean Sea.
    I don't know but what I'm a little out of my geography, we'll go to Alexandria. Alexandria through the Suez Canal to the Red Sea, into the Bay of Bengal. And then to Bombay. Bombay we'll probably get the cholera, and stay at the hospital two, three months and have lots of fun. And then we'll go to Calcutta, Calcutta to Singapore on the Malay archipelago. And then to Hong Kong [Husten]. Hong Kong to Tokyo, Tokyo on a Pacific Mail Steamship Company to San Francisco, San Francisco to Ogden, Ogden to Laramie, Laramie to Cheyenne, Cheyenne to Omaha, Omaha to Chicago, Chicago through Pittsburgh, Harrisburg, Philadelphia, New York.
    Now, Mr. Blaine, won't you say a few words on another cylinder so my young man can bring it over to the laboratory. I want to put it through a process to get several hundred duplicate cylinders so other peopl e can hear what you say. Uh, goodbye, Edison."
    6 min
  • Ältestes Tondokument der Menschheit: "Au claire de la lune" | 9.4.1860
    Édouard-Léon Scott de Martinville erfand 1857 den Phonautographen
    Thomas Alva Edison war zwar der erste Erfinder, der 1877 bewusst menschliche Sprache aufgenommen hat, um sie hinterher wiederzugeben – und zwar mithilfe des von ihm erfundenen Phonographen.
    Doch 2008 wurde ein 17 Jahre älteres Tondokument rekonstruiert. Es geht auf den Pariser Drucker und Buchhändler Édouard-Léon Scott de Martinville zurück. Er hat 1857 ebenfalls ein Gerät gefunden, das er Phonautograph nennt. Sein Ziel war es gar nicht, Sprache aufzunehmen, um sie wiederzugeben. Er wollte lediglich Klang visuell aufzeichnen.
    Dazu benutzte er rußgeschwärztes Papier, das auf eine Walze montiert war. Er sprach in einen Schalltrichter mit einer Membran am Ende. Die Schwingungen der Membran übertrugen sich auf eine Schweinsborste, die wiederum Linien in den Papierruß kratzte.
    Forscher rekonstruieren den Klang eines Liedes und die Stimme des Erfinders
    Etwa ein Dutzend dieser Phonautogramme lagern im Institut de France. Das älteste ist vom 9. April 1860. 150 Jahre später wird der Historiker David Giovannoni auf diese Papiere aufmerksam und informiert zwei Experten am Lawrence Berkeley National Laboratory, Earl Cornell und Carl Haber. Denn sie haben eine Methode entwickelt, solche alten "Tonträger" mit optischen Verfahren abzutasten und so per Computer den Klang zu rekonstruieren. Das gelingt ihnen 2008 auch mit dem ältesten dieser Phonautogramme. Es handelt sich um das französische Volkslied "Au clair de la lune".
    Ein Problem dabei: Scott de Martinville hatte nicht festgehalten, wie schnell er die Walze gedreht hat. Die erste Fassung, die die Forscher rekonstruierten, entspricht zwar dem Tempo, in dem das Lied normalerweise gesungen wird. Die Stimme ist aber für einen Mann viel zu hoch.
    Da Scott de Martinville aber vermutlich seine eigene Stimme zu Papier brachte, produzierten die Wissenschaftler noch eine langsamere Fassung, von der sie denken, dass sie dem ursprünglichen Klang näher kommt. Vermutlich, so spekulieren sie, habe Scott de Martinville bewusst langsam und deutlich gesungen.
    Scott de Martinville hat später Edison beschuldigt, bei der Erfindung des Phonographen auf seine frühe Erfindung zurückgegriffen zu haben.
    Den gleichen Experten, die Scott de Martinvilles Stimme rekonstruiert haben, ist es 2012 auch gelungen, eine frühe Aufnahme von Thomas Edison wieder hörbar zu machen. Auch sie findet sich im SWR2 Archivradio.
    4 min
  • Flutkatastrophe im Ahrtal – SWR3-Reportagen der ersten Woche | Juli 2021
    Jahrhunderthochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen
    Juli 2021: Allein im Ahrtal in und am Rand der Eifel sterben 133 Menschen. Die Katastrophe kündigte sich schon am Montag, den 12. Juli 2021, an, als der Deutsche Wetterdienst vor Überflutungen warnte. Allerdings bleiben die Warnungen diffus. Zwischenzeitlich nimmt der Wetterdienst seine Niederschlagsprognose auch etwas zurück. Doch am 14. Juli abends steigt der Pegel in Altenahr so stark an, dass bereits der Strom ausfällt.
    Tote, Vermisste, zerstörte Häuser, Schlamm und Müll
    Am 15. Juli hat es zwar aufgehört zu regnen. Doch die Pegel steigen weiter und das Ausmaß der Katastrophe beginnt sich abzuzeichnen. In Ahrweiler ist auch SWR3-Reporter Gregor Glöckner aufgewachsen. Als ihn die Nachrichten erreichen, fährt er sofort in seine Heimat zu seiner Familie, schildert aber auch im Programm seine Eindrücke. Er bleibt im Haus seiner Eltern. Zwei Tage später, am 17. Juli, schildert er, wie sich die Situation inzwischen entwickelt hat.
    Täglich berichten die Radiowellen über die Flutkatastrophe, in SWR3 ist sie von Beginn an täglich Thema in der Morningshow.
    Es ist der 20. Juli 2021, der Montag nach der Flut. In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind die Straßen, die noch existieren, weitestgehend unpassierbar. Überall ist Schlamm, angeschwemmter Müll und das, was die Menschen aus ihren zerstörten Häusern vor die Tür werfen.
    Zwischen all den Trümmern suchen Helfertrupps nach Überlebenden. Auch in einer Tiefgarage. Mit Anglerhosen waten sie durch hüfthohes Wasser. Und das nach vier Tagen Dauereinsatz der Hochleistungspumpen.
    Tag 7 nach der Katastrophe: Shuttle-Service für Hilfswillige
    An den ersten Tagen und dem Wochenende sind so viele freiwillige Helfer aus der gesamten Republik gekommen, dass die Einsatz- und Rettungskräfte sie nicht zielführend im Katastrophengebiet verteilen konnten. Sie haben sie oft wieder weggeschickt, damit sie nicht im Weg stehen. Aus dem Nichts organisieren deshalb zwei Ahrweiler Unternehmer einen Shuttle-Service. Der bringt Hilfswillige gezielt dahin, wo sie helfen können. Darüber berichtet Steffi Lingscheidt am Dienstag dem 21. Juli – Tag 7 der Katastrophe.
    Tag 8: provisorische Kinderbetreuung dank Nachbarschaftshilfe
    Mittwoch, 22. Juli 2021: Weiter herrscht Ausnahmezustand. Die Supermärkte und Tankstellen in der näheren Umgebung sind noch immer geschlossen. Aber trotz des verehrenden Ausmaßes sind nicht alle Häuser betroffen. Zwei junge Familien aus Heimersheim blieben verschont. Während die Männer ihren Nachbarn helfen, bauen die jungen Erzieherinnen und Mütter, in Absprache mit der Kreisverwaltung, eine Kinder-Not-Unterkunft auf. Hier können Kinder die Katastrophe spielend verarbeiten.
    Totalschaden bei 95 Prozent der Winzer
    Direkt Montags nach der verheerenden Flut kommen immer mehr professionelle Helfer aus anderen Kreisen, um ihre Kollegen zu unterstützen. Ein Weinfassbauer prüft, wie viel Existenzgrundlage in den Weinkellern der Ahr-Winzer geblieben ist. Fast 95 Prozent der Winzer vermelden praktisch einen Totalschaden.
    15 min
  • Großer Empfang für Box-Weltmeister Max Schmeling | 13.7.1931
    Am 3. Juli 1931 wird Max Schmeling zum zweiten Mal Schwergewichtsweltmeister im Boxen und im Anschluss zum Weltmeister aller Klassen erklärt. In Cleveland besiegt er den US-Amerikaner Young Stribling durch technischen K. o.
    Schmeling reist zurück und kommt zehn Tage nach dem Sieg mit dem Schiff – der Europa – in Bremerhaven an. Dort wird ihm ein großer Empfang bereitet.
    4 min
  • Alexander von Linsingen übernimmt das Kommando über die Bugarmee | 12.7.1915 / 17.3.1918
    Um die österreichisch-ungarischen Streitkräfte an der Ostfront zu unterstützen, wurden Anfang 1915 deutsche Truppen in die ungarischen Karpaten befohlen. Am 8. Juli 1915 wurden die Armeen umorganisiert.
    Die wesentlichen Unternehmungen dieser Heeresgruppe waren die Beendigung der Offensive in Polen, das Aufhalten der russischen Brussilow-Offensive 1916 und im März 1918 ein tiefer Vorstoß nach Russland hinein bis Kiew.
    Auftrag des Kaisers
    Von Linsingen erklärt, dass der Kaiser ihn beauftragt habe, am 12. Juli 1915 die nach dem polnisch-ukrainischen Fluss Bug benannte Bugarmee zu übernehmen.
    Am 31. März 1918 wurde die Heeresgruppe ebenso wie das Oberkommando der Bug-Armee aufgelöst.
    Aufnahmedatum: 17.3.1918 (nachgesprochen)
    Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
    2 min
  • Vertraulicher IM-Bericht über leitende Klinikärzte | 1987/1988
    Bespitzelte Ärzte: angeblich cholerische Anfälle und Affären
    Inoffizielle Mitarbeiter (IM) der Stasi gab es in allen gesellschaftlichen Schichten. In der folgenden Aufnahme äußert sich ein Arzt, der offenbar in der Chirurgie eines Berliner Krankenhaus arbeitet, über seine dortigen Kollegen.
    Der eine ist angeblich cholerisch und lässt Führungsqualitäten vermissen; der andere habe wegen einer Affäre mit einer 20 Jahre jüngeren Frau an Prestige verloren.
    Undatiertes Tonprotokoll aus den späten 1980ern
    Die Aufnahme stammt vermutlich aus den späten 1980er-Jahren und fand sich auf einer undatierten Kompaktkassette in der Stasi-Unterlagenbehörde. Sie war nur für den internen Gebrauch der Stasi bestimmt und ist ein typisches Dokument von Spitzelarbeit in gehobenen Positionen.
    Die Aufnahme enthält zahlreiche Pieptöne, die im Original nicht enthalten sind. Sie wurden von der Stasi-Unterlagenbehörde nachträglich eingefügt, um die Anonymität und die Persönlichkeitsrechte möglicher Opfer und anderer Beteiligter zu schützen.
    24 min
  • Vertraulicher IM-Bericht über leitende Klinikärzte | ca. 1987 / 1988
    Informelle Mitarbeiter (IM) der Stasi gab es in allen gesellschaftlichen Schichten, auch im Bereich der Ärzte in DDR-Kliniken. In diesem undatierten, vermutlich aus den späten 1980er-Jahren stammenden Tonprotokoll macht sich ein Arzt für die Stasi Gedanken über Kollegen in leitenden Positionen.
    Der eine ist angeblich cholerisch und lässt Führungsqualitäten vermissen; der andere habe sich wegen einer Affäre mit einer 20 Jahre jüngeren Frau nicht nur in persönliche Schwierigkeiten gebracht, sondern auch in der Ost-Berliner Klinik, wo er Oberarzt war, an Prestige verloren. Inzwischen, so der IM in dieser Aufnahme, habe er aber mit der Geliebten Schluss gemacht.
    Insbesondere der erste Chirurg, um dessen Einschätzung es hier geht, war einer der renommiertesten Transplantationsspezialisten der DDR.
    Die Kassette befindet sich in der Stasiunterlagenbehörde BStU.
    24 min
  • Vertraulicher Stasi-Bericht über einen Kardiologenkongress in Nizza | Herbst 1989
    Ein – offenbar – Facharzt der DDR besucht 1989, einige Wochen vor dem Mauerfall, den Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie im französischen Nizza. Er berichtet darüber aber auch als informeller Mitarbeiter der Stasi in Form eines Tonbandprotokolls. Der Name des Informanten ist unbekannt.
    DDR-Wissenschaft auf Kongress in Frankreich schwach vertreten
    Er schildert, wie stark die bundesdeutsche und wie schwach die DDR-Wissenschaft auf dem Kongress vertreten ist. Er erzählt, wie ihn bundesdeutsche Kollegen auf die jüngsten Entwicklungen in der DDR ansprachen, teils einfach interessiert, teils provokativ.
    Begegnung mit ehemaligem DDR-Bürger Prof. Bernd Heublein
    Und er berichtet von der kurzen Begegnung mit dem ehemaligen DDR-Wissenschaftler Prof. Bernd Heublein, einst Kardiologe an der Charité in Ost-Berlin und eine Koryphäe des Ostblocks, der drei Jahre zuvor die DDR verlassen hat.
    Am Ende spricht sich der Informant für eine stärkere Zusammenarbeit mit den bundesdeutschen Kollegen aus.
    Die Aufnahme stammt aus der Stasi-Unterlagenbehörde. Er spricht zurückgenommen und verhalten, nur für den internen Gebrauch.
    10 min

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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert…

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